Es wird licht !

Genetisch bedingter Haarausfall ist für Männer (und seltener Frauen) ein ziemliches Problem. Ich will das hier auch nicht kleinreden, aber meine Erfahrung zeigt, dass das meist nur ein Problem für die Männer selbst ist, will heissen: vielen Frauen ist es nicht so wichtig wie viel Haar da noch auf dem Kopf des Mannes ist, wenn der Rest stimmt.

Ob das jetzt beginnende Geheimratsecken oder schon fortgeschrittener mit Tonsur ist, ist uns eigentlich wirklich häufig egal.

Was nicht so toll ist, sind dagegen manche Versuche das zu verstecken: also „drüberkämmen“ ist gar nicht und einsprühen mit Farbe … gibt es wirklich Leute, die das machen? Offenbar. Haarteile sehen heute vielleicht nicht schlecht aus … aber irgendwann  muss man auch die abziehen. Und Implantate sind auch eine ziemlich teure Angelegenheit.

Ok, es gibt noch Medikamente, die man anwenden kann … und die wirken auch tatsächlich, ABER – sie haben auch Nachteile. Das sollte man sich vorher gut überlegen.

Propecia – Finasterid, Regaine – Minoxidil(und Generika) wirken …

… solange noch Haarwurzeln da sind, die sie stimulieren können. Wo gar keine Haarwurzeln mehr sind, wächst auch damit nichts mehr. Sie generieren kaum neue Haare, sie machen nur, dass die welche es gibt, weniger ausfallen und wieder stärker / dicker werden.Rückgängig machen kann man da gar nichts, nur aufhalten.

… solange man sie nimmt. Sobald man damit aufhört, fallen die Haare wieder aus und man fällt auf den Stand zurück, den man hätte, wenn man gar nichts genommen / angewendet hat, das heisst: der Haarausfall wäre ja fortgeschritten, man hat also optisch nach dem aufhören oft weniger Haare als vor Beginn der Behandlung.

… wenn man sie täglich anwendet. Regaine (und Generika Neocapil etc.) muss man 2 x täglich auftragen / sprayen / tupfen, Propecia muss man täglich einmal einnehmen.

… aber haben auch Nebenwirkungen. V.a. Propecia ist bekannt dafür, dass es Potenzstörungen verursachen kann, v.a. am Anfang. Was ist euch lieber? Haare oder Sex?

Dann kommt noch dazu, dass keine Krankenkasse die Mittel bezahlt und dass sie nicht gerade günstig sind. Propecia kostet für 3 Monate an die 200 Franken. Regaine an die 100 Franken, Generika sind etwas günstiger.

Für Propecia muss man ausserdem ein Rezept haben und zum Arzt der das ausstellt, mindestens 1 x pro Jahr.

Das ist ziemlich viel für ein gutes Aussehen … und wie gesagt, viele Frauen

stört das gar nicht, wenn da nicht so viele Haare auf dem Kopf sind.

Darum Männer: steht zu euren Köpfen, wenn die Haare weniger werden: auch (sehr) Kurzhaarfrisuren sind elegant … und das Geld kann man dann für anderes brauchen: z.B. für einen edlen Restaurantbesuch, da hat auch eure Freundin viel mehr daran als von so ein paar Haaren….

Und ausserdem: es gibt tonnenweise gut aussehende Berühmtheiten mit Glatze. Patrick Steward zum Beispiel, oder Bruce Willis, oder Sean Connery oder  oder oder … da ist man doch in bester Gesellschaft.

Medikamente aus dem Supermarkt

Da will die Migros doch anscheinend Medikamente verkaufen. Nachzulesen z.B. hier.

Na toll. Wie man sieht, sehen sie die Medikamente rein als Konsumartikel an – die offenbar keine Beratung brauchen.

Als Beispiel nennen sie Perskindol (eine Muskelsalbe), Supradyn (Multivitamine) und Aspirin.

Ausgerechnet ASPIRIN!

In meinen Augen zeigt das, dass sie wirklich keine Ahnung haben. Aspirin ist ein Medikament gegen Schmerzen und Fieber … und eines, das heute wohl Mühe hätte, durch die Tests und Studien zur Zulassung zu kommen. Zu viele Neben- und Wechselwirkungen.

Wen es interessiert, auf was man beim Aspirin-Verkauf alles achten muss, der lese hier nach: Aspirin und die umfassende Beratung.

Wer das toll findet, soll mal einen Blick nach Amerika riskieren und schauen, was für Probleme sie dort haben, eben weil sie solche Sachen auch im Supermarkt verkaufen. Viele Rückrufe von Medikamenten kommen nur daher, weil sie eben dort so missbraucht worden sind. Jedes Jahr Tausende Todesfälle wegen Wechselwirkungen mit eben diesen „harmlosen“ Medikamenten.

Aber das ist typisch für die Migros. Letztes Jahr war es der Medikamenten-Abholposten, dieses Jahr das.

Wer hat …

Ein Mann kommt in die Drogerie: Wer hat meiner Frau Alleskleber statt Zahnpasta verkauft?“

– Großes Schweigen. Dann meldet sich kleinlaut der Lehrling.

Der Mann gibt ihm fünf Euro und sagt: „Danke, mein Junge!“

Den fand ich noch herzig. Ist natürlich ein Witz.

Leider …

… bin ich nicht dazu gekommen einen neuen Artikel für heute zu schreiben.

Aber inzwischen findet sich einiges in den Archiven, vielleicht schaut man da mal rein?

Morgen gibt’s wieder Neues, versprochen!

Pharmama

Da sagte der Apotheker …

Dass auch andere Apotheken mit Fragen um die Schweinegrippe zu kämpfen haben, zeigt dieses Netzfundstück: Gefunden auf realasmodis Blog (Original hier).

Er war letzhin in der Apotheke, musste aber etwas warten, bis er dran kam:

Eine völlig aufgelöste Mutter, die dem Apotheker ihre halbe Lebensgeschichte erzählte: „… und dann hat mein Sohn in wenigen Stunden über 39° Fieber bekommen. Und Schüttelfrost. Sie müssen das doch wissen – haben wir hier im Ort die Schweinegrippe?“ Das klang ziemlich fertig.

Darauf der Apotheker, eher auf Seelenmassage bedacht: „Na ja, ein paar Fälle gibt’s hier schon. Aber da wird durch die Medien reichlich Panik geschürt.“

„Ja, aber, es muss doch ein Mittel für Kinder geben. Wenn das nun schlimmer wird …“

„Ja, gibt es, Tamiflu für Kinder. Aber das wird auf dem Verwaltungsweg unwirksam gemacht.“

„WIESOOO?!!?!“

„Das dürfen wir nur gegen Rezept abgeben. Der Arzt darf das Rezept nur nach Labor-bestätigtem Befund ausstellen. Bis es soweit ist, vergehen zwei bis vier Tage, je nachdem, wie viel das Labor zu tun hat. Das Mittel muss aber in den ersten 48 Stunden eingenommen werden, sonst bleibt es ohne Wirkung. Deswegen haben wir das auch gar nicht auf Lager. Dann käme nochmal knapp ein Tag an Lieferzeit dazu. Und dann brauchen Sie es nicht mehr, weil das Kind die Schweinegrippe überstanden hat.“

Sie nun wieder, völlig aufgelöst: „Aber – aber – dann erzählen uns die Zeitungen ja völligen Quatsch …“

Ich konnte sehen, wie ein BLÖD-macht-deine-Meinung gebildetes Weltbild zerbrach.

Und der Apotheker entgegnete: „Genauso sieht’s aus.“

Irgendwann kam ich dann auch dran: „Eine Packung Hustenbonbons bitte.“

In der Schweiz ist es nicht ganz so schlimm … zumindest müssen die Ärzte meines Wissens nach nicht auf einen Laborbefund warten, wenn sie Tamiflu verschreiben wollen. Aber trotzdem: Wer wirklich die Grippe hat (egal welche), liegt im Normalfall so flach, dass er kaum mehr rechtzeitig für das Tamiflu zum Arzt geht.

Irgendwie muss das Ganze nochmal überdacht werden.

Mi-AU!

Eine Kundin kam letzthin zu mir und fragte, ob wir Katzenfell bestellen könnten. Ihr Arzt habe ihr das empfohlen gegen ihre rheumatischen Beschwerden.
Na gut, schaue ich mal im Computer – und finde (Überraschung) tatsächlich „Katzenfell“, das ich sogar via unseren Grossisten bei einer Firma bestellen kann.

Nun kommt heute aber die Nachricht, dass das nicht mehr bestellbar ist.
Zuerst hatte ich noch die Idee, die Kundin auf den Weihnachtsmärt zu schicken, aber eine kleine Internetrecherche zeigt mir, dass das wohl auch nichts bringt.
Offenbar ist es seit diesem Jahr (2009) in der Schweiz verboten, mit Katzenfell zu handeln. Ups.
Sie haben sich da an ein EU-Tierschutzgesetz angepasst. Doppel-Ups.

Nun gut, werde ich der Kundin halt sagen müssen, dass es Katzenfell nur noch „mit Inhalt“ gibt …. und wer weiss, so eine Katze würde ihr vielleicht auch als Ganzes gut tun.
– nur bestellen kann ich das nicht. :-)
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