Archiv für den Monat November 2008

Adventskalender mal anders

Ja, wenn ich gewusst hätte, dass ich den da (unten) geschenkt bekommen würde …

dann hätte ich mir den da (unten) nicht kaufen müssen …

Offenbar weiss da jemand, dass ich gerne Tee trinke!

Sowohl oben als auch unten sind für jeden Tag im Advent ein anderer Tee drin. Aber ich muss sagen, die Luxusausführung aus dem Teehaus gefällt mir optisch auch viel besser.

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Perfektes Kleine-Jungen Essen (6)

Teigwaren mit Sauce a la „cinque pi“ –    „der fünf P’s“

 

  • Sehr einfach, sehr schnell und sehr fein.

Teigwaren mit dieser Sauce gehören wirklich zu Juniors Leibspeisen. Da nimmt er auch gerne mal einen Nachschlag.

Rezept:

Teigwaren nach Wunsch kochen – egal was, die Sauce passt zu Hörnli, Penne, Spaghetti, Tortellini etc.

Für die Sauce braucht es eben nur die cinque pi = 5 P, nämlich Sahne (Panne), Pfeffer, Tomatenmark (Pomodoro), Petersilie und Parmesan. Zur Not geht es auch ohne die Petersilie oder ohne den Parmesan.

In einem kleineren Topf kocht man die Sahne etwas ein

dazu gibt man ein, zwei Löffel Tomatenmark (das aus der Tube geht bestens)

würzen mit etwas Pfeffer

kleingeschnittene Petersilie dazu (auch getrocknete oder gefrorene geht)

am Schluss noch Parmesan dazureiben – das macht die Sauce auch etwas dicker.

Über die Teigwaren geben, servieren und geniessen.

Gültigkeit von Rezepten

Kunde: „Wie kann mein Dauerrezept abgelaufen sein?!? Der Doktor hat gesagt, ich muss das Medikament für immer nehmen!“.

Kunde: „Sie haben mir nur 1 Packung gegeben, auf dem Rezept steht aber 10 Packungen!“

Apothekerin: „1 OP heisst nicht zehn (10) Packungen, sondern 1 (eine) Original Packung“

Derartige Situationen kommen in der Apotheke gelegentlich mal vor, darum hier ein paar Erläuterungen:

Wie lange ist das Rezept gültig? (gilt für die Schweiz – kann kantonale Unterschiede haben – die aktuelle Situation findet sich in dem neuen Post von September 2016.

Die Angaben hier stimmen nicht mehr – seit 2008 wurden diverse Vorlagen überholt. 

Nach dem Ausstellen ist ein Rezept in der Regel 1 Jahr lang gültig, d.h. das Medikament kann innerhalb dieses Jahres bezogen werden. Ausnahmen: Antibiotika und andere Antinifektiva und derartiges: denn: braucht der/die Kundin das nach so langer Zeit wirklich noch?

Mehrfachbezüge auf ein Rezept sind möglich in diesen Fällen:

  1. Es ist ein Dauerrezept, dann ist es (ab Ausstellungsdatum) 6 Monate gültig – soll es länger oder kürzer sein, muss der Arzt das draufschreiben. Maximal darf es aber auch nur 1 Jahr gültig sein.
  2. Es ist die Anzahl Repetitionen angegeben (z.B. ad rep 3x = 3 mal zu wiederholen), dies darf innert des Jahres bezogen werden.

  3. In Ausnahmefällen kann der Apotheker auf ein Rezept, das bereits bezogen wurde noch eine Packung abgeben. Ausser es steht drauf, dass das nicht gemacht werden darf: „ne rep“ oder es ist ein Betäubungsmittel oder Medikament der Liste A – das bedeutet: verschärft rezeptpflichtig.

Es macht Sinn, dass man – auch bei chronischen Erkrankungen, wenn man seine Medikation kennt, einmal jährlich zum Arzt zur Kontrolle geht. Darum diese Einschränkungen.

Für Betäubungsmittel gilt:

Betäubungsmittel-Rezepte sind nur für eine einmalige Abgabe und nach der Ausstellung 1 Monat lang gültig. Betäubungsmitteldauerrezepte sind für den Bedarf von 1 Monat gültig. In Ausnahmefällen können sie für 3 Monate ausgestellt werden.

Das obige stammt aus der Apothekenverordnung 349.100. Darin wird im Artikel 20, Absatz 3 folgendes festgelegt:

Repetition und Gültigkeitsdauer von Rezepten17)

§ 20.17) Ein Rezept kann in der Regel wiederholt ausgeführt werden, es sei denn, es betreffe Betäubungsmittel, oder verschärft rezeptpflichtige Arzneimittel, oder die Ärztin oder der Arzt untersage die Wiederholung durch einen entsprechenden Vermerk.

2 Lässt die Häufigkeit der Wiederholung Verdacht auf Missbrauch oder Irrtum aufkommen, so ist die Apothekerin oder der Apotheker verpflichtet, sich mit der Ärztin oder dem Arzt oder dem Gesundheitsamt ins Einvernehmen zu setzen. In solchen Fällen ist sie oder er berechtigt, das Rezept zurückzubehalten.

3 Rezepte haben eine Gültigkeitsdauer von in der Regel einem Jahr ab Ausstellungsdatum, sofern auf dem Rezept nichts anderes vermerkt ist.

Betäubungsmittelrezepte haben eine Gültigkeit von höchstens einem Monat abAusstellungsdatum (mitAusnahmen gemäss Art. 48 der eidg. Betäubungsmittelverordnung, BetmV).

Servicewüste und Bedienungsnotstand?

Obwohl ich sehr wenig einkaufen gehe (nur das Nötige halt) und nicht einfach nur „shoppen gehe“, kommt es natürlich zu Begegnungen mit allen Sorten von Verkäufern oder meist Verkäuferinnen.

Grundsätzlich sind die ja ganz nett und höflich – mehr Engagement kann man an einer Reihenkasse in Coop oder Migros auch kaum verlangen – aber bei Läden, wo es wichtig ist, dass man nicht nur einkassiert, sondern bedient, da hatte ich schon ganz andere Erfahrungen.

Ich bin mir bewusst, dass es manchmal schwierig ist, den Eindruck, den man als Verkäufer auf den Kunden macht abzuschätzen. Man kauft ja nicht als Kunde im eigenen Laden ein.

Dennoch gibt es da ein paar Dinge die wichtig sind.

1.       Das Aussehen des Verkäufers. In der Apotheke gehört dazu ein sauberer weisser Schurz, in der Drogerie sicher noch dass man geschminkt ist. Allgemein aber soll die Kleidung sauber und die Aufmachung gepflegt sein. Wer das nicht hinbringt, gehört nicht in den Verkauf und Kundenkontakt – ausser vielleicht noch als Telefonverkäufer.

2.       Aufmerksamkeit. Wenn ein Kunde den Laden betritt, sollte man ihm zumindest signalisieren, dass man ihn bemerkt hat. Vielleicht will er sich ja noch selbst etwas umschauen, aber ein „Guten Tag“ oder „Grüetzi“ zeigt doch die Bereitschaft an, da zu sein.  Je nachdem genügt auch Augenkontakt und Lächeln. Gar nicht geht es, den Kunden zu ignorieren, wegzulaufen, einfach mit der Kollegin oder am Telefon weiterzuquatschen – vor allem, wenn es deutlich ist, dass es sich um ein Privatgespräch handelt. Ich habe schon Läden verlassen, weil die Verkäuferin mich keines Blickes gewürdigt hat, sogar noch als ich mit einer Frage zu ihr kam.

3.       Freundlichkeit: Begrüssung natürlich (hatten wir eben) und dann noch „Danke“ und „einen schönen Tag“ oder etwas ähnliches. Irgendwo scheint das Danke, Bitte und derartiges heute immer mehr in Vergessenheit zu geraten. Klar, man hat nicht immer einen guten Tag. Aber das darf man nicht an den Kunden auslassen. Wenn man schon nicht sehr freundlich sein kann, dann zumindest höflich.

4.       Engagement – das ist ein plus, wenn vorhanden. Das bedeutet, dass man auf Fragen nicht nur antwortet „Ich weiss nicht“, sondern auch noch „aber ich frage jemanden / hole jemanden, der das weiss“. Dass man telefoniert im Partnergeschäft, ob man den Artikel, den es nicht mehr gibt, eventuell dort erhält und so weiter.

Jemand hat mal versucht meine Mutter zu beleidigen, indem sie ihr sagte, sie habe „halt eine Verkäuferinnenmentalität“. Also ich würde das eher als Kompliment nehmen. Kundenkontakt liegt bei weitem nicht allen – das ist harte Arbeit.

Als Kunde sollte man aber auch daran denken: „Wie man in den Wald ruft, so schallt es zurück!“

In dem Sinne: habt ihr noch etwas anzumerken?

Wie geht ein Trotzanfall?

Hier ein süsses Video, das ich auf Youtube gefunden habe: ein kleines Mädchen erklärt, wie das mit dem Trotzanfall richtig geht: „How to throw a tantrum“

(Interessant wird’s ab 24 Sekunden)

also:

1. hinwerfen und viel Schreien

2. kicken

3. mit Armen und Beinen um sich schlagen

4. mit Dingen werfen

5. die Hände gegen die Wand hauen

6. vorwurfsvoll ausrufen

7. Dinge hauen

Ich kanns kaum erwarten, dass Junior in die ‚schwierige 2‘ kommt. – nicht.

Ein paar Ansätze zeigt er jetzt schon. Das mit dem sich hinwerfen klappt schon ganz gut.

Problematisch

Patient: „Ich war wegen dem Ausschlag schon beim Arzt. Er hat mir gesagt, ich soll einen Spezialisten aufsuchen. Können sie mir in der Zwischenzeit nichts gegen den Ausschlag geben, das hilft?“

Hmmmm.

Werbung, Weiterbildung und Wahrheit

Letztens hatten ich eine Weiterbildung mit dem Thema Gelenkgesundheit – sehr interessant, sehr unterhaltsam gebracht von Dr. H. Spring (Aerztlicher Direktor Rehazentrum und Swiss Olympic Medical Center. Sportmedizinischer Dienst Swiss Ski.  Leukerbad). Wir erfuhren einiges über Arthrose, Arthritis, Sportverletzungen und Gelenke im allgemeinen.

Gesponsert wurde das Ganze von der Novartis anlässlich der Markteinführung von Voltaflex plus+.

Dementsprechend kamen dann auch Studien zu den Inhaltsstoffen Chondroitinsulfat und Glucosamin respektive deren Wirkung auf den Knorpelerhalt.

Offensichtlich funktioniert das tatsächlich – wenn man es früh genug nimmt, denn es kann Knorpel nur erhalten und schützen, aber nicht neuen Knorpel aufbauen.

Soweit so gut, nur fällt bei genauer Betrachtung auf dass die ganzen Studien mit 1500mg/Tag Glucosamin oder 800-1200mg/Tag Chondroitinsulfat durchgeführt wurden – und Voltaflex plus+ enthält „nur“ 500mg Glucosamin und 400mg Chondroitinsulfat  etwa 1/3 der in den Studien verwendeten Wirkstoffmengen.

Darauf wies der Arzt auch (erstaunlich) deutlich hin. Die Novartis wird’s vielleicht nicht ganz so gefreut haben.

Ein Patient müsste also 2-3 Tabletten täglich nehmen.

Auf der Packung (und in der Packungsbeilage) steht aber:

Täglich 1 Tablette schlucken.

Und: Die angegebene empfohlene Tagesdosis darf nicht überschritten werden.

Wieso? Weil die Novartis das Produkt nicht bei der swissmedic als Arzneimittel, sondern bei der BAG als Nahrungsergänzungsmittel angemeldet hat. Das ist einiges günstiger, sie müssen keine eigenen teuren Studien über die Wirksamkeit einreichen und sie können Werbung dafür machen.

Nachteil: es wird nicht von den Krankenkassen übernommen und sie dürfen verschiedene Sachen nicht draufschreiben (z.B. eine höhere Dosierung oder für was es genau ist).

Es bleibt an uns Apothekern, das den Kunden beizubringen.

Nun gut, Produktewerbung war also vom Fachvortrag genügend getrennt – wie es in den Vorschriften der FPH so heisst.

Etwas amüsant fand ich aber die Eigenwerbung, die der Arzt am Rande noch machte für Leukerbad, seinen videoblog und Bücher. („Die 10 besten Übungen für …“ )

Nein, nein, nein!

Junior entdeckt das „Nein“.

Nachdem lange Zeit nur das „Ja“ angesagt war (hat wohl mit seiner Sprachentwicklung zu tun: „Mama“, „Papa“, „Da“ ist einfach näher an „Ja“ ) kommen jetzt nach „Stei(n)“, „Ei“  halt das „Nei(n).“ – und Kopfschütteln natürlich, ausführliches Kopfschütteln.

„Willst Du noch etwas Mandarinli?“ –  „Neineinein“

– aber die Hälfte der Zeit nimmt er es nachher dann doch.

Gut, bei manchen Sachen hat er nicht unbedingt ein Mitspracherecht. Z.B.: „Du gehst jetzt ins Bett, Du bist ja schon ganz müde.“ „Neineinein!“

Doch, doch.

Vom Ende der Anfangsmilch-muster

Das ist noch so eine Sache, die in der Öffentlichkeit kaum diskutiert wurde. Seit Sommer diesen Jahres dürfen wir (Apotheken, Drogerien) keine Muster mehr von den sogenannten Anfangsmilchen abgeben.

Der Begriff Anfangsmilch ist Europaweit eingeführt und damit sind die Nahrungen gemeint, welche ein Baby in den ersten 4 – 6 Monaten ausschließlich als Nahrungen bekommen kann.

Aus dem „Verhaltenscodex der Hersteller von Muttermilch-Ersatzpräparaten“ (1995): Unaufgeforderte Abgabe von Gratismustern an Eltern und Spitäler ist untersagt. Werbung für Anfangsmilch (ab Geburt) ist nur in Fachzeitschriften erlaubt. In jedem Inserat muss darauf hingewiesen werden, dass Stillen die beste Ernährung für Säuglinge ist.

Neu ist aber nicht nur die unaufgeforderte sondern jegliche Abgabe verboten.

Warum? Weil das (angeblich) manche Frauen dazu bringen könnte früher mit dem Stillen aufzuhören – und Stillen ist ja so wichtig für die Gesundheit des Kindes.

Ich finde das ist Blödsinn. Eine schwangere Frau, oder eine, die grad ihr Baby geboren hat, bekommt von vielen Seiten zu hören, wie wichtig stillen ist: von den Krankenschwestern, Hebammen, Mütterberatung, dem Kinderarzt, den Apothekern, Drogisten, den Medien … ich bin mir ziemlich sicher, dass heute so gut wie jede Frau den Vorsatz hat ihr Baby so lange wie möglich zu stillen (mindestens 6 Monate) um ihm den so gerühmten „besten Start ins Leben“ zu geben.

Trotzdem klappt das nicht immer. Da gibt es biologische Unannehmlichkeiten: Es gibt Milchstau und Brustentzündungen, die einem das Stillen schwer machen. Manche Frauen haben Hohlwarzen und brauchen darum Stillaufsätze, nicht alle Babies akzeptieren die. Manche Frau wird krank und muss wegen den Medikamenten aufhören zu stillen. Aber irgendwann, manchmal später, manchmal früher kommt der Moment, wo die Frau zufüttern oder abstillen will. Für diesen Moment gibt es dann die Säuglingsmilchen. Die Auswahl ist gross, welche soll man nehmen? Wird das Baby sie überhaupt trinken? Und für das gab es die Muster.

Nicht mehr.

Still und heimlich wurde da wieder etwas den Drogerien (und Apotheken) genommen –  denn in Kaufhäusern habe ich noch nie Muster gesehen.

Interessanterweise hat die Industrie aber erkannt, dass die kleinen Portionen auch eine Daseinsberechtigung haben,z.B. zum Mitnehmen oder als Notfallessen fand ich sie immer sehr praktisch – so kann man heute z.B. von Bimbosan die Milch auch in 5 Portionenbeuteln (den ursprünglichen Mustern) kaufen.

Von den Folgemilchen und verschiedenen Zusätzen und Breien gibt es übrigens noch Muster.  Noch.

Fingerpieks

Eine mittelalte Kundin kommt in die Apotheke und will, dass man ihr die Lanzette (das ist die Stechnadel) in ihrer Stechhilfe wechselt, weil sie es nicht selbst kann.

Klar. Während ich die alte Lanzette vorsichtig herausnehme frage ich sie, wie oft sie misst.

Sie sagt: 1 x täglich – die Lanzette die drin ist, hat sie die letzten 6 Monate benutzt!

Ich versuche ihr zu sagen, dass sie dann ja auch eine Gabel zum stechen nehmen könnte – ist etwa gleich stumpf – und macht sicher auch weh!

Bildquelle: wikipedia

Die Lanzetten sind nach jedem stechen auszuwechseln, weil sie dann nicht mehr optimal scharf sind (und wegen dem Infektionsrisiko).

Am Schluss finde ich ein Stechgerät für sie, das sie bedienen kann.

Aua!

Vom Richtigen Umgang mit Fehlern

Es scheint heute ein gewisses Defizit vorzuliegen was den Umgang mit Fehlern angeht und zwar auf allen Ebenen. Da wird vertuscht, ausgewichen und sogar gelogen. Dabei ist der richtige Umgang mit Fehlern immens wichtig – wo gearbeitet wird, passieren Fehler, das ist nur menschlich.

Dabei ist es gar nicht so schwer.

Also: ein Fehler ist passiert, was nun?

Zugeben, Entschuldigen und Lösen.

Eine Entschuldigung hat drei Teile:

1. Bestätigung, dass man einen Fehler gemacht hat,

2. Ausdruck des Bedauerns, dass ein Fehler gemacht wurde, und

3. Den Fehler so schnell wie möglich korrigieren

Alle 3 Teile sind nötig. Und zwar darum:

Das ist eine „Entschuldigung“ ohne die Bestätigung:

„Ich weiss zwar nicht, was ich falsch gemacht habe, aber was immer es ist, es tut mir leid.“

Was soll das denn bedeuten?

So würde es aussehen ohne das Bedauern:

„Ja, ich hab Deinen Geburtstag vergessen. Ich kaufe auf dem Heimweg eine Karte.“

Das bringt’s irgendwie auch nicht, oder?

Und dann gibt es noch das:

„Wir haben versehentlich das falsche Medikament abgegeben, tut uns leid.“

Und was jetzt?

Es mag aufwändig vorkommen, eine solche korrekte Entschuldigung anzubringen, aber es lohnt sich. Ein Beispiel:

Kunde:  „Sie haben mir am Samstag Kapseln gegeben statt Tabletten. Ich soll aber 1/2 Tablette täglich nehmen, und mit den Kapseln funktioniert das nicht, ich habe jetzt am Wochenende aber schon 2 Kapseln gebraucht und geöffnet.“

(Nachdem man gesehen hat, dass das richtig ist: so steht die Dosierung auf dem Rezept )

„Oh, das ist tatsächlich falsch gelaufen. Sie brauchen unbedingt die Tabletten. (Bestätigung)

Es tut mir leid, dass das passiert ist. (Bedauern)

Ich werde ihnen die Packung natürlich kostenlos ersetzen.“ (Korrektur)

Der Kunde ist zufrieden und wird wohl wieder zurückkommen.

Es ist natürlich zuerst einmal wichtig, dass Fehler erst gar nicht vorkommen – oder so selten wie nur möglich. Wenn ein Fehler trotzdem vorkommt, kann man ihn häufig lösen, und wenn man richtig vorgeht ist auch das Gegenüber nicht sauer.

Zu lügen um selbst das Gesicht zu wahren, fällt häufig auf einen zurück. Und es ist auch sicher mühsamer den Überblick zu behalten, denn wenn man einmal angefangen hat zu schummeln, zu vertuschen oder gar zu lügen geht das oft immer weiter.

Valium ohne Rezept?

Angesichts gehäufter Suchanfragen in diese Richtung (liegt das daran, dass es Winter wird oder am kommenden Weihnachtsstress?) hier aus aktuellem Anlass eine Situation letztens in der Apotheke:

Kunde: „Guten Tag, ich hätte gerne eine Packung Valium 10mg.“

Apothekerin: „Ja? Und ich hätte gerne ein Rezept dafür.“

Kunde: „Oh, ich habe ein Rezept, aber in einer anderen Apotheke. Leider hat die aber schon zu.

Könnte ich nicht eines vorbeziehen? Normalerweise geht das.“

Apothekerin: „Wie ist denn Ihr Name?“

Kunde (leicht hektisch): „Mein Name? Wieso brauchen sie denn das? Kann ich es nicht einfach bezahlen?“

Apothekerin: „Den Namen brauche ich, damit ich nachschauen kann, ob sie es schon einmal bei uns gehabt hat – also ob ein Vorbezug überhaupt in Frage kommt.“

Kunde: „Oh. All der Aufwand. Vielleicht hole ich es doch besser in meiner Apotheke.“

Apothekerin: „Das ist eine gute Idee!“

(was sollte das denn? – so im Stil: ich versuch’s mal?)

Tsitsikama

Das ist ein Ort, wo ich schon war und unbedingt nochmals hinwill: der Tsitsikama.

Ein fast mystisch klingender Name für einen Nationalpark an einer wilden Küste in Südafrika, an der sich die riesigen Wellen brechen.

Wie riesig kann man am Vergleich sehen, im unteren Bild steht ein Mensch etwa auf Höhe der Welle (grad unterhalb der Möwe).

Es hat einen Campingplatz direkt am Meer – und wenn man das Wohnmobil richtig stellt, dann hat man eine super Aussicht.

Geschmacksache – flüssige Arzneimittel

Gelegentlich bekommen wir Anfragen von Patienten (oder besser meist Eltern oder Partnern von Patienten), die wissen wollen, nach was genau das Mittel jetzt schmeckt? Mein Mann/Kind … ist da sehr heikel.  Wer meint, er könne jetzt einfach die Packung in die Hand nehmen und dann steht es drauf, täuscht sich. Meist ist einfach nur „Aroma“ in der Zusammensetzung angegeben, nicht mal in der Packungsbeilage findet sich die Information. Ärgerlich.

Darum also hier für alle, die es wissen wollen, so schmeckt ….

(von den freiverkäuflichen flüssigen Arzneimitteln in Sirup, Tropfen, Brausetabletten, Beutel zum auflösen):

Hustenmittel gegen verschleimten Husten

ACC Eco 200/600 – Brombeere
Bisolvon Linctus – Menthol, Ingwer
Bisolvon Kids – Kirsche
Demo Hustenelixier- Aprikose
DemoPectol Junior – Brombeere
Ecomucyl BT – Brombeere
Ecomucyl Gran – Mandarine
Fluimucil 100 – Himbeere
Fluimucil – Zitrone oder Orange (steht drauf)
Mucofluid 600 – Zitrone/Mandarine
Muco Mepha – Zitrone
Mucosolvon saft – Himbeere
Prospan – pflanzlich ?
Rhinathiol Kinder – Kirsche, Himbeere, Vanille
Rhinathiol Erw – Zimt,
Solmucol Plv   – Orange
Solmucol Sirup Erwachsene – Aprikose
Solmucol Sirup Kinder – Erdbeer

Hustenmittel gegen Reizhusten= trocken, ohne Schleim
Benical – Banane, Vanille
Benylin  –  Himbeer, Menthol
Bexin – Caramel
Calmerphan L – mandelartig
Calmesin Mepha – Kirsche
DemoTussol – Orange, Kräuter
Makatussin sirup – Lakritze, Thymian
Nitux – Zitrusfrüchte
Pecto Baby – Caramel, Himbeere
Pectocalmin Junior – Orangenblüte
Pectocalmin – Schwarze Johannisbeere, Kirsche, Caramel
Pretuval Sirup – Zitrone, Pfefferminze ausser Handel
Pulmofor – Passionsfrucht
Resyl Plus – Tropfen: Anis, Sirup: Vanillin, Caramel
Rhinathiol Promethazin Kakao, Vanille ausser Handel
Sinecod – Vanillin
Solmucalm Erw – Apricose
Somulcalm Kinder – Erdbeere, Himbeere
Stodal – neutral, süss
Toplexil – Vanille, Caramel
Tossamin – Aprikose, Vanillin

Schmerzmittel
Alca C – Orange
Alcacyl instant – Mandarine
Algifor Granulat – Linde
Algifor dolo / junior Sirup – Orange
Alka Seltzer – Zitrone
Aspegic – Mandarine
Aspirin C – Zitrone
Aspirin BT – neutral
Aspro 500 – Zitrone
BenURon Sirup – Vanillecreme
Contra Schmerz C – Orange
Dafalgan BT – neutral
Dafalgan Kindersirup- Caramel, Vanille
Dafalgan Pulver – Orange
DemoGrippal C – Zitrone
Dolo Spedifen – Pfefferminz
Kafa Plv – neutral
Panadol BT – neutral
Panadol C – Orange
Treupel BT – Orange

Kombinierte Erkältungsmittel:
NeoCitran – Zitrone
Pretuval C – Zitrone
Vicks Medinait – Anis

die Liste ist wahrscheinlich nicht ganz komplett, falls jemand noch etwas weiss, soll er/sie es melden!

Trotz den Aromen kommt der Eigengeschmack der Arzneimittel meist recht deutlich durch. Mich hat man früher mit jeglichem Hustensirup jagen können, lieber husten als das schlucken!

… Was meine liebe Mama jeweils zu dem Ausspruch „Medizin muss nicht gut schmecken, sie muss nur wirken!“ verleitete.

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