Kanadafrau ist in Manila unterwegs und schickt uns diese Apotheken:
Eine Generika-Apotheke. Gibt’s von der wohl auch ein Original?
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Kanadafrau ist in Manila unterwegs und schickt uns diese Apotheken:
Eine Generika-Apotheke. Gibt’s von der wohl auch ein Original?
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Kundin: “Angenommen ….ich habe ein Nikotin-Pflaster und ein Verhütungs-Pflaster. Heben die sich gegenseitig auf?”
Pharmama: “Nein.”
Kundin: “Was, wenn ich sie verwechsle?”
Pharmama: “Machen Sie das nicht.”
…
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Kleines Fundstück:
Berühmte Filmszenen mit … hinzugefügtem Ballon. Süss!
Na? Alle erkannt?
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Als ich angefangen habe in der Apotheke zu arbeiten, war ich fasziniert von den Namen der Medikamente. Aspirin, Panadol, Voltaren, Valium, Eltroxin, Tonopan, Sortis … die Namen haben etwas exotisches und dahinter verstecken sich die unterschiedlichsten Wirkungen und Anwendungen, die ich alle lernen musste.
Bei den einfacheren (und oft freiverkäuflichen) sind praktisch 2 Beschreibungen zusammengehängt. Derma-calm zum Beispiel. Von Derma = lateinisch für Haut und calm = ruhig.
Oder man hat einen Teil des Wirkstoffes genommen und hängt eine Beschreibung dran: Rhino-cort (Cortisonhaltiges Schnupfenmittel).
Beispiele und Erklärungen für diese finden sich hier.
Und dann gibt es reine Fantasienamen. Ich habe schon ein Post geschrieben, woher manche der älteren Medikamentennamen kommen (siehe gestern).
Von einem Apotheker in der Pharmaindustrie habe ich schon gehört, dass teilweise Brainstorming gemacht wurde, um möglichst viele Medikamentennamen zu finden, die dann erst mal registriert und erst (viel?) später einem wirklichen Medikament zugeordnet werden.
Heute zahlen Firmen grosse Summen an Branding-Spezialisten und der aktuelle Trend unter diesen „Experten“ ist es offenbar kurze, zackige Namen vorzuschlagen. Diese enthalten oft die Konsonanten X oder Z oder gar beide.
Man denke an Xarelto, Xanax, Xyzal, Zantic, Zocor, Zomig, Zyprexa, Zyrtec….
Warum? Offenbar assoziiert man diese Buchstaben mit fortgeschrittener Technologie und Forschung. Und angeblich hinterlassen sie gedruckt einen starken Eindruck (man kann sie sich besser merken).
Ein gut gewählter Brand-Name hinterlässt einen bleibenden Eindruck bei Arzt und Patient – und wird lieber gewählt als ein generischer.
Auch darum werden uns die “originellen” Medikamentennamen nicht so bald ausgehen. Auch wenn da eine erhöhte Verwechslungsgefahr besteht bei ähnlich klingenden Namen und es unsere Arbeit nicht wirklich einfacher macht.
Zu den Bildern: Da hat sich die Firma sozusagen selber “übertroffen”. Zyrtec ist das Original mit Cetirizin (Generika gibt es inzwischen eine Menge). Xyzal wurde aus dem Original weiterentwickelt. Es enthält Levocetirizin – ob es als Mittel wirklich besser ist, lasse ich mal dahingestellt. “Z” ist aber schon der letzte Buchstabe des Alphabetes. Was macht man? Man nimmt die drei letzten (XYZ) und macht daraus den neuen Medikamentennamen. Clever.
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Besten Dank an Sebastian aus Braunschweig, bei dem ich mich auch noch entschuldigen muss: ich versuche zwar mich jeweils für die Apothekenfotos direkt zu bedanken, aber die ist mir durch die Lappen gerutscht. Dabei ist sie wirklich sehr schön!
Letzte Woche war ich in Pamplona auf Dienstreise, und entdeckte beim Streifzug durch die Altstadt die im angehängten Foto festgehaltene Apotheke.
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Niels vom kenHub-Team (bei denen man Anatomie lernen kann) schickt mir dies:
hier ist unser Beitrag zu deiner Bildreihe “Fotos von Apotheken aus aller Welt”.
Es handelt sich um eine Apotheke in Moabit, die “Paracelsus-Apotheke” (Huttenstr. 68, 10553 Berlin). Umgebung und Front der Apotheke sind nicht so schön (vor allen Dingen, weil momentan gebaut wird). Aber sie ist innen wunderbar nostalgisch eingerichtet mit altem Mobiliar. Nebenan ist übrigens der wohl leckerste Vietnamese von Berlin. Zumindest hat er das beste Preis-Leistungs-Verhältnis!
Ja, so Baustellen vor dem Geschäft sind nicht nur unschön, sondern oft wirklich störend.
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Ein junger Mann kommt in die Apotheke und fragt nach: “dem Gel, das wärmend ist bei Hautkontakt.”
Die Pharmaassistentin denkt an das neue wärmende Gleitmittel für das im Moment so Werbung gemacht wird und bringt ihn zu den Kondomen und Gleitmitteln.
Mann: “Oh, nein. Meine Grossmama braucht das nicht, sie braucht ein Gel gegen Schmerzen und Arthritis.”
Oh ….
Kommt sofort!
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Ich hoffe das ist nicht eine Art “interner Recycling” …
mit Junior im Zoo.
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Darüber bin ich gestern gestolpert: 7up hiess am Anfang einmal “Bib-Label Lithiated Lemon-Lime Soda”
Unpraktischer Name. Kein Wunder haben sie ihn gewechselt. Erst mal auf “7up Lithiated Lemon Soda” und dann auf nur noch 7up.
Aber … Moment … “Lithiated”?
Tatsächlich: 7up enthielt von seiner Entwicklung 1929 bis 1950 Lithium citrat – ein natürlich vorkommender Stoff, gefunden in kleinsten Mengen vor allem im Wasser von Quellen aus der Tiefe, von dem man sich gesundheitsfördernde Eigenschaften erhoffte.
Lithium hat Wirkung auf …. wenn nicht die Gesundheit, so doch zumindest die Psyche. Heute wird es in Medikamenten verwendet gegen starke Stimmungsschwankungen wie sie bei manisch-Depressiven auftreten. Aber es absichtlich einem Soft-drink zuzusetzen (und das zu einer Zeit, wo man noch nicht so genau wusste, was genau das bewirkt ..) finde ich … bedenklich.
Ich sollte ja nicht so überrascht sein. Immerhin hat Coca Cola am Anfang auch Extrakte der Coca-Blätter enthalten – allerdings nur bis 1929 … was lustigerweise das Erscheinungsdatum von 7up ist. Nach dem Aufputschen das Beruhigen?
Und nicht zu vergessen: Lithium findet sich auch heute noch teilweise in unserem Trinkwasser – und wo es vorkommt sei die Selbstmordrate niedriger, sagen ein paar Wissenschaftler.
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Apotheken in der Kunst? Erbärmlich wenig. Aber als ich über dieses Bild gestolpert bin,da dachte ich… *das* kommt mir jetzt bekannt vor.
Es ist “Drug store” von Edward Hopper. Gemalt 1927
Beschreibung: Um die Apotheke ist eine Leere, sind ausgeblichene Farben, aber das hell beleuchtete Schaufenster hat rote und blaue Dekoration und die traditionellen grossen Gefässe mit farbiger Lösung, die aussehen wie Portwein und Crème de Menthe. Ein Idealer Platz für einen Alkoholschmuggler (es ist die Zeit der Prohibition). Oben am Fenster ist Werbung für Ex Lax – nötig für viele Amerikaner, deren Diät zu wenig Ballaststoffe enthielt und für die es enorm wichtig ist regelmässig zu können …
Das Bild hängt in einem Museum in Boston – das habe ich also noch nicht direkt gesehen, aber … an was erinnert es mich? Ach ja, genau. An dies:
Und kein Wunder, das Bild ist vom selben Maler (Hopper): “Night Hawks” (1942) und wohl eines seiner bekanntesten – und meist kopierten.
Nacht. Dieselbe Art Beleuchtung … irgendwie … magisch.
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Kundin: „Ich komme zwar gerade vom Arzt, aber ich habe vergessen zu fragen wegen der Pille danach. Bekomme ich die auch in der Apotheke?“
Pharmama: „Ja, nach einem Gespräch mit mir. Sie wissen aber, dass die wirklich für danach ist? Davor kann ich sie nicht geben.“ *
Kundin (winkt ab): „Ah, ja schon klar, ich brauche sie.“
Beim Gespräch, 2. Frage: „Wie verhüten Sie normalerweise?“
Kundin: „Mit der Drei-Monatsspritze, jetzt aber nicht mehr und bis mein Mann sich unterbinden lässt habe ich nichts.“
Pharmama: „Wann war der ungeschützte Geschlechtsverkehr?“
Kundin (überlegt): „Das war also vor den Spritzen… vor etwa 6 Jahren.“
Pharmama: „Ich meinte eigentlich jetzt – weshalb sie die Pille danach jetzt brauchen.“
Kundin: „Ah, nein, wir haben noch nicht …“
Pharmama: „Dann wollen sie die Pille danach nur für den Fall, dass?“
Kundin: „Ja … wieso?“
Pharmama: „Weil ich vorher genau das schon gesagt habe: Ich kann die Pille danach nicht vor dem Vorfall geben. Wenn Sie die auf Vorrat wollen, dann brauchen Sie dafür ein Rezept vom Arzt.“
Dann hielt ich noch eine kleine Rede über die Wirksamkeit und dass die Pille danach eben nicht so wirksam ist wie zum Beispiel die normale Pille, oder wie Kondome und von wegen der Nebenwirkungen … und dass sie doch, bis er die Unterbindung hatte, Kondome benutzen.
Als die Kundin rausgeht, hat sie noch eine letzte Frage: „Wie lange habe ich danach denn Zeit, sie zu holen?“
Pharmama: „Bis 72 Stunden“.
Kundin: „Oh, gut. Dann bis später!“
Äh ….. Wiedersehen?
*Nein, ich weiss nicht genau, warum ich genau da so deutlich darauf hingewiesen habe. Bauchgefühl mal wieder.
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Danke an Beate für ihren Beitrag!
ich bin eine treue Mitleserin deines Blogs und amüsiere mich immer wieder königlich darüber was du so alles in deiner Apotheke erlebst. Ich komme aus Wetzlar und wir haben neben historischen Schmankerln- hier lebte Goethe einen Sommer lang, verliebte sich in Charlotte von Buff, die ganze Geschichte was er im Wetzlarer Sommer erlebte inspirierte ihn zu seinem “Werther” -einer allgemein hübschen Altstadt und zwei hübsche historische Apotheken.
Die Hauptapotheke gibt es seit 1703, hat eine sehr hübsche antike Inneneinrichtung- ich konnte leider keine Fotos von innen machen weil es Sonntagnachmittag war.. Aber das dritte Bild gibt dir sicher einen hübschen Eindruck was drinnen steht..
Falls du weitere Informationen haben willst: http://www.haupt-apo.de/index-Dateien/Page361.htm
Die Schwanenapotheke hat leider geschlossen als ich noch ein kleines Kind war, seit etlichen Jahren ist in den Räumen ein Gardinengeschäft.. Also zählt es nur noch halb als Apothekenbild..
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Telefon.
Frau: “Ich habe hier 2 wirklich alte Packungen Amoxicillin und sie riechen auch nicht besonders gut – die Tabletten, meine ich. Kann ich sie trotzdem nehmen?”
Pharmama: “Ich würde das nicht machen, nein.”
Frau: “Aber, mein Arzt hat sie mir damals aufgeschrieben!”
Pharmama: “Wenn sie über dem Verfall sind und sie nicht sicher sein können, dass das das richtige Antibiotikum ist – nochmals, Nein, ich kann ihnen nicht empfehlen, dass sie die nehmen sollen.”
Frau: “Sie waren mir nicht gerade eine Hilfe.”
Sagt’s und hängt auf.
Bitte.
Bin ich denn nur eine Hilfe, wenn ich sage, was sie hören wollen?
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