Weshalb ich Leute zum Arzt schicke

„Entfernen sie auch Sprissen*?“ Fragt mich der Mann in Arbeitsoverall (Mechaniker?), der seinen eingebundenen Finger hochhält.

Pharmama: „Wenn ich kann. … Schauen wir uns das mal an.“

Ich bringe ihn in den Beratungsraum und bereite meine Instrumente vor, der Mann nimmt sein Pflaster vom Zeigefinger.

Es sieht nicht sehr spektakulär aus – blutet kaum, man sieht wo der Holzsprissen neben dem Nagelende im Finger steckt. Bis mir auffällt, dass er unten – in der Nähe des Gelenkes auch eine offene Stelle hat.

Ich drehe den Finger nach rechts und links.

Pharmama: „Äh, ist es möglich, dass der Sprissen glatt durchgeht?“

Mann: „Könnte sein. Da war ziemlich viel Kraft dahinter.“

In der Tat. Der Sprissen ist etwas über 1 cm lang, nadeldick und geht durch.

Leider ist er von unten nicht zu fassen ohne ziemlich zu graben und von oben … kann ich ziehen, was ich will, er rührt sich nicht.

Einmal zum Arzt, bitte!

Ja, wegen einem Sprissen.

* Splitter – für meine deutschen Leser

Apotheken aus aller Welt, 339: Yangon / Rangun, Myanmar / Burma

und mehr Bilder von Robert vom derfliegendeRobert:

Diese Bilder sind bereits in Myanmar entstanden, genauer in der Hauptstadt Yangon. Das nächste Bild ist die selbe Apotheke von innen, darüber befindet sich eine Art Supermarkt. Ziemlich große Apotheke…

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Die nächsten Bilder sind ebenfalls aus Yangon, und zwar im New Bogyoke Aung San Market.Hier findet man mehrere Reihen von Ständen/Apotheken, jeder selbst relativ klein, in Summe riesig. Ich habe keine Ahnung, warum hier dermassen viele Apotheken auf einen Fleck konzentriert sind oder wie das funktioniert… So wie’s aussah, verkauft jeder exakt das selbe…

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He – das Männchen von der Werbung unten kenne ich! ist das nicht Strepfen?

Heftige Reaktionen

… das nur als Beispiel für die Leute, die es sich nicht vorstellen können, wie es im Labor (gelegentlich) zugeht.

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gefunden hier.

Das ist übrigens eine Reaktion von KI mit H2O2 – man gebe noch etwas Seifenlösung dazu und schon hat man Elefantenzahnpasta …

Rezept um Liebe zu kurieren – das Rezept zum Valentinstag

Der heutige Post ist für einen guten Freund, der es bis oben hin satt hat, wie er in den letzten Wochen täglich mit Valentins-Tag-mails zugespammt wurde.

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Take 3 Ounces of the Powder of Sense; 15 Grains of the Spirits of Reason; 5 Drachms of the Juice of Discretion; mix these with 2 Ounces of the Syrup of Advice; the best you can get; & 3 or 4 Spoonfuls of the cooling Water of Consideration; make this into Pills; take 3 at Night going to Bed; & three in the Morning; continue it as long as you find Occasion.

Nimm 3 Unzen vom Pulver des Verstandes; 15 Körnchen vom Geist der Ursache; 5 Dram vom Saft der Diskretion; mische das mit 2 Unzen Sirup vom guten Rat, den besten, den Du bekommen kannst & 3 oder 4 Löffel voll vom kühlen Wasser der Mässigung; verarbeite das zu Pillen; nimm 3 auf die Nacht vor dem zu Bett gehen & 3 morgens; fahre damit fort, so lange Du dazu Gelegenheit hast.

Ob’s hilft? Mal abgesehen, dass die Mengenangaben unglaublich veraltet sind …  (für wen’s interessiert 1 Unze = 28,35 Gramm, 1 grain/körnchen = 0,065g, 1 Drachme/Dram = 3.7ml – manche sagen: etwa 1 Teelöffel ) … dürfte es doch etwas schwerer sein, die Inhaltsstoffe aufzutreiben …

Das handgeschriebene Rezept „um Liebe zu kurieren“ stammt von Thomas Hodgson, Kaplan den Queen’s Kollege in Oxford und Unter-Rektor von Bletchington. Diese Notiz stammt vom Biomed Manuscript Collection no. 5.101 und wurde um 1755 herum geschrieben.

Eine Anzahl Manuskripte mit ähnlichen Titeln und ähnlich scherzhaft gemeintem Hintergrund erschien in England während dem späteren Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Quelle