Nette Sammlung!

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Quelle: imgur.com

Das sind die Kugelschreiber, die ein Arzt in Amerika innert 10 Jahren von Vertretern der Pharmaindustrie bekommen hat. Kugelschreiber sind beliebte Mitbringsel – ganz offensichtlich.

Heute ist es so, dass die Vertreter den Ärzten eigentlich keine solchen Geschenke mehr machen dürfen (und die nichts mehr annehmen). Was sie noch geben dürfen ist Demo- und Anschauungsmaterial.

Auch bei uns sind die „guten Zeiten“ was Werbegeschenke angeht längst vorbei. Selbst die Muster zum abgeben an die Kunden werden inzwischen rarer – das hat einerseits mit den Beschaffungskosten zu tun, andererseits aber auch mit den gesetzlichen Vorlagen, die immer strenger werden. So brauchen selbst Muster hierzulande einen vollständigen Beipackzettel!

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Gegengefragt

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Mann in der Apotheke: „Ich weiss, sie sind NUR eine Apothekerin, aber kann ich ihnen eine Frage stellen?“

Pharmama: „Sind sie sicher, dass Sie das möchten? Schliesslich bin ich NUR eine Apothekerin?“

(Hmpf).

Und jetzt stellen wir den Stolz wieder beiseite und helfen, so gut wir können.

Oma im Hoch

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Die benuruhigte Tochter ruft in die Apotheke an, weil sich Oma seltsam vehält. Bei einem Besuch finden sie Oma – sonst geistig und körperlich einigermassen fit, selbständig und allein lebend … anders vor als sonst.

Sie ist für ihre Verhältnisse sehr ruhig und geistig irgendwie … nicht ganz da. Sie läuft leicht schwankend, redet als ob sie Essen im Mund hätte …

Ob das an einem Medikament liegen könnte, das sie neu bekommen hat?

Oma auch rasch ans Telefon geholt – für ein paar Fragen mehr und auch um Nachzufragen, ob ich der Tochter die Info auch weitergeben darf – ja.

Woran liegts? Es war kein Schlaganfall ,wie ich erst befürchtet habe – es hat auch langsam angefangen. Wir gehen ihre neue Medikation durch und finden dabei, dass sie Fentanyl Pflaster neu verschrieben bekommen hat.

Sie hat ihre Fentanyl Pflaster, die man alle 4 Tage wechseln soll nicht gewechselt, sondern einfach ein neues daneben geklebt. Bei Pflaster 3 haben wir jetzt langsam aber sicher Überdosierungserscheinungen … Fentanyl ist ein starkes Schmerzmittel und Opiat … wahrscheinlich war sie sogar etwas „high“.

In eigener Sache

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Danke für’s mitmachen!

Apotheken aus aller Welt, 249: Hongkong, China

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Noch eine Apotheke von kanadafrau:

Ich habe mir mal wieder ein verlängertes Wochenende gebastelt und dir auf Hongkong ein Apotheken-Foto mitgebracht.

Merci!

Ungeduldige Leute

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Die Frau, die gerade die Apotheke verlassen hat, weil sie offenbar zu lange warten musste, steht jetzt direkt vor der Apotheke, mit dem Natel* in der Hand und telefoniert.

In die Apotheke.

Um zu schauen, ob ich endlich nicht mehr am Telefon bin!

Grrr. Das war für eine wichtige Nachfrage beim Arzt wegen einem Rezept.

Das was Sie jetzt machen ist meine Zeit verschwenden!

*für Nicht-Schweizer: Natel =  Handy

Tschüss Herdenimmunität!

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Viele Eltern heute verzichten darauf ihre Kinder Impfen zu lassen …

– weil sie denken, das Durchmachen einer Krankheit sei besser für die Kinder

Besser als was? Als es nach der Impfung nicht – oder nur sehr abgeschwächt zu bekommen? Das Immunsystem des Körpers arbeitet nach der Impfung genau gleich wie nach dem Erregerkontakt und produziert Antikörper, nur hat man nicht die Symptome der Krankheit. Ich verstehe nicht, warum jemand sein Kind mit Keuchhusten und Atemproblemen über Wochen sehen will, oder gar mit Hirnentzündung und Blutvergiftung…

– oder weil sie Angst haben vor negativen Impfreaktionen oder späterer Folgen wie Autismus

Impfreaktionen kommen vor, allerdings wesentlich (!) seltener als selbst die seltensten, schlimmsten Komplikationen der Krankheiten. Die meisten Impfreaktionen sind ausserdem leichter Natur. Das mit der Verbindung der MMR-Impfung und Autismus ist erwiesen eine erfundene Geschichte eines medien- und geldgeilen Mediziners, dem inzwischen deshalb auch die Zulassung entzogen wurde. Der Mensch hat mit seiner Lüge unglaublich viel Schaden angerichtet und mit seinen Fehlinformationen auch die Fachwelt derart verunsichert … eigentlich sollte man den mehr bestrafen.

– weil sie die Krankheiten heute praktisch nicht mehr sehen und darum ihre Folgen nicht kennen – und weil sie denken, dass ihre Kinder durch die sogenannte Herdenimmunität geschützt sind. Die Krankheiten treten nämlich nicht mehr auf, wenn genug geimpft sind.

Dass die Impfungen effektiv sind, zeigt zum Beispiel diese nette Grafik. Man beachte die Mortalität dieser einst tödlichen Krankheiten, die um 99% gefallen ist!

Im Prinzip sind Impfungen das Opfer ihres eigenen Erfolges: Man sieht diese Krankheiten heute (kaum) mehr.

Und hier sind Neuigkeiten für die Eltern: Die Herdenimmunität bricht zusammen, wenn weniger als 90% der Leute in der Gesellschaft geimpft sind. Wir sind auf allerbestem Weg dazu. Nein, ich korrigiere: wir haben das Problem schon: mit Masern, mit Pertussis (Keuchhusten), mit Windpocken … und mehr ist am kommen.

Und während man noch darüber diskutieren kann über die Rechte, die man hat als Eltern über die eigene Gesundheit und über die ihrer Kinder … treffen die Eltern am Ende nicht nur eine Entscheidung, die ihre eigenen Kinder betrifft, sondern auch die Kinder auf dem Rest der Welt. Der sogenannten dritten Welt im speziellen.

Was ich meine ist das: der Ausbruch einer heute fast verschwundenen Krankheit mag (bei richtiger Behandlung) nicht gerade verheerende Auswirkungen auf die meisten Leute hier haben … aber ein einziger Reisender der sie mitnimmt nach Ghana oder Kenya… gibt das weiter an die Leute dort …. und das bringt dort eine Menge Kinder um. Das natürlich speziell, weil sie dort nicht so einen Zugang zu Medikamenten und Behandlung haben wie hier.

Auch sollten wir nicht vergessen, dass wir hier bei uns nicht alle impfen können. Sehr kleine Babies profitieren von der Herdenimmunität, genauso wie schwangere Frauen. Dir macht „ein bisschen Röteln“ ja nichts aus … aber die Schwangere bekommt nach Kontakt eventuell ein Kind mit Fehlbildungen.

Wenn man sich entschliesst, seine Kinder nicht impfen zu lassen, sollte man sich auch darüber informieren, was denn die Risiken der Krankheiten sind, denen man sie aussetzt.

Manchmal nutzt auch unser besseres Gesundheitssystem und die Verfügbarkeit von Medikamenten und Behandlung nichts.

Das Kind, das Masern mit der Komplikation Hirnentzündung hat, hat vielleicht eine ziemlich geringe Chance dafür: etwa 1 von 1000 Erkrankten bekommt das. Aber das Kind, das die Hirnhautentzündung dann hat, hat eine fast 20% Chance daran zu sterben und eine fast 40% Chance für bleibende Hirnschäden. … und dann gibt es Leute, die Masernpartys veranstalten. Wie gesagt – für 999 Kinder geht das gut … aber wer sagt, dass das bei deinem auch so ist?

Und Tetanus: Eine Mutter von einem Kind, das ins Tagi von Junior geht (und die arbeitet im weitesten Sinn noch für das Gesundheitssystem) und deren Kind gegen gar nichts geimpft ist, hat letzthin gemeint zum Thema Tetanus … (O-Ton): „da gibt es ja Antibiotika zur Behandlung.“

Ja … trotzdem, wenn ihr Kind das aufliest – und die Tetanus-(Wundstarrkrampf)-Bakterien sind praktisch überall- Eine verdreckte Wunde und man kann das bekommen – und wie oft kommen Kinder mit sowas nach Hause? Jedenfalls, wenn ihr Kind das bekommt, hat es auch mit rechtzeitiger antibiotischer Behandlung eine Chance von 25% dass es stirbt. Ja: Fünfundzwanzig Prozent! Und selbst wenn es überlebt: die Muskelkrämpfe die Tetanus macht müssen höllisch schmerzhaft sein – und sind auch fast nicht behandelbar.

Ich will das für dich nicht. Und für mein Kind auch nicht – darum ist Junior geimpft. Darum bin ich geimpft.

Und darum empfehle ich allen, sich zu impfen.

Und jetzt noch ein Fundstück aus dem weiten Netz: (aber es hätte auch vom Monsterdoc sein können …)

Eine Guillotine vielleicht?

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Quellenangabe: http://www.pharmaboard.de/showthread.php?1549-Lustiges-aus-der-Apo , Kreuzapo

Wieso sind manche Tabletten bunt?

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Anja hatte eine Frage an mich, die ich auch beantwortet habe – nur kommt mein Antwortmail unzustellbar zurück.

Ich nehm gegen meine Regelschmerzen Naproxen und bin damit wahnsinnig glücklich. Zwei Tabletten und die ganze Woche Ruhe. Früher hab ich Ibuprofen/ASS/Paracetamol/Buscapon und so gehabt und musste die ganze Woche Höchstdosen nehmen, damit ich nicht krumm vor Schmerz ging.

Ich hab „Dolormin für Frauen“ genommen und nehme jetzt „Dolormin GS“. Genau die gleiche Wirkstoffmenge und alles, einziger Unterschied: die für Frauen sind gelb. Das stört mich prinzipiell nicht, auch wenn ich es bei nicht dauerhaft zu nehmenden Tabletten doppelt sinnlos finde. Aber der Farbstoff ist Chinolingelb und das steht nicht nur in der Kritik, das vertrag ich auch leider nicht so. Ich gehöre zu denen, die sich Beipackzettel nicht angucken, ich krieg schon beim Lesen ALLE Nebenwirkungen*gg* und habe einen tollen Apotheker, der mir alles wichtige sagt. Ich hielt meine juckenden Augen und trockenen Lippen für eine Nebenwirkung des Naproxen und hab ihm das gesagt und wir sind dann gemeinsam drauf gekommen, dass es der Farbstoff ist. Jetzt hab ich das aber nicht mehr seit ich die „GS“ nehm.

Ich hab dem Hersteller eine Mail geschickt und gefragt, warum man zum Färben ausgerechnet Chinolingelb nimmt. Als Antwort bekam ich bloß, dass man Tabletten eben färbt, damit man sie besser unterscheiden kann. Ähm ja, danke -.-‚

Kannst du mir das erklären? Also warum genau der Farbstoff und nicht was unkritischeres? Und warum ein Schmerzmittel überhaupt gefärbt wird. Hab da ja einige und von unterschiedlichen Herstellern durch, keine Einzige war gefärbt.

Kurze Antwort: Farbe fällt auf und hebt ab – vor allem von den anderen (weissen) Tabletten. In dem Fall unterstützt die Farbe den Wiedererkennungseffekt und „sagt“ gleichzeitig: dieses Schmerzmittel ist „anders“, besser als die anderen. Auch wenn das  nicht wirklich der Fall ist, wenn der Unterschied nur in der Farbe besteht. Farbe hat einen psychologischen Effekt – sie kann auch die Wirkung unterstützen. Blaue Schlaftabletten wirken besser als rote. Rote Kopfschmerztabletten besser als grüne …

Hierzulande ist zum Beispiel das Dolocyl grellpink. Auch dies ein Schmerzmittel – das war für mich früher auch immer „das Beste“. Algifor (derselbe Wirkstoff, aber weisse Tablette) wirkte bei mir nie so gut … bis zu dem Moment, als ich Pharmazie studiert habe und herausfand, das das wirklich dasselbe ist. Seit dem funktioniert auch Algifor bestens 🙂 … was wahrscheinlich beweist, dass sich der Placeboeffekt mittels etwas Wissen zumindest verringern lässt.

Also … lohnt sich das für die Firma sich so abzuheben – auch wenn halt ein paar allergisch sind auf den Farbstoff …

 

Na – welches Schmerzmittel wirkt wohl besser? Links Dolocyl, rechts Algifor

Dann sorgst Du Dich um mich?

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Ungewöhnlich, leicht schockierend, nachdenklich machend. Ziel erreicht, würde ich sagen.

Übersetzung:

Erwachsene wissen, dass rauchen schadet … aber sie erinnern sich selbst nicht daran.

Wie würden sie sich fühlen, wenn ein Kind raucht?

(Kind zu den Erwachsenen): „Bekomme ich Feuer?“

Die Reaktionen: „Wirklich?!“ – „Das gebe ich Dir nicht.“ „Rauchen ist schlecht, Du musst aufhören. Zigaretten enthalten Insektizide.“ „Du siehst alt aus, wenn Du rauchst.“

Jeder Erwachsene, den sie gefilmt haben, hat die Kinder daran erinnert, dass rauchen schlecht ist.

„Wenn Du rauchst, stirbst Du schneller. Willst Du nicht leben und spielen?“

„Du weisst, dass das schlecht ist, ja? Wenn Du rauchst, bekommst Du Lungenemphysema und Schlaganfälle“

Aber haben sie nicht selber etwas vergessen?

Kind: „Also warum rauchst Du?“

Zettel, die sie den Erwachsenen geben: „Sie sorgen sich um mich. Aber warum nicht um sich selber?

Fast jeder Erwachsene, der den Zettel bekommen hat, hat innegehalten und seine Zigarette weggeworfen. Keiner der Erwachsenen hat seinen Zettel weggeworfen.