Archiv für den Monat September 2010

Apotheken in aller Welt, 33: Copola, Mexico

Andreas aus Mexico (wow, kommt mein Blog herum 🙂 schreibt und schickt uns dies:

Hier zwei Fotos einer Apotheke in Copala, Mexico. Sieht mehr nach Schampoo-Fachgeschäft als nach Apotheke aus, das war bei den anderen Apotheken in der Gegend übrigens auch so. Falls Dich die genaue Position interessiert, auf folgender Karte siehst Du Copala, die Fotos wurden an der Ecke San Juan und Hidalgo gemacht: http://maps.google.com/?ie=UTF8&ll=16.60826,-98.977879&spn=0.005655,0.010289&t=h&z=17

Ah, die bunten Farben – da komme ich schon fast wieder in Ferienstimmung 🙂

Aber: Coca-Cola macht Werbung für die Apotheke (oder umgekehrt)?

…so ganz am Rand: falls ihr noch Apothekenfotos habt, findet oder neu macht: HER DAMIT! So langsam gehen sie mir hier aus und ich könnte Nachschub gebrauchen !

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Um die Ecke bringen

Apotheker Frank Hiepe warnte anlässlich eines Interviews im Südwestfunk vor einer Verwechslungsgefahr von Bärlauchblättern mit den Blättern der giftigen Herbstzeitlose. Die Gefahr besteht deshalb, weil manchmal die Herbstzeitlose in der Nähe von Bärlauchbeständen wachsen und die Blätter von Laien nicht immer unterschieden werden können. Frank Hiepe erwähnte einen Vergiftungsfall: Eine Frau sammelte eine Portion Bärlauchblätter, die einige Blätter der Herbstzeitlose enthielt. Sie kochte damit ihrem Gatten ein feines Süppchen. Dieses Mahl überlebte der Mann nicht. Apotheker Hiepe erwähnte auch, wie man Bärlauchblätter leicht von anderen unterscheiden kann. Bärlauchblätter riechen und schmecken knoblauchartig.

Eine Kundin, die nach dem Interview in die Wiesental-Apotheke in Zell kam, meinte zu Frank Hiepe: „Herzlichen Dank für ihren guten Tipp.“ Der Apotheker glaubte zunächst, sie bedanke sich für den Ratschlag, wie man Bärlauchblätter von giftigen Blättern unterscheide. Aber die Kundin meinte etwas ganz anderes. Sie sagte: „Nun weiss ich, wie man jemanden um die Ecke bringen kann.“

Quelle: Scholz, Heinz; Hiepe, Frank: „Arnika und Frauenwohl“ (Heilpflanzen aus Baden-Württemberg, dem Elsass und der Nordschweiz)

Kotztüte

Also die Bildgebung soll mir mal jemand erklären: Schiff, Flugzeug, Bus = alles Orte, wo man Reisekrank (Seekrank, Luftkrank) werden kann – aber was soll das Apothekerkreuz zuunterst??

(Das Bild hätte ich hier gebrauchen können).

Non Sequitur

Mann: „Ein Mittel gegen Haarausfall, bitte.“
Pharmama: „Ist es für sie?“
Mann: „Nein, für meine Frau. Sie hat lockige Haare.“

Haarausfall hat nichts damit zu tun, ob man glatte oder lockige Haare hat, oder was für eine Farbe sie haben. Auch für die Behandlung ist diese Information nicht relevant -ausser vielleicht der Haarausfall wäre soweit fortgeschritten, dass sie eine Perücke braucht …

Apotheken in aller Welt 32: Rom, Italien

Hallo Pharmama,
anbei als kleiner Gruß aus Rom, wo ich gerade meine Tochter besuche, Fotos von der Apotheke an der Piazza S.Maria in Trastevere. Ich hätte die Bilder gerne fotografisch besser gemacht, hatte mich aber zu sehr auf das „Einfangen“ des blinkenden Kreuzes konzentriert… Im Inneren sind die römischen Apotheken kaum von den deutschen zu unterscheiden – mit einer Ausnahme: Ich war vor Jahren mal in einer, die hatte wunderschöne Deckengewölbe mit Deckenmalerei, weiß jedoch nicht mehr, welche es war!
Liebe Grüße von Gudrun aus Rom (sonst aus Hamburg)

Die Wandbegrünung gefällt mir! Die ist echt, oder?

Haarige Geschichte

Ein jüngerer Mann kommt in die Drogerie mit einer ungewöhnlichen Bitte:

„Könnten sie mir das Wachs auf der Brust entfernen?“

Das Problem: er hat sich mit Heisswachs selbst die Brust enthaaren wollen. Dabei hat er aber das Wachs zu heiss gemacht – jedenfalls hat er jetzt wohl Verbrennungen untendran – und Angst, das Wachs abzuziehen.

Die Drogistin, die Erfahrung hat mit Heisswachs (wobei sie es eher für die Beine benutzt), empfiehlt ihm das Wachs stückweise mit Paraffinöl anzulösen, dann das Ganze vorsichtig zu waschen und mit einer desinfizierenden Salbe zu verbinden.

Wenn das nicht klappt, hilft nur noch der Arzt.

Jaja, Schönheit muss leiden, sagt man immer. Autsch.

Noch mehr Haariges findet sich hier.

Beratung in der Apotheke – Nachgefragt

So, nach dem (langen) vorigem Blogpost wüsste ich jetzt gerne von Dir, lieber Leser dieses Blogs, was Du für Erfahrungen gemacht hast mit Beratung in der Apotheke – und: warst Du zufrieden damit?

Worum ging es? Wusstest Du, was für ein Mittel Du wolltest oder gingst Du hin, um Dir für ein Problem etwas empfehlen zu lassen?

Wie war die Beratung? War es zuviel? War es zuwenig?

Waren sie wenigstens freundlich?

Beratung in der Apotheke

Beratung in der Apotheke ist ja offensichtlich ein Reizthema, sowohl in Deutschland, als auch in der Schweiz.

Ich möchte dazu mal ein paar deutliche Worte sagen.

Beratung in der Apotheke über die Medikamente, das ist nicht freiwillig, das sollen wir, nein, das müssen wir.
Mir ist schon klar, dass es da schwarze Schafe gibt, die das nicht machen – oder vielleicht auch nicht richtig machen. Und mir ist auch klar, dass es Kunden und Patienten gibt, die das tatsächlich nicht wollen. Ja, ernsthaft. Sie fühlen sich ausgefragt, verhört, für unselbständig oder unmündig genommen. Nichts davon liegt in unserer Absicht, aber manchmal kommt es so rüber.
Nochmals: wir müssen so fragen. Medikamente sind keine einfachen Konsumartikel!

Vielleicht erkläre ich hier ein paar Dinge: Was wir fragen müssen und wieso wir das tun.

Für wen ist es?
Ganz oft ist es so, dass das gekaufte Medikament nicht für die Person ist, die in der Apotheke steht. Da kann man üble Überraschungen erleben: „Nein, das Grippemittel ist nicht für mich, es ist für meine Frau, ah ja, übrigens: sie ist schwanger.“ Oder: „Für meine Grossmutter, sie nimmt nur noch Blutverdünner, Blutdruckmittel, Herzmedikamente und …“ Oder, oder  … Da kann man ganz schön reinlaufen, (wie ich hier), deshalb sollte das eine der ersten Fragen sein.

Für was brauchen sie es?
Sooo viele Leute denken, sie wissen, für was ein Medikament ist. Da ist der, der ein NeoCitran verlangt …. dabei hat er Halsschmerzen. Der, der ein Perskindol Gel will (das Gelbe) und hat eine Muskel-Entzündung, oder das Imodium gegen Schmerzen ... wir sehen das täglich.
Ehrlich: ich bin mir durchaus dessen Bewusst, dass man als normaler, medizinisch halt nicht ausgebildeter Mensch einfach vieles nicht wissen kann. Woher auch? Aber dafür sollten wir als Fachpersonen ja hier sein. Um das Richtige zu finden.

Wieso wollen sie zwei (drei, vier) Packungen davon? (Oder: wieviel davon nehmen sie täglich?)
Man kann zuviel Medikamente nehmen. Zuviel auf’s Mal nennt sich Überdosierung und die kann auch bei so „einfachen“ Sachen wie Paracetamol (Panadol, Dafalgan, BenUrRon) rasch giftig bis tödlich sein. Zuviel auf Dauer nennt sich Missbrauch … und das hat die entsprechenden Auswirkungen auf den Körper: Nasensprayabhängigkeit, Medikamenteninduzierte Kopfschmerzen bei Schmerzmitteln, usw.
Es ist ja nicht so, als wenn ich das nicht verkaufen möchte. Aber ich möchte, dass es auf die bestmögliche Weise wirkt, wenig Probleme macht und dementsprechend richtig angewendet wird. Ich will niemandem schaden mit den Medikamenten, die ich verkaufe!
Natürlich kann es sein, dass eine Packung für hier und eine für den Ferienort ist. Oder für den Nachbarn, oder für die Handtasche … aber man wird ja noch fragen dürfen. Und je früher man hier ein Problem erkennt, desto leichter lässt sich noch etwas machen.

Nehmen sie gleichzeitig noch andere Medikamente?
Medikamente haben nicht nur Wirkungen, sie wechsel-wirken auch oft und stark mit anderen Medikamenten oder sogar Nahrungsmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln (also auch das Magnesium und das Calcium aus dem Discounter). Das müssen nicht nur Tabletten sein, die man schluckt, es kann schon Probleme geben bei Augentropfen (in Kombination mit Asthmamittel, Herzmittel) ….
Ein „harmloses“ Aspirin (wer so denkt, sollte mal die Fachinformation dazu lesen) zur Cortisonspritze vom Arzt oder auch nur Alkohol und sie machen Magengeschwüre, Blutungen…

Haben Sie schon etwas ausprobiert? (und hat es geholfen?)
Einerseits fragt man das, damit man nicht etwas empfiehlt, was schon (erfolglos) probiert wurde – nicht jedes Mittel wirkt bei jedem gleich gut. Andererseits ist das auch ein Hinweis auf was es sein könnte (wenn man eine Diagnose sucht). Das Pilzmittel hat vielleicht nicht geholfen, weil es ein Ekzem war…

Manchmal kommen auch diese Fragen … wobei ich finde, dass der Kunde das eigentlich von sich aus angeben sollte:
Haben Sie Allergien?
Medikamente machen – wie alles andere auch- Allergien. Wenn man mal eine hat, sollte man versuchen, den Auslöser zu vermeiden. Etwas doof ist bei den Medikamenten, dass die Namen unterschiedlich sein können und trotzdem dasselbe drin ist. Eine Wespe sieht immer gleich aus, da weiss man, was man befürchten muss, wenn man gestochen worden ist, aber ein Medikament kann immer wieder anders aussehen oder anders heissen und trotzdem das enthalten, was man nicht verträgt.

Sind sie schwanger oder stillen sie?
Fragt man ja eher ungern, weil man sich da oft in Fettnäpfchen setzt, macht man aber, wenn man ganz sicher sein will. Da gibt es ein paar Medikamente die man gar nicht nehmen darf, viele die man nicht nehmen sollte. Grundsätzlich sollte man in der Schwangerschaft nur die allernötigsten Medikamente nehmen – und zwar am besten nach Absprache mit dem Frauenarzt oder der Apotheke.

Und zum Schluss:

Einmal hat mich ein Kunde erbost gefragt, warum er bei uns jedes Mal, wenn er ein einfaches Medikament kauft, so „ausgequetscht“ wird.
„Weil ich um Ihre Gesundheit besorgt bin“ war meine Antwort.
„Sie nicht?“ – das hätte ich noch gerne angehängt.

Windelblog

Nein, keine Angst, das hier wird kein Windelblog. Wahrscheinlich ist das sogar das letzte Mal, dass ich Windeln erwähne, denn … Junior braucht (endlich) keine mehr! Hurrah!

Lange genug hat es gedauert – da sagen alle Ratgeber, man soll mit dem Toilettentraining dann beginnen, wenn das Kind sagt, dass es auf die Toilette muss – also wenn es das spürt und sich in die Richtung artikuliert. Ja. Haben wir gewartet. Und ab und zu wieder mal gefragt: „Musst du Bisi machen? Musst Du Gaga machen?“ (Jaja, ich weiss. Babysprache. Aber gibt es da einen Ausdruck oder zwei, die das beschreiben und sich nicht so anhören?)

Und irgendwann mal … da ist er fast 3 1/2, ist es endlich soweit. „Mama, ich muss Bisi machen“ – oder „Mama, ich habe Fudi Aua“ … ein deutlicher Hinweis, dass Nummer 2 auf dem Weg ist.

Und so sind wir mit ihm auf die Toilette gegangen und haben ihn belohnt für sein erfolgreiches Geschäft (mit Stickern auf der Toilettentüre). Dann macht man den Schritt und lässt die Windeln weg und er bekommt die „grosse Junge Unterwäsche“.  Nur 2 Wochen hat die Übergangsphase gedauert. Wow.

Und bis auf ein, zwei Unfälle ist er tatsächlich trocken, sogar Nachts. Das mit den Unfällen werfe ich ihm nicht vor. Vor allem am Anfang hat man nicht gerade viel Zeit zwischen der Ansage (ich muss mal) und der Tat. Dazu kommt, dass er natürlich gleich selber alles machen muss, das heisst, ich darf ihn nicht immer begleiten. Und wenn der Toilettendeckel unten ist … na ja, einmal hat es einfach nicht mehr gereicht, ihn hochzuklappen …

In den Ferien auf Tinos war er dann ganz windellos unterwegs. Wir haben genau 2x eine gebraucht, nämlich am Strand. Was macht man am Strand (ohne Toilette), wenn das Kind auf einmal ankündet, es müsse jetzt Gaga machen? Also ins Meer gehe ich da sicher nicht mit ihm, das finde ich gruusig. Aber das ist eine Lösung: Sandeimer nehmen, mit Windel auslegen, fertig ist die Impromptu Toilette.

Toll auch, wenn man mit dem Auto irgendwo unterwegs ist. Wurde eigentlich schon mal jemand bestraft, weil er mit dem Kleinkind an der Strasse pinkeln gehen musste?

Ein paar nette Situationen hatten wir dann auch noch. Z.B. wenn man nach dem Essen im Restaurant noch etwas sitzt und Junior losläuft um sich umzusehen. Nach 3 Minuten gehe ich hinterher zu sehen, was er macht. Und er kommt mir um die Ecke entgegen. Hose und Unterhose an den Knöcheln unten und verkündet lauthals und stolz: „Ich bin auf der Toilette gewesen!“

Ja. Man siehts.

Kann man eigentlich gleichzeitig stolz sein und sich schämen? In dem Moment habe ich das geschafft.

Apotheken in aller Welt 31: Cordoba, Argentinien

Hallo Pharmama!
Ich finde deine Reihe „Apotheken in aller Welt“ sehr interessant! Hier mal ein paar Bilder aus Córdoba, Argentinien.
Auf dem ersten Bild ist eine große Kette zu sehen. Innendrin gibt es Regale wie in einem Supermarkt, wo alle frei verkäuflichen Dinge und Drogerieartikel stehen und hinten im Geschäft ist eine Theke, an der man die rezeptpflichtigen Medikamente bekommt.
Die anderen Bilder sind von einer typischen Apotheke „um die Ecke“: Es ist alles vergittert und vor allem Abends, teilweise aber auch tagsüber muss man erst eine Klingel betätigen, um reingelassen zu werden – oder man wird in einigen Fällen auch direkt durch das Gitter bedient. Auch hier werden aber auch viele Drogerieartikel und Dinge wie Nagellack, Haarspangen, Bombons etc. verkauft. Die beiden Bilder von innen sind etwas verwackelt, weil ich dort so fotografiert habe, dass es niemand mitbekommen hat 😉
Sorry auch für die schlechte Bildqualität, es sind leider nur Handyfotos…
Viele Grüße aus Argentinien!
Jana

Ah, Argentinien – da wollte ich auch schon eine Zeitlang hin. Schön, wenigstens ein paar Bilder davon hier zu bekommen 🙂 Das mit dem Gitter hört sich zwar nach einer nicht ganz so … vertrauenswürdigen Umgebung an …

Ein Brief aus England

Ein Brief aus England lag heute morgen in unserem Briefkasten. Adressiert an mich mit grüner 60p Briefmarke und  blauem By Air Mail Aufkleber- von wem mag der sein?

For your attention,

Permit me to inform you of my intention of going into a business relationship with you … My name is Mr. Richard Haniff, I am the personal attorney to late Mr. Leo (mein Nachname) a seasoned consultant before his untimely demise on October 5, 1999 … I contact you to assist me in recovering the fund valued at ($8.3Million USD) Eight Million Three Hundred Thousand United State Dollars …

Ich glaub’s nicht. Ein Scam-mail. In echter Briefform. In perfektem Englisch. Mit Unterschrift und allem.

Ich weiss nicht, ob ich nur angeekelt bin oder ein bisschen beeindruckt. Wieviele Leute erreichen sie wohl damit, die keinen Computer haben – also vor allem ältere und die noch nicht wissen, um was für eine Betrugsmasche es sich handelt?

Vielleicht wäre es nicht schlecht, mal meine (älteren) Bekannten und Verwandte zu informieren. Falls es hier jemand noch nicht kennt. Es handelt sich um einen klassischen Vorschussbetrug. Nachzulesen bei Wikipedia.

Doch kein Umtausch

Kunde: „Ich habe diese Blutzucker-Teststreifen von meinem Arzt bekommen. Die passen aber nicht in meine Maschine. Kann ich sie bei ihnen umtauschen?“

… Also das regt mich gleich doppelt auf: Ärztemuster ginge ja noch, aber mit der Selbstdispensation hat der Arzt sie dem Kunden ja verkauft. Und ich darf das jetzt ausbaden, wenn es nicht das richtige ist?

Die Antwort war dann „Nein.“ Aber er hat von mir dann noch richtige bekommen – von seinem Rezept, das er noch bei uns hatte nämlich.

Ich hole die Glace …

… sagt Mama. Und Papa soll derweil die Kinder auf dem Spielplatz beschäftigen …

nur leicht böses Internetfundstück 🙂

Kurze Aufregung

Die Stammkundin von der ich weiss, dass sie Antipsychotika nimmt, kommt an einem Freitag-morgen in die Apotheke.
Sie ist von oben bis unten mit halbgetrocknetem Blut besudelt.
Die Hälfte der Belegschaft und Kunden verschwindet als hätte sie etwas ansteckendes und ein Schild um, die andere Hälfte beobachtet mit offenem Mund, wie die Kundin zur Theke kommt.
Ich „übernehme“ sie.

Pharmama: „Guten Tag Frau A.P., was haben sie denn gemacht??“ – Manchmal ist es am besten, wenn man derartiges direkt anspricht.
Sie schaut an sich runter, als ob ihr das ganze Blut erst jetzt auffällt.
„Oh,“ sagt sie Ich bin in eine Glastüre gelaufen.“ …. dann stockt sie und sagt: „Das ist nicht ganz richtig. Ich habe eine Glastüre eingeschlagen. Ich war so sauer und musste mich irgendwie abreagieren.“
„Das sieht aber gar nicht gut aus“ sage ich „Soll ich mir das mal ansehen? Oder wollen sie hinten das Blut etwas abwaschen?“.
Kundin: „Nein danke, das geht so.“
Sie gibt mir eine Liste der Medikamente, die sie braucht. Ich suche sie heraus und gebe sie ihr.
Pharmama: Den Schnitt an der Hand würde ich aber anschauen lassen“.
„Ist ok,“ sagt sie, „das heilt wieder, das kenne ich schon.“

Sie geht wieder.

Das mag zwar nach aussen etwas seltsam ausgesehen haben, war aber eine ziemlich „harmlose“ Begegnung. In der Apotheke kommt man natürlich auch in Kontakt mit einigen psychisch Kranken Menschen – immerhin bekommen sie von uns ja auch die Medikamente für ihre Krankheit. Und manchmal (selten, denn auch hier sind die meisten recht nett) verlaufen dann diese Begegnungen nicht ganz so … ruhig.

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