Auf Wiedersehen!

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Bis Anfang September! Jetzt zischen wir (endlich) auch ab in die Ferien. Genauer gesagt hierhin:

da waren wir ja schon mal – mehr Fotos sieht man z.B. hier.

Ich werde Euch vermissen, seid anständig während meiner Abwesenheit!

Im Blog wird es während dieser Zeit ruhig bleiben, emails werde ich wohl auch nicht beantworten können – ich freue mich aber trotzdem, falls ihr neue Zusendungen zur Serie „Apotheken in aller Welt habt“.

Und bis dann? Warum versucht ihr es nicht einmal mit einem Zufallspost?

klick hier: „I feel lucky“

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Einzunehmen zweimal täglich

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Apothekerin: „Nehmen sie eine Tablette 2 x täglich.“
Kundin: „Und wie bitte soll ich dieselbe Tablette zweimal schlucken??“

Apothekerin: „Nehmen Sie zweimal täglich je eine Tablette“

Apotheken in aller Welt 21: Äthiopien

Bela aus dem regnerischen Norden schickt mir dies:

Hallo Pharmama,
hier sind einige Bilder die ich in Äthiopien gemacht habe.
Ich bin dort mit mit einer Gruppe von 13 verrücken Radfahrern, für einen guten Zweck, 6 Wochen lang durch Äthiopien gefahren. Daher auch die bunten Trikot mit unseren Sponsorenlogos. 1600km Gesamtstrecke immerhin.
Zur Apotheke: Die am meisten verkauften Mittel dort sind Schmerzmittel, allesamt in Preiskategorien, die sich auch die Einheimischen mal leisten können. Frei verkäuflich ist sowieso das meiste dort. Oft ersetzt der Besuch einer Apotheke den Besuch eines Arztes (von denen es sowieso zu wenige außerhalb der Hauptstadt gibt).

Auf dem Apothekenschild steht: „Rural Drug Vender“. Der Zugang ist auch sehr … ländlich. Samt Sandhügel 🙂

Wahnsinns-Sortiment: Pilzsalbe, Zinkoxidsalbe und Zugsalbe.

Also die Pharmaassistentin (?) finde ich auch hier hübscher als den Apotheker …

Aufziehende Gewitterwolken

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Wir haben eine Kundin, die bei uns regelmässig auf Rezept Tena Einlagen gegen Inkontinenz bezieht.
Die Krankenkasse bezahlt das bei ihr, weil ihr die Ärztin eine totale Harninkontinenz bescheinigt hat – das bedeutet, sie hat praktisch keine Kontrolle über ihre Blase und verliert häufig und viel Urin.
Die Kundin ist ausserdem aus einer eher sozial schwachen Schicht. Ich bemerke das hier so, weil es für die Geschichte relevant ist.
Das Problem ist nämlich: auch wenn die Krankenkasse die Tena im Moment bezahlt … da ist eine Limitation drauf, das bedeutet, sie bezahlt im Jahr nur einen gewissen Betrag. Genau 2700 Franken bei totaler Inkontinenz.
Und weil die Kundin wirklich häufig kommt, sind wir jetzt Mitte Jahr schon bei 2400 Franken angelangt – ich weiss das, weil ich unruhig wurde und es mal nachgerechnet habe.

Also versuche ich mit ihr darüber zu reden, aber sie versteht mich nicht und denkt ich will ein neues Rezept. „Nein! Nicht ein neues Rezept – aber vielleicht reden sie mal mit der Ärztin, ob die mit der Krankenkasse Kontakt aufnimmt, dass es vielleicht auch über den Betrag hinaus übernommen wird. Ansonsten kommen wir nächstens zu dem Problem, dass die Tena durch sie selbst bezahlt werden müssen …“ (und das kann sie nicht) – „und dann müssten sie mit dem Sozialamt Kontakt aufnehmen, ob die das eventuell zahlen.“
Als nächstes kommt sie stolz wie Adam mit einem Brief von der Krankenkasse. „Hier, da schreiben sie, dass sie die Tena übernehmen!“
Blick in den Brief … „Da schreiben sie nur, dass sie bis zu einem Betrag von 2700 Franken die Tena übernehmen …. Das ist eben das Problem, das ich erwähnte. Danach zahlen sie nicht mehr.“

Ich rufe in einer ruhigen Minute die Ärztin an, um sie zu informieren. Die meint aber, sie schreibe der Kundin einfach eine andere Art der Tena auf, die nicht von der Grundversicherung übernommen werden, sondern von der Zusatzversicherung …. Und da die Kundin bei 2 verschiedenen Kassen versichert ist, denkt sie, dass ihr so 2 x die 2700 Franken vergütet werden.
Das wäre ja eine Idee … aber: die Kundin nimmt nur von den Packungen, die die Grundversicherung zahlt.
Was nun?

Ich habe getan, was ich konnte: Kundin frühzeitig über das Problem informiert, Ärztin informiert. Hilfe angeboten.
Nun bleibt mir nur abzuwarten … aber die Gewitterwolken, die ziehen unaufhörlich weiter auf.
Heute war die Kundin wieder da, ihre Tena holen.

Bald, bald …. 😦

Apotheken in aller Welt 20: Bretten, Deutschland

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Anne aus Bretten schickt mir dies:

Liebe Pharmama,
Ihre Reihe „Apotheken in aller Welt“ ist sehr interessant – und ließ mich die heimischen Apotheken unseres Städtchens Bretten (im Kraichgau zwischen Karlsruhe, Heidelberg und Pforzheim) einmal genauer betrachten.
Es herrscht hier eine recht große Dichte, allein in der Kernstadt mit 28 Tsd. Einwohnern sind es 5 Stück, dazu eine einer Kette im Einkaufszentrum. Das ist für uns Kunden natürlich sehr angenehm, für die Inhaber aber sicherlich eine große Herausforderung, die Kunden zu binden. Die meisten kommen wohl mit dem Auto aus umliegenden Ortschaften und sind entsprechend flexibel in der Wahl.

Die älteste, die Markt-Apotheke von 1632 (innen leider modernisiert), liegt idyllisch in der Fußgängerzone, doch zum nächsten großen Parkplatz läuft man gut 150m. Der Apotheker hat eine pfiffige Lösung für seine Auto-Kunden gefunden: Er deklariert seine hinter dem Haus gelegene Privatgarage zum kostenlosen Kundenparkplatz und reduziert so den Fußweg auf etwa 20m.
Die hässlich an der Ausfallstraße gelegene Weißhofer-Apotheke kommt den Autofahrern noch mehr entgegen: Sie hat ihre Garageneinfahrt zum Autoschalter ausgebaut (kann man die Aufschrift lesen? „Autoschalter – wenn’s schnell gehen soll; Beratung – wenn’s mehr sein soll“) Außerdem hat sie massiv „geflaggt“, damit man ja nicht vorbeifährt.
Die anderen Innenstädtchen-Apotheken seien gerechtigkeitshalber ebenfalls erwähnt:
Die Melanchthon-Apotheke setzt eher auf Entschleunigung und Verweilen, indem sie sich noch ein Hautzentrum angegliedert hat.
Die Hirsch- sowie die Rathaus-Apotheke betonen ihre Kompetenz in Naturheilverfahren und Homöopathie (wobei hier im Südwesten die Kügeles-Gläubigkeit eh recht hoch ist, finde ich).

Kommentar Pharmama: Jaja, ungewöhnliche Probleme erfordern kreative Lösungen – und die mit dem umgebauten Privatparkplatz finde ich super! Ich persönlich hoffe aber, dass diese Drive-through Apotheken nicht zu uns kommen. Ich finde dass Medikamente Beratung brauchen und irgendwie ist das in den paar Minuten durch ein Autofenster nicht so gut möglich.

Krabbelgetier

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Ein Kunde fragt mich am frühen Morgen: „Haben sie etwas gegen Staubmilben?“
Pharmama: „Sie können die Teppiche oder Stoffe absaugen und wenn sie sie an die Sonne stellen oder hängen, das bringt sie auch um. Ausserdem gibt es da diesen Milbenspray ..“ (hole ihn)
Mann: „Geht das auch auf Sofas?“
Pharmama: „Ja. Hier steht: für Bett, Sofa, Teppiche… gut staubsaugen, Mittel stossweise aus einer Entfernung von ca. 20 cm aufsprühen, einwirken lassen und nochmals absaugen.“
Mann: „Oh gut, den nehme ich. Wissen sie, wenn ich eine Zeitlang auf dem Sofa sitze, fängt es plötzlich auf der Haut zu krabbeln an …“

Mmmm … eigentlich spürt man von Staubmilben nichts, oder? Ausser man ist allergisch, dann reagiert man … eben allergisch. Aber krabbeln? Naja, im Spray ist Permethrin drin, der sollte gegen alle möglichen Arten von Krabbeltieren wirken.

Lassen Sie mich das wiederholen (9)

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Lassen sie mich das wiederholen. Sie sind also der Ex-Mann der Tochter des ehemaligen Inhabers – der seit Jahren (noch bevor ich hier angefangen habe zu arbeiten) nichts mehr mit unserem Geschäft zu tun hat, und sie bestehen darauf, dass wir ihnen darum jetzt den Mitarbeiterrabatt geben?
Okeeee.


Nein.

Heute ist ‚einer dieser Tage‘

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Nein, nicht weil Freitag der 13. ist.

Aber ich komme frühmorgens in die Apotheke und finde diverse Rezepte und Zettel auf meinem Schreibtisch.

Rezept 1: Arzt hat eine ungewöhnliche Dosierung aufgeschrieben, bitte nachfragen, ob das so sein soll.
Rezept 2: Bitte Tel an Dr. Hausarzt ob anstelle des Feigensirup ein Paragol N Sirup abegegeben werden kann, da dies dann auf Rezept / über Krankenkasse gehen könnte. Frau Müller-Schulze hat nicht viel Geld und möchte nichts, das sie gleich selbst zahlen muss.
Rezept 3: Frau Roth hatte bisher immer Dauerrezepte für ihre Antiepileptika – dies hier ist keines. Bitte Arzt anrufen, ob man da eines draus machen kann.
Rezept 4: 2. Medikament auf Rezept ist unleserlich und Kunde weiss auch nicht, was es sein soll. Bitte beim Arzt abklären.
und Rezept 5: Frau Donner hat immer Seroquel, aufgeschrieben wurde Sertalin – soll das wirklich so sein? Sie weiss nichts von einem Wechsel.

Merkt man, dass es Freitag morgen ist und bei uns in der Gegend viele Ärzte am Donnerstag mittag zu haben?
Na, dann hänge ich mich jetzt erst mal ans Telefon.

PS: falls es interessiert, hier die Antworten: 1: Ja, bis zur nächsten Kontrolle, 2: Geht in Ordnung, sie können was aussuchen. 3: Ja, habe ich vergessen draufzuschreiben, 4: Tyroqualin, 5: Hoppla, da habe ich mich verschrieben. Es soll das Seroquel sein, wie bisher.

Apotheken in aller Welt 19: Cluny, Frankreich

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Muetze aus Frankreich schreibt:

hier kommen wie schon versprochen die Bilder der drei Apotheken hier aus Cluny. Ich habe ein kleines Copyright drauf gemacht und die Dateigröße angepasst damit du nicht ganz so viel Webspace verbrauchst. Als erstes die Pharmacie de l’Abbaye. Die ist der Abtei hier in Cluny am nächsten. Wenn du schonmal hier in Cluny warst hast du sie ja vielleicht entdeckt.  Dann folgen die Bilder der Pharmacie des Art die nur 50m weiter ist, dafür aber direkt an der Hauptstrasse liegt. Als letztes ist noch die Pharmacie Lamartine zu erwähnen die unserem eigenen kleinen Laden am nächsten ist. Zum einen Hat diese eine sehr schöne Aussenfassade und zum andern ist sie anscheinend auch schon sehr alt wie man an dem Türschild sieht welches ich im Detail noch mitschicke.

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Schöne Fotos von ein paar so wie es aussieht älteren Apotheken in Cluny. Holzfassaden gefallen mir immer sehr, aber auch die Steinmetzarbeiten sind toll!

Was sagt der Computer?

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Kundin in der Apotheke: „Haben sie hier noch Hepatodoron?“
Apothekerin: „Lassen sie mich rasch im Computer nachschauen … das ist im Moment ja nicht lieferbar … Nein. Wir haben heute morgen das letzte verkauft.“
Kundin: „Was sagt der Computer?“
Apothekerin: „Er sagt, wir haben keines mehr.“
Kundin: „Ok, können sie einen Moment warten. Mein Mann möchte mit ihnen reden.“
Apothekerin: „Sicher.“
Mann der Kundin: „Und? Haben sie Hepatodoron?“
Apothekerin: „Nein, tut mir leid.“
Mann der Kundin: Was sagt der Computer?“
Apothekerin: „Immer noch dass wir heute morgen das letzte verkauft haben.“
Mann: „Ok, danke.“

und für das habe ich 5 Jahre studiert? Na kommt schon Leute, fordert mich etwas!