Archiv für den Monat Januar 2013

Paperman

Nein, das ist nicht schwarz-weiss …

Soooo … süsss! Must-see!

Abend-Unterhaltung

Junior liegt neben mir im Bett, während ich ihm etwas vorlese. Auf einmal unterbricht er mich: „Hast Du da ein Loch im Ohr? Blutet das?“

und zieht mir leicht am Ohrring.

„Ja, das ist ein Loch – und nein, das blutet nicht – das macht auch nicht weh.“

Junior: „Darf ich mal schauen?“

Pharmama: „Soll ich den Ohrring wegnehmen?“

Junior: „Ja.“

Ich nehme ihm weg, Junior schaut sich mein Ohr-Ring-Loch genau an.

Junior: „Und wieso hast Du ein Loch im Ohr?“

Pharmama: „Das ist für die Ohrringe, damit die halten. (Ich zeige ihm, wie ich den Ohr-Stecker wieder reinmache). Das ist Schmuck – das sieht gut aus, oder?“

Junior: „Jaaa ….“

nach einer Weile: „Ich will auch Ohrringe!“

Pharmama (vorsichtig): „Vielleicht später … und vielleicht nicht gerade in beide Ohren? Männer haben meist nur einen Ohrring.“

Junior: „Ich will aber zwei – wie Du!“

Pharmama: „Na gut … aber damit warten wir noch, okay?“

Junior: „Aber warum?“

Pharmama: „Was denkst Du denn, wie die Löcher in die Ohren kommen?“

Junior: „Weiss nicht.“

Pharmama: „Die werden gestochen.“

Junior: stumm, aber mit grossen Augen.

Pharmama: „Und das macht im Moment schon etwas weh. Darum warten wir lieber, bis Du etwas grösser bist – okay?“

Junior: „Okay.“

Pharmama: „Soll ich jetzt weiterlesen?“

Junior: „Ja.“

(Ich bin so eine manipulierende Mama).

Bin ich Amoralisch?

Mittel-alter Mann (Nein, nicht Mann aus dem Mittelalter, nur: in mittlerem Alter) in der Apotheke an einem langsamen Mittwoch-Nachmittag: „Verkaufen Sie auch Spritzen und Nadeln?“

Pharmama: „Ja, was brauchen sie denn?“

Mann (überlegt): „2 Milliliter Spritzen und rosa Nadeln.“

Pharmama: „Habe ich. Wieviele?“

Mann (zwiefelnd): „Je … Zwanzig?“

Ich zeige sie ihm. Er kauft sie.

Nach dem Kauf, bevor er geht, zögert er, dann: „Kann ich Sie was fragen?“

Pharmama: „Natürlich?“

Mann: „Ich war gerade in der Stadt-Apotheke. Die wollten mir die Spritzen und Nadeln nicht geben. Ich habe ein Rezept dort – der Apotheker könnte also wissen wofür es ist, trotzdem wollte er sie mir nicht geben. Als ich ihn gefragt habe, wieso, meinte er, er wüsste ja nicht, für was ich das brauchen würde. Ich könnte das ja auch für Drogen brauchen und das würde er nicht unterstützen.“

Pharmama: „Ja?“ (WO bleibt die Frage?)

Mann: „Aber Sie verkaufen sie mir, ohne zu fragen.“

Pharmama: „Ja.“

Mann: „Wieso machen Sie das und er nicht?“

Pharmama: „Ich habe früher in einer Apotheke gearbeitet, die ziemlich im Drogenmilieu gelegen ist. Und von daher bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass es das kleinere Übel ist, wenn ich Spritzen und Nadeln verkaufe – dann stecken sich die Drogensüchtigen wenigstens nicht mit irgendetwas an, oder bekommen Abszesse, weil sie das Zeug wiederverwenden. Also … Ja, ich verkaufe es auch, wenn ich den Verdacht habe, dass es für Drogen verwendet wird.“

Mann: „Denken Sie dass ich es dafür brauche?“

Pharmama: „Sie? … Ich glaube nicht. Aber, wie gesagt, das ist für mich auch nicht ausschlaggebend. Aber – es gibt natürlich auch Apotheker, die es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren wollen, sozusagen Missbrauch zu unterstützen.“

Mann: „Ah.“

Irgendwo finde ich das auch etwas … Zwittermässig. Wir verkaufen ja auch Flash Packs – und das ist ganz eindeutig für den Drogengebrauch. Geben das die Apotheken denn auch nicht ab? Oder gilt das nur für einzelne Spritzen und Nadeln?

Übrigens: der nett fragende Herr brauchte das Material wirklich nicht für Drogen. Rosa Nadeln wären auch .. etwas riesig dafür. Braune oder Orange werden da eher verlangt. Er brauchte es um eine definierte Menge Flüssigkeit zum Inhalieren aus Ampullen zu entnehmen.

Was für ein herziger Tumblr!

Was für ein herziger Tumblr!

Was für ein herziger Tumblr – gifs mit Info.

Keine Ahnung, ob die alle wahr sind, aber der hier zumindest stimmt, wie ich selber schon riechen durfte. Koalas ernähren sich von Eucalyptusblättern – und so riechen sie auch, Wie Hustenbonbons 🙂

Mehr auf: http://qizoo.tumblr.com

Was ich nicht sagen kann …

Ihr Rezept für Flagyl Ovula ist vom (1 Monat vorher) und jetzt stehen Sie hier und es ist ein NOTFALL!? …. Wenn ich auf schlechte Witze stehen würde, würde ich sagen, hier riecht etwas fischig.

Erklärung für nicht-medizinische: Flagyl ist ein Antibiotikum für (hauptsächlich) anaerobe (also nicht-Sauerstoff-brauchende) Bakterien. Verschrieben als Ovulum – also als Vaginaltablette wird es vor allem gegen Gardnerella-Infektionen. Das ist ein Bakterium, das auch in der normalen Scheidenflora vorkommt, das aber bei starker Besiedelung zu üblen Vaginalentzündungen und aufsteigenden Infektionen führen kann. Das Bakterium macht einen typischen fischig-fauligen Ausfluss …

Apotheken aus aller Welt, 334: Wolgast, Deutschland

Schreibt Simop:

Was passiert, wenn man Urlaubsbilder sortiert … Ja, dann fallen einem nochmal Apothekenbilder in die Hand… 🙂
Diese hübsche, leider am Sonntag geschlossene Apotheke stammt aus Wolgast in Mecklenburg-Vorpommern, die sozusagen das Eingangstor nach Usedom darstellt. Leider konnte ich die Sonne nicht dazu bewegen, sich schnell zur Seite zu begeben, daher leider etwas Gegenlicht (und mein Handy hat auch (noch) keine Gegenlichtblende…)

Wolgast

Ah, wenn das herauskommt beim Bilder-sortieren, darfst Du ruhig weitermachen …

An der Stelle möchte ich mich noch entschuldigen bei denen, die mir in den letzten Tagen (Wochen?) Bilder zugeschickt haben – sie sind angekommen, aber ich bin aus aktuellem Anlass bisher noch nicht dazu gekommen, sie anzuschauen respektive zurückzuschreiben. Das mache ich aber noch … später. Danke Euch trotzdem!

Internetzo – statt Intermezzo

Oh, ich mag animierte Filme und Trickfilme – und der hier ist wirklich schön gemacht!

Schall und Rauch 🙂

Zusammenbruch der Zusammenarbeit. Folgen der Selbstdispensation

Selbstdispensierende Ärzte können ein Problem sein.

Meine … Kollegin arbeitet in einem Kanton, wo ein Teil der Ärzte selber Medikamente abgibt – ein anderer Teil aber nicht.

Man bekommt teils Rezepte auch von den selbstdispensierenden Ärzten, vor allem, wenn sie etwas nicht haben. Lies: alles, was etwas ungewöhnlicher ist.

Rezepte können … fehlerhaft sein. Das ist unser täglich Brot: zu kontrollieren wegen Dosierung und Anwendung und im Fall einzugreifen. Meist ist es kein Problem, das mit dem verschreibenden Arzt zu klären – aber manche der SD Ärzte sind da offenbar sehr eklig gegenüber den Apothekern. Anfragen werden nicht beantwortet, es wird nicht innert nützlicher Zeit zurückgerufen, Vorbezüge für Dauermedikamente werden nicht ausgestellt und ganz allgemein ist das Verhalten mehr als kühl .. unhöflich!

So auch der Arzt, der dem 4-jährigen Kind einen Cortison-Nasenspray aufgeschrieben hat. Nach der Erläuterung der Mutter sollte das aber eher ein Inhalationsmittel sein. Also für die Lunge – nicht die Nase.

Die Apothekerin rief der Praxis an, das zu klären und eventuell zu ändern.

Der Arzt gab dann auch zu, dass er den Inhalator verschreiben wollte, aber er war am Telefon so etwas von unfreundlich … dass sie da nicht mehr so bald anrufen wird.

Lieber schickt sie die Patienten mit so einem Problemrezept gleich selber wieder zum Arzt, das zu klären. Das ist nicht sehr Patientenfreundlich und es ist wirklich eine Schande, wenn die Profis im Gesundheitssystem nicht zusammenarbeiten können um den Patienten die beste, sicherste und schnellste Service zu bieten.

Aber der Apothekerin  werfe ich das hier nicht vor.

Dosettologie – oder: es gibt keine universal-Lösung

Ich mag Dosette – das sind diese Wochendispensier-systeme. Sie sind ungeheuer praktisch und ein gutes Hilfsmittel für Leute, die eine Menge Medikamente nehmen müssen. Aber sie haben auch Grenzen in der Anwendung, das musste ich grad diese Woche wieder erfahren.

Eine Familie telefoniert, ob wir für die betagte Mutter nicht ein Dosett richten könnten? Sie ist frisch aus dem Spital entlassen worden und kommt mit den Medikamenten nicht zurecht.

Wir haben versprochen uns das anzuschauen, aber als sie mit den Medikamenten vorbeikamen … erwies sich das als nicht so einfach.

Die meisten Medikamente, die die Mutter nehmen muss, muss sie „nach Bedarf“ nehmen – nicht regelmässig. Damit kann ich kein Dosett richten. Die sind nämlich trotz allem NICHT die Lösung für alle Medikamentenprobleme. Manches kann ich auch gar nicht in ein Dosett füllen – was mache ich mit Pulverbeuteln zum auflösen im Wasser oder Inhalationsgeräten?

Am Ende habe ich ihr einen Medikamentenplan erstellt und ihn – samt Beschreibung, für was jedes Medikament ist – der Familie erklärt und gegeben. Speziell die Medikamente „nach Bedarf“ – und wann die am Besten zu nehmen sind.

Sie waren am Schluss zufrieden.

Und wenn sie es sind, bin ich es auch.

Machen wir so was?

Der Ferieneinsatz in der Apotheke ruft mich an am Samstag. Zuhause. Eine unserer sehr fordernden Kundinnen (mit einer Menge anderer Probleme) hat sie erwischt.

Einsatz: „Die Kundin will, dass wir ein Taxi rufen, ihr Medikament vom Dauerrezept ausführen, dem Taxi mitgeben, damit es das ihr nach Hause bringt … und das Ganze zahlen.“

… (Pause)

Einsatz: „Äh … MACHEN wir so etwas?“

Äh, nein. Sie hatte die ganze Woche Zeit das zu bestellen oder liefern zu lassen. Das ist kein Notfall – auch nicht für das Medikament. Fosamax (bei ihr muss es das Original sein)  ein Medikament mit seeehr langer Halbwertszeit, bei dem es reicht, es einmal die Woche zu nehmen. Da ist es auch kein Weltuntergang, falls das mal einen Tag zu spät sein sollte (oder zwei).

Pharmama: „Sag ihr, wenn sie es heute noch will, muss Sie selber kommen – oder ersatzweise jemanden schicken. Sie bekommt mindestens einmal die Woche etwas nach Hause geliefert und Sie weiss ganz genau, dass wir am Samstag nur im Notfall ausliefern. Beruhige Sie, dass es nicht so schlimm ist, wenn Sie das Medikament einmal einen Tag später nimmt … und falls Sie immer noch ein Problem damit hat … schieb es auf mich, ich hätte Dir das verboten.“

Sie nicht, sie auch nicht …

Kundin mit Rezept in der Apotheke:

„Nein, ich will nicht, dass Sie mein Rezept ausführen, ich habe vorher gesehen, dass Sie sich ins Gesicht gefasst haben. Nein, Sie will ich auch nicht – zuviel Parfüm. Haben Sie keinen Mann der hier arbeitet?“

Leider heute nicht.

Apotheken aus aller Welt, 333: Meissen, Deutschland

Von … anonym bleiben wollend erreichte uns diese Apotheke:

kürzlich war ich mit meiner Familie in der schönen Stadt Meißen in Sachsen (wo das berühmte Porzellan herkommt). Am Marktplatz habe ich die hübsche Apotheke gesehen. Was die Inschrift über dem Eingang bedeutet, versteh ich leider nicht. Vielleicht ja du oder jemand anderes? Hat es etwas mit der Pharmazie oder Medizin zu tun?
Ein paar Häuser weiter gab es einen kleinen Spielzeugladen, in dessen Schaufenster eine süße kleine Miniaturapotheke stand.
In die Geschäfte rein konnte ich leider nicht, weil es ein Sonntag war.

Meissen

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Oh, süss die Deko – da sehe ich auch einen … wie hiess das noch? Trocknungstiegel?

Was das Schild angeht – mein Latein ist etwas eingerostet. Da steht irgendwas mit Nicht hoch, nicht niedrig? Kann da jemand helfen?

UrbaneJean schickt gerade heute noch ein update (und da ich einen Moment Zeit habe, hänge ich das dran):

so ein Mist, da ist mir doch jemand zuvorgekommen … hier noch ein paar ergänzende Fotos zur Apotheke in Meißen. Den lateinischen Text über dem Portal kann ich leider nicht übersetzen und finde unter Psalm 37 auch nicht den entsprechenden Text. Hat sich da in der Zählung etwas geändert? „Spera in domino et fac bonum“ heisst „Hoffe auf den Herrn und tue Gutes“.

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auf dem Schild neben der Tür steht:

Markt Apotheke – gegründet 1504 von Stadtarzt Dr. Christoph Leuschner. Rennaissancehaus 1555/60 erbeut. Potrtal mit dorischen Säulen und Inschriften von Hippokrates und Cicero. Erker mit Darstellung des Ikarus. In der Offizin profilierte Holzbalkendecke mit Bemalung von 1604. Hof mit Holzgalerien.

Jäger und Sammler?

Wunderbar … wenn der (männliche) Kunde einen fragt, wo ein bestimmtes Produkt ist, ich mit ihm bis vor das Regal gehe wo es ist… und da steht schon seine Frau und hat das Produkt auch schon in der Hand !

Nun, zumindest hat er sich getraut zu fragen. Frauen und Männer haben definitiv ein anderes Einkaufsverhalten. Das sieht man auch deutlich in der Drogerie / Apotheke

Neues Apothekenkonzept?

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Nach den Diskussionen von wegen „Medikamente testen“ ist mir eingefallen, dass ich da noch einen Comic habe …

ohne Kommentar.

(unter den Vorratsbehältern zum selber – rausholen steht: „Schmerz“ – „Verstopfung“ „Schlaf“. Daneben die Waage – bezahlen nach Gewicht.)

Was meint ihr? Ich bin sicher, das Konzept fände Kunden …

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