Archiv für den Monat Juli 2012

Apotheken aus aller Welt, 261: Asti, Italien

fxf aus München schickt uns dies:

diese Apotheke in Asti im Piemont/IT fiel mir als besonders hübsch auf, und da mußte ich gleich an Ihre Sammlung denken. Leider war schon geschlossen (und ich fürchterlich hungrig und auf der Suche nach einer guten Osteria), deshalb leider nur Bilder vom Äußeren. Ich bin aber sicher, daß die Apotheke innen ähnlich geschmackvoll eingerichtet ist.

 

Diese Fassade ist einfach nur … Wow!

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Ein was?

Danke noch an Alexander von pharmawiki, der mir (schon länger her) dies geschickt hat:

Kunde: „Ich hätte gerne es Hans-Rüedi.“
Ich: „Wie bitte?!“
Kunde: „Naja, die Nasensalbe, heisst die nicht so?“

Fast 🙂  Sie heisst Nasensalbe Rüedi Spirig – und ich wüsste nur zu gerne, woher sie diesen Namen hat. Wahrscheinlich hiess der Erfinder so, denn es gab früher ausser von der Spirig auch eine von Streuli und noch früher von Stotz.

Apotheken aus aller Welt, 260: Bernkastel-Kues, Deutschland

Besten Dank an Silvia für dieses Prachtstück:

Mal wieder habe ich eine Apotheke fotografiert. Diesmal in Bernkastel-Kues an der Mosel, im Ortsteil Bernkastel. Die Altstadt ist wunderschön mit vielen Fachwerkhäusern, so wie auch die Apotheke.
Hübsch fand ich die Eingangstür, ich hoffe, man erkennt die beiden mittelalterlich gekleideten Männer im Glas.

Überdosis auf Rezept?

Ich telefoniere dem Arzt, um wegen einer ungewöhnlich hohen Dosis nachzufragen.

Praxisgehilfin, die zufällig auch die Frau des Arztes ist antwortet: „Das ist das, was sie (die Patientin) gesagt hat, dass sie nimmt. Also ist es das, was sie braucht!“

Sehr professionell.

Pharmama: „Wollen Sie nochmals nachfragen beim Arzt oder kann ich im Dossier festhalten ‚Wegen ungewöhnlicher Dosierung beim Arzt nachgefragt – Will es so.‘ ?“

Der Arzt hat dann die offizielle Dosierung doch noch etwas verringert. Was die Frau dann effektiv nimmt, kann ich nicht bestimmen, aber wegen mir bekommt sie keine Überdosis verordnet.

Und ja: natürlich waren das Beruhigungsmittel. Was sonst.

Sowas passiert vermehrt in den Ferienzeiten – ja, auch viele Ärzte sind in den Ferien und haben dementsprechend Vertretungen. Weil die oft nicht unbedingt Zugang zu den Patientendossiers haben, wissen sie auch nicht unbedingt was die Patienten nehmen (und wieviel) … allerdings würde ich mich da bei manchen Sachen nicht unbedingt nur auf die Aussage der Patienten verlassen.

Über das 190 Millionen Euro-„Geschenk“

Ich bin Apothekerin in der Schweiz, aber natürlich interessiert mich, was ‚äne a dr Grenze‘ – in dem Fall Deutschland so läuft. Da bekomme ich natürlich aus den Medien mit, wie sich die Öffentlichkeit über das „190-Millionen-Geschenk“ an die Apotheken aufregt. Es geht um die 25 Cent mehr, die Wirtschaftsminister Rösler den Apotheken „gönnt“.*

Mehr zufällig bin ich über dieses youtube Video gestolpert, in dem Ann-Katrin Kossendey (eine deutsche Apothekerin) gut beschreibt, um was es da eigentlich geht. Unbedingt Anschauen!

Ich denke das ist eine realistische und sehr gut herübergebrachte Beschreibung der Situation.

Toll gemacht!

* Entschuldigt bitte die übertriebene Verwendung von Anführungszeichen, aber die kennzeichnen in dem Fall nicht nur Zitate, sondern ich will den Inhalt wirklich ironisch verstanden wissen.

Gute Nebenwirkungen?

someecards.com - Why are there never any good side effects? Just once I'd like to read a medication bottle that says,

Übersetzung: Warum gibt es nie gute Nebenwirkungen? Nur einmal würde ich gerne auf der Medikamentenpackung lesen ‚Könnte Dich extrem aufreizend auf andere wirken lassen‘.

Na die Frage könnte ich beantworten: Wenn so etwas auftreten würde, würde die Firma die Nebenwirkung als Hauptwirkung vermarkten … ist so ähnlich schon vorgekommen.

Apropos Nebenwirkung, kennt ihr schon den Blogpost:  Un-/angenehme Nebenwirkungen: the good, the bad, the ugly ?

 

 

Apotheken als erste Anlaufstellen

… ein wirklich erfreulich einsichtiger Artikel vom 27.7.2012 aus der NZZ, der Neuen Zürcher Zeitung.

Wichtig bleibt auch nach dem Nein vom Juni (gemeint ist die Managed Care Vorlage), einen Weg zu finden, um unnötige Arztbesuche und Doppelspurigkeiten bei der medizinischen Behandlung zu vermeiden. In den Notfallstationen der Spitäler beklagt man sich bereits seit langem über den Zulauf von Patienten, die keine Notfallmedizin benötigten und die nicht selten wegen Bagatellen vorbeikämen. Es erklingt denn auch der Ruf nach Einsparungen bei Bagatellerkrankungen.

Potenzial der Apotheken

Dabei besteht in unserem Land bereits ein dichtes Netz an medizinischer Fachkompetenz, die man noch weit besser nutzen könnte. Beinahe an jeder Tram- oder Busstation befindet sich in grösseren Städten eine Apotheke. Jederzeit kann man sich dort, während 11 Stunden im Tag und länger, medizinischen Rat holen, ohne jede Anmeldung. Dieser ist zudem meist gratis. Warum also nicht den Gang zur Apotheke fördern?

Das sagen wir hier ja schon lange 🙂

Ein Hautausschlag, ein Husten, eine fiebrige Erkrankung – ein Gang zu einer Apotheke kann schon vieles klären. Diese sind dafür auch eingerichtet und ihr Personal entsprechend ausgebildet.

Jederzeit kann auch nach einer Apothekerin oder einem Apotheker gefragt werden. In jeder Apotheke muss laut gesetzlichen Vorschriften stets mindestens ein akademisch ausgebildeter Pharmazeut anwesend sein.

Das oben nennt man Triage  – das bedeutet, es wird abgeklärt, welche Beschwerden noch selber behandelt werden können und was zum Arzt gehört. Die Apotheken helfen teilweise auch beim Gang zum Arzt – immerhin kennen sie die Ärzte in der Umgebung und auch welche noch Patienten annehmen. Apotheken arbeiten auch mit Ärzten direkt in Qualitätszirkeln zusammen: so im Freiburg, Tessin, Waadt und Bern – etwas wovon die Patienten gesundheitlich profitieren – und die Kassen finanziell. Auch erwähnt wird das NetCare Projekt – die Möglichkeit in manchen Apotheken direkt mit dem Arzt in Kontakt zu treten via Videokonferenz. Darüber habe ich hier schon berichtet.

Der Zugang zur Apotheke ist niederschwellig. Die Beratungen sind gratis; eine Beratungspauschale ist nur auf vom Arzt verschriebenen rezeptpflichtigen Medikamenten zu bezahlen. Sie wird von der Krankenkasse zurückerstattet. Warum also nicht die Apotheke vermehrt als «Gatekeeper» nutzen? Das könnte durch eine gute Triage gerade bei Bagatellfällen Einsparungen bringen.

Danke an die NZZ und Autorin Claudia Schoch für diesen Artikel!

Ohrstöpsel

Einkaufen mit den Kopfhörern vom iPod in den Ohren: Ok.

Ein Rezept einlösen mit den Kopfhörern drin und mich jeden Satz, wenn ich die Medikamente erkläre wiederholen lassen, weil Sie mich nicht verstehen = Nicht Ok !

… aber Sie dürfen mich gerne anrufen, wenn Sie noch Fragen haben.  :-/

Aus dem pharmaJournal (der schweizer Apothekerzeitung)

… die kommt im Gegensatz zur deutschen nicht jede Woche, sondern nur jede zweite (und ist auch nicht so dick) – wird aber gut angeschaut.

Das ist mir gestern drin aufgefallen:

Sieht für Nicht-Mediziner nicht nach viel aus, aber … DAS war ein Streitpunkt, als es die Sortis noch nicht als Generikum gab. Sind die Sortis Teilbar?

Die Firma hat damals mit allen Mitteln zu vermeiden gesucht, dass man sie teilt. Sie hatten keine Bruchrille, waren überzogen (sind sie jetzt noch) und in der Packungsbeilage stand gar nichts von wegen Teilbarkeit. Da stand aber auch nicht drin, dass man das nicht dürfe. Aber die Firma hat Rundschreiben an Ärzte und Apotheker herausgelassen, dass man die Tabletten nicht teilen darf.

Ich fand das schon lange eher seltsam (siehe auch den Artikel hier über die Teilbarkeit von Tabletten) In Amerika gibt es die Tabletten unter dem Namen Lipitor – und dort war es schon lange gang und gäbe die Dinger zu teilen. Das war auch ein Mittel etwas zu sparen, denn die 10mg, 20mg, 40mg und sogar 80mg hatten alle denselben Preis. Und einmal teilen (halbieren trifft es vielleicht nicht ganz) liegt da wirklich drin.

Jetzt haben wir aber Generika – mit Bruchrillen teilweise … und nun zieht auch das Original nach. Geht doch.

Und dann ist mir noch diese Stellenanzeige aufgefallen, die ich (der Aktualität halber) unzensiert bringe:

Finde ich kreativ! 🙂 Mal was ganz anderes.

Apotheken aus aller Welt, 259: Hue und Hoi An, Vietnam

und ein letztes (?) Mal von Monika – die im August wieder auf Europa zurückkommt – willkommen retour!

Ah, da würde ich gerne Glasgucken gehen …

Wunderbare Einblicke. Danke vielmals!

 

Sommer-Wettbewerb (für Frauen)

mit freundlicher Unterstützung der Firma Braun darf ich 3 Test-Sets mit Gillette Venus ProSkin inklusive Gillette Satin Care Pure & Delicate (Raiserschaum) verlosen.

 

Alles was ihr dafür tun müsst ist in den Kommentaren Euer Interesse dafür kundtun – am 1. August ziehe ich dann Lose und benachrichtige die Gewinner. Die Test-Sets werden per Post zugestellt.

In dem Sinn: viel Glück!

Produktetest Gillette Venus ProSkin

… also ein bisschen Werbung. Wen’s nicht interessiert – einfach mental überspringen.

Gillette Venus ProSkin  ist das neuste Produkt aus der Gillette Rasiere Linie. Im aktuellen Stiftung-Warentest test hat er zusammen mit dem Embrace den ersten Platz der Nassrasierer belegt.

Es muss ja nicht immer Epilieren oder wachsen sein. Rasieren ist – speziell für den Sommer eine rasche und unkomplizierte Möglichkeit, störende Haare loszuwerden.

Ich mag meinen Gillette Venus embrace ja sehr und möchte ihn nicht missen – jetzt habe die Gelegenheit bekommen den ProSkin auszuprobieren. Der soll noch besser sein als bisherige Rasierer, speziell, wenn man empfindliche Haut hat … und nach der Rasur zu Juckreiz, Rötungen oder anderen Irritationen neigt.

Venus ProSkin Sensitive hat 5 eng aneinander liegende Klingen, umgeben von einem Feuchtigkeitsband – was den Rasierer leichter über die Haut gleiten lässt. Der Rasierkopf ist  beweglich und passt sich gut den Konturen an.

All das kenne ich eigentlich schon vom Venus Embace. Der offensichtlichste Unterschied liegt eigentlich im Griff – der Pro Skin ist blass Türkis (im Gegensatz zum Türkis-Grün des Embrace) und ist noch etwas griffiger, besser zu halten.

Vom Ergebnis her bin ich mit der Rasur ebenfalls sehr zufrieden – dank dem beweglichen Kopf kann man zügig rasieren, dank den 5 eng zusammen liegenden Klingen muss man auch keine Angst mehr haben, sich zu schneiden -oder die Haut abzuschälen –das  habe ich auch schon geschafft mit einem. Das Ergebnis lässt sich sehen …

Wer lieber den neuen Griff hat und doch eine anderen Kopf will (oder umgekehrt) – die Gillette Venus Klingen- und Griffe sind untereinander austauschbar … gut zu wissen.

Hier noch ein paar Tips zur Rasur bei empfindlicher Haut: 

1)   Haut nie trocken rasieren – vor dem rasieren sollte die Haut angefeuchtet werden – am besten mit ausreichend Rasiergel oder –schaum … mir genügt in der Dusche auch das Duschmittel

2)   Nicht zuviel Druck ausüben – das Risiko von Verletzungen steigt. Speziell bei neuen Rasierern muss man aufpassen – die sind so scharf.

3)   Möglichst Rasierer mit mehreren Klingen verwenden – je mehr, desto besser, das verteilt den Druck.

4)   Nicht mehrmals über dieselbe Stelle rasieren. In der Regel reicht ein einziger Zug um alle Haare zu erfassen

5)   Klingen regelmässig wechseln. Bei täglichem Gebrauch empfiehlt sich ein Wechsel ca. alle 3 Wochen.

Und das sagen andere:

Apotheken aus aller Welt, 258: Sa Pa und Me Tri, Vietnam

Und nochmals von Monika, diesmal wirklich Vietnam: Sapa und Me Tri:

So wie es aussieht, operieren hier viele Apotheken aus … garagenähnlichen Räumen mit Öffnung direkt zur Strasse, der von ihr durch eine Theken-Regalkonstruktion unterteilt ist. Und: Metallgitter – für Nachts.

 

Anspruchsdenken

Die Frau fragt in der Apotheke nach „Taschenapotheken, also so kleine mit Pflaster und Desinfektionsmittel und Verbandsmaterial drin.“

Ich zeige ihr, was wir an Lager haben. Die kleinsten kosten etwa 7 Franken.

Frau: „Haben sie nicht auch Muster davon? Manchmal gibt es die auch geschenkt!“

Pharmama: „Immer seltener, ja. Die Firmen sind auch nicht mehr so spendabel, was Muster angeht – und ganze Taschenapotheken zum verschenken habe ich schon Jahre nicht mehr gesehen. Ein paar Pflaster hätte ich vielleicht noch …“

Frau: „Ach, nein, lassen sie nur. Ich dachte ich bekäme hier eine.“

Sagt’s und geht – wahrscheinlich um es woanders zu versuchen.

Hmpf. Aber selbst wenn wir so eine gehabt hätten (hat die noch irgendjemand als Muster?) – das ist etwas, was ich nur bei einem Einkauf abgeben würde.

Irgendwie haben wir wohl in den letzten Jahren eine Kundschaft mit Anspruchsdenken herangezüchtet. Im Winter sind es gratis Taschentücher und beim Jahreswechsel gratis Kalender, im Sommer Taschen- und Reiseapotheken, an Ostern irgendein anderes Geschenk und Blümchen oder Schoggi am Muttertag. Ich hab‘ das Gefühl, das wird in Zukunft eine Menge enttäuschte Leute geben, wenn das einfach finanziell nicht mehr drin liegt.

 

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