Rettung in der Not

Die Kundin, die bei der Assura versichert ist und bei uns regelmässig Medikamente bezieht, hat einen Grossteil ihrer Quittungen für ihre bezogenen Medikamente verloren.
Das ist ganz schlecht, denn ohne Quittungen zahlt die Krankenkasse das Geld nicht zurück. Sie sind der Beleg für den Bezug.

Nur gut, dass sie wirklich immer zu uns kommt, so kann ich einfach in ihr Dossier gehen, alle Medikamente, die innert einem bestimmten Zeitraum abgegeben wurden aufrufen und das als Beleg ausdrucken (für andere Apotheken, die das machen: unbedingt Stempel und Unterschrift auf den Ausdruck!).
So bekommt sie doch noch ihr Geld zurück.
Die Weihnachtsgeschenke können doch noch gekauft werden ..

Übrigens: als Tipp: man kann in manchen Kantonen einen Teil des Geldes, das man für Medikamente ausgegeben hat von den Steuern abziehen. Wenn man nun eine Stammapotheke hat und auch selbstbezahlte Medikamente in sein Patientendossier aufnehmen lässt, kann man die am Jahresende auch einfach ausdrucken lassem. Plus es hat den Vorteil, dass man auch bei den OTC Medis gleich sieht, ob sie sich mit denen auf Rezept vertragen.

Info nicht angekommen

Kunde mit einem Arztrezept für Stützstrümpfe, dem wir gerade erklärt haben, wie wichtig es ist, dass er am Morgen gleich nach dem Aufstehen zum abmessen vorbeikommt weil seine Beine sonst angeschwollen sind:

„Nein, ich kann unter der Woche an keinem Tag vor der Arbeit vorbeischauen um die Kompressionsstrümpfe anzumessen … auch am Samstag nicht. Kann ich nicht einfach nach der Arbeit vorbeikommen??“

Vom Umtausch ausgeschlossen

Kundin kommt mit Fussbandage zurück, die sie am vorigen Tag gekauft hat. Sie redet mit der Pharmaassistentin, die sie bedient hat, die kommt dann mit ihr zu mir:

PA: „Die Kundin möchte das umtauschen.“

Pharmama: „Aus was für einem Grund?“

Kundin:Ich komme damit nicht zurecht.“

Währenddessen packe ich die Bandage aus. Sie ist schwarz und Hautschüppchen sind überall (speziell an dem Fersenteil).

Pharmama: Entschuldigen Sie bitte, aber das kann ich so nicht zurücknehmen, sie ist gebraucht und nicht mehr sauber.“

Kundin: „Waaaaas?! Aber ich hatte sie nie an!“

Pharmama: „Tut mir leid, aber sehen sie hier …“

Kundin: Schnappt sich die Bandage und stürmt wütend aus dem Laden.

Pharmama zur Pharmaaassistentin: „Hat sie es gestern anprobiert?“

PA: „Ja, aber über dem Socken, ich war dabei. Sie war begeistert davon.“

Pharmama: „Offensichtlich nicht mehr so sehr.“

Was denken die Leute? Dass ich das so weitergeben kann? Und der nächste bekommt Fusspilz? Igitt.

Das ist eine Art Hygieneartikel – vom Umtausch ausgeschlossen, sorry.

Quicky (9)

Die Kundin verlangt ‚Tausendein Blattgrün’ – das sind Chlorophyll Tabletten gegen Mund- und Körpergeruch.
Kundin: „Machen diese Pillen auch, dass das Sperma meines Mannes besser schmeckt?“

(Theoretisch schon, aber das hängt auch davon ab, was er isst)

Liebe Frau Abhängig

Liebe Frau Abhängig,

Nein, bis ich den Arzt angerufen und nachgefragt habe wie viele Temesta sie täglich nehmen müssen, bekommen sie von mir keine neue Packung. Wenn ich mir ihre Historie im Dossier so ansehe, müssten sie pro Tag etwa 8 schlucken – und das ist viel zu viel.

Was? Sie nehmen die Temesta nicht alleine? Ihr Mann und ihre Tochter nehmen sie auch?

Tut mir leid, aber selbst dann kann ich sie ihnen nicht geben. (Weiss der Arzt das wohl auch?) – Die beiden brauchen selbst ein Rezept … ansonsten nennt man das nämlich Versicherungsbetrug.

Ja.