Archiv für den Monat August 2008

Perfektes Kleine-Junge-Essen (3)

Teigwaren mit Sauce

Vorteile: In der Sauce lässt sich das Gemüse gut verstecken, man kann immer wieder andere Saucen machen und Teigwaren sind viel handlicher als Reis oder Ebly (die man nachher einzeln vom Boden losklauben kann).

Zum Beispiel: Pasta mit Sauce Bolognese
Rezept:
In einer beschichteten tiefen Pfanne in etwas Olivenöl 1 kleine geschnittene Zwiebel und eine feingeschnittene Knoblauchzehe anbraten.
ca. 250g Hackfleisch dazu, durchbraten
fein gewürfelte Rüebli (Karotten für Nicht-Schweizer) daruntermischen
Eine Dose Pelati passiert (ich frag mich immer, was denen „passiert“ ist 🙂 )
etwa 15 Minuten köcheln lassen
abschmecken und mit Teigwaren der Wahl servieren

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Ich glaub‘ ich hab‘ den falschen Job

… jedenfalls wenn ich die Bilder anschaue von Google in Zürich.

Dazu kann ich nur sagen: wow.


Und allem Anschein nach sind die Bilder wahr. So sagt es jedenfalls Snopes, das man sonst als Internet-Standardwerk für Urban Legends heranzieht.

Oben im Bild: Die Rutsche von Stock zu Stock (offensichtlich gibt es auch eine Feuerwehrstange) der Aquariumsraum zum Erholen. Nicht dargestellt (aber die Bilder finden sich auf Snopes): der Spielraum, die Bibliothek, der Spa (wo man sich von Profis massieren lassen kann), der Billiardraum, der Kommunikationsraum, usw usw.

Mitarbeiter von Google geniessen auch folgende Privilegien: gratis Cafeteria Essen, jährliche Skiausflüge, gratis Wäscheservice, eine firmeneigene Kindertagesstätte, Hundefreundliche Büros und ein Betriebsarzt.

Hmmmm … könnten die vielleicht auch eine Apothekerin brauchen?

Diaphragmas und Verhütungsgels

Diaphragmas sind eine eher ältere Methode der Empfängnisverhütung, die heute offensichtlich nicht mehr sehr oft angewendet wird. Es gibt ja heute so viel anderes: die Pille,  Spirale, Pflaster, Nuvaring, Implantate, Spritzen und nicht zu vergessen Kondome.

Die Diaphragma Methode ist eine Barriere Methode (demnach ähnlich wie das Kondom). Über den Gebärmutterhals der Frau wird ein halbkugeliges Gebilde gelegt, das den Eingang dicht abschliesst. Damit das funktioniert, muss es vom Frauenarzt angemessen werden. Zusätzlich sollte man aber noch Spermienabtötende (spermizide) oder Spermienhemmende Gele verwenden. Und damit wären wir beim Thema.

Problem ist: es gibt prakisch keine mehr.

Das habe ich letzthin wieder erfahren, als ich welche bestellen sollte. Patentex ausser Handel, Benzaltex nicht lieferbar, geht wahrscheinlich auch gleich ausser Handel. Nogynex gäbe es noch, ist aber auch mal wieder nicht lieferbar. Und das wars dann.

Anfrage beim zentralen Infodienst für Apotheken und Fachhandel brachte auch keine anderslautende Info.

Ich habe dann angerufen in einer Apotheke in Deutschland. Da gibt es auch nichts mehr, aber sie können aus Frankreich noch etwas importieren. Ummm, ok.

Als ich beim Hersteller für die Diaphragmas anrief, um diese zu bestellen (das geht auch nicht über unseren normalen Lieferanten), fragte mich die am Telefon gleich nach dem Verhütungsgel: ob ich nicht auch gleich eins bestellen wolle? „Oh, ihr habt das auch?“ „Ja, wir importieren sie aus England.“ Klar nehme ich eines für die Kundin.

Bestens, dann weiss ich wenigstens das nächstemal, woher ich das Gel bekomme.

Die Kundin hatte ausserdem noch den Wunsch nach einem Gel das „nicht so chemisch schmeckt“ (kein Kommentar dazu). Ich fürchte, was die Spermizid Gele angeht, hat sie keine grosse Wahl. Sie kann aber probieren, ob die Spermienhemmenden Gele auf Milchsäure- und Zitronensäure Basis besser sind.

Nächstes Problem: auch davon gibt es offiziell keine mehr. Keine fertigen Spezialitäten jedenfalls. Ich vermute, man bekommt noch in der Kondomeria welche und im Internet habe ich eine Apotheke in der Innerschweiz gefunden, die sie als Hausspezialität herstellt. Dort habe ich dann noch ein Zitronensäure-Gel bestellt.

Bisher habe ich noch keine Rückmeldung erhalten, ob das jetzt besser schmeckt … 🙂

Blaue Flecken

Zum heutigen Post ist mir noch eine Begebenheit eingefallen, die passt – Wie die Faust aufs Auge, könnte man sagen (das gibt ja auch blaue Flecken):

Ein Mann kommt in die Apotheke und verlangt: „Etwas gegen blaue Flecken.“

Die Apothekerin erklärt ihm, dass Arnika Globuli oder Salbe und Heparin (äusserlich) helfen können, damit sie schneller weggehen.

Mann: „Ok, aber ich brauche etwas, damit sie gar nicht erst kommen.“

Apothekerin: Ummm, haben sie vor einen Kampf zu haben, oder was?“

Mann: „Nein, aber ich besuche eine Domina – und in der Umziehkabine beim Tennisclub, wo ich bin, fangen sie schon an, mich komisch anzuschauen …“

Notfallmittel, die man zuhause haben sollte

Vor allem, wenn man so einen „Rampass“ hat, wie wir.

Junior ist alles andere als vorsichtig und es reicht bei ihm nicht, dass er einmal irgendwo hineinläuft, sich die Finger einklemmt oder herunterfällt. Das passiert öfter. Vorgestern auch. Da hat er sich vom Sofa gestürzt (anders kann man das nicht nennen) und Papa, der ihn hätte auffangen sollen – denn das war wohl die Idee – war zu langsam. Ergebnis: einen Knall, den ich bis ins Nebenzimmer hörte, weil er sich den Kopf an der Schläfe am Tischchen vor dem Sofa angeschlagen hat. Natürlich tut das weh.

Und das gibt auch sofort eine wahnsinns-Beule samt zugehörigem blauem Fleck.

Die werden sich auch was denken im Babyschwimmen.

Ausser, ja, ausser man hat die richtigen Notfallmittel im Haus.

Nämlich Rescuetropfen (Notfalltropfen von den Bachblüten) und Arnika globuli (z.B. von Similasan oder Weleda)

Die Rescuetropfen sind so ziemlich für alles gut, was kleinere Unfälle angeht: zum Einnehmen zum Beruhigen. Zum Auftropfen und Einreiben bei kleineren Blessuren. Und Arnika ebenso: es ist das beste Mittel zum Vorbeugen und Behandeln von blauen Flecken und stumpfen Verletzungen.

Also gab ich Junior Rescuetropfen und alle 15 Minuten ein paar Arnika Globuli (die nimmt er gerne, vermutlich auch, weil sie leicht süsslich sind). Die Beule kühlen wir ein paar Minuten mit einem nassen Tuch – mehr als ein paar Minuten hält Junior auch nicht still, danach mache ich ein paar Mal Rescue darauf.

Ergebnis: nach 2 Tagen sieht man nur noch etwas, wenn man weiss wo man schauen muss. Das ist wirklich erstaunlich!

Es lohnt sich nicht einmal für ein Foto (ich hab’s probiert).

Das nächste Mal sollte ich vielleicht daran denken ein Vorher/Nachher Foto zu machen – aber in dem Moment wo Junior schreit ist mir logischerweise einiges anderes wichtiger.

Darum halt ein Foto von der Arnika, aufgenommen beim letzten Besuch im botanischen Garten – ach die Erinnerungen an die alten Zeiten, als wir in dem Garten herumgestolpert sind um von etwa 100 Pflanzen das Aussehen (und die Anwendung) zu merken.

Wirkung in Rekordzeit

Wie wirkt die Schmerz-Tablette am schnellsten?

(Das folgende gilt für Tabletten, die man nicht regelmässig nehmen muss, denn bei denen ist ja ein möglichst gleichbleibender Wirkstoffspiegel im Körper das Ziel.)

Der Wirkstoff muss erst gelöst werden, bevor er aufgenommen werden kann. Darum: genug zur Tablette trinken oder gleich Brausetabletten nehmen.

Die Tablette muss durch den Magen in den Darm, erst dort wird sie aufgenommen.

  • Ein voller Magen bremst hier also: d.h. die Tablette vor dem Essen nehmen.
  • Fettes Essen hemmt die Magenentleerung zusätzlich, es kann also lange gehen, bis die Tablette endlich wirkt.
  • Saure Getränke: Kohlensäurehaltiges Sprudelwasser, Cola bremsen die Magenentleerung ebenfalls. Besser ist normales Wasser.
  • Kaltes Wasser bremst die Magenentleerung, warmes (nicht heisses) fördert es.
  • Der Magenausgang liegt (von vorne gesehen) auf der linken Seite. Wenn man will, dass sich der Magen etwas schneller leert, sollte man also auf die rechte Seite liegen (dann ist der Magenausgang nach unten) – oder aufrecht stehen oder sitzen bleiben.
  • Schmerzen verlangsamen die Magenentleerung. Das ist ziemlich doof, wenn man Kopfschmerzen  (auch Migräne) hat und eine Tablette nimmt, weil sie dann einfach lange im Magen liegen bleibt. Im Extremfall hilft hier ein Magenbewegung-anregendes Mittel (wie Motilium), so dass die Magenentleerung schneller stattfindet – und ausserdem ist einem dann nicht so schlecht.

Wenn Du also willst, dass Dein Schmerzmittel in Rekordzeit wirkt, nimm es in Brausetablettenform in 1 ganzen Glas lauwarmem Wasser auf leeren Magen und lege Dich danach ein paar Minuten auf die rechte Seite.

Voilà!

Perfektes Kleine-Junge-Essen (2)

Überbackene Griess-schnitten mit Käse

Rezept:

Griessbrei nach Anweisung zubereiten mit Milch, etwas Salz und etwas Butter

etwas Käse unterrühren (in Stückchen oder gerieben)

Brei etwa 3 cm hoch in eine Auflaufform geben

mit geriebenem Käse und etwas Muskatnuss bestreuen

im Backofen ca. 20 Minuten überbacken.

Dazu serviert man Salat oder Gemüse

Gemüse in weicher Form mögen Kinder definitiv besser als Salat, Junior isst ihn jedenfalls (noch) nicht.

Aber Griessbrei ist fein! Gut ist auch, dass man das relativ fleckenfrei spachteln kann.

Und wenn man ihn abends macht, hilft die Muskatnuss beim Einschlafen!

Übrigens: Muskatnuss ist ein Halluzinogen – also wirklich nur sparsam verwenden.

Statt im Griessbrei kann sie natürlich bei Einschlafschwierigkeiten mit einem Glas warmer Milch und etwas Zucker darin gegeben werden.

Pädophil = Kinder-„liebend“? Der glatte Hohn!

Das ist ein Thema, das mich sehr auf die Palme bringt. Menschen, die Kinder sexuell missbrauchen. Z.T. sehr kleine Kinder. Pädophil ist das falsche Wort. Kinderschänder trifft es eher. Meiner Meinung nach sollte man diese einsperren – und zwar lebenslänglich. Es hat sich gezeigt, dass die Rückfallquote sehr hoch ist. Für die sexuell missbrauchten Kinder bedeutet dass in jedem Fall ja auch Lebenslanges Leiden, weshalb sollte das für die Täter anders sein? Und für eine Chance dasselbe wieder anderen Kindern anzutun?

Oft sind es ja nicht Fremde, die das den Kindern antun, v.a. bei sehr kleinen Kindern, es sind Verwandte, Lehrer, Erzieher, Sportleiter– es ist wesentlich einfacher für die Täter, wenn die Kinder ein gewisses Verhältnis zu ihnen haben, dann können sie den Kindern Schuldgefühle einreden, sagen, dass es normal sei, dass das ihr kleines Geheimnis ist, etc. Es ist so wichtig, dass man den Kindern beibringt, dass sie zu jedem „Nein“ sagen dürfen, der ihnen körperlich zu nahe tritt und dass sie auch damit zu den Eltern kommen können und das sagen.

Dass jemand tatsächlich dem Kind auf der Strasse „auflauert“ und es verschleppt kommt seltener vor, als uns die Medien glauben lassen – man hört heutzutage einfach viel mehr davon. Wie das Mädchen, das in Leipzig jetzt tot aufgefunden wurde – und es würde mich nicht wundern, wenn sich herausstellt, dass das ein schon einschlägig vorbestrafter Pädophiler war.

Das Internet ist (leider) der ideale Tummelplatz für die Pädophilen: anonym, weitreichend, perfekt um rasch Bilder oder Videos auszutauschen – und auch um neue Opfer kennenzulernen.

Man hört ja immer wieder davon. Wen es interessiert, der kann auf dieser Seite (englisch) nachlesen, wie diese Monster vorgehen: Vorsicht, die dargestellten Chats sind z.T. sehr grafisch.

Die Leute auf dieser Seite jagen die Jäger. Sie geben sich in Chaträumen als Minderjährige aus. Wenn ein Pädophiler sie anspricht und wirklich Anstalten macht, sie zu treffen, sind sie mit der Polizei vor Ort, um ihn festzunehmen.

Wenn es das bei uns auch gäbe, ich würde mich sofort melden.

Denn wird denkt, das gäbe es nur in Amerika oder „woanders“, dem empfehle ich, sich einmal in einem Chatroom als 12, 13 jähriges Mädchen oder Junge auszugeben (oder jünger, nach unten geht immer).

Ich habe das einmal gemacht auf Odigo (den gibt es jetzt nicht mehr). Ich hatte keinen besonders „herzigen“ Namen gewählt und gab mich nicht aufreizend. Trotzdem hatte ich innert 30 Minuten über 10 Anfragen von Männern (nicht Jugendlichen, sondern älter als 20) zum Chatten. 4 nach Zufall ausgewählt und alle 4 kamen innert kürzester Zeit zur Sache: „Bist Du alleine zu Hause?“, „Was für Unterwäsche trägst Du?“ „Schickst Du mir Fotos von Dir?“, „Wo wohnst Du? Ich komme Dich besuchen“ …  Und hartnäckig, selbst als ich keinerlei Zugeständnisse machte und keine Adresse genannt habe, immer wieder die Frage danach…

Echt, mir wurde schlecht davon, körperlich schlecht. So dass ich das Experiment schnell abbrach.

Einem (der nach der Adresse gefragt hat) habe ich dann gesagt, dass ich nicht 13 bin sondern 30 – und dass ich ihm die Polizei auf den Hals hetzen würde, für das was er da versucht hat. Er hat nur gelacht – weil er weiss, wie schwierig das ist über das Internet.

Darum bin ich für eine Überwachung des Chatverhaltens von Kindern. Ich weiss noch nicht genau, wie durchführbar das ist, aber ich denke, dass ich das Junior, wenn er gross genug ist bald einmal erklären werde, wie er sich verhalten muss im Netz – und wie nicht. Und falls er chattet, sollte das unter meiner Aufsicht sein.

Gute Seite für Kinder: Security4kids

Gute Seite für Erwachsene: Stopp-Kinderpornographie

Eine dicke Lippe riskiert

Frau mit ziemlich geschwollenen Lippen (man nennt das auch Quincke Ödem) kommt und will etwas dagegen. Sie weiss schon, dass sie das letzte Mal das hatte, als sie allergisch reagierte.

Die Drogistin versucht abzuklären, an was es liegt, dass sie jetzt so eine Reaktion hat.
Die Frau meint, sie sei allergisch gegen Fisch und Meeresfrüchte, hätte aber schon lange keine mehr gegessen.
Drogistin: „Haben sie irgendetwas gewechselt: Kosmetika, Waschpulver …?“
Kundin: „Nein.“
Drogistin: „Nehmen sie irgendwelche Medikamente ein, auch selbstgekaufte?“
Kundin: „Ja, gelegentlich Aspirin, Voltaren Gel, Pernaton Kapseln … „
Drogistin: „Halt! Pernaton Kapseln? Die mit Grünlippmuschelextrakt?“ – Das ist die Erklärung. Muscheln sind natürlich auch Meeresfrüchte.

Sie will es aber partout nicht glauben, dass sie davon die Reaktion hat – die seien schliesslich so gesund, hat sie gehört.
Mag schon sein – aber für sie nicht. Die geschwollene Lippe ist nur der Anfang, wenn sie nicht aufhört, riskiert sie, dass ihre Luftwege zuschwellen.

Manchmal wär‘ ich gern ein Octopus

Warum?
Schaut euch dieses Video an, dann wisst ihr warum:

Das wär doch toll: man könnte still an einer Wand stehen und keiner sieht einen – und falls doch: ausgiebig Tinte verspritzen und ab gehts! Hehehe 😎

Defekt – oder?

Kunde: „Da scheint etwas nicht zu stimmen mit meinem Blutzuckermessgerät.“

Apothekerin: „Zeigen sie es mir mal.“ ….

„Hmm, das scheint ja geschmolzen zu sein. Was ist passiert?“

Kunde:Es wurde nass und da habe ich es zum trocknen in den Backofen gelegt …“

Apothekerin „…“

„Wie wäre es, wenn wir es einfach ersetzen?“

***

Frau von der Spitex holt für einen Patienten ein neues Blutzuckermessgerät, will aber keine Instruktion, wie es funktioniert: „Ich weiss das, ich bin Krankenschwester“.

Ein paar Stunden später kommt sie zurück und sagt: „Das Ding funktioniert nicht!“

Die Apothekerin testet es und als sie den Teststreifen in den Schlitz steckt, kommt Blut heraus.

Offensichtlich hat die Schwester versucht das Blut direkt in den Apparat zu kriegen. Igitt.

Auch das gab ein neues Gerät.

***

Kunde kommt mit neuem Blutdruckgerät wieder, das er gekauft hat. Er beklagt sich: „Die Anzeige ist immer dieselbe, das Gerät muss kaputt sein, das kann nicht stimmen!“

Blick auf das Blutdruckgerät zeigt, dass er immer noch den Kleber mit den Mustermessungen über der Anzeige hatte ..

Vom richtigen Schlucken von Tabletten, Dragees und Kapseln

Die meisten Leute trinken viel zu wenig, wenn sie eine Tablette oder eine Kapsel einnehmen. Das sehe ich schon, wenn mal jemand in der Apotheke ein Glas Wasser verlangt, damit er die Kopfwehtablette gleich nehmen kann. Ein, Zwei Schluck und das war’s.

Dabei ist das so wichtig!

Fangen wir mal hinten an:

+ Nicht nur, dass die Tablette oder Kapsel mit genug Wasser schneller wirken kann – der Wirkstoff muss nämlich erst gelöst werden, bevor er in den Körper aufgenommen werden kann. Wenig Flüssigkeit bedeutet rasch höhere Konzentration des Wirkstoffs in der Flüssigkeit und das bremst den weiteren Zerfall.

+ Dann muss die Tablette ja aus dem Magen in den Darm kommen. Das geht auch schneller, wenn der Magen etwas gefüllt ist – durch mehr als ein paar Schluck Wasser (aber feste Nahrung bremst).

+ Und: die Tablette oder Kapsel muss erst mal in den Magen gelangen. Wenn man zuwenig trinkt, ist die Chance gross, dass die Tablette / Kapsel in der Speisröhre kleben bleibt. Das merkt man manchmal – ist so ein komisches Gefühl im Hals. Meistens merkt man es aber nicht.

Jetzt sind eine Menge Wirkstoffe Säuren. Z.B. Aspirin: Acetylsalicylsäure, oder Ponstan: Mefenaminsäure, oder Vitamin C: Ascorbinsäure, Fettsäuren usw. (anderen Wirkstoffen sieht man es nicht gleich am Namen an, dass sie Säuren sind).

Stell Dir vor, was diese Säuren mit der empfindlichen Schleimhaut der Speiseröhre anstellen, wenn die Tablette kleben bleibt und der konzentrierte Wirkstoff anfängt freizuwerden. Noch schlimmer ist es, wenn die Form retardiert ist, z.B. durch eine dichte Kapselhülle wo der Wirkstoff nur aus einem kleinen Löchlein austreten kann. Das wirkt dann wie ein Schneidbrenner – es kann tatsächlich Löcher geben in der Speiseröhre.

Darum genug trinken!

Auch wenn man Kinder hat und ihnen Tabletten oder Kapseln geben muss, ist es wichtig, dass sie danach viel trinken. Viele Kinder verstauen Tabletten und Kapseln nämlich in der Backentasche, weil sie nicht gerne grössere feste Sachen schlucken. Sobald der Wirkstoff frei wird wird es meist sehr bitter – und dann wollen sie später gar keine Tabletten mehr nehmen „weil sie so schlecht schmecken“. Plus es ist auch im Mund nicht ideal, wenn der Wirkstoff schon dort frei wird. Also viel trinken lassen: dann können sie die Tablette nicht so gut verstauen.

Übrigens:

Tabletten lassen sich am besten schlucken, wenn man den Kopf etwas nach hinten neigt,

Bei Kapseln den Kopf nach vorne neigen (die schwimmen nämlich obenauf),

Weichgelatine-Kapseln kann man ein paar Sekunden mit etwas Flüssigkeit im Mund behalten, dann rutschen sie besser.

Danke Kuschelbär!

Heute ist ein spezieller Tag, denn heute haben Kuschelbär und ich unseren

3. Hochzeitstag!

Das heisst, heute und morgen, denn am 19. August war die Standesamtliche Trauung und am 20. August die kirchliche.

Die letzten 3 Jahre waren  auch wunderschön und ich würde sie nicht missen wollen.

Es war einfach nur toll! Wir hatten die Feuerwehr, die Spalier stand, wir hatten einen langen Reiterumzug das Dorf hoch und runter (dank dem Reitverein, wo Kuschelbär Mitglied war), wir hatten Rikschafahren, Ballone stiegen in die Luft, wir hatten eine 4 stöckige Hochzeitstorte, wir hatten Rosen und feines zu Essen, es war …. traumhaft.

Fast schade, dass man das nur einmal im Leben macht …

Kinderwagen und ÖV

Letzthin war ich mal wieder mit Junior im Zoo. Dazu habe ich nicht das Auto genommen, sondern bin mit Bus und Tram gefahren.

Dazu hätte ich jetzt ein paar Bemerkungen.

Bus: es gibt Busfahrer, die umsichtig sind und auf Frauen mit Kinderwagen achten. Diese fahren nahe ans Rändli heran und senken im Idealfall auch den Bus auf der Einstiegsseite ab (ja, das kann man!), so dass der Spalt beim Einsteigen möglichst klein ist. Die Kinderwagen sind nämlich nicht gebaut für grosse Löcher im Boden (es sind ja meist keine Offroader) und oft bleibt man mit den Rädern fast im Zwischenraum stecken (gell Mama?).

Und dann gibt es Busfahrer, denen ist es wurst, ob man Probleme hat beim Ein- oder Aussteigen. Dass sie die Türe nicht gleich noch zumachen, während man dabei ist, ist grad ein Wunder. Dass es mit etwas Umsicht ihrerseits auch schneller gehen würde sehen sie nicht ein. Dann fahren sie noch wie die Henker, dass man den Kinderwagen trotz angezogener Bremsen stabilisieren muss, damit er nicht umkippt. Wahrscheinlich muss er die bei unserem Einsteigen verlorene Zeit wieder gutmachen.

Und im Tram? Nach dem ersten Mal weiss man meist, wo man hinstehen muss mit dem Wagen, damit man den Eingang zur Sänfte erwischt. Gelegentlich gibt es aber Tramkombinationen, die gar keine Sänfte haben (weil sie älteren Datums sind) und man ausserdem 3 Stufen (!) hochmuss (weil sie älteren Datums sind). Mach das mal mit einem Kinderwagen. Das kommt einem vor wie der Mount Everest. Alleine ist das nicht zu schaffen.

Dann sind da die Mitfahrenden. Danke an den Herrn, der mir geholfen hat, den Wagen auf der Hinfahrt hochzuwuchten. Und an die Dame, die bei der Rückfahrt in die Sänfte eingestiegen ist und uns ständig böse Blicke zugeworfen hat … ihr möchte ich gerne folgendes sagen: Die Sänfte wurde entworfen für Leute mit Kinderwagen oder Personen in Rollstühlen. Ausserdem für solche, die sonst Mühe haben mit dem ein- und aussteigen. Soweit ich sehen konnte gehören Sie in keine dieser Kategorien. Also sollten sie es das nächste Mal in Betracht ziehen, in einen anderen Teil des Wagens zu steigen (ja, es hatte dort noch viel Platz) und nicht böse schauen, bloss weil ihre Beinfreiheit durch einen der drei anwesenden Kinderwagen eingeschränkt wurde.

Ja, das ist meiner. Nein, der bleibt genau dort, wo er ist. Ich bin froh, dass ich noch einen Platz dafür gefunden habe. Sie können froh sein, dass Junior gerade schläft (2 Stunden durch den Zoo wandern haben auch ihn erschöpft), ansonsten hätten sie ausser dem Platz- auch noch ein akustisches Problem.

In dem Sinne: Danke ÖV und bis zum nächsten Mal! (Zum Glück kann ich für den Arbeitsweg das Velo nehmen)

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