Pille danach – bald ohne Rezept auch in Deutschland ?

So wie es aussieht, kommt die Pille danach nun doch auch zur Abgabe ohne ärztliches Rezept in die deutschen Apotheken. Das nach langem Hin- und Her und erbittertem Widerstand Seitens gewisser Leute in der Politik und (interessanterweise) auch manchem anderen.

Ich denke, viel von dem Widerstand beruht auf Fehlannahmen.

Vielleicht kann ich hier ja mit ein paar von diesen aufräumen.

Die Pille danach ist kein Schwangerschaftsabbruch. Sowohl die Norlevo als auch die Ella one (Ellapristol) sind wirkungslos, wenn die Befruchtung der Eizelle stattgefunden hat. Sie greift früher in das Geschehen ein,

Zu den „erzwungenen Beratungsgesprächen“ kann ich nur sagen: Das sind keine Smarties (richtig!) das sind Medikamente, Hormone und hochwirksam. Die Anwendung sollte erfolgen, nachdem abgeklärt wurde, ob sie Erstens: Angebracht ist (wirklich notwendig) und Zweitens: Möglich ist (keine Gegenanzeigen, andere Erkrankungen, Wechselwirkungen etc.).

Das macht bisher der Arzt – und später halt der Apotheker oder der Arzt. Man kann sich aussuchen, was man will, aber „nachgeworfen“ bekommen sollte man sie nie. Das gilt in meinen Augen noch für eine Menge anderer Medikamente. Das ist keine Schikane.

Dabei geht es auch auf gar keinen Fall darum, die Patientin in ihrer Entscheidung zu beeinflussen. Die Artikel, die da von Belehrung reden, oder dass wir vom „Schutz des ungeborenen Lebens“ sprechen müssen könnten nicht mehr falsch liegen. Mal abgesehen davon, dass die Pille danach-Patientin noch gar nicht schwanger ist … sie will nur (nachträglich) verhindern, dass sie es wird.

In der Schweiz ist die Pille danach seit Jahren in der Apotheke ohne Rezept erhältlich: Nach so einem Beratungsgespräch zwischen der Apothekerin und der Frau, die die Pille danach wünscht.

Ich habe davon schon viele durchgeführt. Das ist uns Apothekerinnen auch nicht peinlich, das gehört zu unseren Aufgaben: Die Patienten über die richtige Anwendung der Medikamente zu beraten.

Dieses Beratungsgespräch dauert wenige Minuten, wird anhand eines vom Apothekerverein herausgegebenen (und den neuen Begebenheiten angepassten) Fragebogens geführt – und zwar nicht im Verkaufsraum, sondern im Beratungsraum. Das gebietet das Patientengeheimnis und ich habe noch nie gesehen oder gehört, dass das anders gemacht wird.

Dabei wird abgeklärt, ob die Patientin mündig ist (auch unter 16 Jahren möglich),

Wie lange der ungeschützte Geschlechtsverkehr her ist (die Pille danach kann nur innerhalb einer bestimmten Zeitspanne angewendet werden),

Ob und weshalb der Geschlechtsverkehr ungeschützt war (Kondom gerissen, Pille vergessen, keine Verhütung … mit den entsprechenden Tipps gegebenenfalls)

Wo im Zyklus sich die Patientin befindet (braucht es die Pille danach wirklich?)

Ob die Patientin schon schwanger sein könnte (keine Gegenanzeige beim Norlevo, aber ein Grund zum Frauenarzt zu gehen)

Wie es mit Vorerkrankungen aussieht (spezifisch: Eileiterschwangerschaft und Eileiterentzündung)

Wie es aktuell mit Erkrankungen aussieht (Durchfall?)

Ob andere Medikamente genommen werden (Gibt es mögliche Wechselwirkungen, kann die Pille danach richtig wirken?)

Ob Allergien bestehen (spezifisch gegen Hormonpräparate)

Im Zweifel kann man einen Schwangerschaftstest machen lassen oder die Patientin an den Frauenärztlichen Notfall oder die Familienplanungsstelle weiter schicken.

Ist alles okay, wird die Pille danach gleich in der Apotheke eingenommen. „Auf Vorrat“ gibt es die Pille danach nicht.

Man muss über die weitere Verhütung informieren (Die Ella One vermindert zum Beispiel die Wirkung der normalen Pille!)

Falls nötig kann man an der Stelle noch auf die Übertragung von Geschlechtskrankheiten hinweisen – dass man schwanger werden kann ist nicht der einzige Effekt von ungeschütztem Geschlechtsverkehr.

Man weist die Patientin auf die möglichen Nebenwirkungen hin, gibt ihr ein Informationsblatt mit.

Das war es.

 

Aus meinen Erfahrungen (und der Apotheker/innen) die ich kenne, kann ich auch ein paar Dinge zu den „Auswirkungen“ der rezeptfrei erhältlichen Pille danach sagen:

Es wird immer ein paar Frauen geben, die unvernünftig mit sich und ihrer Sexualität umgehen. Trotzdem sind das wirklich sehr wenige hier und die Ausnahme und nicht die Regel. Die meisten Frauen, die zu einem Pille danach Gespräch kommen, sind vernünftige und um sich besorgte Individuen, deren Anliegen verständlich ist.

 

Und jetzt kommt das Aber: Aber bei uns in der Schweiz ist es auch so, dass die Pille (oder sonstige normale Kontrazeption, also Verhütung) nicht von den Krankenkassen übernommen wird. Auch nicht für unter 20jährige. Das selbe gilt für die Pille danach. Die gibt es nicht gratis, sondern sie kostet. Das Beratungsgespräch ist im Preis enthalten.

Da sie frei verkäuflich ist kann die Apothekerin gegebenenfalls (bei finanziell sehr schlecht dastehenden Personen) noch etwas am Preis drehen – aber gratis abgegeben wird sie nicht. Den Arztbesuch dazu hätte man übrigens auch bezahlt – und das wäre insgesamt wohl sogar etwas teurer.

Trotz all dem gibt es bei uns nicht mehr Schwangerschaftsabbrüche oder Jugendschwangerschaften als in anderen Ländern. Tatsächlich hat die Schweiz eine der niedrigsten Abbruchraten im internationalen Vergleich. Das hat sich auch nach Einführung der Pille danach (die auch kein Abbruch ist: siehe oben) nicht geändert.

 

Ich weiss nicht, wie das in Deutschland gehandhabt werden wird / soll.

Dort wird ja die normale Kontrazeption von der Krankenkasse übernommen (werden die dann dort #wiesmarties geschluckt deswegen? Ich denke auch nicht).

Auf jeden Fall sollte die Arbeit des Apothekers (die Beratung – die notwendig ist und nicht ganz unaufwändig, auch wenn sie nicht Stunden dauert) mit vergütet werden. Oder sogar separat.

Nicht unbedingt als „Hürde“ – obwohl es vielleicht manche von denen, die dann denken, sie nehmen lieber das als die normale Verhütung … doch zum Denken anregt.

Immerhin ist es für die Frauen auch der geringere Aufwand – wenn man daran denkt, wie schwierig das sein kann, zur richtigen Zeit (und Ort) einen Arzt aufzutreiben, der einen empfängt und es dann verschreibt … und dann muss man das doch in der Apotheke holen gehen. Das sollte es doch wert sein.

Aber, wie gesagt: Deutschland. Nicht die Schweiz.

Gratulation jedoch schon mal, dass ihr so weit gekommen sind!

38 Antworten auf „Pille danach – bald ohne Rezept auch in Deutschland ?

  1. Was ich nicht verstehe: in Deutschland ist meines Wissens eine Beratung vor Abgabe jedes Medikaments Pflicht. Steht so auch in der Apothekenbetriebsordnung. Ich weiß nicht, wie das in der Schweiz gehandhabt wird, aber entsprechende Regelungen existieren da doch sicherlich auch. Warum also das große Drama um ein Beratungsgespräch, das doch selbstverständlich sein sollte?

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    1. Weil das so ein sensibles Thema ist – und die Leute entweder Angst haben (oder Angst schüren), dass das dann praktisch „über die Theke“ geführt wird. Das möchte gerade bei dem Thema niemand.

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      1. Sicher, sicher, alles verständlich.
        Aber soweit ich weiß wurde das Beratungsgespräch ja von unserem Gesundheitsminister gefordert. Irgendwer im Ministerium sollte irgendwann mal etwas von der Beratungspflicht gehört haben. Warum also nicht die Auflage für Apotheker_innen, wegen der hohen Wirksamkeit z. B. besonders sorgfältig auf die Einhaltung der Beratung zu achten und diese ausführlich zu gestalten? Warum wird das als eine vollkommene Neuheit dargestellt? Das ist doch kontraproduktiv und wird von meinem Umfeld zum Teil als ähnlich sexistisch wie die „Wie Smarties“-Aussage empfunden.

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    1. unter 18 auf Kinderrezept, d.h. im Allgemeinen ohne Zuzahlung, ab 18 bis 20 mit Zuzahlung, danach Privatrezept.

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  2. In Deutschland wird die Pille übrigens auch nur bis zum 21. Geburtstag von den KK übernommen. Danach muss Frau das selbst zahlen.

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  3. Ich bin froh, dass es jetzt endlich soweit ist. Ich musste die Pille danach schon einmal nehmen und es war alles extrem umständlich, mal ganz davon ab, das mein Chef aufgrund des plötzlichen Arztbesuchs gleich erraten hat worum es geht.

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  4. Was berechnet Ihr für das Beratungsgespräch, wenn sich herausstellt, dass die Pille danach in diesem Fall nicht das richtige Mittel ist? Ist das dann trotz teilweise ordentlichen Aufwands kostenloser Kundenservice, oder gibt es eine Beratungsgebühr?

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    1. Nichts, Wenn ich die Pille danach nicht abgebe, dann verrechne ich auch nichts.

      Das kommt allerdings reichlich selten vor, denn sie ist (bei richtiger Anwendung) sicher, die meisten Frauen wissen, wann im Zyklus sie sind und schwanger werden können und die Einzelfälle, die denken, sie bekommen sie schon bevor „es“ passiert ist, die kann ich nach der 2. oder 3. Frage wegschicken. Das ist von der Zeit wenig Aufwand.

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  5. Nur zum aktuellen Stand in DE:

    Die normale Pille zur Empfängnisverhütung:
    – unter 18 Jahren von der KK bezahlt
    – zwischen 18 und 21 Jahren mit 5 € Eigenanteil von der KK bezahlt
    – ab 21 Jahren Privatvergnügen

    Wenn die „Pille danach“ rezeptfrei wird, ist sie automatisch nicht erstattungsfähig, da die KK keine rezeptfreien Medikamente bezahlen (bis auf ganz seltene Ausnahmen, zB Calcium bei Osteoporose). Somit wäre das zu 100% selbst zu zahlen.

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    1. Kleine Korrektur:
      Die Pille wird ab dem 18 Geburtstag bis zum 20 Geburtstag von der Kasse übernommen und man zahlt 5 Euro Rezeptgebühr, sofern man nicht von der Rezeptgebühr befreit ist.
      LG Boreal

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  6. Ich kann konträr dazu von einer Erfahrung in Frankreich berichten: Aufgrund der Nähe zur Grenze bin ich damals rüber gefahren, da es sowohl finanziell (Praxisnotfallgebühr+Beteiligung) also auch zeitlich (vermutlich hätte man mehr als die ca 30min Fahrt beim Notdienst gewartet) attraktiver war.

    Im Elsass sprechen netterweise die meisten Menschen etwas Deutsch, auch wenn ich wohl zur Not mit meinem eingerosteten Schulfranzösisch hätte verständlich machen können, um was es geht. Viel mehr als „letzte Nacht Kondom gerissen“, „ungefähr in der Mitte des Zyklus“, „für meine Freundin“ durch das Beratungsfenster in der Tür sagen müssen, und habe kurz darauf die Packung in der Hand gehalten. Gezahlt habe ich, wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, nichtmal 10€.

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  7. Gerade gestern kam das Thema im Blog-Tags-Chat zur Sprache und mindestens zwei der anwesenden Frauen haben die Pille danach bereits vom Arzt „auf Vorrat“ bekommen.
    Wenn die Apotheker ihrer Beratungspflicht konsequent nachkommen, sehe ich in der Freigabe kein Problem. Soweit ich gehört habe, sollen die Nebenwirkungen auch nicht ganz ohne sein – also auch etwas, das gegen eine unkontrollierte Dauernutzung spricht.

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    1. Da stellt sich mir die Frage ob sich das wirklich lohnt. Wie teuer ist denn so eine Pille, und wie lange hält die sich? Und macht es überhaupt einen Unterschied, ob ich die im Zweifelsfall noch am selben Abend nehme oder erst am Morgen, wenn die Apotheke offen hat?

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      1. Du meinst das Verfallsdatum? Sagen wir mal 1-3 Jahre. Für das Verhüten reicht es nur für das eine Mal.
        Wie teuer ist die? Hier um die 35 Franken.
        Macht das einen Unterschied, wann ich die nehme? Je früher desto wirksamer, aber ob das jetzt 3 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr oder 13 Stunden danach ist, macht keinen grossen Unterschied. (allerdings schon, wenn es mehr als 72 Stunden sind)

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  8. Ich denke, viele meiner Berufskollegen hier in Deutschland grübeln bei dem Thema vor allem über zwei Dinge nach:
    Nicht jede Apotheke hat einen Beratungsraum. Das war bisher nicht unbedingt möglich, vieles konnte man in einer Ecke der Offizin klären. Aber über die Pille danach redet man ja dann doch lieber unter vier Augen.
    Und dann wär da das Problem mit der Vergütung des Gespräches. Bisher gibt es, so weit ich weiß keine Möglichkeit dieses Beratungsgespräch abzurechnen. Wer legt den Preis fest? Oft ist auch einfach zu viel los und ich habe schon genug Kunden erlebt, die das gar nicht gut finden, wenn man sich für einen anderen Kunden Zeit nimmt und der nächste warten muss.
    Und dann wär noch meine persönliche Überlegung.. wie läuft das dann im Notdienst? Beratung und Gespräch über Verhütung an der Notdienstklappe?

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    1. Da müsste man halt schauen, was sich am Ort machen lässt. Das Büro eignet sich im schlimmsten Fall auch für solche Gespräche.
      Dito im Notdienst: wenn sonst niemand auf der Strasse steht, kann man das auch durch die Notklappe durch halten (das Gespräch).
      Zur Preis Festlegung: wenn das nicht rezeptpflichtig ist, dann ist das doch vielleicht wie bei uns so, dass man da selber den Verkaufspreis festlegen kann – da kann man auch die Beratung mit einrechnen. Oder?

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        1. Im Normalfall erwähne ich das bevor ich noch richtig starte. Im Sinn von: „Die Pille danach kostet mit der Beratung X Franken, wenn ich sie abgebe. Wenn ich sie nicht abgeben kann, kostet es nichts.“

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          1. Mhm, auf Biene direkt kann ich nicht antworten. Zu den Preisen: Ich habe in der Schweiz in 3 verschiedenen Apotheken gearbeitet. In allen 3en war der Preis unterschiedlich, von 29 CHF bis 50CHF, also eine ziemlich große Spanne.

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    2. Ich persönlich kenne mittlerweile keine Apotheke ohne Beratungsraum mehr. Ich habe in allen Apotheken, in denen ich die letzten Jahre gearbeitet habe, immer einen Beratungsraum gehabt. Den haben wir auch sehr regelmässig genutzt für Messungen, Strümpfe, Bandagen, vertrauliche Gespräche.

      Biene wo arbeitest du?

      lg Boreal

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      1. Mittlerweile in einer Krankenhausapotheke, aber da wo ich vorher gearbeitet habe (2 Apotheken in Berlin, 2 in Nürnberg), gab es entweder keinen Raum, oder er war versteckt im hinteren Teil der Apotheke.

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  9. Ich muss mal ganz dumm fragen, sollten hier deutsch Apotheker/innen mitlesen. Ich habe noch nie eine deutsche Apo mit Beratungsraum kennengelernt. Gibts es hier überhaupt so etwas? :-o

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    1. Vielleicht ist das so wie bei uns: der fällt meist nicht gross auf, wird ausser für Messungen wenig benutzt, darum kennt man ihn nicht, auch wenn es ihn gäbe?

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    2. Na im Zweifelsfall geht man einfach mit nach hinten. Um Strümpfe o.ä. anzupassen braucht es doch auch einen separaten Raum.
      Ich bin sehr dankbar für diese Gesetzesänderung, auch wenn es mich wohl vorerst nicht mehr betreffen wird.
      Ich habe sie einmal gebraucht und dieses Gespräch mit der Ärztin war sowohl für mich als auch für meinen Ehe(!)mann sehr erniedrigend und unangenehm. Solche Vorwürfe muss man sich eigentlich als erwachsene , verheiratete Frau und Mutter eigentlich nicht anhören müssen. Aber leider bleibt einem da beim Arzt im Notdienst nichts anderes übrig. :-/

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    3. Wie gesagt, gibt es nicht sehr viele mit einem Beratungsraum. Aber einige haben so was schon. Vor allem, die, die Strümpfe anmessen, zur Homöopathie beraten oder aufwendigere Messungen machen. Wenn ich mich recht erinnere, fordert die neue Apothekenbetriebsordnung die Einhaltung der Diskretion durch ausreichenden Abstand zwischen den Plätzen, aber keinen Beratungsraum. Wenn es einen gibt muss der von der Offizin aus direkt zugänglich sein. Das wär dann bei manchen Büros schon wieder schwierig….. Deutsche Gesetze.

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  10. Leider wird die normale Pille in Deutschland schon #wiesmarties verschrieben und genommen. Wenn man als junge Frau nicht die Pille nimmt, wird man häufig blöd angeguckt und nicht Wenige fragen, ob man denn schon Kinder haben will. Aber ich glaube nicht, dass das an der Kostenübernahme bis zum 20. LJ liegt, sondern eher daran, dass über mögliche Nebenwirkungen nicht so richtig gesprochen wird.
    Solange es ein ordentliches Beratungsgespräch gibt, bei dem deutlich darauf hingewiesen wird, dass die Pille danach ein starkes Medikament ist, finde ich die Rezeptfreiheit aber gut.

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  11. Ich habe kürzlich ebenfalls die Pille danach gebraucht und bin in einer grossen Schweizer Stadt dann in eine Apotheke, die ich vorher nicht gekannt hab – einfach weils am nächsten war. Ich war sehr überrascht als dort das Beratungsgespräch an einem kleinen Tischchen nahe der Eingangstür in der Apotheke selbst durchgeführt wurde. War für mich jetzt kein grosses Problem, aber das macht die eh schon unerfreuliche Situation nicht gerade angenehmer.. Ausserdem war der Apotheker ein ehemaliger Studienkollege – aber das ist eine andere Geschichte ;-)

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  12. Das der switch kommt ist ja kei deutscher Verdienst, sondern eher eine vollendete Tatsache, die man jetzt gut finden muss in der Politik.
    Ist Ellapristol ein anderer Name für Ulipristalacetat?

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  13. Wird die Beratung dokumentiert? Falls ja, wird der Patientin ein Durchschlag zur Verfügung gestellt. (so a la Anästhesie Aufklärungsbogen.) enthält die Beratung, wenn es zukünftig auch Pidana ohne Rezept gibt, den Hinweis auf die höhere Versagerquote bei einem Körpergewicht über 75 kg? Schickt Ihr in der Schweiz unter 16 jährige generell zum Arzt?

    Lg Boreal

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    1. Wird die Beratung dokumentiert? Ja. das ist ein Fragebogen.

      Falls ja, wird der Patientin ein Durchschlag zur Verfügung gestellt. (so a la Anästhesie Aufklärungsbogen.) Nicht zwingend. Die ist eigentlich zur internen Dokumentation gedacht. Nach Wunsch gebe ich eine Kopie ab, das wurde bei mir bisher nie verlangt. Ich gebe aber eine Broschüre mit Info zur Pille danach ab – wie eine Packungsbeilage, aber gekürzte und verständlichere Information. Ich lasse die Pille danach gerade in der Apotheke schlucken – ansonsten wäre die Packungsbeilage ja auch noch da.

      enthält die Beratung, wenn es zukünftig auch Pidana ohne Rezept gibt, den Hinweis auf die höhere Versagerquote bei einem Körpergewicht über 75 kg?
      Nein – das hat sich inzwischen auch als nicht zutreffend herausgestellt.

      Schickt Ihr in der Schweiz unter 16 jährige generell zum Arzt? Nein. Auch unter 16 jährige dürfen die Pille danach nehmen – vorausgesetzt sie sind mündig aka verstehen die Problematik ausreichend. Nur falls das nicht zutrifft, schicke ich sie zum Arzt weiter.

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