Sprachentwicklung

Nachdem unser Junior eher zögerlich angefangen hat zu sprechen, holt er jetzt kräftig nach.

Unterwegs kommentiert er mit viel Freude, was ihm gerade auffällt: „Auto aabe“ (Ja, das Auto fährt in die Tiefgarage), „Dööt Wasser“ (im Brunnen nämlich), „Drämmli chunnt“ (Das Tram fährt vorbei), „Tüütaaa Papa“ (wenn Kuschelbär mit dem Feuerwehrauto unterwegs ist) und so weiter.

Auch oft: „Wasischdas?“ wenn er etwas sieht, wo er noch keinen Namen dafür hat.

Aber manchmal gibt er den Dingen auch gleich selber Namen.

So wie letzte Woche, als Kuschelbär für unseren neugemachten Balkon gleich 2 Schirme gekauft hat: einen grossen und einen kleinen. Als ich nach Hause kam, nimmt mich Junior an der Hand und sagt: „Chumm mit!“

Er bringt mich auf den Balkon und zeigt auf den installierten grossen Schirm und verkündet: „Baum!“

Ich muss lachen, sage: „Es sieht etwas aus wie ein Baum, gell Junior? Aber das nennt sich Schirm!“

Worauf er kurz rausgeht, dann mühsam den kleinen Schirm anschleppt und sagt: „Baby-Baum !!“

Ich musste mich setzen, ich hab so gelacht.

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reine Gewohnheitssache

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Kundin: „Neocid zum aufstellen gegen Küchenmotten, bitte“

Drogistin: „Wir haben nur die Fallen von Gesal da, – aber das ist das gleiche.“

Kundin: Hmm, ich weiss nicht ob ich das nehmen kann, das ist gestreift … das sind sie nicht gewohnt.“

Drogistin: (denkt: – ‚die Motten??‘ )

Übrigens: Diese Fallen zum aufstellen gegen Lebensmittelmotten sind sehr wirksam. Sie sind sogar so wirksam, dass sie die Motten von ausserhalb des Hauses anziehen mit ihrem Lockstoff, wenn man sie offen aufstellt und die Fenster offen hat …

Also: Erst mal alles aufräumen und wegschmeissen, was Käferli drin hat in den Lebensmitteln und dann die Falle im Schrank aufstellen – das holt dann die, die man übersehen hat.

Rette den Hasen!

8

Ein kurzes, leicht makabres Spiel.

Rette den Hasen! Die Zeit drängt.

Nein. Fragt bloss nicht.

Gedankenleser gesucht

7

Patient ruft an: „Hallo. Ich bin Stammkunde bei ihnen. Ich habe mich gefragt, ob es möglich ist, dass sie meine Medikamente vorbereiten, bevor ich zu ihnen komme.“

Apotheker: „Sicher, wie ist der Name?“

Der Apotheker schaut ins Computerdossier, sieht dass der Patient seit über einem Jahr nicht mehr hier gewesen ist und auch keine Dauerrezepte zum repetieren hat.

Apotheker: „Tut mir leid, sie haben keine offenen Rezepte und das letzte Mal waren sie vor über einem Jahr hier.“

Patient: „Ich habe das neue Rezept bei mir. Ich fragte mich, ob sie es vorbereiten könnten.

Apotheker:: „Ok, was ist es?“

Patient:  „… Ich kann allerdings nicht lesen, was der Arzt verschrieben hat.“

Medikamentenrückgabe

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Es ist ja allgemein bekannt, dass man die Sachen, die man irgendwo kauft und die speziell zu entsorgen sind, dort wieder zurückgeben kann. Batterien in den Kaufhäusern, Technische Geräte beim Händler und also auch Medikamente in der Apotheke.

Uns hat man immer gesagt, das sei besser für die Umwelt, als es in den Hausabfall zu werfen, weil es dann bei unserem Entsorgungsdienst bei höheren Temperaturen vollständig verbrannt wird. Dem ist nicht ganz so, wie ich inzwischen weiss. Hier ist es so, dass auch der Hausabfall wird bei etwa der gleichen hohen Temperatur verbrannt wie die normalen Medikamente – das ist jedoch nicht überall gleich.

Aber: wir sortieren den Abfall vorher noch etwas aus. Quecksilber, Spritzen und biologische Abfälle und Zytostatika zum Beispiel. Auch zurückgegebene Chemikalien wie Säuren und Basen werden nach Sorte getrennt.
Der Service ist gratis für die Kunden – das heisst, wir bezahlen die Abfallgebühren.
Und auf jeden Fall ist es viel besser, als es in die Toilette zu werfen – wo es dann im Grundwasser landet und die Umwelt belastet.

Wir nehmen also Medikamente zurück.

Man denkt das ist problemlos ist: in die Apotheke gehen, Sack mit abgelaufenen Medikamenten überreichen, wieder herausgehen.

Anscheinend gibt es aber eine Menge Leute für die das ein Problem darstellt. Jedenfalls finde ich immer wieder herrenlose Säcke in oder vor der Apotheke mit solchen Altlasten.

Denken die, sie müssen was bezahlen? Oder ist das den Leuten die das machen peinlich? Dann sollten sie vielleicht auch gut darauf schauen, dass sie von allen Medikamenten die Etiketten abnehmen!
… Das fände ich auch darum gut, weil ich das dann nachher nicht noch machen muss: Datenschutz lässt grüssen.

Achtung: das obige gilt für die Schweiz. In Deutschland haben sie seit Anfang Jahr Probleme damit, weil die Entsorgungsfirma gekündet hat.

Deutliche Worte

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Ein Patient bekommt auf Rezept Paspertin Zäpfchen verschrieben.

Man schreibt es an: 1 Zäpfchen alle 6 Stunden einführen.“

Er bekommt die Zäpfchen und geht.

Wenig später ruft der Patient zurück und fragt: „Wie nehme ich das?“

Apotheker: „Man führt es rektal ein.“

Er sagt „Ok.“ und hängt auf.

Ein paar Minuten später ruft er wieder an und fragt: „Was heisst rektal?“

Der Apotheker erklärt es ihm: „Das bedeutet in ihren Anus / After.“

Er sagt „Ok.“ und hängt wieder auf.

Und ruft zurück.

Patient: „Also: Was muss ich tun?“

Der Apotheker erklärt ihm: „Legen Sie sich hin, ziehen sie die Beine an und stecken sie sich das Zäpfchen in den Arsch.“

Das war dann wohl deutlich genug!

Mehr über die Anwendung von Zäpfchen hier.

Geschützt: Seeehr müüüde

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Quicky (4)

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„Wenn ich Ihnen etwas zeige, können Sie dann sagen, ob das Hämorrhoiden sind?“

den Chef rausgehängt

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Als Apothekerin in einem durchgehend offenen Geschäft habe ich keine wirkliche Mittagspause. Das heisst ich kann mich schon etwas zurückziehen, um etwas zu essen, aber wenn sie beim Bedienen Hilfe brauchen und jedes Mal wenn ein Rezept kommt, muss ich ran. Das bedeutet auch, dass ich seltenst eine ungestörte Mitagspause habe und darum ist es für mich auch nicht so wichtig, ob ich um 12 Uhr oder erst später dazukomme.

Jedenfalls waren wir heute unten schon den ganzen Vormittag sehr beschäftigt und als auf einmal etwa 10 Leute gleichzeitig im Laden standen und nur noch 3 (mit mir) zum Bedienen da waren, habe ich erst Sturm geläutet und als niemand kam, bin ich in den Pausenraum gerannt und habe den beiden die da sassen zugerufen : Wir brauchen unten Hilfe; alle beide runter, jetzt!“

Erst nachher fand ich es seltsam, dass sie mit abgezogenen Schürzen da gesessen sind und assen. Da habe ich beim Blick auf die Uhr mit Schrecken bemerkt, dass ich sie gerade aus der Mittagspause geholt habe – die sie ja wirklich zugute haben und für sie auch keine Arbeitszeit und nicht bezahlt ist.

Hoppla.

Ich hab mich dann entschuldigt – aber sie haben es locker genommen.

Ein Hoch auf gute Mitarbeiter!