Artikel mit zahne tag

Nicht zutreffendes streichen ...

Veröffentlicht am von pharmama

Wir haben eine Zahnklinik in der Nähe, die gerne vorgedruckte Rezepte abgibt. Da stehen dann 3 Antibiotika drauf und die, die man nicht braucht, haben sie durchgestrichen.

Das ginge ja noch, aber ... wissen die nicht, dass man Kindern kein Doxycyclin verschreiben soll?

Die Anwendung von Antibiotika der Tetracyclin-Gruppe während der Zahnentwicklung (zweite Hälfte der Schwangerschaft, Kleinkinder und Kinder bis zu 8 Jahren) kann zu einer bleibenden gelb-grau-braunen Verfärbung der Zähne führen. Diese unerwünschte Wirkung tritt häufiger nach Langzeitanwendung auf, wurde aber auch schon nach wiederholten kurzfristigen Therapien beobachtet. Es liegen auch Berichte über Hypoplasie des Zahnschmelzes vor. Doxycycline sollten deshalb bei diesen Patienten nur angewendet werden, wenn andere Antibiotika nicht verfügbar, wahrscheinlich nicht wirksam oder kontraindiziert sind.

Und dass es nicht andere Antibiotika gibt für das ist auch nicht der Fall. Das gibt halt (wieder) ein Telefon.

Durgol dental

Veröffentlicht am von pharmama

In der Drogerie verlangt der ältere Kunde "Eine kleine Flasche Durgol."

Als er sieht, dass es die nur in Halb-Liter-Flaschen gibt, will er sie nicht: "Das ist viel zu viel. Ich brauche nur ganz wenig."

Fragt die Drogistin: "Für was brauchen Sie es denn?"

Kunde: "Für das Gebiss – mein Zahnarzt hat mir das empfohlen."

....

Im ersten Moment schwankt unsere Drogistin zwischen entsetzt und erstaunt. Durgol ist ein Mittel zum entkalken - zum Beispiel von Kafeemaschinen, Duschköpfen, Pfannen etc. ... vom Gebiss, den 3. Zähnen steht aber nichts drauf.

Auf der anderen Seite ... das Zeug ist einigermassen sanft und kann für Keramik und Metall eingesetzt werden, also ... warum nicht, wenn man es hinterher wieder sehr gut mit Wasser abspült? Nachträgliches Googeln zeigt dann, dass es inzwischen wirklich Zahnärzte gibt, die das bei Kalkflecken auf den 3. Zähnen empfehlen - anstelle von Essigwasser.

Na denn ... das wäre vielleicht ein neues Produkt: "Durgol dental" - in kleinen Flaschen.

Die Zähne zeigen

Veröffentlicht am von pharmama

Was macht man mit dem Kunden, der in der Drogerie bei jeder passenden -und unpassenden- Gelegenheit seine Dritten Zähne aus dem Mund nimmt und auf die Theke legt.

Zum Beispiel gestern: „Ich brauche eine neue Prothesenzahnbürste. Für diese hier“

*Klatsch* - liegen sie wieder auf dem Tisch.

(Igitt)

Seltsames auf Rezept

Veröffentlicht am von pharmama

Auf einem Zahnarztrezept:

1 Packung Celebrex.

Zahnarztrezepte werden nicht bezahlt von der Krankenkasse, der Patient muss es selber zahlen.

Celebrex ist ein Schmerzmittel das (immer noch) relativ teuer ist – und im Normalfall für Leute mit chronischen Schmerzen wie Arthritis oder so eingesetzt wird. Kaum zur Nachbehandlung von Zahnarztprozeduren.

Nachdem der Patient fast einen Aufstand gemacht hat in der Apotheke, rufen wir den Zahnarzt an, ob wir das nicht auf etwas anderes wechseln können.

Zahnarzt:Natürlich, kein Problem. Eigentlich habe ich es nur aufgeschrieben, weil der Patient es verlangt hat – er meinte, das habe ihm in der Vergangenheit gut geholfen.“

...

Der Patient ist unter 20 Jahre alt.

Ist demnächst Vollmond oder so?

Legal Copy

Veröffentlicht am von pharmama

Eine Legal Copy nennt man die „Untertitel“, die man inzwischen auch bei uns in der Fernsehwerbung immer öfter sieht. Im Prinzip ist es so in etwa das „Kleingeschriebene“ zu dem gesagten oder gezeigten. Oft ist es auch wirklich sehr kleingeschrieben und so schnell wieder weg, dass man kaum Zeit hat es zu bemerken geschweige denn zu lesen. Dabei wäre es noch interessant.

Hier nur ein paar Beispiele aus der Fernsehwerbung:

Werbung für Zahnpaste

„Sofort weisse Zähne, nach nur einmal putzen !*“

*Getestet an 87 Personen, Der Aufhelleffekt ist rein optisch und zeitlich begrenzt.

87 Personen kann man noch nicht einmal eine richtige Studie nennen, das reicht kaum für eine Aussage. Und das mit dem zeitlich begrenzt kann heissen: etwa 5 Minuten oder so, bis die weissen reflektierenden Partikel wieder von den Zähnen runter sind.

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Aus der Werbung für ein neues Shampoo für Glatte Haare

- das Modell schwingt die wunderbar langen, glänzenden Haare.

*Gefilmt mit künstlichen Haarverlängerungen

Wow. Na so könnte ich natürlich auch so Haare bekommen, nur: was hat das mit dem Shampoo zu tun?

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Noch eine Schampoo-Werbung:

„X% Weniger Haarbruch und glänzendere Haare!*“

* Shampoo und Spülung Im Vergleich zu Shampoo alleine.

Bedeutet: hier vergleicht die Werbung Äpfel mit Bananen. Ich denke dass wohl jede zusätzliche Behandlung mit einer einigermassen vernünftigen Spülung diesen Effekt hat.

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Und zum Schluss noch eine der neuen „Get a Mac“ Werbungen, die mit dieser Legal Copy spielt:

[youtube = "http://www.youtube.com/watch?v=TZrlj6SxN_w"]

Das Original findet man hier - und in der HD Auflösung kann man sogar lesen, was da alles steht - zum schreien!

Neues vom Zahnarzt

Veröffentlicht am von pharmama

Gestern mittag hatte ich das Vergnügen des 2. Besuches wegen meines Zahnimplantats. Zur Erinnerung: in den Ferien ist mir ein schon Wurzelbehandelter Zahn teilweise abgebrochen. Beim Röntgen hat der Zahnarzt gesehen, dass darunter eine chronische Entzündung ist, er also nicht einfach ein Krone darüber machen kann. Darum musste der Zahn ganz raus und die Entzündung herausgekratzt werden.

Gestern (4 Wochen später) also der nächste Besuch, wo der Zahnarzt in den Kieferknochen bohrt und eine Schraube einsetzt, die dann als Halter für den künstlichen Zahn dient. Ein Implantat halt.

Ich bin mit sehr gemischten Gefühlen hingegangen - eigentlich wäre ich am liebsten vom Stuhl aufgestanden und wieder gegangen, vor allem, als ich die Vorbereitungen gesehen habe:

und das ist erst die Hälfte davon. Die Bohrer, die aussehen wie die vom Baumarkt sind da nicht mal dabei!

Jedenfalls hab ich’s irgendwie überstanden, ich denke die Rescue Tropfen haben mitgeholfen - und natürlich die Spritze mit dem Lokalanästhetikum.

Aber bei der anschliessenden Besprechung des neu angefertigten Röntgenbildes meinte der Zahnarzt er habe nicht allzuviel Knochen gehabt das Implantat zu befestigen und darum mit relativ viel Knochenzement arbeiten müssen - darum weiss er nicht, ob das auch hält, wie es soll. Arrrgh!

Die falsche Anwendung (3)

Veröffentlicht am von pharmama

Kunde kommt in die Apotheke mit einer Liste Medikamente. Sein Problem: „Zahnschmerzen“.

Er war schon beim Zahnarzt, der ihm ein Antibiotikum aufgeschrieben hat: ganz oben auf der Liste Amoxicillin.

Auch auf der Liste sind andere Medikamente, die er zuhause hat und von denen er denkt, dass sie eventuell helfen: Aleve, Tramal, Voltaren retard.

Ich empfehle im das Aleve.

„Das habe ich tatsächlich schon probiert“ sagt er „ich habe die Tablette in den Mund genommen und sie am Zahn zerfallen lassen, es hat nicht wirklich gebessert.“

Ich (geduldig) „Ich denke, sie wirkt besser, wenn man sie einnimmt“

Patient: „Ok, Kann ich trotzdem noch etwas Nelkenöl haben?“.