Archiv für den Monat Dezember 2011

Zum neuen Jahr

Will das Glück nach seinem Sinn
dir was Gutes schenken,
sage dank und nimm es hin
ohne viel Bedenken.
Jede Gabe sei begrüsst,
doch vor allen Dingen
Das, worum du dich bemühst
möge dir gelingen.

Willhelm Busch

In dem Sinn wünsche ich allen ein gutes, erfolgreiches und glückliches neues Jahr!

 

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irgendwas … indisches?

Weil mit dem Rezept etwas unklar ist, muss ich mit dem Arzt Rücksprache nehmen. Das Problem: es ist ein Spitalrezept und auf den Rezepten steht dann oft nur der Stempel des Oberarztes, aber nicht des Assistenzarztes, den man hatte. Der hat wohl unterschrieben, aber …. was heisst das jetzt?

Pharmama zur Kundin: „Wissen sie, wie der Arzt hiess? Ich kann es leider nicht entziffern.“

Kundin: „Ich weiss nicht … es war etwas langes und ich glaub Indisches…“

Mein Beileid an die Ärzte (Assistenz- und andere), die an Neujahr Notfalldienst haben – ich wünsche Euch (und uns allen) einen ruhigen Rutsch.

Stiiilllle Naaacht ….

Kundin: „Ich hätte gerne, dass sie ein Medikament von meinem Dauerrezept bereitmachen, ich komme es heute Mittag abholen, nachdem ….“ es folgt eine halbe Lebensgeschichte inklusive Hund, Coiffeur, Verwandtenbesuch und Weihnachtsproblemen. Nur die wichtige Info, die fehlt mir noch.

Dann … Stille

Pharmama: „Gerne, und wie ist ihr Name?“

Kundin: „Maier.“

Pharmama „…und der Vorname?“

Kundin: „Anna-Katharina“

…. Stille

Pharmama: „Und welches Medikament sollen wir Ihnen bereit machen?“

Kundin: „Oh, ich weiss nicht. Dr. Repete hat es verschrieben.“

Pharmama: „Nun, sie haben da ein paar Medikamente, die dieser Arzt verschrieben hat. Welches davon brauchen sie?“

Kundin: „Es ist für meinen Bluthochdruck.“

Pharmama: „Also, da hätten sie MetoZerok und Amlodipin…“

Kundin: „Nein, das ist es nicht. Es heisst Sor … irgendwas“

Pharmama: „Sortis? Das ist für das Cholesterin- alles ok, wir machen das auf heute Mittag parat, Frau Maier.“

und viel Glück mit ihrem Hund und nicht zuviel Stress.

No comment.

Telefon.

Kundin: „Ich habe gestern vergessen alle meine Medikamente zu nehmen. Soll ich heute 2 Dosen davon nehmen?“

Ich finde heraus, was für Medikamente sie nimmt und erkläre ihr, wie sie am besten wieder auf ihr Schema kommt – und: Nein, 2 Dosen aufs Mal ist keine gute Idee. Soweit so gut, eine vernünftige Frage.

Kurz darauf läutet wieder das Telefon und … es ist die gleiche Frau. Sie räuspert sich (ich bin nicht sicher, ob sie ihre Stimme verstellen wollte) und sagt: „Was soll ich machen, wenn ich von manchen meiner Medikamente 2 Dosen genommen habe und mir jetzt schwindlig ist?“

Seufz.

Apotheken in aller Welt, 196: Strasbourg, Frankreich

in Strasbourg in der Nähe des Münsters befindet sich die „Pharmacie de la vierge“, die Apotheke der Jungfrau. Zugegebenermaßen hab ich sie nur aufgrund ihres Namens fotografiert, ich hoffe, du hast trotzdem Verwendung dafür… 🙂

Passt doch zur Weihnachtszeit! Danke Dir, Iris!

Mir ist kalt

Frau in der Apotheke: „Haben Sie etwas gegen zu tiefe Temperatur? Meine Körpertemperatur ist nur 35.4 Grad!“

Pharmama: „Hmmm, ich habe Medikamente gegen zu hohe Temperatur – also Fieber, aber gegen zu niedrige? … Nein … Fühlen sie sich denn sehr unwohl?“

Frau: „Ja!“

So schlecht sieht sie nicht aus. Sie ist nicht mal besonders warm angezogen – und es ist Winter.

Pharmama: „In dem Fall würde ich es erst Mal mit wärmeren Kleidern und Bettflasche versuchen – dazu heissen Tee trinken …“

Frau: „Mein Arzt sagt, ich soll Pretuval nehmen.“

Pharmama: „Sind sie denn Erkältet?“

Frau: „Nein.“

Pharmama: „Das ist ein Medikament gegen Erkältung: Schnupfen, Husten und Fieber … also zu hohe Temperatur … ich denke das wäre kontraproduktiv *- zumindest ist es etwas warmes zum Trinken.“

Was könnte sonst noch das Problem sein? Eine Schilddrüsenunterfunktion? Sie nimmt sonst keine Medikamente, hat einen normalen Blutdruck und ausser dass ihr kalt ist, keine weiteren Probleme.

Da würde ich auch wieder sagen (heissen) Tee trinken und abwarten. Wenn es wirklich nicht besser wird, dann würde ich mal die Schilddrüsenfunktion überprüfen lassen.

Note: Man bekommt von Fiebermitteln keine Untertemperatur. Es senkt nur die erhöhte Körpertemperatur. Aber ich bin einfach nicht dafür, dass man Medikamente gegen etwas nimmt, wenn man das gar nicht hat – dann ist das nur eine unnötige Belastung für den Körper.

Und … aufgeräumt!

Letzhin. Mein Kuschelbär nachdem er wiederholt über Spielzeug gestolpert ist, sagt zu Junior: „Du musst dein Zimmer aufräumen. Ruf mich, wenn Du fertig bist!“

Als er etwas später in das Zimmer kommt, ist er bass erstaunt: Der Boden Spielzeugfrei, alles ist weg.

Das ging ja schnell. Wahrscheinlich hat er einfach alles in den Schrank geworfen – denkt mein Kuschelbär.

Ein Blick in den Schrank, zum schauen, wie er es verräumt hat, stellt ihn allerdings vor die nächste Frage: Wo sind die ganzen Sachen, Junior? Hier sind sie nicht.“

Die Eltern unter meinen Lesern ahnen es wahrscheinlich schon …

Junior geht auf alle Viere und beginnt die Spielsachen wieder unter dem Bett hervorzuziehen ….

Aus den Augen, aus dem Sinn ist das Motto im Moment.

Wenn Junior aus seinem Zimmer (oder Küche, Bad …) ruft: „Du siehst das nicht, Mama!“

Dann … könnt ihr sicher sein, dass ich nachschauen gehe, weil er dann garantiert etwas macht, wovon ich ihm gesagt habe, er soll das nicht.

Frohe Weihnachten!

wünscht Familie Pharmama:

Euch allen ein frohes, geruhsames, zufriedenes, gesundes Weihnachtsfest!

“ ml „

Die Flasche Duphalac vom Rezept haben wir sauber angeschrieben mit einer Dosierungsetikette:

5-10ml zu nehmen abends.

Der Patient ruft am nächsten Morgen an, weil er nach 5 Löffeln fand, das sei schon *etwas* viel.

Merke: ml = Milliliter NICHT Messlöffel.

Hmpf. Wie man’s macht … 

Storm

Ja, es ist ein Gedicht (oder so…), in englisch und es zeigt ziemlich schön, wie Anhänger und Skeptiker der Alternativmedizin aneinandergeraten können 🙂

Tim Minchin ist ein australisch-britischer Komiker, Schauspieler und Musiker und Skeptiker – was man merkt …

“So you don’t believe
In ANY Natural remedies?”

“On the contrary actually:
Before we came to tea,
I took a natural remedy
Derived from the bark of a willow tree
A painkiller that’s virtually side-effect free
It’s got a weird name,
Darling, what was it again?
Masprin?
Basprin?
Asprin!
Which I paid about a buck for
Down at my local drugstore.

… Quelle

Auch wenn ich nicht komplett mit seinen Ansichten und Aussagen übereinstimme (Aspirin praktisch Nebenwirkungsfrei?!??) … irgendwie gefällt mir das Gedicht und die optische Umsetzung.

Vorweihnachtsstress?

In die Apotheke  kommt ein Mann mit einem Rezept.
Erster Schritt, schauen, ob er schon einmal hier gewesen ist und wir die Info da haben.
Im Computer finde ich nichts.

Pharmama: „Sind Sie schon einmal mit einem Rezept bei uns gewesen?“

Mann: „Ja, ich komme die ganze Zeit!“

Ich versuche auf 15 verschiedene Arten ihn im Computer zu finden … Nichts.

Pharmama: „Es tut mir leid, ich kann Sie im System nicht finden. Haben Sie noch einen anderen Namen? Oder … vielleicht war es nicht bei uns?“

Mann: „Nein. Ich war noch nicht mit einem eigenen Rezept hier. Aber mit solchen für meine Mutter. Sie können es einfach bei ihr eingeben.“

Pharmama: „Oh, entschuldigen Sie, aber das geht nicht. Das Rezept ist auf Sie ausgestellt, also muss ich es auch auf Ihren Namen eingeben. Könnten sie mir ihre Adresse geben oder haben Sie mir ihre Krankenkassenkarte?“

Mann: „So eine Sch*%&“+! Geben Sie mir das Rezept zurück, ich gehe in eine andere Apotheke!“


Seufz. Nächster?

Regel Nummer eins im Umgang mit dem Publikum: Nicht persönlich nehmen. Das lohnt sich nicht.

Botendienste

Telefon.

„Pharmama’s Apotheke, Pharmama am Telefon.“

Mann: „Ich brauche etwas Sterilium. Haben sie das?“

Pharmama: „Ja, das ist bei den Handcremen.“

Mann: „Ich weiss nicht, wo die sind …“

Pharmama: „Wir können es ihnen zeigen, wenn sie hierherkommen.“

Mann: „Ich schicke meine Frau, sie soll nach ihnen fragen. Wie heissen sie?“

„Pharmama.“

Er hängt auf.

kurz darauf: Telefon.

Mann: „Kann ich mit Pharmama reden?“

Pharmama: „Am Apparat.“

Mann: „Wenn meine Frau vorbeikommt, könnten sie ihr sagen, wir brauchen auch noch Brot?“

Hypnotisch

Physik kann so schön sein:

X-beliebig

Mann: „Hallo, ich brauche das Medikament für meine Nase vom Rezept. Ich denke, es ist Xanax.“

Pharmaassistentin: „Sie meinen wohl Xylo Mepha. Sie haben für beides ein Rezept. Weil … das Xanax ist nicht für die Nase.“

Mann: „Doch, das ist es. Es hilft meiner Nase. Sollten sie das nicht wissen?“

Pharmaassistentin: „Es ist nicht für die Nase …“

Mann: „Sie sind kein Apotheker. Fragen sie die Apothekerin, die sagt ihnen das.“

(Nein, tut sie nicht).

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