Monat: Januar 2009
Quicky
Kundin: „Ich kann diese Calcimagon Kautabletten fast nicht schlucken!“
Hmmmpf. Könnte ich auch nicht.
Auflösung zum Quiz
Das sind die Lösungen für die (zugegeben) recht schwierigen Fragen aus dem Quiz hier.
Danke an alle, die mitgemacht haben!
1 – B: Die Frau ist allergisch auf Muscheln, also Schalentiere. Das Glucosamin in Voltaflex wird aus Schalentieren gewonnen und enthält noch Allergene. Dementsprechend liegt die Vermutung nahe, dass das der auslösende Faktor ist. Grundsätzlich könnte die Allergie auch von anderen Medikamenten ausgelöst werden. Eine Kreuzallergie mit Fisch hat sie aber offenbar nicht.
2 – D: Der blaue Fleck hinter dem Ohr nennt sich Battles Zeichen und ist ein Hinweis auf einen Schädelbruch: darum: nichts geben und in den Notfall schicken.
3 –D Die beste Antwort wäre D: Die beste Umgebung für einen Zahn (auch nach dem ausschlagen) ist dessen Sockel. Ein Wiedereinsetzen ist am Erfolgreichsten, wenn er spätestens 30 Minuten nach dem Ausschlagen wieder am Ort ist. Der Zahn sollte nur an der Krone angefasst werden um die Wurzel nicht zu schädigen. Wenn der Patient den Zahn nicht wieder einsetzen kann, soll er ihn unter der Zunge oder in der Backentasche aufbewahren, so dass er im Speichel liegt.
Wenn das nicht möglich ist, kann man den Zahn in ein Glas Milch geben (E)
oder in Salzlösung, aber die hat man meist nicht zur Hand, darum habe ich diese Lösungsvariante weggelassen: Die beste ist die Hanksche Lösung (die bekommt man als Zahnrettungsbox in der Apotheke).
Wasser (B) und Bier (C) sind nicht ideal. Speichel, Milch oder Salzlösung sind besser.
die schlechteste Lösung ist den Zahn trocken zu transportieren (A)
4. Auflösung:
Codipront Srp (=Sirup) gegen Husten
Ecomucil 600 0 – 1 – 0 gegen Husten, schleimlösend mit Acetylcystein, Dosierung mittags 1 Brausetablette in Wasser
NS Spray Nasenspray gegen Schnupfen 3-4 x täglich 1 (Sprühstoss in die Nase geben)
Rhinopront K (=Kapseln): gegen Schnupfen, 1 x abends je 1 Kapsel einnehmen
5 -Bei der Pflanze handelt es sich um eine Eibe – eine Giftpflanze.
Praktisch alle Teile der Pflanze sind giftig bis sehr giftig und führen zu Bauchkrämpfen, Koliken und Organversagen – bis auf die reife rote Samenhülle. Trotzdem sollte man mit dem Toxzentrum Kontakt aufnehmen, das einem das weitere Vorgehen sagen wird. Ob Kohle hier hilft weiss ich leider auch nicht.
Die beste Antwort aus meiner Sicht wäre C- erst ein paar rasche Abklärungen, dann Hilfe von den Profis.
Und der Gewinner ist: natürlich jeder der mitgemacht hat!
Aber am meisten Punkte hat:
1. Albert
2. Nicole
3. Earlmobile
4. Chefarzt, DennisDeutschmann, Merapi (Gleichstand)
und Ghettomaster: Du hast am besten das Rezept lesen können!
Neues vom Zahnarzt
Gestern mittag hatte ich das Vergnügen des 2. Besuches wegen meines Zahnimplantats. Zur Erinnerung: in den Ferien ist mir ein schon Wurzelbehandelter Zahn teilweise abgebrochen. Beim Röntgen hat der Zahnarzt gesehen, dass darunter eine chronische Entzündung ist, er also nicht einfach ein Krone darüber machen kann. Darum musste der Zahn ganz raus und die Entzündung herausgekratzt werden.
Gestern (4 Wochen später) also der nächste Besuch, wo der Zahnarzt in den Kieferknochen bohrt und eine Schraube einsetzt, die dann als Halter für den künstlichen Zahn dient. Ein Implantat halt.
Ich bin mit sehr gemischten Gefühlen hingegangen – eigentlich wäre ich am liebsten vom Stuhl aufgestanden und wieder gegangen, vor allem, als ich die Vorbereitungen gesehen habe:
und das ist erst die Hälfte davon. Die Bohrer, die aussehen wie die vom Baumarkt sind da nicht mal dabei!
Jedenfalls hab ich’s irgendwie überstanden, ich denke die Rescue Tropfen haben mitgeholfen – und natürlich die Spritze mit dem Lokalanästhetikum.
Aber bei der anschliessenden Besprechung des neu angefertigten Röntgenbildes meinte der Zahnarzt er habe nicht allzuviel Knochen gehabt das Implantat zu befestigen und darum mit relativ viel Knochenzement arbeiten müssen – darum weiss er nicht, ob das auch hält, wie es soll. Arrrgh!
Geschützt: Eilmeldung: König gefunden!
Hausverbot
Es kommt (zum Glück) selten genug vor, dass wir jemandem Hausverbot erteilen müssen. Die letzte war Bierfläschchenfrau. Besagte Frau ist öfters schon am Morgen mit ihren Bierflaschen unterwegs und hat sich in Ihrer alkohol-induzierten Demenz schon einiges grenzwertiges* geleistet in der Apotheke.
Wüste Beschimpfungen wegen nichts gehörten praktisch zur Tagesordnung, wenn sie vorbeikam aber als sie eine meiner Mitarbeiterinnen anspuckte (!) war es fertig mit der Geduld.
„Jetzt ist fertig. Sie haben Hausverbot!“ und falls das noch nicht angekommen ist im alkoholvernebelten Gehirn: „Sie brauchen nicht mehr wiederzukommen, Sie werden nicht mehr bedient werden und falls sie trotzdem wieder in diesen Laden kommen, werde ich sie nach draussen begleiten lassen.“
Das Problem ist nur, dass sie das in ein paar Wochen wieder vergessen haben wird (dem Alkohol sei dank) – und dann fängt das Theater wieder an.
Im Moment darf sie nach halbjährigem Hausverbot wieder kommen – allerdings nur solange sie sich benimmt.
*zum Beispiel: Einmal wollte sie unbedingt Bepanthen Salbe für ihre Rückenschmerzen. Alles beteuern unsererseits, dass das garantiert nicht das Richtige ist und nicht gegen Schmerzen hilft war sinnlos. Sie will und kauft die Tube.
Ein paar Stunden später schickt sie die Nachbarin, damit sie die Tube zurückgibt.
Ich schau mir jedes Produkt das die Leute umtauschen / zurückgeben wollen an und: die Tube ist geöffnet worden. Sorry, aber dafür gibt es kein Geld zurück. Da hilft es auch nichts später den ganzen Laden zusammenzuschreien.



