Einfach nur gierig.

Wir haben Blutzuckermessgeräte, die wir dem Kunden gratis abgeben … vorausgesetzt, sie bringen ihr altes Gerät zum Austausch.

Jedenfalls hatte ich da diesen Kunden, dem ich sein altes Gerät (nicht so alt, aber er kam damit einfach nicht zurecht) gegen ein neues austauschte.

Er war hochzufrieden „Wirklich, gratis??“ Und ich war das auch (bin ich meistens, wenn die Leute zufrieden sind) … bis er am nächsten Tag wiederkam und sagte: „Ich brauche noch eines für die Ferien.“

Ich sage: „Nun, sie können eines von der gleichen Marke kaufen, die sind etwa 50 Franken, aber ich kann ihnen nicht einfach ein Zweitgerät geben.“

Kunde (sauer): „Aber gestern war es gratis.“

Pharmama: „Es ist im Umtausch gratis. Nicht einfach so.“

Kunde: „Aber sie bekommen sie gratis!“

Pharmama: „Mit der Auflage sie umzutauschen. Sie haben ein neues Gerät gratis bekommen. Sie bekommen aber nicht ein zweites nur für die Ferien. Nehmen Sie das mit, das sie haben.“

Kunde: „Und wenn es kaputtgeht?“

Pharmama: „DANN können sie mit dem kaputten kommen und ich ersetze es ihnen gerne.“

Echt!

Auf der anderen Seite: Der Kundin, die für den Vater ihres Freundes auf Kuba eines brauchte und Teststreifen und Lanzetten gekauft hat … der habe ich es gratis gegeben.

Lassen Sie mich das wiederholen … (2)

Lassen sie mich das noch mal wiederholen:

Sie sind eine sonst gesunde 25 jährige Frau ohne irgendwelchen chronischen Krankheiten. Letzte Nacht hatten sie Kopfschmerzen und das einzige an das sie dachten, dass sie nehmen können ist eine unbekannte Anzahl Tabletten eines unidentifizierten Bluthochdrucksmedikaments das Ihrer Mutter gehört.

Und weil ihre Kopfschmerzen weggegangen sind bestehen Sie jetzt darauf, dass sie Bluthochdruck haben und ich soll ihnen etwas dagegen geben?

Oooookee ….

Neee!

Ziemlich ruhig

„Heute ist es aber ziemlich ruhig“

…sagt die Kollegin, kurz bevor sich die halbe Stadt entschliesst, dass es jetzt an der Zeit ist die Medikamente in der Apotheke holen zu kommen.

„Heute ist es aber ziemlich ruhig“

… sagt der Kunde nachdem die halbe Stadt da war.

Professionalität in der Apotheke

Als Apothekerin hat man es nicht einfach. Aber wir bleiben auch dann professionell wenn…

… Die Kundin mitten im Laden das Hemd nach oben zieht, um einem die Pilzinfektion unter dem Busen deutlich zu zeigen …

… Der wirklich attraktive Mann einen nach einer ausgiebigen Beratung in Bezug auf Kondome und Gleitgels fragt…

… Die voll betrunkene Kundin nach etwas fragt was es gar nicht gibt, sie aber steiff und fest behauptet das sei nicht so…

… Das knapp 16 jährige Mädchen die „Pille danach“ verlangt… (oder andere Pille danach „Notfälle“ )

… Die ältere Kundin nicht mehr weiss, welche Grösse Tena Pants sie noch hat, die Hosen nach unten zieht und sagt: „Na: Halt diese!“

… Der junge Kunde fragt, welches Kondom das beste sei, -“Das beste zum Schutz vor Schwangerschaft?“- „Nein, das was am gefühlsechtesten ist …“ (und weitere spezielle  Fragen zu Kondomen).

… Der ältere Mann unser Namensschild von wirklich seeehr nahe wirlich seeehr genau ansieht…

… Der Kunde uns sein ‚Pickel auf dem Penis-Problem‘ mittels Foto auf dem Natel demonstriert….

und noch bei viel mehr.

Auf der anderen Seite macht es uns nichts aus Medikamente abzugeben, von denen es manchen Kunden vielleicht peinlich sind, dass sie sie nehmen müssen, sei das Viagra, Levitra, Cialis oder Xenical oder Antidepressiva. Man kann das sehen wie beim Kondome kaufen … das ist auch nur die ersten 2, 3 Mal unangenehm, danach wird es zur Normalität … was ja auch so sein soll.