Schönheit lässt leiden

Was hier so optisch ansprechend daherkommt, lässt im Moment viele Leute leiden: es sind Pollen, unter dem Elektonen-mikroskop angeschaut:

Bei der Quelle findet sich eine Bildergallerie mit noch mehr solcher Anblicke. Da gibt es eine faszinierende Vielfalt an Farben und Formen. Sehenswert – nicht nur für Pollenallergiker.

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Was wir zur Vorsorge tun

Es soll ja immer noch Leute geben, die denken, wir seien personalisierte Pillendispenser und nichts anderes. Das ist einfach nicht wahr.

Hier ein paar Beispiele, was die Apotheke im Bereich der Vorsorge tut.
Wir bieten an:

  • Blutdruckmessungen (inklusive Beratung bezüglich Lebensumstände: Bewegung, Ernährung)
  • Blutzuckermessung (inklusive Beratung bezüglich Lebensumstände: Bewegung, Ernährung)
  • Rauchstoppberatung
  • Hautberatung bezüglich Sonnenschutz – Hautkrebsvorsorge – jetzt aktuell
  • Gewichtsberatung / Ernährungsberatung (Alli et Co.)
  • Reiseberatung:  was mitnehmen? auf was aufpassen …
  • Impfberatung: wir kontrollieren Impfpässe und schauen, ob nachgeimpft werden muss.

Einige Apotheken bieten noch Cholesterinmessung an

  • oder Darmkrebsvorsorge
  • oder Nieren-Risikotest
  • oder Grippeimpfungen

Wir vermieten:

  • Milchpumpen,
  • Babywaagen
  • Krücken
  • Messen Stütz- und Kompressionsstrümpfe an
  • Machen Teemischungen
  • Kontrollieren die Hausapotheke
  • Machen Hauslieferungen

… und noch viel mehr.

Wenn ein Kunde zu uns kommt und eine Beratung will („Ich hätte gerne etwas gegen..“) gibt man im Normalfall nicht einfach nur ein Medikament ab, sondern liefert Tipps zur Nichtmedikamentösen Unterstützung: Schlafhygiene, Übungen bei Inkontinenz, Ernährungsberatung bei Magenbrennen, …

Von daher: Ja, ich fühle mich ein bisschen angegriffen, wenn man mir sagt, als Apothekerin mache ich ja nichts für die Gesundheit und helfe den Leuten nicht wirklich.

Grumpf.

Angeschmiert. Eine Betrugswarnung für schweizer Apotheken.

An einem Samstag (logischerweise) kommt eine Kundin in die Apotheke und sagt, sie brauche dringend ihr Insulin. Es sei ihr ausgegangen, ihr Arzt hat zu, sie braucht es aber dringend.
Problem: sie ist keine Kundin von uns und hatte noch nie ein Rezept hier. Sie hat ihr Portemonnaie zu Hause vergessen und hat weder Versicherungskarte noch Ausweis dabei. Sie kann es darum auch nicht zahlen …

Meine Kollegin hat ihr dann nach Diskussion trotzdem das Insulin gegeben – schliesslich ist es ein lebenswichtiges Medikament – und festgehalten, was sie an Information bekam.
Die Kundin versprach, sobald möglich ein Rezept vom Arzt vorbeizubringen.

Das war vor etwas über einem Monat. Seither wurde nichts mehr von ihr gehört.
Die Pharmaassistentin versucht nun selbst ein Rezept aufzutreiben.
Und jetzt kommt das Beste: Die Kundin ist beim Arzt nicht bekannt. Unter der angegebenen Natelnummer nimmt jemand ab, der nicht einmal Deutsch kann (Türkisch irgendwer?), die Adresse ist falsch, bei der Krankenkasse kennt man niemanden mit dem Namen.
Lauter Sackgassen.
Das Geld (im 3-stelligen Bereich) können wir abschreiben.

Was macht man in so einem Extremfall? Für das nächste Mal habe ich Anweisung rausgegeben, dass die Person sich mindestens korrekt ausweisen müssen kann – ansonsten muss sie in den Notfall gehen.

Was ich daran speziell traurig finde ist, dass das Verhalten dieser Betrügerin es der nächsten, ehrlichen Person in ähnlicher Situation praktisch unmöglich machen wird, das benötigte Medikament ohne Umwege zu bekommen.

Spezielle Arten der Anwendung (2)

Es gibt so ein paar Medikamente, bei denen ist die Anwendung nicht ganz so einfach wie “Tablette rausdrücken, Tablette schlucken.” Von diesen möchte ich ein paar vorstellen.

Heute: der Solmucol / Solmucalm -Sirup

der Wirkstoff Acetylcystein zum verflüssigen von Schleim bei Husten ist in gelöster Form nicht allzu lange haltbar, darum wird das Wirkstoffpulver erst (kurz) vor der Anwendung mit dem Sirup gemischt.
Das geht so: 1. Ring am unteren Rand des Deckels abziehen, Flasche auf einen Tisch stellen und 2. mit der Hand fest den Deckel in die Flasche drücken. Das Pulver fällt aus dem Deckel in den Sirup. Schütteln zum mischen – fertig.

Wenn man das nicht macht, nimmt man nur den Grundlagensirup zu sich, – das schmeckt zwar gut, aber wirkt nicht …

Nachtrag 2016: Die Verpackung hat geändert und damit auch der Verschluss. NEU muss man nicht mehr drücken, sondern DREHEN zum auslösen des Pulvers.

Allergisch gegen …?

Bei der Dossier-erstellung für den etwa 5 Jahre alten Jungen frage ich die Mutter, ob der Sohn irgendwelche Allergien hat, worauf sie sagt: „Nein.“
Sagt ihr Sohn: „Doch, Mama, ich bin allergisch auf Codein.“
Die Mutter weiss davon offenbar nichts, schaut nur verwirrt drein
Pharmama zum Jungen: „Und was ist passiert, als du das genommen hast?“
Junge: „Ja, erinnerst Du dich nicht, Mama, das hat mich ganz fest müde gemacht!“

:-)
Oh süss!  (liegt das daran, dass ich selbst einen kleinen Jungen habe, dass ich derartiges so herzig finde?)

Toll jedenfalls, dass er sich noch daran erinnern kann – allerdings ist das keine Allergie sondern eine Nebenwirkung – noch dazu eine, die man erwarten kann.