Raaah?!

Das da unten ist ein Kommentar, den ich genau so auf DocCheck bekommen habe.

Ebola ist eine durch das Magnetfeld der Erde, verursachte Krankheit. Die Moleküle haften aneinander,- unter dem Mikroskop sieht man eine Virusstruktur. Die Diffusion der Teilchen (Viren) ist nicht möglich, Totalausfall der Organe ist die Folge.

Ich … ich weiss gar nicht, wo ich da anfangen soll. Was für Moleküle haften da? Weshalb dann nur so begrenzt in Afrika? Weshalb haben die Leute das nicht, wenn sie in ein MRT oder so was hatten? Weshalb sollten Viren nicht (auch) Diffundieren können? Und der Totalausfall der Organe ist die Folge von was?

Ich bin verwirrt.

Ich bin ärgerlich – noch so einer, der Unsinn verbreitet wie „XY gibt es nicht.“ (Austauschweise: Krebs, HIV, Masern, Viren und Bakterien überhaupt und nun: Ebola???)

Ich hoffe, das ist jemand, der das nicht ernst meint.

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Buchhaltung

Eine gutaussehende Frau um die 50 mit blauen Haaren (ihr kennt das: gefärbt, um eventuellen Gelbstich in den sonst weissen Haaren zu verbergen) kommt zur Theke. Sie hat deutlich eine bakterielle Augenentzündung und sie braucht ganz klar mehr als die freiverkäuflichen Augentropfen, die wir ihr bieten können.

Sie fängt an mit mir zu diskutieren, dass sie genau dasselbe will, was sie 1994 gehabt hat – was ohne Rezept erhältlich war. Was auch immer das war (damals habe ich noch nicht praktiziert): die letzten frei verkäuflichen antibiotischen Augentropfen wurden vor Jahren ausser Handel genommen.

Ich sage ihr, es gibt nichts, was ich ihr geben könnte und dass sie SOFORT zum Arzt geht für antibiotische Augentropfen. (Ich will, dass der sich ihre Augen anschaut, genau.)

Während unserer Unterhaltung bekommt sie irgendwie die Idee, dass ich ihr erzähle, sie brauche ein Antibiotikum zum einnehmen.

Ich korrigiere sie: Nein, sie braucht etwas für in die Augen. Es gibt Augentropfen, die muss aber der Arzt ihr verschreiben.

Sie fragt mich, ob die Tropfen ihr Magenprobleme machen werden und noch einmal – sie denkt, ich empfehle ihr Tropfen zum einnehmen. Das habe ich nicht. Endlich versteht sie und geht.

Am nächsten Tag arbeite ich am Mittag und die Pharmaassistentin erzählt mir von einer Frau mit blauen Haaren, die am Morgen hier war mit einem Rezept für Maxitrol Augensalbe und dass sie aufgebracht war, weil ich zu ihr gesagt habe, sie müsse zum Arzt wegen „Tropfen“ für die Augen und nicht Salbe und sie frage sich, ob ich ihr die richtige Info gegeben habe. Meine Apothekerin-Kollegin hat ihr dann versichert, dass die Salbe grad so gut sei wie Tropfen und dass das beides richtig sei.

Ich denke, damit ist das vorbei …

Aber …

Später am Tag sehe ich, wie sie wieder in die Apotheke kommt und direkt auf mich zusteuert. Dieses Mal hat sie verschiedene Mäppchen in ihren Händen

… Ich hätte flüchten sollen. Aber ich blieb freundlich lächelnd wo ich war. Am Ende wäre sie sowieso wieder bei mir gelandet.

Sie öffnet die Mäppchen auf der Theke und nimmt ihre handgeschriebenen Notizen heraus … über ihre Augenprobleme von 1994!

Nein, ich scherze nicht.

Sie erzählt mir von 8 verschiedenen Medikamenten, die sie wegen ihren Augen 1994 genommen hat – und wie jedes davon ihr irgendeine Nebenwirkung oder sonst ein Problem gemacht hat. Sie war dann bei 3 verschiedenen Ärzten und am Schluss hat ihr ein Hautarzt gesagt, dass sie Rosacea im Auge habe.

Und jetzt fängt sie an, mich über die Augensalbe auszufragen und was für Nebenwirkungen sie davon bekommen wird. Ich berate sie, so gut ich kann, aber … es gibt einige Leute, die einfach … wie soll ich sagen … empfindlich auf so ziemlich alles sind oder zumindest denken, dass jedes Medikament ein Problem verursachen wird. Ich sage ihr, dass aufgrund ihrer Erfahrungen in der Vergangenheit, es gut möglich ist, dass sie Nebenwirkungen haben könnte, dass es aber nicht wirklich möglich ist, da eine Voraussage zu machen – und dass ich denke, dass der Arzt mit der Augensalbe die bestmögliche Medikation für ihr Problem herausgesucht hat.

Sie geht schliesslich, aber ich habe das Gefühl, dass da detaillierte Notizen zum Mäppchen 2014 dazu kommen. Welche mit meinem Namen drin.

Apotheken aus aller Welt, 539: Harsewinkel, Deutschland

Harsewinkel: Eine der drei Apotheken in meinem Heimatort, heute morgen beim Arztbesuch schnell mitgenommen.

Danke, Jennifer – die nehme ich auch noch 🙂

Harsewinkel

Apotheken aus aller Welt, 538: München, Deutschland

Vieleinsenderin Maggy mit einigen Apotheken aus München:

Die hier ist jedenfalls aus München. Stachus-Passage.

muenchen41

Nochmal eine Apotheke aus München. Die ist ziemlich in der Innenstadt. Ich weiß nicht mehr wo genau. Ca. gegenüber von einer Pizzeria. 😀

muenchen42

Dank sagen

Amerika hat am letzten Donnerstag Thanksgiving gefeiert. Und wenn auch dieses Fest zu einem kommerziellen Teil verkommen ist – den Hintergedanken finde ich eigentlich wirklich schön: dass man auf das vergangene Jahr zurück schaut und was es einem gebracht hat (nicht nur erntemässig).

Ich will hier also auch einen Moment innehalten und Dank(e) sagen. Ich bin dankbar.

Ich bin Dankbar dafür, dass ich einen gesunden, fröhlichen und vifen Jungen habe.

Einen lieben Mann, der sich mit meinen Launen auseinandersetzt.

Meine Eltern, die mich heute noch unterstützen und halten.

Eine Arbeit, die nicht nur hilft, das zu unterstützen, sondern die gleichzeitig auch interessant und fordernd ist.

Über Ärzte, die so kompetent wie nett sind 🙂 :

rpdanke

 

Über Freunde (nicht so viele, aber gute).

Dass ich gesund bin.

Dass ich ein Hobby habe, das mir auch etwas wiedergibt: Eure netten Kommentare und Zusammenarbeit und mails und und und…

Und Wofür seid ihr Dankbar?

Apotheken aus aller Welt, 537: Düsseldorf, Deutschland

Und nochmal von Jennifer:

Düsseldorf: Im Vorbeigehen beim Besuch des Japantags im Mai. Die Apotheke befindet sich in der Kö Galerie – und die Sitzgelegenheiten gehören vermutlich eher zu einem Cafe 🙂

Duesseldorf

 

eigentlich schade: so vor der Apotheke einen Kaffe zu trinken beim warten wäre doch was …