heute Gratis

Ich weiss nicht, ob ihr das auch kennt, aber wenn es in der Apotheke / Drogerie mal Muster gibt und man sie auflegt … sind sie innert kürzester Zeit verschwunden.

Bei manchen Kunden habe ich wirklich das Gefühl, dass es ihnen egal ist, was es da eigentlich gibt … Hauptsache Gratis.

Hustenbonbons, Muskeleinreibmittel, Hautcrememuster … egal ob gegen Falten, für reife Haut oder für sehr trockene Haut. Ich habe unter 30 Jährige Mittel einpacken sehen, die eigentlich für Haut ab 50 gedacht ist. Egal, es ist Gratis!

Holzpflegemittel Mustertüchlein? Da reicht eines gerade Mal für eine Fläche von einem A4 Blatt … auch das geht weg.

Muster für Babybrei? Nehm’ ich – im Moment hab ich zwar keins, aber das kann ja noch werden.

Mal abgesehen, dass die Firmen, nicht mehr so grosszügig sind, was ihre Muster angeht, ist das noch ein Grund warum wir Muster praktisch nur noch gezielt abgeben.

Auch für das Kondom an der Pinnwand unten hat sich sicher ein Abnehmer gefunden …

… und danach kann man das Babybreimuster doch noch brauchen.

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Freundschaftsdienst

Junger Mann kommt in die Apotheke: „Ich muss für meine Freundin die Pillen abholen, die sie bestellt hat.“

Pharmaassistentin: „Ok. Wie heisst sie?“

Junger Mann:  „Claudia.“

Pharmaassistentin: „Und der Nachname?“

Junger Mann: „Ich weiss nicht… “

Pharmaassistentin: „Vielleicht das Geburtsdatum?“

Junger Mann: „keine Ahnung.“

Pharmaassistentin: „Und die Adresse?“

Junger Mann: „Ah, weiss ich auch nicht, aber ihre Nummer ist in den Top 5 auf meinem Telefon. Schauen sie!“

Und das ist (unter anderem) der Grund, warum wir den Kunden Abholzettel mitgeben …

Die Steinlaus – gefunden?

Loriot, der vor ein paar Wochen übrigens 80 Jahre alt wurde, hat vor über 30 Jahren die Steinlaus (Petrophaga lorioti) gefunden und im folgenden Film als Professor Grzimek vorgestellt.

1983 fand die Steinlaus Eingang in den Pschyrembel: das medizinisch-wissenschaftliche Nachschlagewerk … und findet sich noch heute darin.

Der Text (und viel viel mehr über die Steinlaus) findet sich im Blog www.diesteinlaus.wordpress.com.

Hier ein kleiner Auszug:

Steinlaus f: syn. Petrophaga lorioti; zur Familie der Lapivoren gehöriges einheimisches Nagetier (♂♂ 0,2-0,3 mm; ♀♀ 0,3-0,4 mm, gravide ♀♀ etwas größer), dessen Existenz erst in jüngster Zeit (1983) dokumentiert werden konnte (s. Abb.). Während die gemeine St. nur selten beobachtet wird. sind einzelne humanpathogene Vertreter der Gattung von zunehmendem med. lnteresse: Nieren-St. (P. nephrotica), Blasen-St. (P. vesicae), Gallen-St. (P. cholerica), neuerdings auch Speichel-St. (P. salivatoria). deren (ätiologische?) Rolle bei Uro-, Chole- und Sialolithiasis noch der Klärung bedarf. Ein therap. Einsatz der St. kommt nach heutigem Wissen eher nicht in Frage; vgl. Chemolitholyse. Lithotripsie.

Aber obwohl man die Steinlaus bis heute nicht gefunden hat, bin ich letzthin doch stark an sie erinnert worden, (speziell die P. nephrotica), als ich den Bericht über ein Bakterium namens Oxalobacter formigenes gelesen habe. Anscheinend hat man in einer Studie gefunden, dass eine Besiedelung mit diesem Bakterium die Häufigkeit von Nierensteinen reduzieren kann.

– Die moderne Steinlaus sozusagen.

Peinliche Frage

Frau ruft an mit einer Frage an die Apothekerin.

Frau: „Ich habe eine Frage,  ….das ist wirklich peinlich.“

Apothekerin (professionell): „Kein Grund sich zu schämen, es gibt keine dummen Fragen.“

Frau: „Also … ich habe eine Pilzinfektion.“

Apothekerin:Das ist nichts ungewöhnliches, nichts was ihnen peinlich zu sein braucht.“

Frau: „Ich habe Gyno Canesten Creme – nützt das?“

Apothekerin: „Ja, damit können sie das behandeln.“

Frau: Äh, kann man das auch äusserlich anwenden?“

Apothekerin: „Sicher.“

Frau: „Äääähhh…. jetzt. Ich denke ich habe meinen Freund angesteckt, als wir Sex hatten, kann er die Creme auch für seinen Penis brauchen?“

Apothekerin: „Ja, es wird sowieso empfohlen, dass beide Partner zur gleichen Zeit behandelt werden, damit man sich nicht wieder gegenseitig ansteckt.“

Frau: …. (Schweigt)

Apothekerin: „Kann ich ihnen sonst noch helfen?“

Frau: „Äähemmm … kann ich die Creme auch um den Mund herum verwenden?“

….

(Ah, jetzt sind wir beim peinlichen Teil angelangt).

Medikamentennamen sind schwierig (2)

Nach meinem ersten Blogpost über die freiverkäuflichen Medikamente und wie sie von Kunden „falsch“ benamst werden, kommen jetzt auch die rezeptpflichtigen dran:

Das ist so oft unfreiwillig komisch.  Hier eine kleine Auswahl:

Norvasack – Norvasc

Frolsäure – Folsäure

Kanister – Canesten

Elektroxin – Eltroxin

Perrier – Pariet

Ex-alatan – Xalatan

Diamicron Mister – Diamicron MR

Citropam – Citalopram

Niffydipin – Nifedipin

Fuckidin – Fucidin

Omega Pretzel – Omeprazol

Omniprazol – Omeprazol

Metmorphin – Metformin

Clarins – Claritine

Adalat Extra Large – Adalat XL (das XL bedeutet Extended release)

Aqua Check – Accu Check

Liprosil – Lisinopril

Und wer wissen will, wie erfinderisch Kunden sein können, wenn sie den Namen gar nicht wissen, lese den Blogpost hier.

Anti Aging -WAS?

Functional Food – nämlich Lebensmittel, die nicht nur der Ernährung dienen sondern „mehr“ können sollen wie z.B. Margarine die Cholesterin senkt, Joghurtdrinks, die die Immunabwehr steigern oder die Verdauung normalisieren sollen gibt es ja schon.

Jetzt kommt Beauty Food: Essen (und Trinken), das schön und gesund machen soll.

Hier im speziellen: Bier. Bier?!

Aus der Werbung: Bier trinken zum Jungbleiben- das Anti Aging Bier enthält Sole, Spirulina-Algen und das Flavonoid Quercentin, ein Pflanzenauszug aus Obst und Gemüse das als Antioxidans die Zell-Alterung verhindern soll.

wie bei einem Medikament mahnt die Werbung: „Anti Aging Bier sollte sorgfältig dosiert angewendet werden, es enthält Alkohol.”

Dazu brauche ich wohl kaum zu sagen, dass die Wirkung nicht nachgewiesen ist  …. aber wenn es nicht bei einem selbst wirkt, bei den andern funktioniert das „Schöntrinken“ bereits (auch ohne gesunde Zusätze).