Partnerbehandlung

Ein Rezept vom Gynälokogen, ein Mann holt die Medikamente.
Auf dem Rezept steht:

3 x Flagyl Tabletten 500mg –  1. und 3. Tag je 4 Tabletten aufs Mal – eine Behandlung pro Person.

Zur Erklärung: Flagyl (Metronidazol) ist ein Antibiotikum, das in dieser Dosierung zur Behandlung von Trichomonasis, einer sexuell übertragenen Krankheit eingesetzt wird. Der (oder die :-) ) Partner sollte/n bei einer entdeckten Infektion unbedingt mit behandelt werden, auch wenn „er“ oft keine Symptome zeigt.

Die Apothekerin sucht die Packungen heraus -es gibt Packungen zu 4 Tabletten, also hier insgesamt 3×2 = 6 Packungen und erklärt dem Mann die Anwendung.

Mann: „Geben sie mir nur 4 Packungen, ich kenne da jemanden, der selber für die Behandlung zahlen kann!“

– Ah, doch keine glückliche Dreiecksbeziehung?

8 Kommentare zu „Partnerbehandlung

  1. wow, man bekommt in der Schweiz ein Rezept für mehrere Personen? Und der oder diejenige war beim Arzt so offen zu sagen, dass es noch 2 weitere Personen gibt, die eine Behandlung brauchen? =D

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    1. Das mit dem „für mehrere Personen“ habe ich tatsächlich bisher nur auf solchen Rezepten gesehen: also für (sexuell) übertragbare Krankheiten, wo man am besten den Partner mitbehandelt, weil sonst eine Wiederansteckung möglich ist.

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  2. Da ich meine Bachelorarbeit über ein Protein aus T. vaginalis geschrieben habe, weiß ich jetzt mehr über Trichomoniasis, als ich jemals wissen wollte *g*

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  3. Auch in Deutschland kann der Gynäkologe gleich für den Partner mitaufschreiben. Neulich bei einem einfach Antimykotikum bekam ICH die Tablette und ER die Salbe. Beides auf 1 Rezept.

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        1. Nein war zwar gleicher Hersteller aber zwei Packungen. Aber vermutlich könnte man die Salbe auch für die äußere Anwendung noch abrechnen bei der Krankenkasse.

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  4. Ein Nachtrag: Für die Trichomonasis-Behandlung reichen 1 x 2g =4 Tabl Flagyl. Die Wiederholung am 3. Tag ist für die Gardnerella-vaginalis-Vaginitis (unspezifische Vaginose) … was natürlich auch bedeuten könnte, das nicht speziell nachgeschaut wurde oder man sicher sein will, dass alles weg ist.
    Danke an Alexander von Pharmawiki für die Korrektur!

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