Missverständnis intern

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Die Kundin fragt bei mir: „Haben Sie das neue Frauen-Parfum von Armani?“.

Nicht gerade meine Spezialität, aber wir haben ja kompetente Mitarbeiter:

„Moment – ich hole ihnen meine Kollegin, die kann ihnen das als Drogistin besser zeigen.“

Also gehe ich zu Sabine und sage: „Die Kundin fragt nach dem neuen Parfum von Armani“

Sabine: „Sie!“

Ich (leicht irritiert): „Ja, Sie fragt danach.“

Sabine: „Ja – sie.“

Ich: „Äh, ja- für Frauen.“

Sabine: „Nein, schau, das heisst so:“

si

Ach sooooo ….

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Das was er immer hier hatte

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Der alte Mann kommt in die Apotheke gewackelt mit einem herausgerissenen Notizzettel.

„Mein Freund hat gesagt, ich soll das bei ihnen holen.“

Auf dem Zettel steht nur „Hakle“

Das … ist doch etwas zu wenig Information.

„Was will er denn von Hakle?“

„Das was er immer hatte.“

„Oh. Und was ist das? Hakle macht diverse Sachen, Toilettenpapier, und Feuchttüchlein ….“

„Ich weiss nicht.“ meint der Mann etwas aus dem Konzept gebracht. „Aber er hat gesagt, er holt das immer hier.“

„Entschuldigen Sie, aber sind Sie sicher er hat uns – also die Apotheke gemeint? Weil … wir haben gar keine Hakle Produkte an Lager …“

„Ja, er hat gesagt ich soll in die Apotheke an der …Strasse gehen. Da hole er das immer.“

„Das sind wir, aber … Wie gesagt … ich habe keine Hakle Produkte hier. Könnten Sie ihn noch einmal fragen, was genau das sein soll?“

Vor sich hin mutternd verlässt der alte Mann die Apotheke wieder.

Aber weil mich das doch interessiert schaue ich nochmals in den Computer.

Ja. Keine Hakle an Lager.

Und beim Durchschauen, was wir davon bis jetzt gebraucht haben, sehe ich, dass wir genau von einem mal welche gebraucht haben. Vor 2 Jahren das letzte Mal, vor 3 Jahren das vor-letzte Mal.

Aber ist schon Klar: – immer.

Zeigt her Eure … Schubladen!

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Das ist ein Aufruf an meine Leser, die in einer Apotheke arbeiten: Zeigt mir doch einmal Eure Schubladen. Macht ein Foto und schickt es mir an pharmama08(at)gmail.com

Ich bin gespannt.

Pharmama – ihres Zeichens Schubladenzieherin (aber nicht nur)

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von der P.sycho.T.A.nte

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Und aus der St.Margarethen-Apotheke, die man auch auf google anschauen kann innen:

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von Boreal diese aus Holz?

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und eine sehr moderne Version (hübsch!) von Lidia aus Wien:

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von Corinne eine sehr moderne klassische Schubladenwand:

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von Doris welche mit glänzender Keramikabdeckung: (Sowas habe ich noch nie gesehen)

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… ich nehme noch Einsendungen an 🙂

Die homöopathiefreie Apotheke

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Häufig in Kommentaren gelesen, Aussagen wie:

Dann würden ich Apotheken auch wieder ernster nehmen können…: “Globuli? Nein so etwas führen wir nicht, wir führen nur medizinische Produkte.”

Die Abgabe von und Werbung für Homöopathie widerspricht leider der Grundidee, dass Apotheken dafür da sind, ihre Kunden – auf gegenwärtigem wissenschaftlichem Stand – über die Sicherheit und Anwendung von Medikamenten zu beraten. Das geht irgendwie nicht richtig zusammen.

Wenn man den ganzen Homöopathieklimbim in Ihren Schaufenstern sieht, dann ist doch die wirtschaftliche Absicht nicht zu leugnen.

Homöopathika sind keine Medizin, sondern werden nur als solche beworben. Daher hat solches Voodoo nichts in der Apotheke verloren.

Wenn ich so etwas lese (hier oder anderswo), dann … nervt mich das immer etwas. Weshalb? Nicht weil ich Homöopathie-Verfechter bin, als Apothekerin bin ich mir der fehlenden wissenschaftlichen Studienlage sehr wohl bewusst und meine Eigenerfahrung hat mir gezeigt, dass das bei mir nicht (genug) wirkt, als dass ich das aktiv weiterempfehlen könnte. Aber so Aussagen und Forderungen die Homöopathie komplett aus der Apotheke zu verbannen gehen einfach an der Realität vorbei. An der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und der Gesetzes-mässigen.

So sieht die Realität aus: Seit 2013 gibt es eine Website, die die Adressen von Homöopathiefreien Apotheken in Deutschland sammelt: Das ist sie:

homoeopathiefreieapo

Was fällt dem geneigten (oder auch unwilligen) Betrachter auf? Genau: Da steht bisher EINE Apotheke drauf. Die ist in der Schweiz und … genau genommen ist auch sie nicht homöopathiefrei. Thomas Kappeler von der Apotheke Schaffhauserplatz schreibt:

Nur in Spezialfällen empfehlen wir Homöopathie Arzneimittel – dann aber als „Pseudoplacebos“. Es ist erwiesen, dass Placebos wirken können, z.B. durch Zuwendung und Liebe. In diesem Sinn kann Homöopathie gerade bei Kindern mit banalen Erkrankungen durchaus nützlich und sinnvoll sein.

Also: Nicht gerade das, was ich jetzt als homöopathie-frei bezeichnen würde. Aber ich denke DIESE Aussage können die meisten anderen Apotheker unterstreichen und dazu stehen. Mich inbegriffen. Das ist auch die Meinung, die ich von den anderen Apothekern meist höre, wenn ich es wage über das Thema zu diskutieren. Mit Apothekern kann man das nämlich … problematischer wird es mit manchen wirklich aggressiven Skeptikern. Das soll nicht abwertend sein gegen alle Skeptiker und Verfechter von Vernunft und Wissenschaft. Gar nicht. Aber auch diese müssen die aktuellen Realitäten von Gesellschaft, Gesundheitswesen und Gesetz anerkennen.

Und die sind im Moment so:

Homöopathie wird verlangt, wird verschrieben (ja, von Ärzten, auf Rezepten) und wird von den Krankenkassen übernommen. In der Schweiz wird sie mit anderen sogenannten alternativen Heilverfahren sogar von der Grundversicherung übernommen.

Das finde ich ja persönlich auch alles andere als gut – meiner Meinung nach gehört das in die Zusatzversicherung, aber das wäre ein Thema für einen anderen Blogpost. Die Homöopathie ist in der Grundversicherung gelandet nach einer Volksabstimmung 2009, wo alle Ständeräte und 67% der Bevölkerung den Artikel „Zukunft mit Komplementärmedizin“ angenommen haben.  Das ist (leider) eine deutliche Mehrheit.

Dann etwas, das so verlangt und nachgefragt ist nicht an Lager zu halten – und womöglich auch nicht zu bestellen (nur) um der „Grundidee“ und „wissenschaftlichen Ansehen“ in den Augen einer (offensichtlichen Minderheit) zu entsprechen kann man sich einfach nicht leisten. Das ist die Realität.

Und um beim wirtschaftlichen zu bleiben: Bei dem Zerfall der Medikamentenpreise kann eine Apotheke nur mit den Medikamenten auf Rezept nicht überleben. Dazu braucht es den OTC-Verkauf. Und auch dazu gehören die homöopathischen Sachen. Die Preise bei denen sind (für das, was man bekommt) eher im oberen Bereich angelegt, das gilt aber auch für die Einkaufspreise dieser Mittel, das sollte man nicht vergessen. Ich denke nicht, dass die sehr nach unten gingen, wenn die Mittel woanders verfügbar wären.

Und damit wären wir beim nächsten Punkt, weshalb die Homöopathie in die Apotheke „gehört“: unpopuläre Meinung von mir und ich bin sicher, es gibt auch unter den Apothekern schwarze Schafe, aber: Homöopathie sind Heilmittel – für medizinische Anwendungen gedacht. Wir haben mit unserem medizinischen Hintergrundwissen die Möglichkeit einzugreifen. Zum Beispiel, wenn etwas behandelt werden soll, das unter Ärztliche Aufsicht gehört, weil es halt nicht mehr „banal“ ist. Malaria, HIV, Herzinfarkt … Im Beratungsgespräch kann der Apotheker herausfinden, ob das noch mit einem – um Thomas Kappeler zu zitieren – Pseudoplacebo behandelbar ist, oder ob es da wirksame Medikamente gibt oder ob es zum Arzt gehört. Das lernen wir im Studium. Das ist Wissen, das wir gerne weitergeben.

Zum Punkt „Pseudoplacebo“ wäre noch einiges zu schreiben. Inzwischen weiss man, dass Placebos praktisch eine Eigenwirkung haben. Das ist besonders gut ersichtlich bei der Wirkung gegen Schmerzen oder gegen Depressionen. Viel hängt davon ab, wie das Medikament gegeben wird (wie empfohlen, wie verabreicht, welche Nebenwirkungen zeigt es? wie teuer ist es?) Wahrscheinlich fallen noch eine Menge Medikamente in dem Sinn unter Pseudoplacebos …

Im Studium lernt man inzwischen standardmässig auch einen Teil Alternativmedizin – und die Homöopathie gehört dazu. In der Schweiz kann man sich auch speziell weiterbilden und den „FPH klassische Homöopathie“ machen – was ziemlich aufwändig und auch teuer ist. Man verzeihe es also den motivierten Apothekern, die nach dieser Indoktrinierung wirklich zur Homöopathischen Apotheke stehen. Für mich ist das okay – solange sie nicht anfangen die wissenschaftlich belegten Methoden zu diskreditieren, so wie die Impfungen zum Beispiel …

Manchmal hat man auch einfach nichts (anderes), das man geben kann. Es ist vielleicht gegen jede Krankheit ein Kraut gewachsen … aber Medikamente gibt es noch nicht gegen alles und für jeden. Speziell bei Kindern gibt es da grosse Defizite und auch bei Schwangeren, wo man wirklich vorsichtig ist – Homöopathie kann man eigentlich immer geben (vorausgesetzt es gehört nicht zum Arzt).

Das ist etwas, was man ausprobieren muss. Ich weise die Patienten und Kunden darauf hin, dass das etwas homöopathisches (oder anthroposophisches, Spagyrisches etc.) ist, wenn ich ihnen etwas empfehle. Ich empfehle etwas dann, wenn ich kein Medikament sonst dagegen habe, oder vielleicht ergänzend als Zusatzverkauf (Don’t kill the messenger, please). Ich weise die Leute nicht extra darauf hin, wenn sie so ein Mittel direkt bei mir verlangen – dann frage ich höchstens nach, für was sie es brauchen – denn ich denke, dass das ihnen schon bewusst sein sollte. Genauso wenig empfehle ich es Leuten, die schon mit der Aussage: „Aber geben Sie mir etwas, das wirkt und nichts so pseudomedizinisches!“ in die Apotheke kommen.

Aber darauf verzichten, nur um einem Ruf gerecht zu werden, nein, das kann ich auch nicht.

Und jetzt hoffe ich, dass ich nicht grad gesteinigt werde von den Homöopathie-Gegnern und dass eventuelle Diskussionen (auch von Seiten der Befürworter wo es genauso heftige Verfechter gibt) sich in anständigem Rahmen bewegen.

Die älteste Apotheke?

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Von meinen Eltern aus den Ferien in Georgien mitgebracht: die vielleicht älteste Apotheke? Jedenfalls steht es so angeschrieben in Uplistsikhe (Uplisziche) – das ist eine Festungs- oder Höhlenstadt die schon zur Bronzezeit bewohnt war bis ins 14. Jahrhundert, wo sie aufgegeben wurde, als die Mongolen kamen.

Uplistsikhe-Gregorien-(1)

Ich bin nicht ganz überzeugt. Immerhin sieht es fast so aus, wie bei uns die Schubladen …

Uplistsikhe-Gregorien-(2)

und woanders hatten sie auch einen Weinkeller angeschrieben, das kann es also nicht gewesen sein …Uplistsikhe-Gregorien-(3) Uplistsikhe-Gregorien-(4)

Tolle Steinbauten. Auch wenn hier das „Apothecary“ wohl allgemein für ein Lager steht: beeindruckend.

Mehr als Zuckerpillen

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zuckerpillen

Die Kapseln habe ich übrigens selber gemacht – mit kleinen Deko-Zuckerperlen (Nonpareilles genannt) … die gäbe es auch in einzelnen Farben, aber bunt gefällt mir besser 🙂

Mit der Kapselmaschine (und ohne abwägen / rechnen müssen) geht das super-schnell. Momentan habe ich sie als Deko in einem hübschen Glas, aber eigentlich eignet sich das auch als Deko für eine Pharma-Party zum Beispiel auf Cupcakes (lässt sich essen) oder als „Spezial-Medi“ für den guten Freund (die Pille für den Prüfungserfolg: zu nehmen bei Bluzuckerabfall …)

Nicht eignen tun sie sich als Kindergeschenke: mein Junior weiss, dass Medikamente dazu sind genommen zu werden, wenn man ein ernsteres Problem hat und genau weiss für was das ist und wie man es anwendet – und auf gar keinen Fall „einfach so“, andere müssen das vielleicht erst noch lernen.

Selektives Gehör

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Frische Kundenbegegnung aus einer deutschen Apotheke:

Vorgestern: Patient will tetsept-Desinfektion, klar:Octenisept.

Er: „Ich hab bis jetzt Marillenlikör genommen, das geht doch genauso?“

Apotheker: „Da kann ich nur abraten.“

Er: „Aber der hat 38% Alkohol!“

Apotheker: „Trotzdem, da sind ja andere Stoffe auch drin …“

Er: „Ich hätte auch noch einen Korn, der hat noch mehr …“

Apotheker: „Auch nicht, bitte …“

Er: „Wenn ich in Afrika wär und wirklich nix anderes hätte als die beiden?“

Apotheker: „Also den Likör keinesfalls und ….“

Er lässt mich nicht ausreden, geht nach Verabschiedung und ruft noch in der Tür:

„Ursel! Der Apotheker sagt, wir können auch den Korn nehmen!“

(Seufz)

Ein Medikament ist kein Wunschkonzert – oder etwa doch?

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Situation: In die Apotheke in München kommt eine Patientin mit einem Rezept über eine herzustellende Salbe (in der Fachsprache Rezeptur genannt). Sie will diese herstellen lassen. Die Apothekerin nimmt die Rezeptur an und nennt einen Zeitpunkt zum abholen.

Bei einer Herstellung muss in Deutschland zuerst geprüft werden, ob die Rezeptur plausibel ist*. Dabei fällt auf, dass die Dosierung ausserhalb des vernünftigen Bereiches liegt – es ist eine Salbe mit Progesteron, verschrieben mit 10% -für eine Frau.

Der Wirkstoff ist verschreibungspflichtig (den bekommt man nicht ohne Rezept vom Arzt) – deshalb nimmt die Apothekerin mit der Ärztin Kontakt auf, äussert ihre Bedenken und schlägt ihr eine niedrigere Dosierung von 5% vor. Die Ärztin ist damit einverstanden und dankt der Apothekerin für ihre Aufmerksamkeit.

Die Apothekerin stellt die Salbe her – eine aufwendige Sache (als Beispiel wie so etwas geht hier wie man Kapseln herstellt)- der Preis für die Spezialmischung kommt in diesem Fall auf ca. 80 Euro.

Und jetzt kommt es: Als die Patientin die Salbe abholen will und erfährt, dass sie nicht die gewünschten 10% Progesteron enthält, verweigert sie die Annahme.

Begründung: „Die Apotheke hat das Rezept ohne Rücksprache mit mir geändert und in anderer Zusammensetzung als mein Auftrag lautete hergestellt“. Also: Das sei nicht das, was sie gewünscht hat und was verschrieben wurde, sie trete deshalb vom Kaufvertrag zurück (Ja – sie ist Juristin) und zahle gar nichts. Die Apotheke bleibt auf der Rezeptur sitzen, denn die kann als speziell hergestelltes Arzneimittel auch nicht einfach an eine andere Patientin abgegeben werden.

Der BAV (bayerische Apothekerverband) gibt jetzt der Apothekerin Recht:

Der Kauf von Arzneimitteln unterscheidet sich in rechtlicher Sicht von echten zweiseitigen Vertragsabschlüssen, die nur vom Willen der beiden Parteien Käufer und Verkäufer abhängen. Da die Ärztin die das Mittel ja verschreiben musste – sonst hätte es die Patientin nicht kaufen können – die Entscheidung der Apotheke mitgetragen hat, ist für den Abschluss des Kaufvertrages über die Rezeptur nur entscheidend, dass die Patientin der Apotheke den Herstellungsauftrag gegeben habe.

Natürlich wäre es schön gewesen, wenn die Patientin vor der Herstellung darüber informiert worden wäre, andererseits: die Rezeptur entspricht dem, was aus fachlicher Sicht geeignet ist und die Rezeptur wurde nicht wesentlich verändert – also keine neuen Wirkstoffe hinzugefügt etc.

Laut BAV darf eine Rezepturverordnung nicht beliefert werden, wenn nach der Plausibilitätsprüfung pharmazeutische Bedenken bestehen. Die APoBetrO gibt vor, dass solche Fälle erst geklärt werden müssen – was die Apothekerin getan hat: die Ärztin hat ihre Bedenken angenommen und die Rezeptur entsprechend abgeändert.

„Dies ist Wesen der Verschreibungspflicht, weil die Ärztin im Ergebnis final bestimmt, was therapeutisch sachgerecht ist.“ schreibt BAV-Justiziar Klaus Laskowski.

Die Patientin ist da anderer Meinung, das Präparat sei zuvor schon ohne Probleme von anderen Apotheken „widerspruchslos hergestellt worden“.

Ja, da prallen Welten aufeinander. Wie im Kommentar zum Artikel hier zu lesen ist: Das Ursprungsproblem ist wohl, dass die Patientin beim Arzt eine Wunschverordnung für ein „Geheimrezept aus dem Internet“ auf Privatrezept erhalten hat. Tatsächlich werden so hochprozentige Progesteron-Salben von Heilpraktikern und Wechseljahrberatern und als Anti-Aging empfohlen – man fragt sich, wie die Haftung des Arztes, der da mitmacht aussieht. Sehr sicher war der verschreibende Arzt sich der Sache wohl auch nicht, wenn er auf Anraten der Apothekerin die Rezeptur dann ändert.

Was meint ihr dazu?

Ist so ein (medizinisches) Wunschrezept total in Ordnung und der Arzt (und die Apothekerin) haben dazu nichts mehr zu sagen?

* Die Vorgaben für die Plausibilitätsprüfung: Die AATB gibt … 17 konkrete Fragestellungen vor, die die Prüfung umfassen muss. Sowohl pharmakologische, regulatorische, galenische, mikrobiologisch-chemische und patientenindividuelle Aspekte müssen dabei beachtet werden. Apotheker müssen etwa eine Nutzen-Risikoabwägung durchführen, Primär- und Sekundärverpackung bewerten und Instabilitäten untersuchen. Quelle Apotheke ad-hoc

Sie wissen schon … (oder nicht?)

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Frischgebackener Papa in der Apotheke:

„Ich möchte aufhören zu rauchen, aber … nicht Zigaretten. Sie wissen schon: Cannabis.“

Ah.

Ich bin ein bisschen unsicher … die ganzen Tipps zum aufhören rauchen und die Nikotinersatzpräparate greifen da irgendwie nicht.

Habt ihr irgendwelche Tipps oder Ideen?

Sex sells

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Meine Kollegin Donna war am Samstag das Verkaufsgenie. Praktisch hat sie zu einer Tamponpackung einen Zusatzverkauf von über 200 Franken gemacht.

Das lief so: Die Kundin kam und fragte nach den „Schwämmen, mit denen man auch während der Periode Sex haben kann.“ Die seltsame Umschreibung ist für eine neuere Tampon-Art, die wirklich kleine rosa Schwämme sind.

Nach dem Verkauf hat Donna sie gefragt: „Haben Sie auch Kondome?“

„Nein, aber die könnte ich brauchen!“

Also verkauft ihr Donna noch die Kondome dazu – und weil wir grad dort sind: Gleitmittel wäre auch noch gut?

Die Kundin greift nach dem KY – Donna empfiehlt ihr das „Durex Play“ und … gekauft.

Zurück an der Kasse fotzeln die beiden ein bisschen – Donna wird übermütig und fragt, ob sie nicht auch noch ein neues Parfum zum Anlass gebrauchen könnte – und zeigt ihr das neue von Lauder zum testen.

Der Kundin gefällt das so gut, dass sie davon grad die grosse Flasche postet.

Aber das schönste am Ganzen war noch das Gespräch danach.

Kundin: „Ich fühle mich wie 17!“ (sie war um die 40)

Donna: „Frisch verliebt?“

Kundin: „Nein, gar nicht.“ (grinst)

Donna: „Nur Sex?“

Kundin: „Nur Sex!“

Grinst, winkt und geht.