Archiv für den Monat Oktober 2008

Halloween in der Apotheke

Richtig: heute Nacht ist ja Halloween!

Halloween, wie es die Amerikaner nennen, Samhein für die Wicca, Allerheiligen für die Katholiken.

In dieser Nacht sind die Tore zur Anderswelt und zum Totenreich besonders durchgängig. Für die Verstorbenen stellt man abends eine Kerze ins Fenster – damit sie den Weg finden.

Bei uns ist es ja nicht üblich sich zu verkleiden und herumzulaufen und wildfremde Menschen nach Süssigkeiten zu fragen (irgendwie bin ich noch froh darüber), aber in Amerika ist das ein populärer ummm … Feiertag.

Mir gefallen dafür die geschnitzen Kürbisse und natürlich die Kerzen.

Wieder da!

Wir sind wieder da!

Ich gehe ja sehr gerne in die Ferien (und geniesse es sehr), aber ich komme auch gerne wieder zurück.

Es war ein bisschen ein Kontrastprogramm, das Zurückkommen: In Port Elizabeth hatten wir noch warmes Wetter und Regen (das Wetter vorher war dagegen sehr gut), in Johannesburg hatten wir Gewitter und in Zürich Temperaturen um die Nullgradgrenze und Schnee!

Momentan bin ich super müde, v.a. weil ich im Flugzeug nicht schlafen kann, selbst auf einem Nachtflug nicht – was einerseits an der unbequemen Sitzposition und andererseits mit meiner latenten Flugangst zu tun hat. Sagte ich latent? Ich habe schon erwähnt, dass wir in Johannesburg Gewitter hatten – beim Abflug sind dann auch gleich 2 Blitze ins Flugzeug eingeschlagen. Ein Erlebnis, auf das ich gerne verzichten kann. genau wie auf das Geholper. Dabei hört man übrigens nur ein lautes „Tack!“ und es wird seeeehr hell. Gemacht hat es dem Flugzeug allerdings nichts und der Pilot hat anschliessend sehr nett erklärt, was da gerade passiert ist.

Junior war dagegen ein Musterkind was das Fliegen angeht. Kein kicken an den Vordersitz, kein Geschrei, das Essen blieb (mehrheitlich) auf dem Tablett und er hat alle jüngeren Frauen in der Umgebung angeflirtet. Er hat wenigstens auch ein bisschen was schlafen können … ich dagegen geh jetzt erst nochmal hinliegen.

Übrigens …

…. falls sich jemand gefragt hat, warum ich heute erst am Abend ein Post aufgeschaltet habe …

das liegt daran, dass heute Morgen mein Kuschelbär 15 Minuten bevor mein Arbeitstag anfing (!) mich mit den Worten „Oh. Der Wecker ist nicht ab.“ aufgeschreckt hat.

Ich war dann trotzdem nur 3 Minuten zu spät im Geschäft.

So ganz klar, wie das gegangen ist, dass ich den Weg, für den ich sonst mindestens 20 Minuten brauche in so kurzer Zeit geschafft habe (inklusive vorher was anziehen) weiss ich auch jetzt noch nicht so genau. Vielleicht kann man das Raum-Zeit Kontinuum wirklich etwas falten.

Medikament als Suchtmittel

Samstag hatte ich meinen ersten Co-Dafalgan Süchtigen

Ich würde sagen, all die Umstände deuten darauf hin:

Es ist natürlich Samstag nachmittag – und die Ärzte nicht erreichbar.

Er sagt, er hat es schon auf Rezept gehabt, hat aber jetzt keines.

Er war noch nie bei uns in der Apotheke.

Er sagt, er brauche es gegen die Schmerzen – und hält sich dabei mitleiderregend die Schulter, schont den Arm aber während des weiteren Gespräches überhaupt nicht. (Im Gegenteil, so wie er fuchtelt …)

Er schwitzt wie ein Schwein (dabei ist es gar nicht so heiss- wahrscheinlich Entzugserscheinungen).

Er will nichts anderes als das CoDafalgan– er sein allergisch gegen Diclofenac, Aspirin, Ibuprofen …. also so ziemlich gegen alles.

Er sagt sogar, er sei allergisch gegen Dafalgan! – Das finde ich besonders unglaubwürdig, weil Co-Dafalgan auch nur Dafalgan mit Codein ist, also  dürfte er das dementsprechend auch nicht nehmen ….

Als ich ihm deutlich sage, dass er von mir das nicht bekommt ohne Rezept, meint er nur: dann muss ich halt in den Notfall gehen.

Co Dafalgan ist Paracetamol mit Codein. In Amerika unter dem Namen Vicodin (allerdings mit Hydrocodon) bekannt und oft missbraucht ist es bei uns eher selten anzutreffen. In der Schweiz sind die Ärzte eher übervorsichtig mit dem Verschreiben möglicher Suchterzeugender Schmerzmittel.

Codein ist ein Opiat und wird als Hustenmittel oder in Kombination als Schmerzmittel eingesetzt. In der Schweiz ist es ab einer gewissen Dosierung rezeptpflichtig, andere Länder (wie Deutschland, Amerika) sind da viel restriktiver, dann fällt es unter das Betäubungsmittelgesetz.  Der Grund ist, dass ein Teil des Codeins zu Morphium umgewandelt wird im Körper – das eine euphorisierende Wirkung hat. Darum macht es auch abhängig.

Nun gut, von mir hat dieser seine Ration nicht bekommen.

Haare lassen

Heute war es soweit: Junior musste ein paar Haare lassen.

– damit er endlich wieder wie ein Junge aussieht, – damit er nicht so schwitzt in den Ferien und damit es hinten nicht ständig so Mini-Nester gibt in den Haaren.

Seit der Abstimmung Anfang September (schneiden oder nicht schneiden) sind seine Haare noch ein bisschen länger geworden. Von daher fällt der Entscheid etwas einfacher. Das letzte Resultat der Abstimmung war übrigens: 3 für schneiden, aber dezent, 1 für: die Haare müssen runter und 1 dagegen.

Jedenfalls war es gar nicht so schwer, wie ich gedacht habe. Mit der richtigen Coiffeurschere, etwas Wasser, einem Kamm und Kuschelbärs Hilfe war es eine Sache von wenigen Minuten.

Ich bin auch wirklich zufrieden mit dem Ergebnis 🙂

Perfektes Kleine-Jungen Essen (5)

Toast mit Ei

– Wenn es mal rasch gehen soll

Rezept:

Sauce:

1 Schälchen Quark

ein paar Löffel Mayonnaise und Sauerrahm

ein paar Löffel Frischkäse (wie Boursin oder …)

zusammen mischen, mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.

Kräuter (wie Kresse, Petersilie, Schnittlauch) klein schneiden, untermischen

Eier hart kochen, in Scheiben schneiden

Toast mit der Sauce bestreichen (darf ruhig dicker sein)

Eier darauf verteilen

geniessen!

Goldener Herbst

Ist das nicht ein Prachtsexemplar?

Im Herbst habe ich immer ein bisschen Fernweh nach Neuengland, weil ich dort einen Herbst gesehen habe, wie er sein sollte: mit blauem Himmel, grellbunten Bäumen wie Feuerwerk und Temperaturen, die zwar kühl, aber nicht kalt sind.

Dieses Jahr jedoch kann ich mich nicht gross beklagen: die Bäume sind fast so bunt wie dort und gelegentlich (so wie heute) zeigt sich auch die Sonne.

Zu blöd, dass ich den ganzen Tag arbeiten musste – da habe ich gar nichts von dem Wetter.

Für nächste Woche hoffe ich ja auf schlechtes Wetter (*Kopf einzieh*) – dann kann ich ohne das Gefühl zu haben, ich verpass was in die Ferien.

Fremde Medikamente

Kann mir mal jemand erklären, warum man im Spital ein tschechisches (oder deutsches, oder österreicherisches) Medikament auf’s Rezept schreibt, statt etwas zu suchen, was es in der Schweiz auch gibt? Die meisten Medikamente existieren nämlich in der Schweiz – oder es gibt eine Variante, die ich nehmen kann.

Und wenn es sich dabei um Phytomenadion -Vitamin K1 handelt, also etwas, das gegen eine zu Hohe Blutungsneigung unter Marcoumar Therapie eingesetzt wird, macht es noch weniger Sinn, wenn ich das erst aus dem Ausland bestellen muss – das dauert nämlich ein paar Tage – und die Patientin braucht das jetzt gleich.

Es ist mir schon klar, dass es Konakion in der Schweiz nur noch als Ampullen gibt – aber die kann man auch einnehmen!

Ich bin mir nicht ganz sicher, was der Arzt sich beim Rezeptausstellen gedacht hat (ich glaube inzwischen, das war ein neu angestellter ausländischer Arzt), jedenfalls war er dankbar für die Info.

Übrigens: Es gibt durchaus Medikamente, die in der Schweiz nicht erhältlich sind. Das sind meist sogenannte „Orphan Drugs“, Medikamente für sehr seltene Krankheiten. Wenn es sich nicht lohnt (weil zu wenige Menschen das haben), werden sie halt nicht in der Schweiz vertrieben. Dann muss man sie im Ausland besorgen. Das geht. – Ob die Kasse sie auch zahlt ist ein anderes Problem.

Airbags und die Feuerwehr

Airbags sind eine tolle Erfindung. Sie haben schon einige Menschenleben gerettet und mehr Sicherheit gebracht – für die Autofahrer jedenfalls. Die Feuerwehr mag Airbags nicht ganz so sehr.

Der Grund: nach einem Unfall mit grossem Schaden müssen sie die Insassen der Fahrzeuge oft noch herausholen. Das bedeutet – v.a. wenn die Türen sich nicht mehr öffnen lassen: aufschneiden und dann die Personen vorsichtig herausheben. Ein Airbag der losgegangen ist, ist meist kein Problem… Ausser vielleicht für den, der direkt davorgesessen ist: das knallt extrem laut (gibt Tinnitus) und der Fahrer hat gelegentlich leichte Verbrennungen an den Handgelenken, dort, wo beim Lenkrad die Abgase der Explosion, die das Auslösen eines Airbags ja ist herauskommen. Aber besser als mit dem Kopf oder Oberkörper aufs Lenkrad oder die Windschutzscheibe zu knallen ist es allenfalls.

Also: unausgelöste Airbags sind ein Problem für die Rettungskräfte, weil sie nämlich später noch losgehen können. Dabei muss man bedenken, dass es sich bei den nicht losgegangenen nicht um Nieten handelt, es sollen ja nur die Airbags losgehen, die etwas bringen, also die zwischen Person und Aufprallort. Jetzt haben aber moderne Autos ausser den Airbags im Steuerrad und vor dem Beifahrer noch Seitenairbags in den Säulen auf der Seite. So ein Auto kann 6 – 8 Airbags haben! (Schau mal in Dein Auto und such sie). Nicht alle lösen bei einem Unfall aus.

Man versucht bei einer Rettung ein weiteres Auslösen der Airbags zu verhindern, indem man z.B. die Batterie abhängt. Leider klappt das nicht immer, wie man in dem folgenden Film sehen kann:

Der Fehler von dem Feuerwehrmann war auch, dass er mit dem Kopf hineinging – das sollte man nach Möglichkeit nicht. Er hat mindestens eine Gehirnerschütterung und ein paar gebrochene Knochen.

Es gibt übrigens so Vorrichtungen, die man zumindest über das Steuerrad schnallen kann, damit der Airbag, falls er doch losgeht, abgefangen wird. Aber das funktioniert nur bei dem am Steuer, nicht bei den anderen.

Ich persönlich war zwar in 3 Unfällen, aber das ist schon eine Zeitlang her – bei keinem war ein Airbag der losgehen konnte.  Dafür haben wir in einer Demonstration in der Feuerwehr haben mal ein paar Airbags gezündet – jetzt weiss ich warum sich die Erfahreneren die Ohren zugehalten haben.

Die Explosion ist wirklich extrem laut.

Bin ich denn die Sekretärin?

Wir bekommen von der Arztpraxis ein Rezept gefaxt für einen Kunden. Auf dem Rezept sind diverse Medikamente, eines müssen wir bestellen. Das ist ausserdem eines, das nur von der Zusatzversicherung übernommen wird. Die Kontrolle der Krankenkassendeckung via Internet meldet, dass der Kunde nur Grundversichert ist (kein Zusatz).
Eine Stunde später kommt der Kunde. Wir erklären ihm, wie es ist: ein Medikament müssen wir bestellen und es muss von ihm bezahlt werden, wenn er es will.
Er will nichts bezahlen. Er behauptet steif und fest, er habe eine Zusatzversicherung. Das sei ein Fehler von der Krankenkasse, dass bei ihm nur die Grundversicherung angegeben werde – das sei schon einmal passiert.

Ok. Ich muss das trotzdem nachprüfen – per Telefon in dem Fall. Das muss ich aber auch morgen machen, weil es inzwischen nach 5 Uhr ist – und da hat die Krankenkasse zu.

Der Kunde wird tatsächlich ärgerlich über diese Auskunft: wann ich den Fax denn bekommen habe? Um halb 5. Und warum ich nicht gleich die Krankenkasse angerufen habe, um das abzuklären?

Entschuldigung? Wir haben per Internet seine Versicherungsdeckung geprüft. Wenn ich bei jedem danach auch noch anrufen müsste, um nachzufragen, ob die Angabe auch stimmt, sitze ich den ganzen Tag nur noch am Telefon. Dann bräuchte ich noch eine Angestellte mehr.

Ausserdem: wenn er es schon gewusst hat, dass die Krankenkasse offenbar die falsche Deckung drin hat – warum hat er dann nicht bei der Krankenkasse reklamiert, damit sie das in Ordnung bringen?
Das ist nun wirklich nicht meine Aufgabe – ich bin ja nicht seine Sekretärin.

Nachtrag: es stimmte übrigens, die Krankenkasse hat die falschen Daten bei der Internet-abfrage eingegeben. Aber das ist die Ausnahme von der Regel: im Normalfall stimmt die Covercard Abfrage.

Ferienvorbereitungen

Im Moment bin ich an den (hoffentlich) letzten Sachen am schauen wegen unseren Ferien.

Da ich wieder ein paar Sachen via Internet gebucht habe (1 Hotel, 2 Campingplätze, 1 Lodge), muss ich halt selbst die Bestätigungen zusammensammeln – dafür habe ich auch einiges Geld gespart.

Das Reisebüro braucht es auch noch – aber inzwischen kann man soviel selber machen und meistens ist es günstiger. Dasselbe Hotel in Kapstadt kostet via Reisebüro 120 Franken mehr für 2 Nächte.

Dann habe ich erfolgreich ein Game Reserve (sowas wie ein Privat Park) gesucht, wo wir am Ende der Reise 2  Nächte etwas luxuriöser verbringen – vorher sind wir ja im Wohnmobil unterwegs. Sozusagen das „Zückerchen“ zum Abschluss. Etwas erschwert wurde die Suche natürlich dadurch, dass längst nicht alle Lodges auch Kleinkinder aufnehmen. Das kann ich schon begreifen – ich bin gespannt, wie Junior sich verhält, wenn wir die Tiere beobachten gehen.  …. Ich denke mal, ich nehme sicher das „Gstältli“ mit, um ihn festhalten zu können und der Nuggi als Schalldämpfer ist sicher auch eine gute Idee.

Auch was in Südafrika politisch so läuft, finde ich interessant. Ich habe da vor Jahren, als ich mit den Eltern dort war einen Comic gefunden, der sich auch immer wieder über die aktuelle Situation auslässt – manchmal erfährt man so mehr als über unsere Medien-:

ich präsentiere: „Madam and Eve“.

Es handelt sich dabei um einen Comic der auf noch herzige Weise die Probleme der weissen Madam, ihrer schwarzen Maid Eve (immer erfinderisch, was neue Einnahmequellen anbelangt) und der englischen Grossmutter (die natürlich ihren Gin and Tonic trinkt) in der heutigen Gesellschaft von Südafrika karikiert. Dabei sind sie topaktuell – im Moment z.B. mit den Rücktritten der Regierung.

Ich weiss jedenfalls, was ich auf dem Flugplatz in Jo’burg auf dem Rückweg kaufen werde …

Tabletten teilen -oder nicht?

Ich weiss schon, sparen ist angesagt, aber wenn ich vom Arzt ein Rezept für Kapseln bekomme auf denen steht: abends je 1/2 Kapsel einnehmen, dann geht das einfach nicht!!!

Wer mir nicht glaubt, soll mal versuchen eine Kapsel zu teilen.

Tabletten teilen geht meistens, aber auch nicht immer.

Das Bild zeigt, wie man Tabletten mit verschiedenen Bruchrillen am einfachsten teilt.

Das Problem ist nicht nur, dass sie zu klein wären oder keine Bruchrille haben (für das gibt es Tablettenteiler) sondern dass man nicht alle teilen darf. Das gilt vor allem für retardierte Formen, die einen speziellen Überzug haben oder aus mehreren Schichten bestehen. Teilt man die, ist es mit der kontrollierten Freisetzung vorbei, man hat also keinerlei Kontrolle mehr darüber, wie die Wirkstoffe aufgenommen werden: das gibt Überdosierungen, mehr Nebenwirkungen, ev. sogar Vergiftungen oder dann Unterdosierung, Therapieversager etc. weil die Wirkung ja nicht solange anhält.

Dasselbe gilt für Magensaftresistente Formen und solchen mit gefährlichen oder reizenden Inhaltsstoffen oder Stoffen, die an der Luft rasch kaputt gehen.

Eine Übersicht wann man Tabletten nicht teilen soll, findet sich auf dieser Seite.

Um es genau zu wissen. schaut man am besten in die Packungsbeilage der jeweiligen Tablette.

2 Beispiele wo es möglich ist:

Viagra hat keine Bruchrille, mit einem Tablettenteiler kann man sie aber gut teilen: da macht es sogar Sinn, denn 4 Tabletten mit 25mg kosten um die 70.- Franken. 4 Tabletten mit 100mg Packung kosten so um die 95.- Franken, dafür hat man, wenn man sie viertelt 12 Tabletten zu 25 mg…

Sortis: da steht zwar nichts in der Packungsbeilage von wegen Teilbarkeit, die Firma hat aber sowohl an Ärzte als auch Apotheken ein Merkblatt herausgegeben, dass man sie nicht teilen darf. Ich habe aber bisher noch keinen Grund gefunden wieso nicht. Sie ist weder magensaftresistent noch retardiert noch eine Mehrschichtige Tablette. In Amerika (unter dem Namen Lipitor) halbieren sie sie häufig, offenbar problemlos.

Lustig ist bei Sortis, dass die 10mg, 20mg, 40mg und 80mg Tabletten genau den gleichen Preis haben. Also hat man bei geteilten Tabletten doppelt so viele fürs selbe Geld.

Vermutlich will die Firma einfach nur dass man mehr Geld ausgibt.

Also: fragen sie ihren Arzt das nächstemal, ob er die höhere Dosierung aufschreibt und besorgen sie sich einen Tablettenteiler (gibt’s in der Apotheke).

Wenn wir Mangas wären …

… dann würden wir vielleicht so aussehen:

Falls Du mal zuviel Zeit hast: den eigenen Manga kann man hier zusammenstellen: Face Your Manga

Und im Notfall die „Pille danach“…

Inzwischen dürfte es auch einer breiteren Bevölkerung bekannt sein, dass man in der Schweiz die Notfallkontrazeption, die sogenannte Pille danach nicht nur vom Arzt, sondern auch in der Apotheke bekommt.

Allerdings müssen dabei ein paar Dinge abgeklärt werden, darum ist ein persönliches Gespräch mit der Apothekerin nötig.

Keine Abgabe ohne dieses Gespräch.

Dass es wichtig (und richtig) ist, zeigte sich schon bei verschiedenen Fällen:

Fall 1

Ein Mann kommt in die Apotheke und verlangt die Pille danach.

Apothekerin: „Ich muss direkt mit der Frau sprechen, die sie dann nimmt, ansonsten kann ich sie nicht abgeben.“

Mann: „Ja, das ist ein bisschen kompliziert. Wissen Sie, es handelt sich dabei nicht um meine Frau, sondern um meine Freundin. Die ist auch verheiratet und ihr Mann soll nicht herausbekommen, dass sie ein Verhältnis hat.“

Apothekerin: „Ok. Ich muss ja auch nicht mit ihrem Mann sprechen, sondern nur mit der Frau, die es bekommt.- Ich bezweifle, dass sie mir die nötigen Informationen über die gesundheitliche Vorgeschichte geben können.“

Immerhin muss ich auch über Allergien, andere Medikamente und die medizinische Vorgeschichte fragen.

Fall 2

Kundin (in den späten 30ern): „Ich brauche die Pille danach.“

Im Verlauf der Fragen: Apotheker: „Wie verhüten sie normalerweise?“

Frau: „Ich nehme Gynera.“ (eine Pille)

Apotheker: „Haben sie eine Dosis ausgelassen?“

Frau: „Ja, 4“

Apotheker: „Und wo in der Packung sind sie?“

Frau: „Am Ende.“

Apotheker: „Wie viele Tabletten sind noch übrig?“

Frau: „Keine, Ich fange erst in 3 Tagen wieder an.“

Es stellt sich also heraus, dass sie in der 7 tägigen Einnahmepause ist. Der Apotheker erklärt ihr, wie die Pille funktioniert und dass sie die Pille danach nicht braucht (Sie ist auch in der Einnahmepause geschützt)

Frau: „Ich glaube ihnen nicht. Kann ich die Pille danach trotzdem haben?“

Nein! Sie brauchen sie nicht.

Fall 3

Eine andere Kundin antwortete auf die Frage, wann der ungeschützte Geschlechtsverkehr denn stattgefunden hat mit: „Noch nicht.“

Apothekerin: „Erklären sie das bitte.“

Kundin: „Mein Freund kommt heute abend von der Geschäftsreise zurück und da will ich mit ihm schlafen. Ich nehme aber im Moment keine Pille und will nicht schwanger werden.“

Apothekerin: Aha. Sie wissen, dass es auch Kondome gibt?“

Kundin: „Ja, aber mein Freund sagt, dass Kondome ihn stören und er dann nicht so viel spürt.“

Apothekerin: „Ich kann Ihnen die Pille danach nicht geben. Sie ist keine Methode zur Empfängnisverhütung sondern eine Notfallmassnahme.“

Aber Echt!

Fall 4

Anfrage von einem Mädchen am Telefon (sie tönte sehr jung): „Also, wenn ich 5-6 Wochen Schwanger bin und die Pille danach nehme – verliere ich dann das Baby?“

Nein! Die Pille danach wirkt nur innert der ersten 72 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr (in Amerika nennt man sie auch die Morning after Pill) – danach kann man sie nicht mehr verwenden. Sie bewirkt auch keinen Schwangerschaftsabbruch, also keinen Abort. Sie verhindert nur, dass sich das Ei in der Gebärmutterschleimhaut einnisten kann.

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