Archiv für den Monat Juli 2013

Apotheken-Probleme: Falschabgabe?

  Die Frau in der Apotheke: „Winterswil. Mein Arzt hat ein Rezept gefaxt.“

Keine Frage, sondern eine Feststellung. Leider ist dem nicht so.

Frau Winterswil: „Dann rufe ich ihm nochmals an.“ Und geht.

Eine Stunde später ist sie wider da: „Hat mein Arzt das Rezept jetzt gefaxt?“

Pharmaassistetin (PA): „Nein, immer noch nicht – sollen wir ihm anrufen?“

Frau Winterswil: „Ja, gerne.“

Wir erreichen den Arzt, der uns das Rezept faxt.

Die Pharmaaasistentin legt die zwei Medikamente parat.

Frau Winterswil: „Das eine brauche ich nicht.“

Die PA gibt das andere Medikament ein. Dabei bemerkt sie…

PA: „Der Arzt hat Tenoretic mite aufgeschrieben. Das letzte Mal hatten sie das normale Tenoretic. Hat er etwas von einer Dosierungsänderung gesagt?“

Frau Winterswil: „Nein. Aber das ist die Packung, die ich auch schon hatte. Das ist schon richtig.“

PA: „Ja? Bei uns hatten sie das letzte Mal die Tenoretic normal. Soll ich nicht lieber beim Arzt nachfragen?“

Frau Winterswil: „Nein, nicht nötig. Das sind die, die ich schon hatte.“

PA: „Die Packungen sehen wirklich sehr ähnlich aus…“

Frau Winterswil: „Nein, diese sind richtig.“

Nun gut, die PA gibt sie ab, erklärt mir aber bei meiner Kontrolle vorher was damit ist.

Etwa zwei weitere Stunden später geht das Telefon. Es ist Frau Winterswil.

Frau: „Sie haben mir das falsche abgegeben. Die Tabletten, die ich bisher hatte waren grösser!“

Blöderweise erwischt sie am Telefon eine Drogistin, die das ganze nicht mitbekommen hat.

Die Drogistin kommt aufgeregt zu mir: „Du, die Kundin sagt, wir hätten ihr etwas falsch abgegeben!"

Erst mal erschrecken. Dann: „Wie heisst sie?“

Drogistin: „Winterswil.“

Pharmama: „Oh, das ist diejenige, die… ich erinnere mich. Sag ihr, sie kann sie zurückbringen, wenn sie sie noch nicht geöffnet hat. Wir rufen sonst morgen nochmal den Arzt an, was es genau sein soll und tauschen es gegebenfalls aus.“

(Inzwischen ist es nach 5 Uhr und die PA auch schon im Feierabend)

Drogistin nachdem sie wieder am Telefon war: „Sie sagt, sie habe schon eine Tablette genommen, was sie denn machen soll?“

Jetzt schaffe ich es ans Telefon – vorher habe ich aber noch das Originalrezept herausgesucht.

„Frau Winterswil? Hier ist Pharmama. Ich bin die Apothekerin …

Ich habe das Rezept vor mir. Aufgeschrieben vom Arzt wurde Tenoretic mite. Abgegeben von uns wurde Tenoretic mite – und die Pharmaassistentin hat sie darauf aufmerksam gemacht, dass sie bisher die normalen Tenoretic hatten- ja?“

Frau Winterswil (widerwillig): „Ja.“

Pharmama: „Wie haben sie die Tenoretic bisher denn genommen?“

Frau Winterswil: „Vorher musste ich eine halbe Tablette pro Tag nehmen.“

Pharmama: „Okay. Der Arzt hat ihnen nichts gesagt von einer Dosisänderung und er hat auch auf dem Rezept nicht aufgeschrieben, wie sie die jetzt nehmen müssen. Wenn sie aber eine ganze Tablette von den mite nehmen, so ist das dasselbe, wie eine halbe von den normalen. Okay?“

Frau Winterswil: „Okay.“

Pharmama: „Dann würde ich vorschlagen, sie machen mit 1 Tablette pro Tag von diesen mite weiter. Und Sie können morgen ja noch den Arzt anfragen, ob das so richtig ist.“

Frau Winterswil: „Gut. Das mache ich.“

Problem gelöst. Wahrscheinlich war das schon Absicht vom Arzt das so aufzuschreiben, aber ein bisschen mehr Info der Patientin gegenüber – oder für uns auf Rezept – wäre schön und würde mir solche Schreckmomente ersparen.

Die Frau in der Apotheke: „Winterswil. Mein Arzt hat ein Rezept gefaxt.“

Keine Frage, sondern eine Feststellung. Leider ist dem nicht so.

Frau Winterswil: „Dann rufe ich ihm nochmals an.“ Und geht.

Eine Stunde später ist sie wider da: „Hat mein Arzt das Rezept jetzt gefaxt?“

Pharmaassistetin (PA): „Nein, immer noch nicht – sollen wir ihm anrufen?“

Frau Winterswil: „Ja, gerne.“

Wir erreichen den Arzt, der uns das Rezept faxt.

Die Pharmaaasistentin legt die zwei Medikamente parat.

Frau Winterswil: „Das eine brauche ich nicht.“

Die PA gibt das andere Medikament ein. Dabei bemerkt sie…

PA: „Der Arzt hat Tenoretic mite aufgeschrieben. Das letzte Mal hatten sie das normale Tenoretic. Hat er etwas von einer Dosierungsänderung gesagt?“

Frau Winterswil: „Nein. Aber das ist die Packung, die ich auch schon hatte. Das ist schon richtig.“

PA: „Ja? Bei uns hatten sie das letzte Mal die Tenoretic normal. Soll ich nicht lieber beim Arzt nachfragen?“

Frau Winterswil: „Nein, nicht nötig. Das sind die, die ich schon hatte.“

PA: „Die Packungen sehen wirklich sehr ähnlich aus…“

Frau Winterswil: „Nein, diese sind richtig.“

Nun gut, die PA gibt sie ab, erklärt mir aber bei meiner Kontrolle vorher was damit ist.

Etwa eine weitere Stunde später geht das Telefon. Es ist Frau Winterswil.

Frau: „Sie haben mir das falsche abgegeben. Die Tabletten, die ich bisher hatte waren grösser!“

Blöderweise erwischt sie am Telefon eine Drogistin, die das ganze nicht mitbekommen hat.

Die Drogistin kommt zu mir: „Du, die Kundin sagt, wir hätten ihr etwas falsch abgegeben!

Erst mal erschrecken. Dann: „Wie heisst sie?“

Drogistin: „Winterswil.“

Pharmama: „Oh, das ist diejenige, die… ich erinnere mich. Sag ihr, sie kann sie zurückbringen, wenn sie sie noch nicht geöffnet hat. Wir rufen sonst morgen nochmal den Arzt an, was es genau sein soll und tauschen es gegebenfalls aus.“

(Inzwischen ist es nach 5 Uhr)

Drogistin nachdem sie wieder am Telefon war: „Sie sagt, sie habe schon eine Tablette genommen, was sie denn machen soll?“

Jetzt schaffe ich es ans Telefon – vorher habe ich aber noch das Originalrezept herausgesucht.

„Frau Winterswil? Hier ist Pharmama. Ich bin die Apothekerin.

Ich habe das Rezept vor mir. Aufgeschrieben vom Arzt wurde Tenoretic mite. Abgegeben von uns wurde Tenoretic mite – und die Pharmaassistentin hat sie darauf aufmerksam gemacht, dass sie bisher die normalen Tenoretic hatten- ja?“

Frau Winterswil (widerwillig): „Ja.“

Pharmama: „Wie haben sie die Tenoretic bisher denn genommen?“

Frau Winterswil: „Vorher musste ich eine halbe Tablette pro Tag nehmen.“

Pharmama: „Okay. Der Arzt hat ihnen nichts gesagt von einer Dosisänderung und er hat auch auf dem Rezept nicht aufgeschrieben, wie sie die jetzt nehmen müssen. Wenn sie aber eine ganze Tablette von den mite nehmen, so ist das dasselbe, wie eine halbe von den normalen. Okay?“

Frau Winterswil: „Okay.“

Pharmama: „Dann würde ich vorschlagen, sie machen mit 1 Tablette pro Tag von diesen mite weiter. Und Sie können morgen ja noch den Arzt anfragen, ob das so richtig ist.“

Frau Winterswil: „Gut. Das mache ich.“

Problem gelöst

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Ferien in denen sie alles vergessen?

Ich hoffe nicht. Aber es ist schon so: die ersten zwei, drei Kunden sind immer speziell spannend.

Weiss ich noch, wie das mit dem Computer geht? Ich blamiere mich nicht, weil ich das Medikament nicht auf Anhieb finde? Und: oh weh, ich habe vergessen, wie es ist, den ganzen Tag auf den Beinen zu sein.

Aber da kommt man wieder rein. Ich weiss.

Ja, wir sind wieder da – und schon hat uns der Alltag wieder. Die Ferien waren wunderbar – da werde ich noch eine Weile von zehren. Und nach Ferien in Afrika weiss man auch manches wieder mehr zu schätzen, was uns sonst als normal vorkommt. Wasser aus dem Hahnen, das man trinken kann. Viel weniger nervendes und stechendes oder beissendes Kleingetier. Lastwagen, die sich an etwas wie Verkehrsregeln halten, so dass man auf der Strasse nicht ständig um sein Leben fürchten muss.

Dafür aber viel weniger Tiere allgemein … und der Horizont ist wieder so nah 😦

Bekomme ich das von Ihnen nicht?

Wir haben da einen Kunden, den finde ich ehrlich gesagt – unmöglich. Das passiert bei mir ausgesprochen selten – vielleicht ist er darum schon bemerkenswert.

Und wieso finde ich ihn so unmöglich? Er ist oft unhöflich zu meinen Angestellten – beklagt sich bei den anderen über diejenige, die ihn vorher bedient hat, zum Beispiel dass die ihm nicht richtg herausgezählt hat. Also: nicht falsch im Sinne von die falsche Menge, sondern nicht nach seiner Methode. Er macht andere Angestellte runter Die muss ich ja nicht fragen, die ist ja nur Pharmaassistentin / nur Drogistin – die weiss das sowieso nicht …" – dabei kann die betreffende Person tatsächlich in Hörweite stehen, das kümmert ihn gar nicht.

Ich als Apothekerin bin aber auch nicht so seine Lieblingsangestellte – zu alt wahrscheinlich. Er (selber über 70) steht auf die jungen Lehrlinge, die er auch schamlos anmacht … wenn die nur nicht das Problem hätten, dass sie noch nicht alles wissen, würde er wohl nur mit denen kommunizieren in der Apotheke.

Er selber weiss natürlich alles am besten – er war nämlich Pfleger in einem Krankenhaus (oder so) vor allerdings einigen (vielen) Jahren.

Heute hatte ich gezwungenermassen das Vergnügen mit ihm. Wahrscheinlich bin ich nicht schnell genug verschwunden – oder besser: die anderen haben ihn zuerst gesehen und waren schneller weg.

Herr Tswerg: „Könnten Sie mir das XYZ bestellen?“ (ein freiverkäufliches Beruhigungsmittel)

Pharmama: „Natürlich.“

Herr Tswerg: „Das kostet 12 Franken 30, nicht?“ (Das weiss er. Wehe wenn einmal von etwas der Preis wechselt!)

Pharmama: „Ja, für 50 Stück. Es ist morgen früh hier.“

Ich kassiere ein – wobei ich ihm einzeln herauszähle und den Kassabon (laut ihm) richtig mache.

Aber er ist noch nicht fertig.

Herr Tswerg:  „Ich habe doch eine Wunde am Bein.“

Pharmama:  „Ja?“

Herr Tswerg:  „Die ist jetzt ziemlich zu, aber ich habe geschwollene Beine – wissen Sie?“

Aha.

Herr Tswerg:  „Und dafür brauche ich eine Packung Lasix.“ (Dasi st ein wasserabführendes Mittel, ziemlich stark).

„Haben Sie die auf Rezept?“ Frage ich

Herr Tswerg:  „Nein, dafür habe ich kein Rezept.“

Pharmama:  „Das ist rezeptpflichtig. Dafür brauche ich eines.“

Herr Tswerg:  „Das habe ich vom Arzt immer auch ohne bekommen.“

Pharmama:  „Nun, dann ist es sicher kein Problem, dass er ihnen das aufschreibt, sie können ihm auch sagen, er kann das faxen.“

Herr Tswerg: „Aber so eine kleine Packung. Das braucht doch kein Rezept für die paar Tabletten. Ich kenne das ja!“

Pharmama:  „Nun, es kommt ja auch nicht auf die Menge Tabletten an, ob das rezeptpflichtig ist. Aber das kennen sie bestimmt auch – denken sie nur mal an die Digoxin Tabletten …“

Herr Tswerg: „Aber der Arzt hat mir das immer gegeben, wenn ich es haben wollte. Direkt.“

Pharmama:  „Nun …“ (darauf lasse ich mich jetzt nicht ein. Ein SD Arzt halt) – „dann können Sie es ja auch direkt von ihm holen gehen.“

Herr Tswerg:  „Aber dafür habe ich keine Zeit.“

Pharmama:  „Dann können Sie das Rezept ja auch hierherfaxen lassen. Das geht schnell.“

Herr Tswerg:  „In der Klinik wo ich früher gearbeitet habe, habe ich das Lasix und alles andere auch immer ohne Rezept bekommen.“

Pharmama: „Vielleicht können Sie da fragen, ob sie es ihnen geben.“

Herr Tswerg: „Das würden sie bestimmt. Ich brauche ja auch nicht viele, nur eine kleine Packung.“

Pharmama:  „Na dann machen Sie das doch."

Herr Tswerg:  „Aber jetzt bin ich hier.

Pharmama:  „Ja, und ich brauche dafür ein Rezept, weil es rezeptpflichtig ist.“

Herr Tswerg:  „Wissen Sie, früher hatte ich einmal eine Woche lang üblen Durchfall. Und nichts hat geholfen. Und dann bin ich an den Medikamentenschrank in der Klinik gegangen, als die Oberschwester einmal nicht auf den Schlüssel aufgepasst hat und habe etwas von der Opiumtinktur genommen, danach war das sofort weg … ich wusste, dass das wirkt.“

Pharmama:   „Ja, ich kann mir vorstellen, dass das gegen Durchfall wirkt. Allerdings dürften sie mit so einem Vorgehen heute eine Menge rechtliche Probleme bekommen.“ (Und es zeigt mir auch, dass seine „Pflegerjahre“ schon einige Jährchen her sind. Opiumtinktur?! 🙂 )

Er überlegt „…Aber dann müsste ich dahin fahren – und das ist weit und kostet. Muss ich wirklich ein Rezept ausstellen lassen? Der Arzt kostet nämlich auch!“

Pharmama:  „Oh, sicher verlangt der auch etwas dafür. Ist ja auch Arbeit für ihn.“

Herr Tswerg:  „Aber ich hatte das schon.“

Pharmama:   „Auch von einer Apotheke? Vielleicht könnten sie da nachfragen, wenn sie es schon einmal hatten …“

Herr Tswerg: „Nein. Das habe ich noch nicht bekommen. Aber auf einem Fest habe ich einmal einen Apotheker getroffen. Der hat mir gesagt – wenn er wüsste, dass ich es schon einmal gehabt hätte, würde er es mir geben!“

Pharmama:   „Ja, und wenn ich hier sehen würde, dass sie das schon einmal von einem Arzt verschrieben bekommen hätten, würde ich das vielleicht auch. Aber so: Nein.“

Und dabei blieb’s.

Nachtrag: Er war inzwischen auch wieder beim Arzt und nein, auch von dem hat er kein Lasix bekommen – weder direkt noch aufgeschrieben …

Apotheken aus aller Welt, 382: Sharm el Sheikh, Ägypten

Kurz bevor ich in die Ferien abdüse, noch die Apotheken aus meinen letzten Ferien: aus Scharm el Sheikh am roten Meer.

Klassisch auf die Touristen ausgelegt, preisen sie die „must haves“ an: Viagra, Levitra, Cialis und Steroide.

Apotheke Nummer 1 am Hafen in „Old sharm“:

Sharm1

und Apotheke Nr. 2 in unserer Hotelanlage (Ja, eine eigene Apotheke für die Hotelanlage):

Sharm2

Da musste ich natürlich rein:

Sharm3

und wenn ich schon mal in einer ägyptischen Apotheke bin, will ich natürlich ein paar Sachen vom (unglaublich unmotivierten) Apotheker wissen:

 

Pharmama: „Wie lange haben sie studiert?“

Apotheker: „5 Jahre.“ – also wie bei uns.

Pharmama: „Ich sehe, sie haben eine Menge Sachen, die es bei uns nur mit einem Rezept gibt. Wie funktioniert das hier? Gibt es Unterschiede in den Medikamenten, Sachen, die sie nur unter gewissen Bedingungen abgeben dürfen?“

Apotheker: „Nein, Wir dürfen alles abgeben.“

Pharmama: „Alles – auch ohne Vorschrift des Arztes?“

Apotheker: „Ja.“

Pharmama: „Fragen sie denn nach, ob der Kunde noch anderes anwendet?“

Apotheker: „Ja, wir klären Wechselwirkungen ab.“ – hoffentlich.

Apotheker: „Für uns ist das gut, dass wir alles abgeben dürfen …. Unsere Kunden – meist Touristen – sind auch glücklich damit. Viele erzählen mir, dass es ein Problem ist, rechtzeitig einen Termin beim Arzt zu bekommen, wenn man krank ist und zum Beispiel ein Antibiotikum braucht. Die soll man ja gleich nehmen.“

Pharmama: „Ah, Antibiotika – gerade das ist etwas, wo ich es gut finde, wenn der Arzt das vorher abklärt. Es bringt ja überhaupt nichts das zum Beispiel bei einer Erkältung zu nehmen … und dann das Resistenzproblem.“

Er nickt ein bisschen, geht darauf aber nicht ein.

Das mit dem Arzttermin halte ich da ein übrigens für einen Vorwand. Wenn man krank ist, bekommt man sehr rasch einen Termin – am selben Tag, da hatte ich noch nie ein Problem. Und wenn der Arzt keinen hat – es gibt einige Ärzte und dann noch die Notaufnahme im Spital … einen Weg gibt es.

Fertig Mottenkugeln

Ja, ganz fertig. Das Ende der Mottenkugeln habe ich vor etwa 2 Jahren schon einmal bedauert, als diese grünen Packungen mit nach Veilchen riechenden eckigen Dingern ausser Handel gegangen sind. Bald danach haben wir aber einen Ersatz gefunden: bei unserem Chemikalienlieferant konnten wir noch Naphtalinkugeln – das sind die klassischen (stinkenden) Mottenkugeln bestellen.

Ein Jahr darauf hat das Chemikalienrecht sich verschärft in dem Sinn, dass Biozid-Produkte … und darunter fallen Mottenkugeln als Insektizide auch – nicht mehr vermarktet und verwendet werden – es sei denn, sie wurden vorher zugelassen bzw. registriert.

Die Chemikalie Naphtalin hat keine solche Zulassung. Und wie gesagt: Mottenkugeln sonst gibt es auch keine mehr hier.

Da begibt man sich denn also in eine rechtliche Grauzone. Für uns hatte das die Folge, dass wir Naphtalin nur noch auch Nachfrage in der ganzen Packung verkauften und nicht mehr abgefüllt haben – und dass wir es auch nicht als Mottenschutz verkauft haben. Statt dessen empfehlen wir eigentlich immer die neuen Mittel von Gesal – die stinken auch nicht so übel. Aber es gibt immer noch Leute, die wollen unbedingt Naphtalin.

Jetzt wollte ich das bei unserem Chemikalien-lieferant nachbestellen. Keine Chance mehr.

Die Frau am Telefon erzählt mir die Geschichte, dass offenbar ein Kunde, der das (auf Verlangen, anders kann ich mir das nicht vorstellen) gekauft hat, sich danach telefonisch beim Kantonschemiker beklagt hat, weil die Dinger so stinken – das sei ja unmöglich! Da wurde der Beamte natürlich hellhörig. Worauf dem Lieferant behördlich verboten worden ist, Naphtalinkugeln auszuliefern … für was auch immer das dann gebraucht würde …

Nein, mir fällt sonst keine gescheite Anwendung sonst dafür ein, aber … ehrlich: Der Mann hat mit Sicherheit Mottenkugeln verlangt und … bekommen.

Und beklagt sich dann.

Apotheken aus aller Welt, 381: Nürnberg, Deutschland

Ich war gerade im Urlaub u.a. in Nürnberg und fand diese Apotheke hier. Was ich dabei bemerkenswert fand: sie hat eine eigene Homöopathie-Offizin! Ich finde es irgendwie schon bedenklich, dass da der Komplementärmedizin soviel Raum gegeben wird (im wahrsten Sinne des Wortes)!

Don

nuernberg2 Kopie nuernberg1 Kopie

Nun – da weiss man, was man hat.

Das falsche Mittel

Kunde: "Ich habe dieses Medikament vor 3 Tagen hier bekommen, aber es ist das falsche!"

Kunde: "Wahrscheinlich, weil ich nicht genau wusste, was ich brauchte."

Pharmama: "Wissen Sie’s jetzt?"

Kunde: "Nein …"

Apotheken aus aller Welt, 380: Marrakesh, Marokko

Die Bilder wurden uns von Thomas zur Verfügung gestellt. Danke Dir!

Marrakesh marrakesh1 marrakesh3

Interviewt

Marten von einfachgefragt.com hat mich interviewt für seine Seite, die ich übrigens sehr gelungen finde!

Das Interview findet ihr hier:

http://einfachgefragt.com/wie-arbeitet-es-sich-in-einer-apotheke-interview-mit-der-pharmama/

!

Einfach vorenthalten!

Eine ältere Frau steht vor dem Regal mit den Grippe / Erkältungsprodukten und Schmerzmitteln: „Könnten Sie mir zeigen, wo das Celebrex ist?“

Pharmama: „Tut mir leid, aber das gibt es nur auf Rezept.“

Frau: „Können Sie mir dann zeigen, wo sie es haben?" (zeigt wieder auf das Regal)

Pharmama: “Es ist in den Schubladen – und Sie brauchen ein Rezept vom Arzt dafür.“

Sie schaut mich an, als wäre ich die gemeinste Apothekerin der Welt, die ihr das Celebrex bösartigerweise vorenthält.

Tja.

(Wenigstens habe ich dann herausgefunden, dass sie woanders wohl ein Rezept hat)

ausgleichende Nebenwirkungen?

Ein Kundin bekommt 2 Arten Metformin – also dieselbe Dosierung – sagen wir 1000mg, aber von 2 verschiedenen Firmen. Einmal von Sandoz und einmal von Mepha. Das fällt mir auf, weil wir im Normalfall versuchen, das gleiche zu geben, was sie vorher hatte. – Kontinuität ist auch gut für die Compliance – also die Einnahmetreue.

Ich spreche sie darauf an.

Sagt sie: „Ja, das ist Absicht. Das eine macht mir Durchfall, das andere macht mir Verstopfung. Wenn ich sie abwechselnd nehme, dann geht das aber bestens.“

Hmmm.

Apotheken aus aller Welt, 379: München, Deutschland

ich bin derzeit in München und habe für Deine Sammlung die Rathaus-Apotheke fotografiert, die sich unten im Neuen Rathaus befindet. Vielleicht hast Du davon ja noch kein Bild.

Silke

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Wir hatten ja schon ein paar Münchner Apotheken hier auf dem Blog – da dachte ich, die meisten habe ich jetzt gesehen – und dann taucht noch so eine auf! Interessanter Ort -wow.

Nachtrag 2016: Von Othello noch ein paar Bilder:

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Merken

Verständigungsprobleme?

Pharmama: "Nehmen Sie den Antibiotikum Sirup bis er fertig ist."

Kundin: "Wie merke ich, dass er fertig ist?"

Pharmama: "Umm … wenn die Flasche leer ist?"

Mutter – Sohn -Verhältnis

Eine um die 40 jährige Frau bei mir in der Apotheke: "Mein Sohn ist 16 und er hat eine feste Freundin – und jetzt hat er mir gesagt, er ist bereit für Sex."

Meine Reaktion abwartend …

Ich reagiere … sparsam: "Ja – und?"

Frau: "Ich brauche also Kondome … und dann hätte ich da eine Frage …"

Pharmama: "Hmmm?"

Frau: "Er hatte als Kind eine Krankheit und … es ist nicht sicher, aber es könnte seine Penis-funktion beeinträchtigt haben. Gibt es da etwas, das ich ihm geben könnte als Hilfe?"

Pharmama: "Es ist nicht sicher?"

Frau: "Nein."

Pharmama: "Dann .. würde ich vorschlagen Sie warten ab. Solange man das nicht sicher weiss, dass das ein Problem gibt, würde ich auch nichts machen. Wenn / Falls gibt es Mittel, die der Arzt verschreibt und die wir dann versuchen können."

Und in Gedanken: Ihn da unter Druck zu setzen ist da sicher kontraproduktiv. Man muss auch daran denken, dass viele "Potenz-Probleme" psychische Ursachen haben.

Das Anliegen spricht für ein gutes Mutter-Sohn Verhältnis … und obwohl ich das noch nett finde von der Mutter, sich da Gedanken zu machen und so vorzusorgen … irgendwie wäre mir das etwas zuviel des Guten.

Was meint ihr?

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