Allergie – Trailer zu Frozen (Disney)

… mit Dank an Thomas Philipp für's finden!

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Neuer Trend mit alter Zahnbürste?

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fragt Leser turtle:

Ooooookaaaaaay…
…in welcher Apotheke bekomme ich jetzt eine alte Zahnbürste?

zahnbuerstli

Ist ja süss. Aber ich habe tatsächlich nochmals ein solches Rezept gesehen:

rpzahnbuerste

Ob da jemand etwas neues entdeckt hat? Oder hatten die eine Weiterbildung?

Hätte der Apotheker da nicht helfen MÜSSEN?

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Danke an die Leser, die mich auf diese Pressemitteilung aufmerksam gemacht haben:

http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/414230/apotheker-schickt-madchen-mit-zuckerschock-weg

Darin steht, wie ein 15 jähriges Mädchen mit Diabetes in einer Apotheke in Osnabrück nach Traubenzuckerbonbons fragt. Sie hat eine akute Unterzuckerung (schwitzt und zittert) und braucht das ganz dringend. Der Apotheker hat aber keine zum gratis abgeben mehr da und will keine Packung aufmachen ohne vorherige Bezahlung. Selbst auf die telefonische Intervention der Mutter nicht. Dafür schickt er das Mädchen in die Apotheke gegenüber, wo sie dann ihre Traubenzucker bekommt.

Wie stehe ich dazu?

Der Apotheker hat ganz sicher einen Fehler gemacht. Und ich bin auch sicher, dass er ihn sehr bedauert – und nicht nur wegen der schlechten Presse.

So steht dann da auch im Artikel

Ob er denn angesichts der Notlage nicht eine Packung hätte anbrechen können, geschweige denn müssen? „Hätte ich das mal gemacht“, bedauert er. „Was passiert ist, tut mir leid.“

Vielleicht war die Frage nach den Traubenzucker-Bonbons zu … offensiv. Vielleicht hat er in die Richtung schon schlechte Erfahrungen gemacht. Ziemlich sicher hatte er tatsächlich keine zum gratis abgeben an Lager. Und sehr wahrscheinlich ist ihm einfach nicht in den Sinn gekommen, dass es noch andere Möglichkeiten gibt: zum Beispiel hinten ein Glas Wasser holen und etwas Zucker drin lösen – muss ja nicht Traubenzucker sein, der für den Kaffee tut’s auch. So wie Orangensaft, das man in so Situationen auch gern gibt.

Dann schickt er sie in die nächste Apotheke – die liegt (nur) knapp 20m über die Strasse. Nicht die beste, aber … auch eine Lösung.

Aber ja, ich denke er hätte selber etwas mehr machen sollen. Ansonsten fällt das wirklich schon fast unter Unterlassene Hilfeleistung. Immerhin *hat* er die Ausbildung das Problem zu erkennen und auch zu wissen, was er zu tun hat.

Ihn böse zu nennen … finde ich aber etwas übertrieben. Ich glaube nicht, dass er in böser Absicht gehandelt hat.

Im übrigen: Zuckerschock finde ich eine nicht wirklich gelungene Beschreibung für eine Hypoglykämie – eine akute Unterzuckerung. Auch wenn das umgangssprachlich ist – irgendwie suggeriert es ein zuviel an Zucker – wo doch das Problem hier ein zuwenig ist. Das kann sich auch ziemlich dramatisch äussern: von Verwirrtheit bis Verhaltensänderung (oft Aggressivität) über Koordinationsstörungen bis Kreislaufstörungen. Schwitzen und Zittern gehören auch dazu – als Bekannter ist es gut, auf derartiges zu achten, damit man schnell reagieren kann. Und lieber etwas zu früh Zucker geben als nicht. Auch wenn Diabetes eigentlich eine "Überzuckerung" ist. Das kommt halt auch vor.

Und Danke an die vielen Apotheker die nie in der Presse erwähnt werden und für die das ganz selbstverständlich ist, in so einem Fall zu helfen!

(Ja, den Fall hatten wir selber auch schon.)

Apotheken aus aller Welt, 404: München, Deutschland

Eigentlich wollte ich dir diese Bilder schon längst schicken, aber ich habe immer wieder darauf vergessen. Jetzt .. habe ich mich wieder erinnert, dass die ja auch noch auf meiner Festplatte liegen.

Maggy

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Danke vielmals an Maggy vom Blog maggyschreibt für diese Bilder!

Doofe Werbung

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Keine Ahnung, was ich gemacht habe, damit Facebook mich mit Werbung für Abnehm-Produkte bombardiert. Aber es nervt.

Speziell derartiges nervt:

doofe-werbung

Ich weiss gar nicht, wo ich da anfangen soll:

Bei den unglaubwürdigen „Versprechen“ von 15 Kilo innert 2 Wochen? Das wäre selbst mit Nulldiät kaum zu erreichen – und selbst dann ungesund, Un-gesund!

Oder die Angaben über die „Wirkungsweise“: Zwingt Körperfett aus Ihren Fettpolstern abzusaugen!

Wirklich? Wirklich?! Wie bitte soll das denn gehen? Mittels direkter Fettabsaugung? Ich dachte, wir lesen hier über ein Mittel zum einnehmen.

Das ich nicht kenne – von wegen Top Seller der Schweiz. Pah.

Es ist auch nicht nötige die Seite zu besuchen. Tatsächlich handelt es sich um Feigenkaktus Tabletten. Wenn ich das richtig interpretiere ein weiteres Mittel, das behauptet via Ballaststoffe und Nahrungsfasern Fett im Darm an sich zu binden. Das wird dann weniger aufgenommen … und kann dementsprechend nicht in die Fettzellen eingelagert werden, die daraufhin ihr eigenes Fett vermehrt abbauen sollen. SOLLEN.

Sag das mal den Fettzellen. Bis die Methode greift, müsste man sich ziemlich aushungern.

Auf der Seite steht aber:

Sie nehmen gesund und schnell an ihren Fettpolstern ab. Und zwar für immer, ohne jojo-Effekt. Sie werden plötzlich wieder schlank, vor allem an den typischen Fett-Problemzonen wie am Gesäss, an den Hüften, den Schenkeln, am Bauch und an den Beinen.

Ja, man nimmt natürlich zuerst an den Stellen ab, wo man das am liebsten hätte: Am Po, an den Hüften am Bauch …

schön wär’s.

Und wie einfach das geht: nur ein paar Kapseln mit jeder Mahlzeit.

Und essen darf ich weiterhin alles, was und wieviel ich will?

Ja, alles was Sie möchten, aber einfach bewusster!…dabei helfen Ihnen Feigen-Kaktus-Tabletten sehr. Das Ziel ist ist eine ausgewogene Ernährung!

Toll nicht?

Blödsinn.

Ganz klar ist das Ziel eine ausgewogene Ernährung. Dazu gehört gelegentlich aber (je nach bisherigen Essgewohnheiten) auch eben NICHT alles zu essen, was man will – oder wieviel man will.

Und ganz toll auch dies: Wo bekomme ich das Wundermittel?

Zur Zeit sind Sie nur direkt beim Vertreiber erhältlich, später auch in allen Drogerien und Apotheken.

– ich denke nicht.

Wie soll ich wissen, ob ich das mag?

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Eine Frau bringt ein Rezept für ein Schmerzmittel in die Apotheke – ein rezeptpflichtiges.

„Haben Sie davon Muster?“ fragt sie.

„Äh, Nein. Wir bekommen für Rezeptpflichtige Sachen keine Muster.“

„Aber wie soll ich dann wissen, ob ich das Mittel mag?“

Tja.

Apotheken aus aller Welt, 403: Duisburg, Deutschland

Diesmal war ich Duisburg selbst und fand dort dieses schöne Haus mit der Apotheke drin. Leider – *noch* mit einer Apotheke drin. Ich habe das Plakat in der Scheibe mit fotografiert (leider in der brütend heißen Mittagssonne) – dabei musste ich auch sofort an Gedankenknicks Blog denken.

simop

duisburg1 duisburg2

Danke an simop vom blog aussichtmiteinsicht – für ihre neuen Bilder.

Das Bild mit dem Blatt bringe ich hier nicht, nur was da stand:

Diese Apotheke wird es bald nicht mehr geben – das stand auf dem Blatt im Schaufenster (über einem Zeitungsartikel „traditionsreiche Duisburger Apotheke schliesst“):

Der Kostendruck im deutschen Gesundheitswesen ist leider so hoch, dass ich den Betrieb der Johanniter Apotheke leider nicht länger aufrecht erhalten kann. Das gewohnte Ambiente wird es so nicht mehr lange geben – wir schliessen die Apotheke in der Musfelderstrasse zum 30. Juni.

Aus langjähriger Verbundenheit freue ich mich, Ihnen mitzuteilen, dass die Ihnen aus der Johanniter-Apotheke bekannten Mitarbeiterinnen und ich weiterhin mit Rat und Tat für Sie da sind. Wir ziehen in die Mercator Apotheke gegenüber vom Hauptbahnhof, wo sie uns mit erweiterten Öffnungszeiten erreichen ...

Ja – so ist das. In Deutschland schliesst nach den aktuellen Berichten jeden Tag 1 Apotheke – nicht alle sind so glücklich und können ihre Mitarbeiter gleich woanders weiter beschäftigen.

ein paar Impressionen – live von der ILMAC

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Und noch einmal live – von der ILMAC: Der Messe für Industrie und Labortechnik.

Der Eingang ist doch schon ansprechend, oder?

ein paar Impressionen - live von der ILMAC

und für den Besucher wird der rote Teppich ausgerollt:

ein paar Impressionen - live von der ILMAC

Also ich habe das noch nie live gesehen: Eine Maschine, die Tabletten in Blister abfüllt, diese kontrolliert, Leer- oder nicht ganz-gefüllte aussortiert und die Blister dann in Karton-Packungen abfüllt.

ein paar Impressionen - live von der ILMAC

Aber es geht nicht immer nur ernst zu – mit diesem Mischgerät für’s Labor kann man offensichtlich auch Campari Orange mischen. Der Orangensaft schön vorgekühlt …

ein paar Impressionen - live von der ILMAC

… und für den, der noch nicht genug von Drinks hat: bei diesem Stand von HuberLab kann man sich welche mischen lassen von Liane (manchen vielleicht bekannt aus „Swiss Date“ und „Lifestyle“ … die Blonde hinten im Bild). Auf facebook haben die übrigens auch eine Seite – dort kann man mittels Drink mischen auch noch ein Wochenende gewinnen.

ein paar Impressionen - live von der ILMAC
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Live vom Lunch and Learn der ILMAC

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Lunch and Learn heisst es jetzt: nützliches mit dem angenehmen verbinden. Das Thema heute ist: Arzneimittelfälschungen, was mich natürlich sehr interessiert.

Das findet statt am ILMAC Forum – Halle 1.1, das heisst sozusagen im ersten Stock – mittendrin. Die haben hier an der Messe Basel schon Platz zum versa… Verzeihung, es ist unglaublich grosszügig. Und ich bin mir bewusst, dass das hier nur eine von mehreren Hallen und Gebäuden ist, die sie haben.

Am Lunch and Learn heute geht es um Arzneimittelfälschungen. Das ist ein rasant grösser werdendes Problem, dem sich nicht nur die herstellende Industrie widmen muss, sondern auch wir in den Apotheken als Endhändler der Medikamente.
Ich muss zugeben, es macht mich nervös, daran zu denken, was da im Handel und in der Vertriebskette landen kann. Und es *kann*, auch bei uns. In Deutschland hatten wir dieses Jahr schon den grossen Omeprazol- Fall (von der allgemeinen Presse fast unbeachtet) …
Ich habe ziemlich Vertrauen hier in der Schweiz, dass das, was ich bestelle, in den Schubladen an Lager habe und abgebe auch (nur) wirklich das drin ist, was drauf steht. In guter, in kontrollierter Qualität. Dass so etwas wie mit dem Omeprazol in Deutschland passieren kann, beunruhigt. Ganz Anders sieht das jetzt schon aus in anderen Ländern, oder wenn man sich was im Internet bestellt. Das ist dann ein bisschen wie Roulette. Das ist – finde ich- im Zusammenhang mit der Gesundheit möglichst zu vermeiden.

im Moment allerdings höre ich einen Vortrag über tamper free packages – also Packen, denen ich als Apotheker es ansehen soll, wenn sie manipuliert wurden. Der Vortrag über die Fälschungen kommt etwas später, der Dozent ist noch nicht da.

ilmacforum

So, wenn ich das richtig verstanden habe, werden EU Richtlinien erarbeitet – und bis 2017 müssen alle Arzneimittelpackungen gemäss diesen Vorlagen fälschungssicher gemacht werden. Oder zumindest fälschungssicherer. Das bedeutet: Code-Identifizierung auf (und für) jede einzelne Packung, die im Handel ist. Qualitätssiegel (wie Hologramme) und Packungen, denen man es ansieht, wenn sie manipuliert wurden.

Da kommt noch etwas auf uns zu … und vor allem auf die Firmen, die das umsetzen müssen. Darum ist der Tenor vor allem: „Fangt jetzt schon damit an!“ … bis 2017 ist es nicht mehr weit.

… und hier auf der ILMAC findet man alles dafür, von Firmen für die Planung der Umstellung, Design, Packungsherstellern, Verpackungsmaschinenherstellern … etceterapepe.

Auch nett, der Wunsch, dass auf die Packungen jeweils ein Aufdruck drauf kommt, wie die Tablette drin aussieht. Nicht nur wegen den Fälschungen (finde ich), sondern: wie will ich in Zukunft den Patienten zeigen, wie das Mittel aussieht, wenn die Packung nicht mehr geöffnet werden kann … dafür?

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Live Blogging von der ILMAC

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Heute einmal live – von der ILMAC: Der Messe für Industrie und Labortechnik.

Ich sitze hier irgendwo am Rand und bin gerade etwas überwältigt. So viele Firmen und Aussteller hatte ich irgendwie nicht erwartet. Aber was habe ich mir gedacht? Hier kommen wirklich alle, die mit Pharma und Prozesstechnik zu tun haben zusammen .. Und entsprechend haben sie auch viele Besucher. Ich falle also gar nicht auf…

im Moment bin ich grad im 2. von 3 Stöcken … Und ich habe such schon interessantes für mich gefunden – Wasser- und Flüssigkeitentechnik scheint sehr gefragt zu sein, aber mich interessiert mehr die „Hardware“: Pharmaverpackung.

Die Standbetreuerer waren auch sehr freundlich und haben meine Fragen beantwortet. Zum Beispiel dazu:

Interessant: eine Kindersichere Blisterpackung!

noch nie gesehen … Offenbar hier auch noch nicht so viel gebraucht, ihr Absatzgebiet ist noch vor allem Amerika. Dass das auch funktioniert, durfte ich selbst testen: ohne dass man die „Delle“ rechts oben drückt, bekommt man den Blister nicht heraus. Ausserdem ist die Verpackung extra reissfest … Wahrscheinlich haben sie das bei Ihren Tests mit den Kindern selber lernen müssen 🙂

Die Firma war übrigens Medipak Systems … Der Stand eine Kombi von Dividella, Rondo und Mediseal, die zusammenarbeiten.

überhaupt die Stände hier: hoch(HOCH) Professionell. Sauber, übersichtlich und grosszügig angelegt … und ganz ganz viele freundliche Leute, die einem alles erklären wollen.

ilmacverpackung

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