Steinzeit Diät oder: der Neanderthaler in uns

Gelegentlich hört man von Diäten oder Behandlungen, die darauf beruhen, dass man es macht, „wie unsere alten Vorfahren“, wie die Steinzeitmenschen oder ähnliches. Und das soll dann speziell gesund sein.

Ich wage zu widersprechen. Von dem wenigen, was uns aus dieser Zeit überliefert ist, gehört, dass diese Frühmenschen nicht gerade sehr alt wurden. Mit 35 war man schon ein Methusalem. Die meisten starben vorher.

Das Essen war oft auch nicht abwechslungsreich (v.a. im Winter), so dass Mangelerscheinungen an der Tagesordnung lagen. Frauen wurden sehr früh schwanger und starben oft daran, direkt oder weil es den Körper doch recht auslaugt.

Diese Frühzeitmenschen entwickelten kaum Krebs oder Alzheimer oder Parkinson – dazu wurden sie einfach nicht alt genug! Daraus abzuleiten, dass ihre Lebensart gesünder war ist … äh, kurzsichtig.

Ich möchte noch anmerken, dass natürlich eine Vielzahl der heutigen Krankheiten ihre Ursachen in falscher Ernährung haben: zu viel Zucker, Fett, leere Kalorien, fördern das Übergewicht und damit verbunden Kreislauferkrankungen und Diabetes. Trotzdem haben wir heute mehr als früher Gelegenheit und Möglichkeit gesund zu leben und -auch deswegen- sehr alt zu werden.

Das Foto ist übrigens nicht von einem Neanderthaler Schädel – und ja, ich bin mir bewusst, dass die Neanderthaler wohl nicht zu unseren Vorfahren gehörten, sondern eine der (vielen?) Sackgassen der Evolution darstellt, aber es tönt einfach gut :-) – sondern von einem Homo Heidelbergensis. Aufgenommen wurde das Bild in Karlsruhe, wo Kuschelbär und ich letztes Wochenende an einem „Reisende-Treffen“ teilgenommen haben.

Eine sehr schöne Stadt ist das übrigens.

Kinder schlafen überall

Kinder haben meist keine Probleme mit dem Schlafen. Sie schlafen wenn sie müde sind, da ist es ziemlich egal, ob nebendran eine Fasnachtsclique im vollen Schwung vorbeispaziert, oder man bei Freunden an einer lauten Party sitzt.

Das Problematischte ist eher das Einschlafen. Es gibt Kinder die können das überall und jederzeit, selbst mitten in einer Beschäftigung.

Unser Junior gehört eher nicht dazu. Wenn er etwas macht, dann mit vollem Einsatz. Problematisch wird das dann, “wenn er den Punkt nicht findet“. Das ist dann der Fall, wenn er so müde ist, dass er nicht mehr einschlafen kann. Klingt paradox, aber ist so.

Solche Kinder sind dann überdreht, extrem quengelig und schreien wegen dem geringsten Anlass. Junior torkelt dann durch die Gegend wie ein betrunkener Flipperball. Da hilft nur eins: Junior nehmen und ins Bett stecken.

Und  dann schläft er …

hier noch eine lustige Zusammenstellung schlafender Kinder:

Dreck ist gesund!

Wir leben in einer Zeit, die den Putzfimmel hat. Alles hat porentief rein und hygienisch zu sein. Klinisch sauber. Bakterienfrei. Die Werbung suggeriert uns, dass man offenbar sogar die Fussböden desinfizieren muss.

Dabei ist das alles gar nicht gesund. Mal ganz abgesehen davon, dass wir mit jedem Desinfektionsmitteleinsatz nur noch mehr Desinfektionsmittel-resistente Bakterien selektieren, also die, die uns dann irgendwann am ehesten Probleme machen, ist es auch für unser Immunsystem gar nicht gut, wenn wir alle Erreger von ihm fernhalten. Denn unser Immunsystem braucht Training. Vor allem das der Kinder.

Haben sie sich einmal gefragt, warum es heute immer mehr Allergien gibt? Einer der Gründe ist unsere superhygienische Umwelt – und dass unser untrainiertes Immunsystem verrückt spielt, wenn es dann einmal mit einem „Allergen“ (und das kann letztlich fast alles sein) in Kontakt kommt. Studien haben gezeigt, dass Kinder, die auf einem Bauernhof aufwachsen viel weniger Allergien haben, als Kinder, die in der Stadt aufwachsen. Dabei (oder eben: weil) haben sie täglich Kontakt mit so vielen Sachen, die häufig Allergien machen: Tierhaare, Gräserpollen, Staubmilben, Kuhmilch …

Also lautet auch die Empfehlung meines ehemaligen Immunologie-Professors: Lasst die Kinder Dreck essen! Lasst sie Dinge in den Mund nehmen, bringt ihnen aus den Ferien Sachen mit, zum ablutschen: Muscheln, Steine, Rinde, das alles trainiert das Immunsystem.

Natürlich habe ich das bei Junior befolgt. Abgesehen von gelegentlichem Durchfall – und auch das nie schlimm, hat er keine negativen Folgen davongetragen. Und klar, ALLES lasse ich ihn auch nicht in den Mund nehmen, das hat Grenzen. Zigarettenstummel sind zum Beispiel ein grosses NeinNEIN.

Tagesheime und andere Orte, wo Kinder zusammenkommen, sind auch gut in dem Sinne, dass das Immunsystem trainiert wird. Man (ja, ich auch) mag sich ja beklagen, dass die Kinder oft krank nach Hause kommen, weil sie den neusten Käfer der umgeht, dort aufgelesen haben. Aber das sind häufig Krankheiten die jährlich umgehen. Wenn sie es jetzt nicht durchmachen, dann später, im Kindergarten oder der Schule.

Medikamentennamen sind schwierig

Wir sind ja wahre Meister im Herausfinden, was der Kunde will. Medikamente haben manchmal komische Namen, die nicht einfach zu merken sind – ausserdem: wer weiss schon wirklich, wie man die ausspricht? V.a. bei solchen, deren Namen man nicht in der Werbung hört. Dementsprechend hören wir manchmal schon komische Bezeichnungen für die Medikamente.

Hier ein paar Beispiele:

Öseta –  Euceta mit französischem Akzent

Äspen –  Aspirin mit englischem Akzent

Mebukeine – Keine was? Mebucaine spricht sich: Mebu-KA-Ï-ne

Bobocain – nochmals Mebucaïn

Pandenol – Panadol

Spasmo Granulase – Spasmo Canulase

Chloroform gegen die Motten – Chlorokampfer

Hiridiot Gel – Hirudoid (hat mit Idiot nichts zu tun)

Emotion – Emoton (ein Mittel gegen Wechseljahrsbeschwerden, wegen der Stimmungsschwankungen würde es ja irgenswie Sinn machen …)

Dre-U-Bell – Treupel

Liposaïn – Lysopain

Exzipezial Creme – Excipial (und hundert mehr Varianten: wer hat den Namen bloss erfunden?)

Dimension – Dismenol

Allweiss – Always Binden

Und der Beste:

Cruschelsex – Krustex (ein Mann kam mit einem Zettel, er musste es für seine Frau haben :-) )

Die falsche Anwendung

Das ist doch mal was anderes! :

Bericht von einer amerikanischen Apothekerin: Die Patientin kommt und will ihre Verhütungs-Pille wieder haben(das geht dort offenbar auch über die Krankenkasse). Dabei fällt ihr auf, dass die Patientin die Pille in sehr unregelmässigen Abständen holt, also fragt sie nach, wie die Kundin die Pille denn nimmt.

„Oh,“ sagt diese jedes Mal vor dem Sex nehme ich und mein Partner je eine Tablette ein.“

Und die war bisher noch NIE schwanger?

Wow.

Und zweiter Gedanke: dem Freund wachsen noch keine Brüste, oder?