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*Ring* *ring* *ring?*

Veröffentlicht am von Pharmama

Die aufgeregte Kundin wird in der Apotheke etwas lauter, weil ihr telefonisch bestelltes Medikament nicht bereit ist ... und niemand etwas darüber findet. Das Medikament nicht, keinen Notiz-zettel mit ihrem Namen, nix.

Pharmama: "Entschuldigen Sie, aber ... sind Sie sicher, dass Sie bei uns angerufen haben?"

Frau (empört): "Natürlich!" (zückt ihr Smartphone) "– Es war diese Nummer, warten sie ich rufe sie gleich noch einmal an!"

Sie drückt Wahlwiederholung ... wir warten. Bei ihr im Telefon läutet es, bei uns nicht.

...

Es ist Samstag mittag – wer immer die andere Apotheke war, die hat jetzt zu.

Aaaaaahhh!

Veröffentlicht am von pharmama

Eine Kundin mit Dauerrezept für Abführmittel.

Vorausschickend: Man kann abhängig werden von Abführmitteln. Bisher habe ich das aber eher von den heftigeren gesehen – diejenigen, die den Darm reizen, nicht so was wie hier auf dem Rezept: Lactulose. Aber ... unmöglich ist es nicht. Ich glaube auch nicht, dass das eine wirklich körperliche Abhängigkeit war – mehr eine psychische. Aber der Effekt war ähnlich: sie ging innert 3 Monaten durch eine Menge, die sonst für mindesten 6 gereicht hätte.

Auf Abführmittel gibt es eine Limitation – eine Beschränkung, wieviel die Kasse zahlt. Und in ihrem Fall haben wir tatsächlich Nachricht bekommen, dass sie nichts weiter bezahlen werden.

Auf den Brief der Kasse hin, telefonieren wir der Kundin.

Ich erkläre ihr die Situation und ... sie fängt an zu schreien. Ich meine nicht – mich anzuschreien, nur zu schreien.

„Aaaaahhh!“

Pharmama (nach einer Weile): "Bitte hören sie damit auf. Sonst muss ich das Telefon aufhängen!"

Was ich nach weiteren 10 Sekunden auch mache.

Sie ruft sofort zurück. Und ist auf einmal so was von lieb und freundlich.

Frau: „Ich weiss, dass sie mir helfen werden! Ich kann sagen, wenn jemand nett ist und hilfsbereit ...“

Ich denke nur: Manipulationsversuch?

Pharmama: "Ja, Danke vielmals. Versuchen wir doch zusammen eine Lösung zu finden, ok?"

Sie hat die übertriebene Freundlichkeit dann gleich wieder abgestellt.

Sie hat es dann noch auf andere Art versucht:

Frau: "Wenn sie mir das Mittel verweigern, dann gehe ich wieder dazu über, mich zum erbrechen zu bringen!"

Was soll das? Erpressung?

Pharmama: "Also erstens: ich verweigere ihnen nichts. Das war nicht meine Entscheidung, sondern die der Kasse – und sie können die Lactulose auch ohne Rezept kaufen – nur, die Kasse bezahlt das so nicht mehr."

Damit war sie natürlich auch nicht zufrieden.

Eine Chance hätte sie vielleicht noch, wenn sich ihr Arzt mit der Krankenkasse in Verbindung setzen würde. Was ich ihr dann empfohlen habe.

Aber: Leute gibt's.

Wieso komme ich nicht durch?

Veröffentlicht am von pharmama

Der Tag vor Weihnachten. Einer der stressigsten Tage in der Apotheke - jeder und jede muss "nur noch schnell" ... dazwischen läutet das Telefon immer wieder einmal - und mindestens einmal sind wir vor lauter Kunden nicht dazu gekommen es abzunehmen, obwohl wir die Belegung aufgestockt haben.

Dann kommt die ältere Stammkundin mit einem Abholzettel und reklamiert:

"Sie sollten wirklich diese Telefonnummer da drauf löschen oder ändern. Jetzt habe ich fast eine Stunde lang versucht, sie anzurufen und nie kam ich durch! Ich wollte fragen, ob sie das bestellte schon bekommen haben."

Gut, wir waren sehr beschäftigt, aber so lange?

Pharmama: "Welche Nummer denn?"

Die Kundin zeigt auf den Abholzettel von uns.

"Diese hier."

Unsere Telefonnummer steht zuunterst unten. Darüber unsere Adresse, darüber das bestellte Produkt samt Pharmacode und darüber die Patienteninfo. Da ... deutet die Kundin drauf.

Pharmama: "Die unter Ihrem Namen?"

(zeige) - sie nickt.

Pharmama (sehr vorsichtig): "Das ist Ihre Telefonnummer."

Klassisch. Heutzutage weiss man kaum noch die eigene Telefonnummer ... ist ja alles abgespeichert im Telefon und so. Und sich selber ruft man auch kaum an.

Die bestellte Ware war übrigens hier.

Arbeiten mit Erkältung

Veröffentlicht am von pharmama

Etwas Mitleid bitte! Ich bin erkältet und voll heiser und muss arbeiten.

Das hat gelegentlich amüsante Auswirkungen. Zum Beispiel wenn ich das Telefon beantworte:

"Pharmama’s Apotheke, Pharmama."

Stammkundin: "Hallo, wer ist am Apparat?"

(krächz) "Pharmama"

Stammkundin: "Sie sind nicht Pharmama."

"Doch, ich bin's, aber ich bin ziemlich heiser."

...

oder:

"Pharmama’s Apotheke, Pharmama."

Stammkundin: "Ist Pharmama hier?"

"Ich bins selber! Ich bin nur heiser!"

...

Ganz toll habe ich die Drogistin erschreckt, als ich in Vollmontur mit Maske und Handschuhen aus dem Labor kam. Ja, wenn ich krank bin, packe ich mich auch für Kleinigkeiten so ein.

...

Sehr schön auch, wenn einem sogar die Kunden zum Abschied "Gute Besserung" wünschen ...

Telefon Etikette

Veröffentlicht am von pharmama

Warum beantwortet jemand das Praxistelefon wenn man anruft mit „Hallo?“

Pharmama (leicht verwirrt): "Ist das Dr. Habichgesucht?"

Person am Telefon: "Wer?"

Pharmama (jetzt mehr irritiert): "Dr. Habichgesucht?"

Dr. Habichgesucht: "Ah - ja. Was brauchen sie?"

Grrr.

Okay, es war etwas ausserhalb der üblichen Öffnungszeit. Wenn man viertel ab 5 Uhr als das bezeichnen kann. Ich find's trotzdem unmöglich.

 

Warum haben Sie nicht angerufen?

Veröffentlicht am von pharmama

Die Kundin kommt in die Apotheke und gibt mir ihren Bestellzettel.

Ich gehe nach hinten um das bestellte zu holen - aber ich finde es nicht im Regal.

Endlich finde ich das Gegenstück des Bestellzettels ... und darauf steht:

"Im Moment nicht lieferbar. Versucht Kundin zu erreichen, Telefon nicht mehr aktuell"

Ich gehe wieder nach vorne um ihr das zu erklären.

Sagt sie: "Und warum haben sie mir nicht angerufen um meine neue Nummer zu bekommen?"

...

- D’Oh!  (Wie Homer Simpson sagen würde).