Kindergift

Eine Frau steht am Steller mit den Raumverdunstern – ihr wisst schon, diese Flaschen mit den Holzstäbchen drin, die den Raum beduften.
Sie nimmt eine Flasche in die Hand, schaut sie seeehr genau an, entdeckt das hier:

und fragt mich: Wie giftig ist das?“
Pharmama: „Naja, es ist Lösungsmittel, wohl alkoholisch plus ätherisches Öl. Trinken würde ich das auf gar keinen Fall, wenn etwas auf die Haut kommt, dürfte es aber nicht viel machen. Abwaschen mit etwas Wasser und Seife reicht“
Kundin: „Ich habe ein kleines Kind zuhause !“
Pharmama: „Dann würde ich ihnen raten, das an einem Ort aufzustellen, wo es nicht hin kommt.“
Kundin … schaut das Produkt zweifelnd an „Also ich weiss nicht …“

Ehrlich: schön, dass sie sich Gedanken macht, aber … will sie von mir hören, dass es kein Problem ist, wenn das Kind das in die Finger bekommt und trinkt? Ich würde sogar Alkohol zum trinken oder die normalen ätherischen Öle für die Duftlampen (die inzwischen auch dieses Zeichen drauf haben) nicht so hinstellen, dass das Kind das einfach nehmen kann.

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6 Antworten auf „Kindergift

  1. Ich finde die Dinger ja sowieso so unnötig wie einen Kropf… Ich würde mir da eher Gedanken machen, wieso mein Kind tagaus, tagein irgendwelche Duftstoffe einatmen soll.

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  2. Wenn man das mal nüchtern sieht, hat doch hier das schweizerische Pendant der Gefahrstoffverordnung ihren Zweck erfüllt. Nicht jeder hat eine Schulausbildung mit Chemie genossen.
    Anbetracht der Tatsache in wie vielen Haushalten mit Kleinkindern Toilettenreiniger, Rohrfrei, Allzweckreiniger, Grillanzünder, Pflanzenpestizide, etc. achtlos und für Kinder zugängig einfach in der Küche unter dem Spülbecken stehen, finde ich sogar, dass sich die Mutti hier sogar ein paar Gedanken macht (und zwar nicht mal die verkehrtesten).

    Mir ist selbst mal als Kleinkind der Magen wegen sowas ausgepumpt worden, obwohl meine Eltern da auch ziemlich aufgepasst haben. Aber Kinder stecken nun mal sehr viel in den Mund….

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  3. Ja, genau das will sie hören, liebe Pharmama.
    Damit sie, wenn was passiert, sagen kann: Aber die Apothekerin hat doch gesagt…! = Ich nix schuld!

    Ich persönliche stehe total auf Duftlampen, bin ein Lavendel-Junkie und es ist sogar notwendig. In der Nähe sind eine Lackiererei und ein Bauernhof. Je nach Windrichtung ist Lüften tabu und sobald nur die Haustür mal aufgeht stinkts im ganzen Haus. (Okay, ich bin auch sehr empfindlich auf solche Gerüche. Ihgitt!)
    Jedenfalls stehen an strategischen Stellen Duftkerzen und in den 2 wichtigsten Räumen Duftlampen. Und das auch schon als mein Bobele noch klein war.
    Alles stand außerhalb seiner Reichweite, gleichzeitig habe ich ihm beigebracht das gewisse Dinge eben tabu sind.
    Sowas ist harte Arbeit, lohnt sich aber. Allerdings gab und gibt es oft schiefe Blicke, wenn ich einfach „Nein.“ gesagt habe. Ohne Erklärung, ohweh, ich Rabenmutter! Klappt bis heute, mehr als 2mal erklär ich nämlich nix und wenn ich Nein sage muss es auch ohne Erklärung klappen.
    Egal ob Duftlampe, Straßenverkehr, Einkaufen oder sonstwas.

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    1. Ich erinnere mich an gewisse Plastikflaschen, von denen ich auch gern getrunken hätte, sah der Inhalt doch so schön grün aus und duftete lecker nach Zitrone….Gut, dass meine Ma auch dieses „Nein“ kannte;-)
      obwohl ich das damals ganz schön gemein fand…

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  4. Also ich vermute eher, dass sie von dir hören wollte “ Dann empfehle ich Ihnen, dieses Produkt nicht zu kaufen. Ungefährlich/Geeigneter wäre das hier XYZ“

    Manchmal ist es schon schade, wie manche Kommentatoren immer gleich in die Geifer-Läster-Schiene springen….

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  5. Das sieht mir nach „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“-Mentalität aus.

    Entweder will ich ein Produkt kaufen und benutzen, aber dann muss ich auch akzeptieren, dass ich mich um eventuell davon ausgehende Risiken kümmern muss.

    Oder ich lass es ganz und gar und übe mich in konsequentem Verzicht.

    Der abgebildete Gefahrstoffhinweis besagt ja gar nicht „giftig“, sondern „reizend“. Und soll schlichtweg dafür bewusst machen, dass das Produkt nicht ganz ohne Nachdenken angewendet werden darf.

    Viel interessanter fände ich als Duftstoffallergikerin und Mutter die INCIs mitsamt Allergendeklaration.
    Aus diesem Grund steht auch nur in unserer Waschküche ein Duftsprüher, weil man diesen 1. nicht austrinken kann und weil er 2. nur Stoffe enthält, gegen die ich nicht allergisch bin – und meine Jungs auch nicht. Wir können leider nicht ganz darauf verzichten, weil unsere Katze gelegentlich in eine Ecke pinkelt und der Gestank dann tagelang trotz intensivem Putzen nicht weggeht.

    Aber Du hast Recht, es gibt wirklich komische Leute.

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