Toilettengang

Frau:Habt Ihr hier eine Toilette?“

Drogistin: „Ja, die haben wir.“

Frau: „Wo ist die?“

Drogistin: „Hinten, aber …“

Frau läuft an der Kasse vorbei Richtung Hinterräume der Drogerie.

Drogistin: „Entschuldigen sie, sie können da nicht nach hinten gehen.“

Frau: „Und wieso nicht? Ich muss auf die Toilette und sie haben gesagt, ich könnte das.“

Drogistin: „Nein, das habe ich nicht.“

Frau: „Doch das haben sie!“

Drogistin: „Sie haben nur gefragt, ob wir eine haben und wo. Ich habe nie gesagt, dass sie sie benutzen können. Aber das Kaufhaus hat eine öffentliche: gerade nebenan.“

Frau: „Ja, aber die ist immer so schmutzig!“

Eine interessante Sammlung Toilettenschilder findet man übrigens hier.

Ein Tresor und die Feuerwehr

Zur Abwechslung mal eine Geschichte aus der Feuerwehr, selbst erlebt (oder zumindest mitgehört):

Früher hatten wir in der Feuerwehr noch nicht die heutigen Pager, sondern wurden via Telefon alarmiert – ein paar wenige hatten Funkpager, womit man praktisch den Funkverkehr der Feuerwehren in der Nähe abhören konnte.

Mein Kuschelbär hat wegen den Ferien des normalen Besitzers ein solches bekommen und darum bekamen wir das Drama live mit.

Zuerst ein Feuer-Alarm in einer Firma: „Feueralarm bei Firma … bieten Gruppe 3 auf.“

dann wie die Fahrzeuge ausrücken: „Kowa rückt aus, TLF rückt aus …“

Ankunft bei der Firma: „Kowa vor Ort, TLF vor Ort…“

Soweit alles normal. Dann eine Zeitlang Stille. Das nächste was kommt lässt uns aufhorchen:

„Feuerwehr … an Alarmzentrale: Könntet Ihr die Polizei alarmieren, dass sie jemanden schicken. Hier sind ein paar dabei einen Tresor aufzubrechen.“

WAS war das? Tresor aufbrechen?

Ja, genau. Wie üblich bei einem Feueralarm schaut man erst mal, wo der Alarm ab ist (auf dem Brandmelder-tableau) und schickt jemanden nachsehen. Unser Feuerwehrmann geht also hin, öffnet die Türe und trifft 2 Leute an, die gerade dabei sind einen ziemlich grossen Tresor aufzuschweissen.

Rasch die Situation überblickend reagiert der doch etwas überraschte Feuerwehrmann cool und sagt: „Wir hatten einen Alarm, aber hier … brennt es wohl nicht. Guten Abend, noch“ … und geht wieder.

Draussen alarmiert er die Polizei, die die Safeknacker auf (immer noch) frischer Tat erwischt. Den Tresor haben sie früher am Tag gestohlen und hierhergeschafft, um ihn in Ruhe öffnen zu können. Pech nur, dass sie das gerade unter einem Rauchmelder versucht haben….

Es läuft über!

Telefon einer Kundin: „Der Antibiotikumsirup, den ich von ihnen bekommen habe läuft über!“

Pharmaassistentin: „Wie meinen sie das?“

Kundin: „Ich habe – wie in der Packungsbeilage angegeben- 92 ml Wasser dazugegeben … und die Flasche ist zu klein, es läuft oben über.“

Pharmaassistentin: „Oh, das hätten sie nicht tun sollen, der Sirup wurde schon in der Apotheke für sie fertig zubereitet!“

Antibiotikasirup wird meist in noch ungelöster Form als Pulver in der Flasche geliefert und von uns vor der Abgabe zubereitet. Theoretisch könnte das der Kunde schon selber machen, aber die Angabe: „bis zum Strich mit Wasser füllen“ liefert sehr unterschiedliche Resultate und wir können die 92 ml (oder was auch immer) die gebraucht werden, genau abmessen.

Aber dass jemand versucht einen schon gelösten Sirup zuzubereiten … das ist neu.

Streifenrezept – ein Gastbeitrag

Nachdem ich ja hier die Sicht der Apotheker (und anderer Angestellten) in der Apotheke vertrete, finde ich auch die andere Sichtweise – die des Kunden interessant.

Und hier haben wir einen Gastbeitrag: wunderbar geschrieben und gefunden bei ‚Nordworte‘ von Zimtapfel:

Kürzlich betrete ich am späten Nachmittag zum Erwerb eines Medikaments die kleine Apotheke in der Nachbarschaft. Vor dem Tresen wartet bereits eine ältere Dame, leicht verzweifelter Gesichtsausdruck, in der Hand ein weißes Blatt Papier auf dem zwei kleinere farbige Felder zu sehen sind. Bei näherem Hinsehen weisen diese Felder eine leichte Streifenoptik auf.

Das Blatt Papier wird gerade von der Apothekerin hinterm Tresen mit etwas zweifelnder Miene in Augenschein genommen, mit ebenso zweifelnder Stimme äußert sie: “Also ich weiß ja nicht. Ob wir das so einreichen können?”

Der Kollege Apotheker, der sich eigentlich gerade mir zuwenden will, kommt näher und besieht sich das Objekt des allgemeinen Interesses. “Zeigen Sie doch mal her. Aha. Na, was ist denn da passiert?”

Die Dame wird spürbar verlegen. “Äh… Also… Mein Mann… Das Altpapier… Der Reißwolf… Und dann fragte ich ihn: Wo sind denn die Rezepte geblieben. Und dann…”

Die beiden hinter dem Tresen sind sichtlich bemüht, nicht laut loszulachen ihre Erheiterung einigermaßen zu verbergen. Ich kann mir ein leichtes Grinsen nicht verkneifen komme interessiert näher und frage beeindruckt: “Wie, und dann haben Sie das alles Streifchen für Streifchen wieder zusammengepuzzelt?”

“Ja! Ja!” Die Dame wird eifrig. “Erst mussten wir alle längeren Streifen aussortieren. Denn die Rezepte, die sind ja viel kleiner, das konnten die längeren Streifen ja gar nicht sein. Und dann…” Sie deutet wieder auf das Papier. Streifen für Streifen sind dort die Reißwolfüberreste zweier Rezepte fein säuberlich nebeneinander aufgeklebt.

Während die beiden Apothekenbediensteten beratschlagen, wie sie das Papier am günstigen in den Drucker einführen, so das dieser es auch annimmt, rate ich der Dame, doch noch einmal beim Doktor vorzusprechen, zu erzählen, was passiert ist, und darum zu bitten, ob man ihr die Rezepte nicht noch einmal neu ausstellen könne.

“Hm… Ja… Ich weiß nicht recht. Die dürfen doch auch nicht immer wieder alle möglichen Rezepte ausstellen.” Nun gut. Da bin ich ehrlich gesagt überfragt.

In der Zwischenzeit hat der Apotheker mir nebenher das gewünschte Mittel verkauft und mit einem freundlichen “Alles wird gut!” an die ältere Dame gehe mit einem leicht erheiterten Gesichtsausdruck meiner Wege.

Tja. Wer den Schaden hat …

Mini-Quiz

Nachdem er Jahre durch das Mikroskop auf Objektträger mit menschlichem Blut gestarrt hat, ist der Hämatologe erfreut gleich 5 verschiedene Leukozyten (weisse Blutzellen) in einer Reihe zu finden:

Der Hämatologe gibt Dir folgende Hinweise um sie zu identifizieren:

1. Der Lymphozyt ist direkt rechts neben dem Basophilen Granulozyten

2. Der Neutrophile Granulozyt ist direkt links neben dem Monozyten.

3. Der Eosinophile Granulozyt ist nicht neben dem Monozyten, Neutrophilen oder Basophilen

Kannst Du die weissen Zellen von rechts  nach links benennen?

Kein medizinisches Wissen nötig, nur Logik.

Rückrufaktion Rhinathiol Kindersirup

Frisch von der Presse:

Laut Fax der Firma Sanofi werden alle Chargen Rhinathiol Kindersirup ohne Zucker (der rosarote) per sofort zurückgerufen.

Das gilt für alle noch in der Apotheke oder beim Grosshändler befindlichen Flaschen als auch für die bei den Kunden zuhause!

Wenn Du noch eine solche Flasche zuhause hast (geschlossen oder angebraucht): bring sie in die Apotheke zurück. Dort bekommt man das Geld retour. Bin gespannt, wie das noch kommuniziert wird.

Als Grund geben sie einen Qualitätsmangel an: offenbar ist es vorgekommen, dass es Ausflockungen und Geschmacksveränderungen gab. Die Geschmacksveränderungen müssen sehr auffällig gewesen sein – es gab Reklamationen. Gefährlich sei das aber nicht – ausser dass einem eventuell schlecht werden könne wegen dem Geschmack.

Jedenfalls habe ich gleich nachdem ich den Fax um 5 Uhr bekommen habe allen, die seit Anfang Jahr den Rhinathiol Kindersirup auf Rezept hatten, angerufen und ihnen mitgeteilt, dass sie ihn zu uns zurückbringen mögen.

Chargenrückrufe sind nicht wirklich etwas ungewöhnliches. Es kommt gelegentlich mal vor, dass Qualitätsmängel festgestellt werden, oder Packungsbeilagen in der falschen Packung gelandet sind, oder der Verfall nicht so lange wie gedacht etc.

Die aktuellen für die Schweizer Medikamente findet man übrigens hier: http://www.pharmavista.net/  ganz links im Bild. Oder auf der Startseite der swissmedic.ch