Unsere Arbeit wird nicht einfacher …

Seit ich angefangen habe als Apothekerin zu arbeiten hat sich einiges verändert.

Gut sehen kann man das zum Beispiel am Kompendium – das ist das Werk, das alle in der Schweiz erhältlichen Arzneimittel enthält und die Fachinfo dazu:

Hier der Vergleich 1997 und 2009:

Inzwischen reicht nicht einmal mehr 1 Band. 2 sind es – plus etwa 3-4 Supplemente pro Jahr.

Warum der Grössenzuwachs? Es sind nicht einmal so viele neue Medikamente, aber es sind die Generika.

Beispiel Wirkstoff Omeprazol

1997:

Antra

2009:

Antramups

Omeprax

Omeprazol 1 A Pharma

Omeprazol Actavis

Omeprazol Adico

Omeprazol Helvepharm

Omeprazol Sandoz Eco

Omeprazol Streuli

Omeprazol Teva

Omeprazol Mepha

Omeprazol Spirig

Aus 1 mach 11. Zu meiner Anfangszeit war von Generika noch keine Rede und jetzt gibt es von einer Menge Medikamente unzählige Varianten. Das plus Gesetzesänderungen plus Änderungen bei den Krankenkassen plus Computersystemänderungen etc. etc.

Ja, wir haben es nicht einfach in der Apotheke. Aber dafür bleibt die Arbeit immer interessant.

Nicht verhandelbar

Eine Frau kommt wieder in die Apotheke mit den 2 Medikamenten, die der Arzt gegen ihren zu hohen Blutdruck aufgeschrieben hat: Diovan und Amlodipin.

Frau: „Warum sehen diese unterschiedlich aus?“

Pharmama: „Das sind 2 verschiedene Tabletten, der Arzt hat ihnen 2 aufgeschrieben, weil eine allein nicht genügend nützt.“

Frau: „Die hier (zeigt das Amlodipin) gefällt mir nicht. Geben sie mir stattdessen noch eine Packung Diovan, dann nehme ich sie.“

Umm, ich bin eigentlich nicht hier um irgendwelche „Deals“ zu machen – aber wenn sie mit dem Medikament ein Problem haben, könnte ich das vielleicht ihrem Arzt mitteilen, und dann suchen wir einen Ersatz.

Rein hypothetisch …

Kunde: „Hallo, ich habe da eine Frage… „

Apothekerin: „Ja?“

Kunde: „Also, hypothetisch … wenn ich jemanden für eine wirklich lange Zeit schlafen lassen will, was sollte ich da benutzen?“

Apothekerin: „Äh, von wie lange reden wir hier?“

Kunde: „Nun, ich dachte eigentlich an … für immer.“

Apothekerin: … (sprachlos)

(und bevor jemand fragt: Nein, das war nicht bei uns).

Anwendung

… und nicht die Zäpfchen in die Ohren und den Sirup in die Haare …

Wie man sieht, sind wir wieder zuhause. Der Rückflug war mit 12 Stunden seeeehr lange, dafür aber ruhig – was die Turbulenzen angeht, was Junior angeht … nun, den haben wir unterhalten (nochmals. so ein iPhone ist im Flugzeug ein wahres Wunderding).

Heute halt nur einen kleinen Comic …

und ich habe noch eine Menge zu tun mit aufräumen, waschen und Fotos sortieren :-)

Aaaarrrrgh!

Wer hätte das gedacht? Das Pulver, das ich zu der auf dem Wochenmarkt gekauften Grapefruit bekommen habe, ist nicht nur Rohzucker – sondern enthält grob pulverisierte trockene Chili!!
Scharf, scharf, scharf! (aber unerwartet gut).