Archiv für den Monat Dezember 2009

Gedanken für das neue Jahrzehnt

Mit der Zeit lernst Du,

dass eine Hand halten nicht dasselbe ist

wie eine Seele fesseln

Und dass Liebe nicht Anlehnen bedeutet

und Begleitung nicht Sicherheit

Lies den Rest dieses Beitrags

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Da war doch noch …

… Da war doch noch diese Kundin, die 2 Tage, nachdem sie in der Medikamentenpackung das Trocknungsmittel mit der Aufschrift „Nicht essen“ fand anrief und fragte, ob sie jetzt wieder etwas essen darf ….

Gut und Schlecht

Das Bild stammt aus einem „etwas anderen“ Schwangerschaftsratgeber. Mehr zu sehen hier.

… womit wir wieder mal bei den Schwangerschaftstests wären.

Heute hatte ich eine Frau in der Apotheke, die unbedingt den digitalen Test von Clearblue wollte. Auf nachfragen meinte sie, dass schon 2 andere Tests positiv angezeigt hätten, sie das aber nicht glauben kann, immerhin verhütet sie.

Ich musste dann sagen, dass die Chancen hoch sind, dass auch dieser positiv sein wird. Und kein Verhütungsmittel ist 100 % sicher.

Aber eigentlich ist das ja nichts, oder?

Immer noch billiger …

Dialog heute in der Apotheke:

Mitleserin: „Guten Tag, ich hätte gerne wieder die Pille, hier ist das Rezept.“
Apothekerin: „Macht 69.00 Franken.“
Mitleserin: „Ui, die wird auch immer teurer.“
Apothekerin: „Naja, es ist immerhin günstiger als ein Kind.“

Recht hat sie 😉

Ehrlich: das war nicht ich … hätte es aber sein können.

Das ist eine Geschichte, die ich von einer Mitleserin geschickt bekommen habe. Aber sie hat recht. Ein Kind kommt teurer … wenn ich nur an die Ganze Ausrüstung für das erste Jahr denke! Und die Kleider und und und. Und nicht zu vergessen das Spielzeug – zum Glück gibt es Geburtstage …

Noch ein Versuch

Junger Mann in der Apotheke: „Ich hätte da eine Frage: Rohypnol – wenn ich bar zahle, brauche ich dann ein Rezept dafür?“

Pharmama: „Ja.“

Mann: „Sie sagen also es gibt keine Möglichkeit das zu bekommen ohne Rezept?“

Pharmama: „Genau.“


Nochmal zum Thema: „Versuchen wir’s mal.“

Für Laien: Rohypnol ist ein Schlafmittel, ein Benzodiazepin, das leider gerne missbraucht wird. Einerseits weil es abhängig macht, andererseits als „k.o.-Mittel“ für Vergewaltigungen – weshalb es in Amerika z.B. schon verboten ist. In der Schweiz haben sie letzteres Problem damit gelöst, indem sie einen ziemlich heftigen Farbstoff an die Tabletten gemacht haben – das fällt in jedem Drink auf … ausser vielleicht in einem Swimming Pool …

Trotzdem. Das gehört zu den Medikamenten, die jeden Apotheker aufmerksam werden lassen … auch wenn man es auf einem Rezept sieht.

Es wird licht !

Genetisch bedingter Haarausfall ist für Männer (und seltener Frauen) ein ziemliches Problem. Ich will das hier auch nicht kleinreden, aber meine Erfahrung zeigt, dass das meist nur ein Problem für die Männer selbst ist, will heissen: vielen Frauen ist es nicht so wichtig wie viel Haar da noch auf dem Kopf des Mannes ist, wenn der Rest stimmt.

Ob das jetzt beginnende Geheimratsecken oder schon fortgeschrittener mit Tonsur ist, ist uns eigentlich wirklich häufig egal.

Was nicht so toll ist, sind dagegen manche Versuche das zu verstecken: also „drüberkämmen“ ist gar nicht und einsprühen mit Farbe … gibt es wirklich Leute, die das machen? Offenbar. Haarteile sehen heute vielleicht nicht schlecht aus … aber irgendwann  muss man auch die abziehen. Und Implantate sind auch eine ziemlich teure Angelegenheit.

Ok, es gibt noch Medikamente, die man anwenden kann … und die wirken auch tatsächlich, ABER – sie haben auch Nachteile. Das sollte man sich vorher gut überlegen.

Propecia – Finasterid, Regaine – Minoxidil(und Generika) wirken …

… solange noch Haarwurzeln da sind, die sie stimulieren können. Wo gar keine Haarwurzeln mehr sind, wächst auch damit nichts mehr. Sie generieren kaum neue Haare, sie machen nur, dass die welche es gibt, weniger ausfallen und wieder stärker / dicker werden.Rückgängig machen kann man da gar nichts, nur aufhalten.

… solange man sie nimmt. Sobald man damit aufhört, fallen die Haare wieder aus und man fällt auf den Stand zurück, den man hätte, wenn man gar nichts genommen / angewendet hat, das heisst: der Haarausfall wäre ja fortgeschritten, man hat also optisch nach dem aufhören oft weniger Haare als vor Beginn der Behandlung.

… wenn man sie täglich anwendet. Regaine (und Generika Neocapil etc.) muss man 2 x täglich auftragen / sprayen / tupfen, Propecia muss man täglich einmal einnehmen.

… aber haben auch Nebenwirkungen. V.a. Propecia ist bekannt dafür, dass es Potenzstörungen verursachen kann, v.a. am Anfang. Was ist euch lieber? Haare oder Sex?

Dann kommt noch dazu, dass keine Krankenkasse die Mittel bezahlt und dass sie nicht gerade günstig sind. Propecia kostet für 3 Monate an die 200 Franken. Regaine an die 100 Franken, Generika sind etwas günstiger.

Für Propecia muss man ausserdem ein Rezept haben und zum Arzt der das ausstellt, mindestens 1 x pro Jahr.

Das ist ziemlich viel für ein gutes Aussehen … und wie gesagt, viele Frauen

stört das gar nicht, wenn da nicht so viele Haare auf dem Kopf sind.

Darum Männer: steht zu euren Köpfen, wenn die Haare weniger werden: auch (sehr) Kurzhaarfrisuren sind elegant … und das Geld kann man dann für anderes brauchen: z.B. für einen edlen Restaurantbesuch, da hat auch eure Freundin viel mehr daran als von so ein paar Haaren….

Und ausserdem: es gibt tonnenweise gut aussehende Berühmtheiten mit Glatze. Patrick Steward zum Beispiel, oder Bruce Willis, oder Sean Connery oder  oder oder … da ist man doch in bester Gesellschaft.

Eine Erkältung

Heute weiss man ja, dass man nicht krank wird, nur weil man in der Kälte gewesen ist, sondern weil man Kontakt hatte mit Viren und/oder Bakterien. Trotzdem hält sich der Ausdruck „Erkältung“ hartnäckig.

Vielleicht brauchen wir einfach einen neuen Ausdruck dafür … immerhin ist es ja nicht „nur“ Schnupfen oder Husten oder Fieber, sondern oft eine Kombination.

Übrigens habe ich mal einen Artikel geschrieben darüber, „wie man keine Erkältung bekommt.

Das Generikum

Kunde in der Apotheke: „Ich möchte gerne wissen, was ein Generikum denn so kostet?“

Apothekerin: Nun, ein Generikum ist eine Kopie eines Originalmedikaments …“ .

Kunde: „Könnten Sie es mir zeigen?“

Apothekerin: „Sicher, aber von welchem Medikament?“

(es gibt ja nur eins, oder?)

Weihnachtsabend

So  sollte Weihnachten sein.

Zeit mit Familie und Freunden verbringen – Leuten, die man gerne hat. Gutes Essen, ein paar Geschenke, sentimentale Musik, mit Liebe geschmückter Weihnachtsbaum. Wärme drinnen, während es draussen kalt ist und schneit oder regnet.

Zeit zur Besinnung und Dankbarkeit.

Ich bin Dankbar. Für meine Familie, für Kuschelbär und Junior, für meine Arbeit, dass es den Leuten, die ich kenne mehrheitlich gut geht.

Und ich Danke auch Euch, liebe Besucher dieses Blogs. Für Euer Interesse, für Eure Kommentare, fürs Lesen.

Und ich hoffe, dass es Euch auch allen gut geht!

Pharmama

Manipulation

Auf einem (Betäubungsmittel-) Rezept:

1 OP Ritalin LA 20mg Tbl 80 Stck (XXX)

Und was fällt uns da auf?

Krätzig

Vor mir steht das Monster vom dunklen See. Nein, nicht wirklich, aber der Mann hat gewisse Ähnlichkeiten mit dem Ding. Zumindest seine Haut hat.
Das muss der schlimmste Fall von Hautmilbenbefall sein, den ich je gesehen habe. Seine Hände, seine Arme sind voll bedeckt von dicker schuppiger Haut. An anderen Stellen (auch auf dem Kopf) sieht man es auch, aber nicht ganz so arg. Dort wo keine Schuppen sind, ist die Haut gerötet und entzündet.
„Haben sie mir etwas dagegen?“ fragt der Mann.
Ich schaue es mir von etwas näher an – aber ohne ihn anzufassen. Ja, tatsächlich die Krätze – Scabies, nennt man das in der Fachsprache.
„Woher haben sie das denn?“ frage ich – worauf er mir erzählt, dass er geschäftlich häufig unterwegs ist und halt auch in nicht so feinen Hotels übernachten muss – er denkt, er habe das aus einem Hotelbett aufgelesen.
Brrrr. Aber: möglich.
Also erkläre ich ihm, was er machen kann.
1. Die Entzündung muss zuerst weg. Für die übelsten Stellen gebe ich ihm eine Kortisoncreme. Das soll er 2-3 Tage lang nehmen
2. Wenn er die Behandlung anfängt, muss er auch seine Umgebung behandeln, d.h. Bettwäsche auskochen, jeden Tag wechseln, dasselbe gilt für die Kleidung, Polstermöbel und Teppiche mit dem Staubsauger reinigen, Milbenspray benutzen
3. Vor der Behandlung ein Bad nehmen, dann nach dem Trocknen das Mittel auftragen: auf den ganzen Körper, bei ihm auch am Kopf (ausser bei den Augen) – für die Hände zusätzlich Baumwollhandschuhe darüber. Das Mittel in der Schweiz ist Eurax (Crotamiton)– wobei eigentlich wäre ein Permethrin-Mittel besser, nur gibt es in der Schweiz keins in der nötigen Konzentration (Infectoflam aus Deutschland wäre eine Möglichkeit). Die Anwendung dauert 3-5 Tage, wobei es abends eingerieben wird.
Ich gebe ihm das alles – er will nicht zum Arzt – und erkläre ihm die Anwendung und dass er wenn es nicht bald besser wird trotzdem gehen muss.

Was soll ich sagen? Er kam ein paar Tage später, da sah es schon nicht mehr so entzündet aus und ich gab Starterlaubnis für das „Insektizid“.
Noch ein paar Tage später … und ein ganz anderer Mensch steht vor mir. Ohne das Geschuppe sieht er gar nicht so leid aus 😉

Jedenfalls war die Behandlung auch dank seinen Bemühungen erfolgreich …. und wir haben einen treuen Kunden gewonnen.

Medikamente aus dem Supermarkt

Da will die Migros doch anscheinend Medikamente verkaufen. Nachzulesen z.B. hier.

Na toll. Wie man sieht, sehen sie die Medikamente rein als Konsumartikel an – die offenbar keine Beratung brauchen.

Als Beispiel nennen sie Perskindol (eine Muskelsalbe), Supradyn (Multivitamine) und Aspirin.

Ausgerechnet ASPIRIN!

In meinen Augen zeigt das, dass sie wirklich keine Ahnung haben. Aspirin ist ein Medikament gegen Schmerzen und Fieber … und eines, das heute wohl Mühe hätte, durch die Tests und Studien zur Zulassung zu kommen. Zu viele Neben- und Wechselwirkungen.

Wen es interessiert, auf was man beim Aspirin-Verkauf alles achten muss, der lese hier nach: Aspirin und die umfassende Beratung.

Wer das toll findet, soll mal einen Blick nach Amerika riskieren und schauen, was für Probleme sie dort haben, eben weil sie solche Sachen auch im Supermarkt verkaufen. Viele Rückrufe von Medikamenten kommen nur daher, weil sie eben dort so missbraucht worden sind. Jedes Jahr Tausende Todesfälle wegen Wechselwirkungen mit eben diesen „harmlosen“ Medikamenten.

Aber das ist typisch für die Migros. Letztes Jahr war es der Medikamenten-Abholposten, dieses Jahr das.

Wer hat …

Ein Mann kommt in die Drogerie: Wer hat meiner Frau Alleskleber statt Zahnpasta verkauft?“

– Großes Schweigen. Dann meldet sich kleinlaut der Lehrling.

Der Mann gibt ihm fünf Euro und sagt: „Danke, mein Junge!“

Den fand ich noch herzig. Ist natürlich ein Witz.

Andere Medikamente?

Bei Neukunden soll man wegen möglicher Wechselwirkungen immer abklären, ob der Kunde noch andere Medikamente einnimmt. Manchmal ist es aber ein Problem, weil nicht jeder, das was er nimmt, auch als „Medikament“ ansieht…

Apotheker: „Nehmen sie im Moment andere rezeptpflichtige Medikamente ein?“
Patient: „Nein.“
Apotheker: „Und Vitamine oder pflanzliche Medis?“
Patient: „Ja, etwas für meine Lungen, damit ich besser atmen kann.“
Apotheker: „Und wie heisst das?“
Patient: „Rimifon, einmal täglich.“
Apotheker: (hoppla!) „Danke, ich halte das so in ihren Unterlagen fest.“

P.S. Das ist ein Antibiotikum, das man praktisch nur zur Behandlung der Tuberkulose braucht – demnach ist es für die Lunge, aber definitiv ein Medikament – sogar eins, bei dem man sehr aufmerksam sein muss was die Kombination mit anderen Medis anbelangt.

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