Abkürzungen im medizinischen Bereich

Noch als Nachtrag zum gestrigen Post: Wenn die Krankenkasse nicht zahlen will:

Die Arzt-Kollegin erzählte mir diese Begebenheit:

Der Patient im Spital bekommt i.v. Antibiotika gegen seine heftige Infektion.

Die Krankenkasse will nicht zahlen. Als man anruft, um nach der Begründung der zu fragen, bekommt man das als Erklärung:

"Wenn das für die IV ist, ist das kein Fall für die Krankenkasse."

… (einwirken lassen) …

 

Also: i.v. = intravenös

IV = Invalidenversicherung

Die Mitarbeiterin liess sich dann überzeugen, dass der Patient sein intravenöses Antibiotikum nicht via Invalidenversicherung abrechnen lassen kann. Offenbar sollte man auch unbedingt gegenüber der Krankenkasse auf die Verwendung von Fachwörtern verzichten. … und von Abkürzungen sowieso.

Gewichtslimite für die Wirkung der „Pille danach“?

Hmmm … so wie sich das liest, werde ich wohl demnächst eine neue Frage zu unserem Fragenkatalog vor der Abgabe der Pille danach hinzufügen müssen:

„Wieviel wiegen sie?“

Der Hersteller eines der Medikamente mit dem Inhaltsstoff Levonorgestrel – zu dem auch das Norlevo bei uns Unofem/PiDaNa in Deutschland, Vikela in Österreich gehören, hat herausgefunden, dass die Wirkung der Pille danach bei Frauen mit höherem Gewicht abnimmt. Deshalb sollen jetzt die Packungsbeilagen angepasst werden.

Aufgefallen ist Anna Glasier, einer Professorin für Gynäkologie an der Universität von Edinburgh, dass offenbar Frauen mit höherem BMI mehr Versager aufwiesen (Studie hier). Danach war das Risiko einer Schwangerschaft mehr als 3 x höher bei übergewichtigen Frauen gegenüber Frauen mit einem normalen BMI.

Aber der BMI ist nicht einmal die neue Limite – da geht es um das Körpergewicht alleine. Danach soll (so oder ähnlich) in den neuen Packungsbeilagen stehen:

Studien zeigen Hinweise, dass Norlevo weniger wirksam ist bei Frauen, die 165 Pfund/75 kg oder mehr wiegen und nicht wirksam ist in Frauen die 176 Pfund/ 80 kg oder mehr wiegen

Umm. Das finde ich jetzt eher beunruhigend. 75kg oder 80kg ist noch nicht soooo viel. Für Amerikaner ist das tatsächlich Durchschnittsgewicht (166 Pfund/75kg) für Schweizerinnen ist das niedriger (ca. 63kg) … trotzdem gibt es da genug, wo ich dann sagen müsste: „Es kann gut sein, dass das bei ihnen nicht so funktioniert, wie es soll. Sie sollten sich zum Frauenarzt begeben für die mechanische Methode.“

Die „Spirale danach“, die kann bis 5 Tage nachher eingesetzt werden und verhindert >99% der Schwangerschaften – braucht aber eben einen Arzt und macht teils Schmierblutungen, Schmerzen etc.

Das ist schade – ist die „Pille danach“ doch sonst eine wirklich einfache, sichere Methode … – und offenbar reicht es auch nicht, da mit der Dosierung nach oben zu gehen.

UPDATE April 2014:

Im übrigen: der eventuelle Wirkungsverlust bei übergewichtigen Frauen sieht der EMA respektive dessen Committee for Medicinal Products for Human Use als nicht erwiesen an und kommt zum Schluss, dass Gewichtseinschränkungen für Levonorgestrel und Ulipristalacetat nicht gerechtfertigt sind. Siehe hier:  http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pages/news_and_events/news/2014/07/news_detail_002145.jsp&mid=WC0b01ac058004d5c1

Demnach kann die Pille danach auch weiterhin an übergewichtige Frauen abgegeben werden. Wichtig ist jedoch eine möglichst baldige Einnahme nach dem Geschlechtsverkehr. Im Zweifel und als Alternative gibt es auch noch die Möglichkeit beim Frauenarzt eine Kupferspirale einsetzen zu lassen.

Forever War – der ewige Krieg

Der ewige Krieg – und er ist tatsächlich fast ewig: über tausend Jahre. Nur nicht für den Protagonisten Mandella, der das von Anfang an erlebt – dank der Relativität der Zeit, die beim Reisen durch den Raum auftritt.

Das Buch startet 1997 – Die Menschheit hat relativ kurz vorher eine Möglichkeit gefunden, weit und schnell durch den Raum zu reisen und ihn zu besiedeln (Dank sogenannten Kollapsaren und Portal-Planeten), sind dabei auf Ausserirdische gestossen – und die sind offensichtlich nicht friedlich. Darum werden auf der Erde aus den Universitäten die besten Köpfe ins Militär rekrutiert und für die Verteidigung der besetzten Planeten und den Kampf gegen die Ausserirdischen („Taurans“ genannt) ausgebildet. Dabei weiss man noch kaum etwas von ihnen, ausser dass sie ebenfalls die Raumfahrt gefunden haben.

Durch die Augen von Mandella sieht man, wie blöd und furchtbar so ein Krieg ist. Die Umwelt (der Weltraum) ist lebensfeindlich, man wird ausgebildet aber ohne Hintergrundwissen losgeschickt um strategische Aufgaben zu erfüllen, Stationen zu errichten und zu verteidigen, feindliche Stationen einzunehmen und eventuell einen Tauran zu Forschungszwecken zu erwischen … und all das kostet Leben. Und Zeit.

Aber Mandella findet daneben auch Freundschaft – und eventuell Liebe: Marygay. Feste Beziehungen im Militär werden zwar nicht gerne gesehen – sind aber möglich.

Als grösstes Problem stellt sich die Zeitverschiebung heraus. Anfangs scheint sich das noch zu seinen Gunsten auszuwirken – man muss nur 20 Jahre in der Armee verbringen –Erdzeit.

Bei der ersten Rückkehr zur Erde 2023 -Monate nach Eintritt in die Armee für Mandella – sind dort 26 Jahre vergangen. Die Zeit blieb nicht stehen, es wurde weiterentwickelt (Waffen, Ausrüstung, Technologie) und die Umstände ändern sich.

Jetzt können sie aus der Armee austreten – Sold haben sie genug bekommen (plus Zins), aber … die meisten, die sie von früher kannten sind jetzt entweder viel älter oder schon tot. Homosexualität wird von den Regierungen unterstützt – um der Überbevölkerung entgegenzuwirken. Geld … gibt es so auch nicht mehr, man zahlt in Lebensmittelpunkten und man bekommt nur solange man jung ist Zugang zum Gesundheitssystem. Nach einer Weile merken die „Veteranen“, wie sie nicht mehr hineinpassen – und viele melden sich deshalb wieder ins Militär. So auch Mandella und Marygay … unter der Voraussetzung, dass sie zusammenbleiben dürfen und nicht direkt in den Kampf geschickt werden.

Doch genau das passiert. Noch weiter weg als bisher. Inzwischen ist es um 2100

Mandalla und Marygay werden bei einer Kampfhandlung verletzt: Mandella verliert ein Bein, Marygay einen Arm. Sie werden auf Heaven, einen geheimen erdähnlichen Planeten geschickt, wo sie neue Glieder bekommen und sich erholen können – bevor sie befördert und wieder in Kampfhandlungen geschickt werden.

Getrennt dieses Mal. Und wegen der unterschiedlichen Ziele würden sie auch durch Jahre der Zeit getrennt sein – eine Trennung für immer.

Mandalla bekommt die nötigen Informationen und Erfahrungen eingepflanzt um ein Kommandant zu sein und reist zum nächsten Einsatz- dem entferntesten Collapsar überhaupt, um dort eine Station zu bauen. Erdzeit ca. 2400. Heterosexualität gilt inzwischen als (behandelbare) emotionale Disfunktion, als Krankheit, Kinder werden in künstlichen Gebärmüttern herangezüchtet, die ganze Gesellschaft ist auf den ewigen Krieg ausgerichtet. Mandella ist damit so ziemlich der einzige heterosexuelle … der sich auch nicht behandeln lassen will. Ein Relikt aus vergangenen Zeiten, obwohl selber noch nicht einmal 30 Jahre alt. Damit wird er zusätzlich zum Aussenseiter, auch wenn er ein paar Freunde findet unter der neuen Mannschaft.

Auf dem unwirtlichen Planeten am anderen Ende des Collapsars angekommen, erbauen sie die neue Station … dann heisst es warten und sie gegen eventuell auftauchende Tauraner zu verteidigen. Die kommen dann tatsächlich … mit Masse und neuen Technologien. Mit Mühe und einer üblen Finte überleben es Mandella und ein Teil der Soldaten und beschliessen eigenständig den Rückzug. Kommunikation ist über diese Entfernungen nicht möglich. 340 Jahre später (aber nur ein paar Wochen für sie) treffen sie auf Stargate ein – dem ursprünglichen Kollapsar … und bekommen ein Briefing über die aktuelle Situation.

Der Krieg ist vorbei. Tatsächlich endete er 221 Jahre vorher Inzwischen ist es das Jahr 3138. Sie sind die letzten Soldaten, die zurückkommen.

Die Menschheit besteht nur noch aus Klonen – einem perfekten weiblichen Klon und einem perfekten männlichen Klon. Neue Individuen gibt es nur, wenn alte sterben und alle sind im Bewusstsein miteinander verbunden. Für die Veteranen gibt es spezielle Planeten, auf denen sie leben können, wie sie es gewohnt waren. Ach ja und: Der 1143 Jahre lange Krieg war unnötig.

Die Erklärung fand ich super – die muss man aber selber lesen.

Aber das beste: Maragay, deren Einsatz 300 Jahre vorher endete hat Mandella eine Nachricht in seinen militärischen Unterlagen hinterlassen. Und die spricht von Hoffnung …

Ich fand das Buch toll. Sollte die Menschheit wirklich einmal so in den Weltraum reisen, ist das Problem der relativen Zeitverschiebung ein nicht zu vernachlässigendes. Und ich habe noch kein Buch getroffen, das das Problem derart gut zeigen kann. Zeit kann genau so eine Grenze sein, wie räumlicher Abstand. Und die Dinge (viel!) verändern sich mit der Zeit. Sogar Menschliche Beziehungen und der Mensch selber … 1970 geschrieben hat das Buch nichts verloren.

Krieg ist nie schön – aber dieses Buch demonstriert wunderbar wie unnötig, unmenschlich, unlogisch, stumpfsinnig, grausam das auch ist.

Manches Mal musste ich mich deshalb fast zwingen, weiterzulesen. Es hat sich aber gelohnt. 5 Sterne für dieses Buch!

 

Salz und Bluthochdruck und Medikamente?

Die Kochsalzanteile Natrium und Chlorid haben beide eine Bedeutung im Stoffwechsel und wir brauchen eine minimale Zufuhr … allerdings schmeckt uns Salz auch sehr, weshalb es sehr häufig in unseren Lebensmitteln enthalten ist.

Und das ist nicht immer gut. Man verbindet heute Kochsalzzufuhr und Bluthochdruck. Dabei gilt das nicht für alle Personen.

Hypertoniker sind häufiger salzempfindlich als Personen mit normalem Blutdruck. Auch ältere Menschen (>65 Jahre) Personen mit Übergewicht und Patienten mit niedrigen Reninwerten wie Afroamerikaner, Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und Diabetiker reagieren besonders empfindlich auf Veränderungen der Natriumzufuhr. Da es schwierig ist, die Salzempfindlichkeit im Einzelfall klinisch gestzulegen, ist es sinnvoller Strategien zur Verminderung der Kochsalzzufuhr bei der Gesamtbevölkerung zu entwickeln. (Quelle: BAG)

… das erklärt, warum in vielen Ländern Bestrebungen im Gange sind, den Salzgehalt von Lebensmitteln (hauptsächlich Fertiggerichte, Backwaren, Wurstprodukte etc.) einzuschränken. Ziel ist laut WHO ein Kochsalzkonsum von weniger als 5 g pro Person und Tag. In der Schweiz sind wir mit 9g noch deutlich darüber.

Der Blutdruck lässt sich bei ungefähr der Hälfte aller Hypertoniker durch eine eingeschränkte Kochsalzzufuhr regulieren. Diese Personen werden als salzsensitiv vezeichnet. Eine Kochsalzaufnahme von ca. 6g pro Tag (entspricht 2400mg Natrium pro Tag) ist erstrebenswert. Ein Kilo Brot enthält beispielsweise ca. 10g Kochsalz.

In einem Gramm Kochsalz sind ca. 400mg Natrium und 600mg Chlorid enthalten. Ob Bluthochdruck nur durch Kochsalz oder auch durch andere Natriumsalze gervorgerufen wird, ist weitgehend umstritten. Vermutlich ist es weniger die Natriumaufnahme alleine, die erhöhten Blutdruck verursacht, als vielmehr das Verhältnis zwischen Natrium und Kalium in den verschiedenen Lebensmitteln oder auch Medikamenten. So bringt ein hohes Natrium-Kalium-Verhältnis (also viel Natrium, wenig Kalium) selbst bei Personen mit normalem Blutdruck eine Blutdrucksteigerung mit sich. Dagegen fördert eine Erhöhung der Kaliumaufnahme, also ein hohes Kalium-Natrium-Verhältnis (viel Kalium, wenig Natrium) die Blutdrucksenkung. Der positive Effekt auf den Blutdruck einer kaliumreichen Ernährung ist auf eine vermehrte Natrium- und Wasserausscheidung über die Niere zurückzuführen.

Aber wir nehmen nicht nur via Lebensmittel Natriumchlorid (Kochsalz) zu uns. Auch via Medikamente … und das kann nicht unerheblich sein, wie dieser spannende Fall beschreibt:

Ein in der Literatur (Britisch medical journal) beschriebener Fall einer 58-jährigen Patientin verlief eindrücklich:

Vermutlich durch die sechs mal tägliche Einnahme von 500 mg Paracetamol (Panadol®) in Brausetablettenform kam es zum Blutdruckanstieg bis auf 210/110 mm Hg. Täglich nahm die Patientin alleine durch die Schmerzmedikation mit Panadol®-Brausetabletten 2562 mg Natrium zu sich, was einer Kochsalzzufuhr von 6,5 g/Tag entspricht. Dazu kam noch das in den verzehrten Nahrungsmitteln enthaltene Kochsalz. Beim Switch zurück von Brausetabletten zu Panadol® Tabletten normalisierte sich der Blutdruck der Patientin sofort wieder.

Das heisst für mich als Apothekerin also auch, da ein Auge drauf zu halten.

Beispiele für Medikamente und Natriumgehalt / entsprechend Kochsalz pro Tablette jeweils

Alka Seltzer (324 mg Salicylsäure) 444mg / 1.13g NaCl

Aspirin C BT (400mg Salicylsäure, 240mg Vit C) 615mg Na, 1,56g NaCl

Berocca BT (VitB Complex, Ca, Mg, Vit C, Zi) 0,69g Na –

Brufen BG (600mg Ibuprofen) 197mg Na, 0.5g NaCl

Calcium f BT Sandoz (500mg Calcium) 70mg Na, 0,18g NaCl

Calcium ff BT (1000mg Calcium) 137mg Na, 0,35g NaCl

Dafalgan BT (500mg Paracetamol) 412,4mg Na, 1,05g NaCl

Dafalgan BT (1000mg Paracetamol) 567mg Na, 1,44g NaCl

Kalium Effervetten (Kaliumcitrat, Kaliumhydrogencarbonat 30mmol K) 660mg Na, 1,68g NaCl

Panadol C BT (500mg Paracetamol, 300mg VitC) 262mg Na, 0.66g NaCl

Pretuval C (20md Dextrometorphan, 30mg Pseudoephedrin, 300mg Paracetamol, 250mg VitC) 119mg Na, 0.3g NaCl

Redoxon BT (1000mg Vit C) 297mg Na, 0,75g NaCl

Solmucol BT (600mg Acetylcystein) 149mg Na, 0.38g NaCl

Supradyn BT (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente) 285mg Na, 0,72g NaCl

Magnesiocard 5 Sachets (Mg 121,5 mg) 1,0 mg Na, 0.003g NaCl

Magnesiocard 10 (Mg 243mg) 12,6mg Na, 0.03g NaCl

Magnesiocard 7.5 BT (Mg 182,3mg Magnesium) 135mg Na, 0.32g NaCl

Quelle: http://www.ka.zh.ch/downloads_cms/blickpunkt_apotheke_2_2006.pdf

Bei Hypertonikern ist auf die Natriumeinnahme durch Nahrung und auch Medikamente zu achten. Insbesondere auch durch natriumhaltige Hilfsstoffe in Medikamenten. Natriumhaltige Hilfsstoffe sind vor allem in wasserlöslichen Arzneiformen wie Braustabletten oder Granulaten anzutreffen, die unter anderem auch im OTC Bereich eingesetzt werden.

Achtung: Hilfsstoffe sind oft nur unvollständig in der Fachinformation (Arzneimittel-kompendium) deklariert.

Über Arthrose und deren Behandlung – speziell Chondroitinsulfat und Glucosamin

Arthrose ist eine Abnützung des Gelenkknorpels. Der Gelenkknorpel umhüllt die Knochenenden und wir brauchen ihn als Gleitfläche zwischen den Knochen. Seine Oberfläche ist im gesunden Zustand sehr glatt. Wird der Gelenkknorpel zerstört, ist das wie „Sand im Getriebe“. Ursachen dafür sind die natürliche Abnützung im Alter, Überbelastung bei Arbeit und Sport, Übergewicht und entzündliche Grunderkrankungen. Dabei spielt die erbliche Veranlagung eine grosse Rolle.

Arthrose beginnt meist erst nach dem 40. Altersjahr – aber nach dam 65. Altersjahr haben 90% der Menschen eine Arthrose. Das kann zu Beschwerden wie Gelenkschmerzen und Bewegungseinschränkung führen – muss aber nicht.

Arthrose kann an allen Gelenken auftreten, am häufigsten sind aber Knie- Hüft und Fingergelenke betroffen.

Vorbeugen kann man, indem man ausgewogen und gesund isst – damit der Körper die notwendigen Nährstoffe bekommt. Indem man Übergewicht abbaut und so die Belastung auf Knie und Füsse reduziert. Indem man das Rauchen aufgibt – dadurch wird der Knorpel besser mit Flüssigkeit versorgt. Sport und Bewegung sorgen dafür, dass mehr Gelenkschmiere gebildet wird und kräftigt die Muskulatur. Man sollte im Alltag auch darauf achten, dass Gelenke richtig belastet werden: richtiges Heben und Tragen, Sitzposition etc.

Symptome einer Arthrose sind: Anlaufschmerz am Morgen, Ermüdungs- oder Belastungsschmerzen, anfangs nur bei längeren Belastungen, bei fortgeschrittener Arthrose auch Ruheschmerz und Fehlstellungen. Die Gelenke werden steifer, weniger beweglich. Es kommt zu Reizungen (Rötung, Überwärmung. Schwellung), zu Gelenkgeräuschen und Fehlhaltungen, weil man die Gelenke schonen möchte.

Röntgenaufnahmen beim Arzt zeigen den Zustand des Gelenkspaltes der betroffenen Gelenke und ob der Knochen verändert ist.

Röntgenbild einer lateralen Gonarthrose (oben) im Vergleich zu einem normalen Kniegelenk (unten) -By J. Lengerke. Wikipedia [CC-BY-SA-3.0-de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], from Wikimedia Commons

Röntgenbild einer lateralen Gonarthrose (oben) im Vergleich zu einem normalen Kniegelenk (unten) -By J. Lengerke. Wikipedia [CC-BY-SA-3.0-de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)%5D, from Wikimedia Commons

Eine Arthrose ist bis heute nicht heilbar. Ist der Gelenknorpel einmal geschädigt, gibt es kein zurück.

Das Ziel der Behandlung ist Schmerzen zu lindern, Entzündung zu hemmen, die Beweglichkeit erhalten.

Dazu gibt es Methoden wie die Physiotherapie und Bewegungsprogramme, Gewichtskontrolle, Einlagen und Bandagen, physikalische Anwendungen wie Wärme, Infrarot und UV-Licht, Massage, Kältebehandlungen und natürlich: Medikamente gegen Schmerzen und Entzündung, Knorpelschutzpräparate, Spritzen mit entzündungshemmenden Mitteln ins Gelenk.

Wichtig ist, dass man in Bewegung bleibt. Trotz Arthrose und Schmerz – nur so bleiben die Gelenke beweglich.

Um den Knorpelabbau zu verlangsamen gibt es zwei Mittel:

Chondroitinsulfat

Ist ein natürlicher Bestandteil der Proteoglykane, die zusammen mit Kollagenfasern die Gelenkknorpelstruktur bilden. Es soll als Arzneimittel eingenommen schmerzstillend, entzündungshemmend und immunmodulierend wirken. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Verdauungsstörungen wie Übelkeit und Verstopfung. In der Schweiz ist es als Arzneimittel zugelassen – in Europa und den USA wird es hauptsächlich als Nahrungsergänzungsmittel verkauft. Gewonnen wird es aus Hühnerknorpel und Fisch.

Glucosamin

Ist eine körpereigene Substanz die zum Aufbau von Knorpelbestandteilen benötigt wird (der Glykosaminoglykane) und ist ein normaler Bestandteil der Gelenkflüssigkeit. Es soll schmerzstillend und entzündungshemmend sein und die Knorpelsubstanz schützen. Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören Verdauungsbeschwerden, Müdigkeit und Kopfschmerzen. Bei Asthma, Diabetes, und Hypercholinesterinämie soll es nur mit Vorsicht angewandt werden ebenso bei der gleichzeitigen Anwendung Blutverdünnender Mittel. Gewonnen wird es hauptsächlich aus dem Chitin von Schalentieren wie Krebsen und Garnelen.

Beide Substanzen sind ziemlich gut erforscht und man hat viel Erfahrungen. Die Sicherheit der Anwendung ist bewiesen und Nebenwirkungen sind gering. Leider ist die Studienlage was den Wirkbeweis angeht etwas dürftig. (siehe auch dieser Artikel). Während im Labor gezeigt werden konnte, dass Glucosamin Knorpelaufbauende Enzyme stimuliert und Chondroitin die Knorpelabbauenden Enzyme hemmt und entzündungshemmend wirkt, ist das nicht direkt auf den Menschen übertragbar. Eine Mehrheit der Studien zeigt einen positiven Effekt … aber ein paar wenige gut angelegte zeigen, dass auch die Kombination nicht besser ist als Placebo, was die Reduktion von Arthritis-Schmerzen angeht. Man sollte hier noch anmerken, dass auch z.Bsp das Schmerzmittel Celebrex in den Studien teils nicht besser als Placebo abgeschlossen hat. Der Placebo Effekt ist gerade im Bereich der Schmerztherapie sehr hoch.

Auch unbedingt beachten sollte man, dass bei einigen als Nahrungsergänzung zugelassene Produkte die angegebene Tagesdosierung weit unter den in den Studien gebrauchten Mengen liegt. Bei Glucosaminsulfat ist das etwa 1500 mg pro Tag, bei Chondroitin etwa 1200 mg pro Tag. In dem Fall ist eine Abnahme der Schmerzsymptomatik und eine Verbesserung der Gelenkfunktion möglich. Das Fortschreiten der Arthrose kann wahrscheinlich nur geringfügig gebremst werden, aber ein Versuch der Behandlung über mindestens 6 Monate zeigt, ob das einem einen Effekt bringt.

Kama sutra für Verheiratete

The married kama sutra – zeigt eine ganze Menge … nicht sexueller Positionen mit Erklärungen.

marriedkamasutra

Da steht drunter:

Wenn der Mann leicht den Nacken der Frau küsst und die Frau zärtlich seine Brust streichelt und das Kind kommt schreiend in das Zimmer gerannt, weil es ein erschreckendes Geräusch gehört hat oder sonst so ein Blödsinn, dann nennt man das die „unterbrochene Begegnung“.

Sagt mir nicht, *die* Position käme nie vor :-)

Hier gibt’s noch mehr Bilder zum reinschauen:

http://marriedkamasutra.com

Natürlich kann man auch grad das ganze Buch kaufen gehen: