Medikamentenbestellung per mail

Mentikamentenbestellung – Vorbezug

Sehr geehrte Damen

Hiermit möchte ich einen Medikamenten-Vorbezug machen, da ich ab Morgen-Abend für längere Zeit im Ausland bin.

Bestellung:

BelockZok 5 mg  30 Tabletten

Lexontanil 3 mg  2 Pack à 30 Tabletten

Dormicum  2 Pack à 30 Tabletten

Orvitin-Nasenspray 1 Pack

Ich bin Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir die Medikamente noch heute liefern könnten, ich zahle bei Lieferung.

das Rezept erhalten Sie morgen, da mein Arzt heute seine Praxis geschlossen hat.

Wenn Sie Hauslieferdienst haben um so besser, ansonsten könnte ich die Medikamente so gegen 16 Uhr abholen. Bitte um raschmöglichsten Bescheid. Besten Dank und freundliche Grüsse

Herr Ichversuchsmal

Obiges ist ein mail, das wir einmal erhalten haben (inklusive Schreibfehler, exklusive Namen des Senders).

Interessant vor allem aus dem Grund, dass der Herr keiner unserer Kunden ist – d.h. er hat bisher noch kein Rezept bei uns eingelöst, ich habe keine seiner Daten. Er will (neben Nasenspray und Blutdruckmedi) 2 grosse Packungen Schlafmittel, und 2 Pack Beruhigungsmittel. Dazu lässt er uns keine Zeit das nachzuprüfen (tatsächlich nennt er nicht einmal den Namen des Arztes) und er sagt, er bezahlt selbst.

Verdächtig.

Ich telefoniere ihm und sage ihm, dass er die Medikamente besser in seiner Stammapotheke bezieht – da die ja seine Daten und alles hat. Für die dürfte es kein Problem sein, den Vorbezug zu machen.

Ein Vorbezug ist übrigens eben die Abgabe von  (rezeptpflichtigen) Medikamenten noch bevor man das Rezept hat. Für Kunden, die ihre Medikamente regelmässig in der Apotheke beziehen ist das im Normalfall auch kein Problem. Da wissen wir um die Dauermedikation und ob der Arzt Vorbezüge erlaubt. Für jemanden, der noch nie da war, ist das schon einiges schwieriger.

Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser.

Eine Waffe auf Rezept

Oder: Nur in Amerika.

Dass eine Menge Leute in Amerika geradezu Waffensüchtig sind, ist ziemlich bekannt. Die Waffenlobby ist riesig, mächtig und hat einige prominente Vertreter. Charlton Heston war einer davon. Er soll einmal gesagt haben, dass man ihm seine Waffe „aus den kalten, starren Fingern pflücken muss“, um sie ihm wegzunehmen. Wie viele ist er für das Recht, dass jedermann eine Waffe tragen dürfen soll.

Offenbar gab es da noch eine Lücke: Behinderte und ältere Menschen kommen z.B. mit dem Rückschlag nicht so zurecht – aber auch dafür gibt es inzwischen eine Lösung: Palm Pistol, die Waffe für körperlich Behinderte. Ergonomisch geformt, wenig Rückschlag und man braucht den Daumen statt dem Zeigefinger zum abfeuern – was einfacher ist, wenn man Arthritis oder Rheuma hat. „Zielen und Abdrücken war noch nie einfacher“ (O-Ton der Website http://www.palmpistol.com, von wo auch das Bild kommt). Das Ding hat zwar nur 1 Patrone – aber meistens genügt das doch, oder?

Aber das Beste kommt noch. Weil das Ding für Behinderte und Menschen mit Bewegungsproblemen gebaut und entwickelt worden ist, strebt die Firma eine Zulassung als Medizinalprodukt an – d.h. mit einem Rezept vom Arzt ….  wird die Waffe womöglich noch von der Krankenkasse übernommen (oder von den Sozialversicherungen).

Also ich finde das keine speziell gute Idee – ich dachte immer, die Kassen sollten Dinge zahlen, die heilen und allgemein gesund machen – und nicht etwas was schadet.

Und noch bedenklicher finde ich das, wenn ich in amerikanischen Apotheker-Blogs lese, was für Leute dem Staat auf der Tasche liegen und vom (gratis-) Sozialsystem (Stichwort Medicare) schmarotzen … von denen würden sich sicher viele die 300 Dollar teure Waffe verschreiben lassen.

Heute holen, morgen … zahlen?

Montag Abend, kurz vor Ladenschluss in der Drogerie.

„Guten Abend – ich bin eine Stammkundin von ihnen, eigentlich sollten sie meinen Namen kennen ..“

Die Drogistin die heute Spätdienst hat und ich tauschen einen kurzen Blick. Ich schüttel den Kopf: Nein, die habe ich bisher noch nicht gesehen –nicht dass sie mir aufgefallen wäre, und ich bin doch schon 10 Jahre hier. Die Stammkunden kenne ich eigentlich.

„Guten Abend, was darf es denn sein?“ Fragt die Drogistin.

Ich brauche ein Kamillosan, habe aber kein Geld dabei. Ich kann doch sicher auch morgen noch zahlen?“

(Wieder kurzer Blickaustausch: also daher weht der Wind!, wieder schüttel ich kurz den Kopf)

Drogistin: „Tut mir leid, aber das machen wir grundsätzlich nicht.“

Kundin: „Oh. (sie sieht unsere Wandkalender, die wir an die Kunden verteilen) … Sie haben aber hübsche Kalender hier, da könnte ich ein paar brauchen.“

Drogistin (in grosszügigem Ton): „Sie dürfen gerne einen mitnehmen und wenn sie morgen das Kamillosan holen kommen, dürfen sie dann noch einen haben.“

Pharmama verzieht sich schleunigst, sonst fällt noch auf, wie sie grinst. (Ja, ich hab’ clevere Mitarbeiter).

Mitgehört

Neulich in der Apotheke:

Kundin: „Guten Tag, ich hätte gerne Globuli …. wissen Sie, die sind homöopathisch!“

Pharmaassistentin: „Das ist etwa so, als würden sie mir sagen: ‚Ich hätte gerne Tabletten, -das sind Medikamente‘. Sie müssen mir schon sagen, wofür sie sie wollen.“

Die falsche Anwendung (3)

Kunde kommt in die Apotheke mit einer Liste Medikamente. Sein Problem: „Zahnschmerzen“.

Er war schon beim Zahnarzt, der ihm ein Antibiotikum aufgeschrieben hat: ganz oben auf der Liste Amoxicillin.

Auch auf der Liste sind andere Medikamente, die er zuhause hat und von denen er denkt, dass sie eventuell helfen: Aleve, Tramal, Voltaren retard.

Ich empfehle im das Aleve.

„Das habe ich tatsächlich schon probiert“ sagt er „ich habe die Tablette in den Mund genommen und sie am Zahn zerfallen lassen, es hat nicht wirklich gebessert.“

Ich (geduldig) „Ich denke, sie wirkt besser, wenn man sie einnimmt“

Patient: „Ok, Kann ich trotzdem noch etwas Nelkenöl haben?“.

Wie der Weihnachtsengel oben auf den Baum kam

Vor langer Zeit und weit weit weg, bereitete sich Santa auf seinen jährlichen Ausflug vor.

Aber überall gab es Probleme. Vier seiner Elfen wurden krank und darum wurden sie nicht fertig mit der Spielzeugproduktion – da begann Santa den Druck zu fühlen, wenn man mit dem Produktionsplan im Rückstand ist. Dann sagte Frau Claus ihm auch noch, dass ihre Mutter sie besuchen kommen würde, und das stresste Santa noch viel mehr.

Als er anfing die Rentiere zu zäumen, krachte der Schlitten und der Sack mit den Geschenken fiel herunter und verstreute überall das Spielzeug.

Total frustriert ging Santa ins Haus, um sich einen Kaffee mit einem Schluck Whisky zu machen.

Als er den Schrank öffnete, fand er, dass die Elfen am Alkohol gewesen waren und nichts übrig gelassen hatten. In seinem Frust liess er die Kaffeekanne fallen, die am Küchenboden in hunderte kleine Teile zerschellte. Er ging den Besen holen und musste feststellen, dass Mäuse das Reisig weggefressen hatten. Genau da klingelte es und Santa ging fluchend zur Tür.

Er öffnete die Tür und da war ein kleiner Engel mit einem grossen Weihnachtsbaum.

Der Engel sagte: „Wo willst Du den hinhaben, Alter?“

Und das, liebe Freunde, ist die Geschichte, wie der Engel oben auf den Weihnachtsbaum kam.