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Feuerwerk

1august

1august2Das gibt wirklich lustige Effekte, wenn man die Belichtungszeit verlängert :-)

Erster-August-Feuerwerk im Garten.

Schönen Nationalfeiertag an meine Mit-Schweizer!

 

Über diese Anzeigen

Damit das hier auch einmal gesagt ist …

… Ich weiss, ich bringe hier nicht überwiegend viel privates, ein wenig von uns und vom Junior, viel weniger noch vom Rest der Familie: zum Beispiel meinen Eltern. Ich habe das unglaubliche Glück, dass beide noch leben und auch gesund und aktiv sind. Und … sie sind einfach die besten!

Liebe Mama, lieber Papa: DANKE!

Ich weiss, ich sage das Euch viel zu wenig, aber für mich seid ihr die wahren Vorbilder. Danke für Eure Unterstützung, Danke für Eure Flexibilität, Danke für … einfach Euch.

Ihr seid die besten Eltern, die man sich vorstellen kann.

Ich liebe Euch.

Informiert und immunisiert – Apotheker pro Impfen

Danke an die Seite für Impfen für diesen professionell überarbeiteten Beitrag! (Endlich einmal ein Blogeintrag mit wissenschaftlichen Fussnoten :-) )
proImpfen

Impfgegner argumentieren sehr häufig damit, dass Menschen mit einem höheren Bildungsgrad seltener sich und ihre Kinder impfen ließen.[1] “Wer weiß, impft nicht” wird oft gesagt.[2]

In unserer Serie “Informiert und Immunisiert” wollen wir Euch u.a. Menschen mit höherem Bildungsgrad als die Durchschnittsbevölkerung und ihre Einstellung zu Impfungen vorstellen. Eltern, die ihre Kinder impfen lassen, sind also mitnichten uninformiert oder ungebildet.

Heute stellen wir Euch die Apothekerin und Bloggerin Pharmama aus der Schweiz vor.

=== Beruflicher Werdegang ===
Pharmama wurde 1973 in der Schweiz geboren und wuchs dort auch auf. Nach dem Abschluss ihrer Schule in der nördlichen Schweiz, nahm sie ein Studium der Pharmazie auf und schloss dieses als eidg. dipl. Apothekerin so um die Jahrtausendwende ab. Seither arbeitet sie in einer öffentlichen Apotheke – in leitender Position. Pharmama ist seit 10 Jahren verheiratet und Mutter eines Kindes im Schulalter.[3]

=== www.pharmama.ch ===
Pharmama begann 2008 ein Blog zu betreiben, welches ihr unter http://pharmama.ch/ erreichen könnt. Hier bloggt sie über den Alltag eines Apothekers in Anekdoten und alles was sie so interessiert und ihren Lesern mitteilen möchte. Ihr Blog ist so erfolgreich, dass sogar ein Verlag an sie herantrat, um sie für ein Buch zu gewinnen.[4] Dem Kinderdok des Blogs “Kids and me 2.0″ hat’s jedenfalls gefallen[5] und uns auch.

=== Impfeinstellung ===
Pharmama hat sich in ihrem Blog auch zum Impfen geäußert.[6] Dank ihrer medizinischen Ausbildung erhielt Pharmama Einblick in die Folgen von Krankheiten – auf die Einzelperson und auf die Bevölkerung. Der Impfmüdigkeit und einer ‘zurück zu den natürlichen Wurzeln Bewegung’ ist es anzurechnen, dass sie in ihrem Arbeitsalltag immer häufiger Kunden mit in Vergessenheit geratenen Erkrankungen zu sehen bekommt. Sie empfindet den Anblick eines an Keuchhusten leidenden Kleinkindes, das nach Atem ringt, als traurig, noch trauriger macht sie das Wissen um die Dauer des vermeidbaren Leidens.[7]

In einem Blog-Beitrag sagt Pharmama der Herdenimmunität adieu und erklärt, dass Impfungen ein Opfer ihres Erfolges sind.[8] Sie gibt zu Bedenken, dass Impfungen mehr als nur eine individuelle Entscheidung darstellen. Auch wenn die Krankheiten hierzulande möglicherweise recht gut zu behandeln sind (dank moderner Medizin und ausgebautem Gesundheitswesen), so reicht ein einzelner empfänglicher Überträger aus, um z.B. Masern in Gebiete zu tragen, die nicht den hervorragenden Standard der Industrienationen haben und können dort zu einem Ausbruchsgeschehen mit vielen Opfern führen.

Dass diese Bedenken berechtigt sind, sieht man an dem Masernausbruch 2009 in Bulgarien mit ca. 24.000 Erkrankten und 24 Todesfällen, der aus Hamburg importiert wurde.[9][10] Noch höhere Letalität findet sich beim Masernausbruch in Vietnam mit aktuell ca. 8.500 Erkrankten und knapp 120 Toten, zum Großteil Kindern.[11] Auch auf den Philippinen grassieren die Masern. In den ersten 6 Wochen starben 23 Menschen auf ca. 3.500 laborbestätigte Fälle.[12] Die aktuellen Zahlen dürften um ein Vielfaches höher sein. Die Philippinen drängen alle Bürger sich kostenfrei gegen Masern impfen zu lassen. Auch Vietnam bietet im Zuge des Ausbruchsgeschehen kostenfreie Impfungen für Kinder unter 6 Jahren an.[13] Diese Fall- und Opferzahlen könnten bei Überfüllung der Krankenhäuser im Rahmen von Epidemiegeschehen durchaus auch in Europa Realität werden, wenn die Herdenimmunität prävakzinale Prozentwerte erreicht. Wer das nicht glaubt, lasse bitte das EHEC-Ausbruchsgeschehen Revue passieren. Die Kapazitäten der Intensivstationen waren erschöpft.[14]

Pharmama kommt aus einer reisefreudigen Familie, ihr Blog belegt das sehr gut. Sie kann sich dieser Verantwortung auch für andere nicht entziehen, nicht für Mitbürger in Entwicklungsländern, nicht für nicht-impfbare Mitbürger der Industrienationen. Sie sagt:

“Ich will das für dich nicht. Und für mein Kind auch nicht – darum ist Junior geimpft. Darum bin ich geimpft.”[8]

In Anbetracht dieser Argumentation ist Pharmamas Empfehlung eindeutig:

“Und darum empfehle ich allen, sich zu impfen.”

So sieht’s aus. Wer weiß, impft!

Das Blog:
http://www.pharmama.ch/

Facebook-Fanpage ihres Blogs:
https://www.facebook.com/pages/Pharmama/123436366498

Quellen:
[1] Fritz Loindl, Vater von 5 ungeimpften Kindern und Elektronik und
Elektromaschinenbau-Meister: “Alle Eltern die ihre Kinder nicht impfen lassen, sind top informiert. Das ergab eine Studie an einer Neugeborenen-Abteilung in einer israelischen Klinik.” (z.B. hier:https://www.youtube.com/watch?v=T67GSx3m2f8 Min 44:10)
[2] Fritz Roithinger, Landarbeiter und späterer Doktor der Medizin: “”Es gibt keine Entscheidung für das Impfen, denn Entscheidungen setzen Wissen voraus, und wer weiß, impft nicht!” (z.B. hier: http://www.donotlink.com/eec)
[3] http://pharmama.ch/impressum/
[4] http://pharmama.ch/das-buch/
[5] http://kinderdoc.wordpress.com/2013/09/20/pille-heute-mal-in-grun/
[6] http://pharmama.ch/?s=Impfen&submit=Suchen
[7] Persönliche Kommunikation
[8] http://pharmama.ch/2012/06/25/tschuss-herdenimmunitat/
[9]http://www.psiram.com/ge/index.php/Masernausbrüche_an_Waldorfschulen#Deutschland_2
[10]http://scienceblogs.de/bloodnacid/2012/05/09/impft-eure-kinder-die-masern-sind-zuruck/
[11] https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=743000422400272&id=504832609550389
[12] http://nec.doh.gov.ph/images/MEASLES2014/
[13] http://www.vir.com.vn/news/en/society/vietnams-capital-offers-free-measles-vaccination-to-kids-aged-6-or-under.html
[14]http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/verdauung/ehec-epidemie-deutschland-infiziert-europa_aid_634154.html

Star Wars Kindergeburtstag

Das war der Wunsch vom Junior für dieses Jahr: ein Star Wars Kindergeburtstag.

Na dann :-)

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Die Einladungskarte:

Es war einmal, 7 Jahre ist es her, dass in dieser Galaxis ein zukünftiger Jedi geboren wurde. Sein Name (Geburtstagskind) ….

Padawan (Eingeladenes Kind). Du bist auserwählt! Komm am (Datum) um (Zeit) auf den Planeten (Adresse) und nimm die Herausforderung an. Nur die mutigsten Jedi Ritter aller Zeiten sind bereit dieses Abenteuer zu bestehen.

Die Macht ist stark in Padawan (Geburtstagskind), doch um seine Ausbildung abzuschliessen, benötigt er Deine Hilfe.

Bist Du mutig genug, dann teile dem Jedi Rat möglichst bald über Transmittier (Telefonnummer) oder Transponder (email) Deine Zusage mit.

Möge die Macht mit Dir sein!

Natürlich wurde die Einladung entsprechend verpackt:

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… und von allen Eingeladenen als Lichtschwert erkannt. Schon interessant – die meisten sind um die 7 Jahre alt.

Für den Geburtstag selber habe ich ein paar Dinge geplant. Die Eingeladenen bekamen Padawan-Tuniken… wie Schüleruniformen. Gemacht habe ich die aus braun gefärbten und geschnittenen Leintüchern. Kein Nähen – die sollen ja nicht ewig halten, nur für die Party. technisch sind das nur Rechtecke mit einem länglichen Kopfloch in der Mitte. Die Gürtel sind von der Seite abgeschnittene Streifen.

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Begrüssung: “In einer weit weit entfernten Galaxie auf dem Planeten Erde, wurde vor 7 Jahren ein Junge geboren. Der Jedi-Rat unter der Führung von Yoda war sich sicher, die Macht ist stark in diesem Jungen. Eines Tages wird aus ihm ein großer Jedi-Ritter werden.

Nun ist die Zeit gekommen, eine neue Generation von Jedi-Schülern in unserer Jedi-Akademie aufzunehmen. Ich – MAMA WAN …  bin für Eure Ausbildung verantwortlich und ernenne euch zu meinen Jedi-Padawanen. Ein Jedi muss natürlich entsprechend gekleidet sein, nehmt deshalb eure Jedi-Kleidung entgegen und achtet darauf, wenn Ihr nun miteinander sprecht, den Titel Padawan zu benutzten,  z.B. Padawan  …”

Dann haben wir die Kittel verteilt und anziehen lassen.

Wisst ihr überhaupt, was ein Jedi-Ritter ist?

“Eigentlich könnte man sagen, es sind die Polizisten der Galaxie. Doch sie sind noch ein bisschen mehr, da sie besonderen Fähigkeiten haben. Um ein Jedi Ritter zu werden, muss man diese Fähigkeiten trainieren. Dafür seid ihr heute hier.”

“Das wichtigste Hilfsmittel der Jedi ist sein Licht-Schwert. Ein Jedi muss mit seinem Lichtschwert nicht nur gut umgehen können, nein, er muss es auch selbst zusammenbauen und reparieren können. Und vor allem: Er muss sein eigenes Schwert zwischen all den anderen Lichtschwertern sofort herausfinden können. Deshalb wird eure erste Aufgabe in der Jedi-Akademie der Zusammenbau eures eigenen Laserschwertes sein.”

Dafür habe ich Material vorbereitet: Schwimmnudeln in verschiedenen Farben (halbiert in der Länge) und schwarzes / silbriges Isolier-Klebeband und goldene / Silbrige Filzstifte.

Wie man sieht ein voller Erfolg:-) mit den leichten Nudeln konnten sie problemlos “kämpfen” – sich damit weh zu tun ist fast unmöglich.

“Jetzt, da Ihr Euch mit eurem Schwert vertraut gemacht habt, ist die Zeit gekommen zu prüfen, ob Ihr die richtigen Eigenschaften besitzt, um ein guter Jedi zu werden. Dafür hat der Jedi-Rat einige Aufgaben für euch vorbereitet. Besteht ihr alle Aufgaben, so könnt ihr zu einem echten Jedi-Ritter werden. “

Die erste Prüfung ist eine Prüfung des Geschicks. Sie nennt sich: Meteoriten abwehren

Aufgabe ist es  einen Luftballons mit eurem Lichtschwert in der Luft halten- möglichst lange.

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Essenspause: Zum Essen / Trinken  Vaderade und Yoda Soda (grün), Lichtschwerter Brownies, Geburtstagstorte, Popcorn mit grünem Karamell – im Internet finden sich eine Menge Anleitungen für wirklich hübsche Dinge. An Dekomaterial fehlt es auch nicht.

Beim Geschenkeverteilen danach habe ich durch das Flaschenspiel entscheiden lassen, wer als nächster dran ist.

die zweite Prüfung ist die Prüfung von Mut und Treffsicherheit.

“Jabba ist der Chef einiger Weltraumschmuggler und Gauner. Er ist böse und gierig … und vor allem: hungrig! Traust du dich, den berüchtigten Jabba the Hutt zu füttern? Ihr habt 2 Minuten Zeit. Gelingt es dir, 5 Klopse in seinen Mund zu Schießen, habt ihr die zweite Prüfung bestanden.”

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Praktischerweise hatte der Ort, wo wir das durchgeführt haben, einen Ballpark, aber das ginge auch ohne, mit Tennisbällen …

in der dritten Prüfung geht es dabei Schmerz aushalten:

Natürlich nicht körperlicher Schmerz – eher seelischer. Ballone zertreten: Ballon anbinden an Bein:

„Der Ballon, den ihr bekommt, ist die Nachricht, die ihr sicher überbringen müsst. Derjenige, der als letzter noch einen ganzen Ballon hat, hat gewonnen. Wer seinen Ballon verloren hat, sitzt auf die Seite. Andere Ballone müsst ihr versuchen zu vernichten.“

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Da waren alle mit Enthusiasmus dabei. Einziges Problem: die Ballone waren zu stabil! Echt, so gut haltbare Ballone habe ich noch nie gesehen … das dauerte :-)

bei der vierten und letzten Prüfung geht es um Vertrauen – lass dir von den anderen Jedi die richtige Richtung weisen. Vertraue auf ihre Hinweise, dann schaffst du es, R2D2 zu finden und ihm sein Geheimnis zu entlocken. Finde R2D2 (Topfschlagen: )

“Weil es im Weltraum dunkel ist, bekommst Du jetzt auch die Augen verbunden. R2D2 hat leider ziemlich gelitten und kann deshalb nicht selber sagen, wo er ist – deshalb bekommt er einen Helfer zur Seite gestellt.

Der Helfer klopft am Anfang auf R2D2, der Suchende folgt dem Geräusch. Ihr anderen Padawane könnt dem Suchenden helfen, indem ihr ihm zuruft, wenn er näher kommt (warm bis heiss) oder wenn er weiter weg geht (kalt, kälter).

Sobald der suchende Padawan R2D2 mit dem Suchstab berührt, hat er die letzte Prüfung bestanden und erfährt R2D2s Geheimnis.”

Das Geheimnis war dann eine kleine Tüte gefüllt mit Süssigkeiten und einem Star Wars Überraschungsei zum Mitnehmen für jeden.

Es war ein ziemlicher Aufwand – hat sich aber gelohnt. Junior war glücklich und auch den anderen Kindern hat es gefallen. Nicht nur den Jungs, auch den Mädchen.

Wer das nachmachen will braucht:

für die Einladungen: schwarzes und buntes Papier, silbriges Klebeband, Gold- und Silberstifte

für die Tuniken: alte Leintücher, Farbe zum färben (aus der Drogerie), eine Schere.

für die Tischdekoration: Star-Wars Deko Material

für die Lichtschwerter: Schwimmnudeln, Isolierband in silbrig und schwarz, eventuell Gold- und Silberstifte.

für die Prüfungen: silbrige Ballone, Schnur, Bälle, einen grossen Karton (zum Jabba drauf malen). Grosser Topf und 2 Kochlöffel.

für das Mitnehmsel: Star Wars-Tüte und Süssigkeiten etc. zum füllen.

Ach ja – und am Schluss … auf speziellen Wunsch von Junior (er war schon immer ein Darth Vader Fan).

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Über den Bergen, bei den …. Zwergen?

Hausaufgabe letztens. Junior muss die Sätze ergänzen.

Darunter obiger Satz. Den er so ausgefüllt hat: Über den Bergen, bei den 13 Zwergen.

Die Lehrerin hat das mit einem dicken Fragezeichen quittiert.

Weshalb nicht 7? Soll das wohl heissen.

Ja, wieso nicht? Ich musste nur kurz nachdenken, bis mir einfiel weshalb. Weil ich Junior bisher wohl nie das Märchen vom Schneewittchen erzählt habe – aber dafür haben wir zusammen der kleine Hobbit gelesen. Das war spannend und ist wohl auch bei ihm hängengeblieben.

Und ja, das sind 13 Zwerge.

Oin, Gloin, Ori, Nori, Dori, Fili, Kili, Bifur, Bofur, Balin, Dwalin, Bombur und Thorin.

… Da gibt es wohl wieder etwas Erklärungsbedarf :-/

Und das mit Schneewittchen muss ich Nachholen.

3 Nächte Khao Sok

Khao Sok ist der Nationalpark nördlich von Khao Lak. Er besteht aus grossen Gebieten praktisch unberührtem (Regen-)Wald und dem Cheow Lan See – einem Stausee. Obwohl wir schon ein paar Mal im Park waren – den See habe ich bisher nicht gesehen.

Wir starten im Elefant Camp, wo wir am ersten Nachmittag uns schon um einen Elefanten kümmern durften: das heisst: waschen und füttern.

Vor dem waschen muss der Elefant aber erst mal schmutzig werden. Das macht er (mit Vergnügen) im schlammigen Tümpel. Der Mahout hat ihn kaum mehr aus dem Wasser gebracht …

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Danach ging es zum Boot fahren den Fluss hinunter. Es hat im Moment wenig Wasser – auch seit wir hier sind hat es nicht ein Mal geregnet. Das letzte Mal vor 2 Jahren hatten wir um die Zeit jeden Tag Schauer.

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Die Landschaft mit den Kalksteinfelsen ist fantastisch .. und das Bootfahrten macht auch müde genug, dass man danach auch bei der üblichen Dschungel-Kakophonie schläft. Es ist wirklich erstaunlich, was da alles Geräusche macht: Vögel, Frösche, Insekten … Affen…

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Das ist übrigens der Blick am Morgen aus unserer Unterkunft im Elefantencamp: ein Zelt – innen luxuriös eingerichtet mit festem Bett samt Matratze und einer gemauerten Toilette und Dusche dahinter.

Weiter ging es zum See – ein Longtail-Boot bringt uns zur Unterkunft für die nächsten 2 Nächte: wieder ein Zelt … diesmal direkt auf dem See:

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Viel Zeit zum Ausruhen bliebt aber nicht, denn am Mittag gehen wir etwas im Park wandern. 3 Stunden – die Hälfte davon aufwärts (ja, hier hat es viiiele Hügel), die andere abwärts. Junior hält mehr als tapfer mit. Auf der Höhe werden wir mit dem Besuch einer Höhle belohnt.

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Im Innern der Höhle ein (für manche Leute) kleiner Horror-kabinett :-) das Tierreich hier besteht aus bis zu handtellergrossen Spinnen (ungiftig), einer Höhlenschlange (ungiftig) und Fledermäusen.

Zurück im Camp erst mal den Schlamm und den Schweiss abwaschen – einfach mit einem Sprung in den See!

khaosok2Das Camp am Ende der Welt hat alles, was es braucht: Bett und Dusche und Toilette alles im eigenen schwimmenden Luxus-Zelt. Zu Essen gibt es thailändisches Buffet. Fein.

Was man hier nicht hat: Internet oder auch nur Natel-Empfang. Aber wer braucht das hier schon?

 

Ein-Tages-Ausflug auf die Similan Islands

 

Ich bin ein bisschen ruhelos. Auch in den Ferien. Ausruhen und Strandliegen ist gut und schön, aber zwischendurch brauche ich ein bisschen Abwechslung … und dann will ich auch etwas von der Umgebung sehen.

Vor Khao Lak liegen die Similan Inseln. Bekannt für ihre weissen Strände, türkisblaues Meer, seltsame Gesteinsformationen und die Unterwasserwelt.

Das wollten wir sehen, darum machten wir einen Ein-Tages-Ausflug dorthin. Das Speedboot bringt einen in etwas über einer Stunde dahin – eine unruhige Fahrt übrigens. Es wird empfohlen, Mittel gegen Übelkeit einzunehmen … die verteilen sie vorher auch, als seien es Bonbons.

Angekommen geht es gleich ans Schnorcheln. Es hat auch ein paar Fische – die wir dank Mini-wasserfester Kamera auch fotografieren können. Lustig fand ich noch die Nachricht auf dem Display: “fish not ready” … las ich. Wahrscheinlich aber hiess das “flash not ready” :-) … der Fisch war auf jeden Fall bereit …similanweb2

 

Korallenmässig fand ich den Schnorchelgang allerdings enttäuschend. Da unten ist eine Menge kaputt. Ob das an den Massen Touristen liegt oder an einer Korallenkrankheit weiss ich nicht. Schade ist es allemal.

Auf einer anderen Insel assen wir lunch. Obwohl auch da Touristen-Massenabfertigung (das ist eine wahnsinns-Organisation) : das Essen war fein.

Nach der Mittagspause weiter auf die Hauptinsel (no.8) mit dem bekannten Sail-Rock:similianweb1

wer gut hinschaut, sieht, dass da oben Leute stehen. Es gibt einen befestigten Weg hoch, den wir dann auch genommen haben. Das ist die Aussicht von oben:similanweb3

 

Nicht im Bild der wahnsinnig weisse Sandstrand links … da waren soviel Leute drauf, das habe ich nicht fotografieren wollen.

Noch ein bisschen ausruhen im Schatten am Strand, dann geht es weiter zum letzten Stop, wo wir nochmals schnorcheln konnten. Auch hier: nicht mehr viel zu sehen von Korallen, mässig Fische und (diesmal) leider keine Schildkröten.

Auf der Rückfahrt hat selbst Junior gedöst – ist aber auch anstrengend so ein Ferien-Tag :-) Morgen heisst es aber wieder Pool und Nix-tun.

Die Similan Inseln sind optisch sehr schön. Ausflüge dahin sind rasch möglich und günstig. Das zieht demnach auch Touristen an. Viele Touristen. Wer einsame Strände und Ruhe sucht, (oder auch interessante Schnorchel-Plätze) ist anderswo besser bedient. Aber für knapp 50 Franken pro Person so ein Ausflug – inklusive alle Transfers, alle Getränke und Früchte (auch an Bord), Mittagessen, Schnorchelausrüstung etc. … kann man nicht reklamieren. Wirklich nicht.

Also: war schön!

Zum knuspern zwischendurch

Mittwochs ist Markt in Khao Lak (und Montags und Samstags, aber ich glaube der am Mittwoch ist am grössten). Der Markt liegt direkt gegenüber dem Tsunami Monument – das ist das im Dezember 2004 ans Ufer gewaschene Polizeiboot- und ist keine reine Touristen-Angelegenheit. Die Thailänder decken sich hier auch mit frischen Lebensmitteln ein und es gibt eine Menge Stände, die Essen anbieten. Wer will, kann sich hier durch die wirklich thailändischen Spezialisten essen und trinken. knusprig1

Wer will und wer sich getraut. Ich habe hier nicht Angst vor Magenverstimmung wegen verdorbenen Lebensmitteln – das habe ich in Thailand bisher noch nie geschafft, obwohl wir immer auswärts essen und uns auch an den Märkten durch-probieren. Aber vor einem bin ich bisher immer abgeschreckt …

Diesmal allerdings wollte ich es probieren. Und an dem Stand gab es die Dinger in Snack-Einheiten. Die Gelegenheit!knusprig2 

Insekten sind eine gute Proteinquelle … und auch praktisch überall zu finden. Warum das also nicht nutzen und sie essen?

Kurz nochmals frittiert bekamen wir ein gemischtes Schälchen.knusprig3

Fazit: es ist essbar, schmeckt nach wenig (am besten waren die Raupen, am wenigsten gut die Grillen), ist hauptsächlich knusprig (da frittiert) … und könnte das nächste Mal mehr Salz oder Gewürze vertragen :-)

Aber Chips habe ich lieber. Die normalen aus Kartoffeln.

Mini-Bloggertreffen in Khao Lak

Gestern hatten wir das Vergnügen Reiseblogger Jeremy Kunz von Reisewerk.ch kennenlernen zu dürfen. Jeremy ist momentan unterwegs in Asien – grad für ein paar Monate … Es macht einen fast neidisch, was er alles erleben darf – zu verfolgen übrigens entweder auf seiner Reiseseite oder auf facebook: #asien2014.

Als ich gelesen habe, dass er momentan in Khao Lak ist, habe ich mal scheu angefragt, ob ein Treffen möglich ist. Es war! So waren wir also gestern im Café Kantary in Khao Lak, wo er auch vorher 10 Tage gearbeitet hat. … An der Stelle sollte ich mich nochmals für die Verspätung entschuldigen – so unpünktliche Schweizer hat Jeremy sicher noch nie erlebt :-( Gut war er noch da, als wir kamen …

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Es hat sich auch gelohnt das zu finden: Wer hätte gedacht, dass es in Thailand so feine Schwarzwälder Kirschtorte gibt?

Das hier ist übrigens Jeremy und das Café von aussen:

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Nach dem kleinen Zuckerschub entschlossen wir uns spontan noch richtig Abendessen zu gehen und dislozierten zu unserem (neuen) Lieblingsrestaurant in Khao Lak: zum Sky. Das gehört Jin, die wir von unseren letzten Reisen nach Khao Lak kennen und die wirklich hervorragend Thailändisch kocht. Vorher war sie im Phulay Restaurant und Bar (das es nicht mehr gibt) und jetzt halt hier.

So isst man hier zum Beispiel: Tintenfisch Salat Thailändische Art und Tempura mit Gemüse und Shrimps:

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Das Bild stammt allerdings noch vom Vor-Tag. Gestern Abend konnte ich nicht fotografieren, da wir (romantisch) bei Teelicht essen mussten/durften, weil die halbe Strasse einen Stromausfall hatte. Kommt vor. Da das aber Ferien sind … stört das üüüberhaupt nicht.

Trotzdem haben wir gut gegessen und uns noch besser unterhalten.

Jeremy zieht als nächstes weiter nach Phuket und später hoch nach Myanmar, sicher noch mit ein paar Abstechern wir seinem “Visa Run” letztens auf Singapur. Den Ausflug hat er grad noch ausgenutzt um rasch eine “10 Dinge, die man auf dem Flughafen in Singapur nicht verpassen sollte”-Liste zu erstellen. Ja, auch Reiseblogger sind beschäftigt. Vor allem die erfolgreichen.

In dem Sinn: Danke Jerry für den Abend gestern und ganz tolle weitere Reisen und viele schöne Erlebnisse!

von der Pharmama und Familie

Ab an die Sonne!

Das Entchen schon gesehen? Es ist bereit für die Ferien – und wir sind es auch.

Soo … für die nächsten etwa 2 Wochen verwandelt sich dieser Blog in einen Reiseblog, komplett mit (hoffentlich) wunderschönen Bildern von Sonne, Strand und feinem Essen :-)

… Meine Entschuldigung an die Leute, die das gar nicht interessiert.

Gleichzeitig fahre ich die Werbung, die hier angezeigt wird hoch – das nur versuchsweise. Das kommt wieder runter, wenn wir zurück sind. Irgendwie müssen die Reisespesen ja wieder rein kommen :-P

Dann mal auf – auf Thailand!

Ich bin sicher, es wird euch nicht langweilig – ansonsten könnt ihr ja auch die Zufallsfunktion hier ausprobieren (klick auf das Bild):

Von Banken und Bussen

Der Termin mit dem Bankangestellten ist vorüber. Danke an alle für’s Daumendrücken.

Wie ist es gelaufen? Okay, würde ich sagen. Einfach war es nicht. Fast abgestellt hat es mir, als er mir vorgerechnet hat, dass ich, um mir das leisten zu können im Jahr etwa 135’000 Franken verdienen müsste. (!!)

Das mache ich nicht. Das mache ich nicht mal, wenn wir das Einkommen meines (selbständigen) Mannes dazuzählen. (Das mal an diejenigen, die denken, als Apotheker verdient man ja sooo gut). Also ging es zum nächsten Schritt: Sicherheiten und Ersparnisse. Mit dem war es dann genug, so dass wir gute Chancen haben, dass auch der Chef der Bank – der das noch absegnen muss – zusagt.

Interessant fand ich dann noch die zwei Blätter, die ich unterschreiben musste betreffend FATCA. Nein, ich bin weder amerikanischer Bürger, besitze keinen amerikanischen Pass, auch keine Greencard, habe in den letzten 2 Jahren nicht mehr als 100 Tage in den USA verbracht …  der Banker war direkt erleichtert, dass das alles nicht der Fall war – denn ansonsten wäre das mit der Hypothek auch flach gefallen.

Worum geht das? Mit dem FATCA (“Foreign Account Tax Compliance Act”) verpflichten die USA ausländische Banken dazu, Konten von US-Kunden ihren Steuerbehörden zu melden. Denn die sollen in den USA Steuern zahlen.

Das ist noch gemein, denn manche hier wissen offenbar gar nicht, dass sie “US-Kunden” sind. Zum Beispiel manch Angestellter einer amerikanischen Firma – so wie Johnson &Johnson. Die haben einen amerikanischen Arbeitsvertrag und bekommen Aktien der Firma … und damit werden sie auch in Amerika steuerpflichtig(!) Und wenn sie das nicht zahlen bekommt die Bank bei der sie sind auch Probleme – und das versuchen die (vor allem nach den hohen Strafen in den letzten Jahren) zu vermeiden. Darum dürften diese Kunden auch jetzt ziemlich Probleme haben eine Hypothek zu bekommen …

Wow.

drückt mir die Daumen

… für die Hypotheken-verhandlungen mit der Bank morgen. Ich will einen zahlbaren Zins!

(Und endlich eine grössere Wohnung und und und)

Spitalbesuch – ein Rückblick

Ich bin nicht wirklich zufrieden damit, wie das im Spital mit Kuschelbär gelaufen ist. Hier ist    geschrieben, wie das war (Lange und nur für interessierte):

Mittwoch morgen ca. 3 Uhr Nachts habe ich meinen Mann mit starken Schmerzen im linken Unterbauch ins Spital gebracht. Angefangen haben seine Probleme eigentlich Montag Morgen mit seltsamem Ziehen im Bauch – er dachte erst es sei vielleicht ein Verdauungsproblem (im Unterbauch) oder eventuell auch Muskelkater, da er am Tag vorher Junior mit dem Schlitten durch den Schnee gezogen hat (nochmals: im Unterbauch?). Viel gesagt hat er nicht, mein Mann, auch als es schlimmer wurde nicht. Wir haben versucht das mit Buscopan – einem krampflösenden Mittel zu behandeln. Nicht mit viel Erfolg. Mittwoch Nacht wurde es dann abrupt stärker und er war bleich, mit kalten Händen und schwitzend.

In dem Moment wollte ich ihm nicht einfach ein Schmerzmittel geben, da ich keine Ahnung hatte, was das sein konnte – also brachte ich ihn ins Spital.

Junior liessen wir im Bett und ich hab die Nachbarin aus dem Bett geholt, ob sie auf ihn aufpasst (Yay und ein Hoch auf gute Nachbarn!)

Im Spital haben sie ihn eine auf die Trage gelegt (ein schmales Bett im Notfall) und erst Mal ausgefragt nach der Vorgeschichte (Bruch vor etwa 25 Jahren, Nierenstein vor etwa 8 Jahren, gelegentlich Rückenprobleme …). Er wird abgetastet – eine deutlich markierte Stelle ist druckempfindlich – samt Nachlasschmerz. Mein Mann stöhnt und windet sich.

Wie denn der Schmerz sei auf einer Skala von 1 bis 10?

„10“ sagt mein Kuschelbär (und ich zucke innerlich zusammen: weiss er denn, dass das „kurz vor dem abkratzen wegen der Schmerzen“ bedeutet?). Die Assistenzärztin muss denken, er übertreibt (tut er im Normalfall nicht).

Sie geben ihm ein Schmerzmittel intravenös – ein Blick auf die Flasche zeigt, dass es Perfalgan ist … also Paracetamol. 1g – im Schuss.

Es scheint aber zu reichen, Kuschelbärs Schmezen lassen nach. „5“ gibt er danach auf Nachfrage an. Er muss eine Urinprobe abgeben, Blut wird abgenommen, er wird an einen Liter Salzlösung gehängt, danach wird er ins CT gebracht – ich warte dort vor der Türe.

Erste Besprechung mit der Assistenzärztin. Sie vermuten einen Nierenstein, der abgeht … wahrscheinlich in der Harnleiter steckt.

Das Problem damit ergibt sich kurz später: seine Urinprobe enthält keinerlei Blut … und das wäre untypisch.

Noch später die Auswertung des CT mit der Ärztin: Es ist kein Nierenstein. Das CT ist unauffällig. Sie kann nicht sagen, was genau es ist. Im Moment vermuten sie einen Infarkt des Ometum (das ist das Netz im Bauch, das über den Eingeweiden liegt). Sie fragt, ob sie ihn im Notfall lassen kann. Morgen gegen 7 Uhr kommt der Oberarzt, der sich das CT auch anschauen wird und eventuell mehr sieht. Danach wird entschieden, wie es weitergeht. Meinem Mann geht es schmerzen-mässig besser, so dass er zustimmt.

Ich gehe nach Hause und mache (nach 1 Stunde Versuch zu schlafen) Morgenessen und schaue, dass Junior in die Schule kommt, danach fahre ich wieder ins Spital mit ein paar Sachen, die mein Mann braucht: Pyji, Necessaire, Hausschlappen).

Inzwischen haben sie meinen Mann in ein Zimmer verlegt. Schmerzen hat er immer noch – dafür bekommt er jetzt (das muss ich natürlich anschauen) Dafalgan (Paracetamol) 1g und Voltaren 50mg (Diclofenac) und Pantoprazol als Magenschutz. Er hängt immer noch an der Salzlösung (warum eigentlich?).  Es passiert nichts weiter. Sie haben ihm gesagt, sie müssen nochmals ein genaueres CT machen – auf dem von heute Nacht sieht man leider nichts.

Ich fahre wieder nach Hause, Mittagessen machen, Junior kommt von der Schule zurück und wir Essen. Am Nachmittag besuchen wir Papa zusammen.

Zustand unverändert, auch noch nichts neues, von wegen Abklärungen, was er genau hat. „Morgen Früh“ heisst es. Essen darf er normal.

Abends nach dem Abendessen zuhause bekomme ich von ihm einen leicht verzweifelten Anruf: „Ich hatte einen neuen Assistenzarzt heute abend – und der hat genau auf die schmerzende Stelle gedrückt … so stark … es macht wieder weh wie die Sau, aber ich habe vorher erst das Dafalgan und Voltaren gehabt. Soll ich das letzte Dafalgan für heute jetzt schon nehmen?“

„Wieviel hattest Du denn heute schon?“

„Zum Morgenessen, zum Mittag jetzt zum Abendessen … eine habe ich noch für die Nacht“

„Nimm die nicht!“ Sage ich – Mit dem Perfalgan heute morgen sind wir jetzt bei 4 g Paracetamol innerhalb von 16 Stunden … das ist Grenzwert. 5g wären zuviel. „Ruf eine Schwester und frag nach einem anderen Schmerzmittel, nach Möglichkeit nichts mit Paracetamol.“

Das hat er dann – und er hat eine Spritze bekommen … keine Ahnung was. Damit hat er es dann ausgehalten bis am nächsten Morgen.

Donnerstag muss ich arbeiten, darum kann ich erst am Mittag zu ihm, zusammen mit Junior … aber es hat sich auch so nichts getan. Schmerzen: unverändert, Abklärungen? Nichts.

Kleines neueres Problem allerdings: Meinem Mann macht die Backe weh. Nerv oder Zahn? Jedenfalls: schmerzt trotz den ganzen Schmerzmitteln und im Spital haben sie keinen Zahnarzt, der das anschauen könnte.

In der Visite (die ich verpasse, weil ich Junior zum Schwimmkurs begleite) bekommt mein Mann gesagt: dass “wir das mit dem Bauch morgen abklären wollen und eventuell ein CT machen. Bis wir wissen, was sie haben gehen Sie jedenfalls nicht nach Hause.“

Nun gut – in der Zwischenzeit habe ich umorganisiert, damit Junior heute Freitag nach der Schule und Morgen, Samstag wo ich arbeite, gut versorgt ist.

Bei der Arbeit am Nachmittag bekomme ich alle paar Stunden ein Telefon von meinem Kuschelbär. Sein Problem: der Zahn macht immer mehr weh (wie sich nachher herausstellt hat er ein kleines Stück abgebrochen, das auf den Nerv drückt). Er hat mit seinem Zahnarzt telefoniert. Ich soll ihm ein Antibiotikum mitbringen. Okay, mache ich heute abend gleich nach dem Spital.

Nur soweit komme ich gar nicht. Nach der Mittagsbesprechung im Spital sieht alles ganz anders aus und mein Mann telefoniert mit: „Die schicken mich heute schon nach Hause.“

Was? Wissen die denn jetzt, was es ist?“

„Er hat etwas gesagt von Entzündung am Darm.“

Ich: „Divertikel oder so?“

„Weiss ich nicht, irgendetwas von durchbluteten Anhängseln aussen, die sich gelegentlich entzünden.“

(Manchmal wünschte ich, ich könnte an 2 Orten gleichzeitig sein. Mein Mann ist medizinisch Laie … und er versteht manchmal nicht alles gleich so.)

„Aber: wissen die das mit Sicherheit? Haben die das nochmals abgeklärt?“

„Nein.“

Wie kommst Du nach Hause? Geht das mit den Schmerzen?“

„Ich glaub ich nehme ein Taxi. Im Moment sind die Schmerzen auszuhalten. Könntest Du mir noch was mitbringen? Ich habe ein Rezept bekommen für Dafalgan, Pantoprazol und Voltaren.“

im Endeffekt hat er den Bus genommen – und ich habe deswegen mit ihm geschumpfen.

Auf den Entlassungspapieren steht im Übrigen die Diagnose: „Appendicitis periploica“.

Die Situation finde ich unideal, am Samstag arbeite ich den ganzen Tag und kann überhaupt nicht auf ihn schauen. Wenigsten ist Junior bei seiner Omi bis ich zurückkomme.

Mit Schmerzmitteln ist es auszuhalten, ich habe ihm verboten zu arbeiten – also geht er Montag zu seinem Hausarzt.

Der ist einigermassen entsetzt. Nach den Papieren hier können die nicht genau sagen, was er hat, auch wenn da eine Diagnose drauf steht. Der Arzt besorgt sich vom Spital das am Mittwoch morgen gemachte CT.

Kein Wunder war das nicht deutlich: das CT ist nur von der Nierengegend – dort, wo er Schmerzen hat (weiter unten) wurde gar nicht geschaut. Die waren wohl so sicher, dass es ein Nierenstein ist, dass sie das nicht ausgeweitet haben. Und ein neues haben sie auch nicht gemacht.

Der Arzt war ziemlich … ausgesprochen … auch gegenüber dem Arzt im Spital, mit dem er telefoniert hat. Seiner Meinung nach könnten es im übrigen auch Divertikel oder anderes sein … dafür soll mein Mann dann mal eine Darmspiegelung machen lassen. Im Moment hat er ihm Blut abgenommen. Entzündungswerte sind besser, die Leberwerte sind (neu) schlecht … wundert mich nur bedingt nach den paar Tagen mit 4g Paracetamol …

Mein Mann bekommt ein neues Antibiotikum und er soll die Schmerzmittel langsam abbauen.

Am Mittag geht er noch zum Zahnarzt, der dann das mit dem abgebrochenen Zahnstück findet und repariert.

Da sind wir jetzt also.

Vom Spital bin ich nicht begeistert. Gut ist natürlich, dass man einen Platz hat, wo einem im Notfall geholfen wird. Aber: Mangelnde Informationspolitik, ständig wechselndes Personal, Abklärungen, die einfach nicht gemacht wurden (ich schätz mal, weil es nicht akut lebenbedrohlich war und mit Schmerzmitteln ja „in den Griff zu bekommen“?) und wie er am Freitag abend praktisch rausgeworfen wurde … lässt mich denken, dass da wohl seine Fallpauschale die Grenze erreicht hat.

Man hat ihm auch (beruhigend) gesagt: „Wenn etwas ist, können sie auch jederzeit wieder herkommen!“

Hoffentlich nicht so bald.

Nicht nur in der Apotheke

Beim einkaufen habe ich diese Unterhaltung zwischen Mutter und … ziemlich erwachsener Tochter mitbekommen. Die junge Frau war über 18, würde ich schätzen.

Mutter: „Dein Bauch macht weh? Das ist sicher weil Du Blähungen hast oder Deine Pille verträgt sich nicht mit Dir.“

Ja, ich geb’ zu, sowas lässt mich auch in meiner Freizeit aufhören. Im übrigen finde ich es lustig, dass nicht sie die Pille nicht verträgt, sondern die Pille sie nicht?

Tochter: halb flüsternd: „Mama!“

Mutter: „Oder vielleicht bist Du schwanger?“

Tochter (jetzt deutlich angepisst und lauter zischend): „Mama!“

Mutter: „Oder weil du zugenommen hast?“

Tochter: „Würdest Du jetzt Bitte aufhören?!