Schönen Ystävänpäivä!

Ich Feier heute lieber mit den Finnen: die haben am 14. Februar nämlich Ystävänpäivä – Freundetag.

Darum sag’ heute nicht nur Deinem Liebsten, dass Du ihn liebst, sondern auch Deinen Freunden, wie viel sie Dir bedeuten.

pillheartbeat

 

Für den Blog hier, möchte ich ein Herzchen schicken an die vielen lieben Kommentatoren und Besucher, die mir echt ans Herz gewachsen sind. gedankenknick, McCloud, turtle, MrGaunt, BayernChris, nicoretta, kinderdoc, sakasiru, Wolfram (wo bist Du eigentlich geblieben?), dermultiplepapa, SaNi, kelef, Nickel, Hajo, gpsthomas, Irene, ednong, anneinsideoffice, Sebastian, machermama, Aponette, Maggy (weniger fürs Kommentieren, aber ui die vielen Bilder!), otaconc, menschenhandwerkerin, psychiatrietogo, musikhai, und auf anderen Ebenen Hermione, Ulf und und und …. so viele mehr.

An der Stelle auch ein spezielles Dankeschön an Judith, Beatrix und Nathalie. Das war fun!

Danke, dass es Euch gibt!

Nimm es so.

 

Ich mag ja gut geschriebene Rezepte – dazu gehören auch solche mit klaren Dosierungsanweisungen.

Zu oft sehen wir in der Apotheke nur noch das absolute Minimum – manchmal sogar noch weniger als das, nämlich gar nichts, was die Anwendung angeht. Zum Beispiel bei Monuril. Das ist ein Antibiotikum gegen einfache Blasenentzündungen, das  in einer Einzeldosis kommt. Einfach genug, aber auch das muss man korrekt anwenden, damit es wirkt. Die meisten Ärzte schreiben nichts als Anweisung wie, da es “klar” ist (es gibt nur eine Möglichkeit) und die das in der Apotheke ja schon erklären und anschreiben werden.

Um so schöner ist dann das hier:

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Hach wie schön! Da weiss man doch, was man zu machen hat. Jetzt noch dazu, dass man das in genügendem Abstand nach dem Essen machen soll (2 Stunden), und dass das Pulver zu lösen ist, dann ist es perfekt.

So steht die Anweisung in der Packungsbeilage:

Erwachsene: Nehmen Sie Monuril mit leerem Magen ein, d.h. 2–3 Stunden vor oder nach dem Essen, am besten abends nach Entleerung der Blase. Lösen Sie dazu Monuril in einem Glas Wasser oder einem anderen nichtalkoholischen Getränk auf und trinken Sie es sofort.

Lieber Arzt, auch wenn ich mich darüber ein bisschen amüsiert habe – ich finde das toll von Ihnen, dass Sie das so aufgeschrieben haben. Es ist nur so ungewöhnlich heutzutage.

Apotheken aus aller Welt, 587: Essaouira, Marokko

 

Nochmals Corinne von Reiseleidenschaft.com. Merci!

Das wohl hübscheste Städtchen am Meer in Marokko: Essaouira. Es hatte auch ein paar Apotheken dort, die aber nicht speziell aufgefallen sind.

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Falsche Supplemente in den Regalen

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Manche Phytotherapeutika, also pflanzliche Wirkstoffe mit medizinischer Wirkung, die es früher vor allem in Tees und dann in Kapsel oder Tablettenform in der Apotheke zu kaufen gab, finden sich heute in den Regalen der Supermärkte. Ginkgo, Johanniskraut, Ginseng, Echinacea, Sägezahnpalme, Baldrian, Knoblauch …

Als Nahrungseregänzungsmittel oder Supplemente werden sie beworben und günstig verkauft … ohne dass das noch durch fachkundigen Hände geht. … und ich meine hier nicht mal die Abgabe (obwohl gerade z. Bsp. das Johanniskraut auch durchaus Wechselwirkungen mit unangenehmem Ausgang machen kann). Die Kontrollen sind bei Nahrungsergänzungsmitteln bei weitem nicht so ausgeprägt, wie bei Arzneimitteln … oder anders gesagt; kaum vorhanden.

In Amerika ist es die FDA (Food And Drug Administration), die (wie die swissmedic in der Schweiz) dafür sorgt, dass die Firmen nachweisen müssen, dass ihre Produkte sicher sind und richtig angeschrieben. Das gilt für Medikamente. Nahrungsergänzungsmittel sind von solchen Tests und Nachweisen ausgeschlossen.

Das wird ihnen jetzt zumindest in Amerika zum Verhängnis.. wo in grossen Warenhäusern (die übrigens oft auch eigene Apotheken haben, aber wo alles das nicht rezeptpflichtig ist im Regal frei verkauft werden darf) jetzt diese Mittel getestet wurden. Mittels DNA Analyse wurden hunderte Mittel untersucht, ob die deklarierten pflanzlichen Stoffe auch drin sind und eventuell anderes, nicht deklariertes vorhanden ist.

Das Ergebnis ist mehr als ernüchternd.

Über alles gesehen waren in 4 von 5 Produkten nicht das drin, was auf der Etikette stand. Oder anders gesagt: nur in 21% konnten die Pflanzlichen Stoffe nachgewiesen werden.

Viele davon auch noch Eigenmarken der grossen Verteiler. Bei Walmarts Produkten enthielten gerade mal 4% die DNA der Pflanzen, die auf den Packungen angeschrieben sind (und dann reden wir noch nicht einmal, ob dann die Menge Wirkstoff im Produkt stimmt).

In Walmarts ginkgo biloba fand sich kaum mehr als pulverisierter Rettich, Hauspflanzen und Weizen … das, obwohl es als Gluten-frei angeboten wird. Im Ginseng von Walgreens fand sich pulverisierter Knoblauch und Reis. Drei von 6 pflanzlichen Mitteln bei Target mit (angeblich) Johanniskraut, Ginkgo, und Baldrian hatten keine dieser pflanzlichen Wirkstoffe drin und enthielten stattdessen Reis, Bohnen, Erbsen und Karotten.

An was liegt das? Es gibt verschiedene Möglichkeiten – ev. Auch eine Kombination davon.

Die Grossverteiler möchten die Inhaltsstoffe möglichst günstig einkaufen und wurden dabei selber betrogen.

Oder: Bei der Herstellung wurde irgendwie die DNA der Pflanzen (komplett) zerstört.

DNA Tests sind sensitiv auf spezifische Teile der DNA der Pflanzen. Es kann sein, dass die in den getesteten Präparaten nicht drin war, wenn es sich dabei nur um Pflanzenauszüge (mit einem Lösungsmittel) handelte, nicht um das Pulver der Pflanze selber. Dann kann der Wirkstoff immer noch drin sein … wobei bei vielen Phytopräparaten noch nicht bekannt ist, welches der oder die wirkenden Stoffe wirklich sind (auch wenn sie das bei uns standardisieren auf die Wirkstoffe von denen sie das denken).

Andererseits findet man genau wegen der Sensitivität dadurch auch schon kleinste Mengen an Verunreinigungen durch andere Pflanzen …

Jedenfalls – dem müssen sie weiter nach gehen. Zum Beispiel auch, indem sie (endlich) einmal richtig testen lassen, was denn da wirklich drin ist. Wenn da drauf steht 200mg standardisierter Extrakt, dann sollten auch diese Nahrungsergänzungsmittel nachweisen können / müssen, wie sie darauf kommen.

Falsche Angaben, Kontamination und falsche Anpreisungen sind illegal … auch bei Supplementen. Wobei gerade da viel getrickst wird. Man denke schon nur an die Heilanpreisungen, die da drauf stehen. (Darüber könnte man noch manchen Artikel schreiben).

Momentan ist es so (auch bei uns), dass für Nahrungsergänzungsmittel gilt, dass sie nicht zugelassen werden müssen und sie als sicher gelten, bis ihnen das Gegenteil nachgewiesen wird. Unschuldig bis zum Beweis des Gegenteils. Dass das dafür nicht der beste Weg ist, zeigt sich hier: In Amerika gab es 2013 einen Hepatitis Ausbruch, bei dem an die 100 Personen erkrankten, der schliesslich auf ein verunreinigtes Supplement zurückzuführen war, 3 Leute brauchten danach eine Lebertransplantation, eine ist gestorben.

Das finde ich ziemlich beunruhigend. Ich weiss jedenfalls, wo ich mein Schlafmittel mit Baldrian herbekomme (oder meine Johanniskraut-Kapseln) … und das ist nicht aus dem Supermarkt.

Quellen: Photo: Attorney General’s Office http://wnyt.com/article/stories/s3695948.shtml    http://www.webmd.com/vitamins-and-supplements/news/20150203/retailers-fake-supplements

Apotheken aus aller Welt, 586: Marrakech, Marokko

Danke an Corinne von Reiseleidenschaft.com für die folgenden Apotheken:

Aus unseren letzten Ferien schicke ich Dir ein paar Apotheken aus Marokko. Es hat ziemlich viele Apotheken dort. Erster Stopp war Marrakesh, wo wir einen Tag lang einen Führer hatten. Der hat uns erzählt, dass die Apotheken dort praktisch alles ohne Rezept abgeben dürfen. Sehr beliebt sei Kortison. Kortison?! Das nehmen anscheinend manche Frauen in hohen Dosen, damit sie zunehmen …

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Diese Apotheken befinden sich beim Platz der Gaukler:
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und die vom Flugplatz in Marrakech:

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Die “nutzen” also die bei uns gefürchtete Nebenwirkung vom “Cushing Syndrom” von Kortison aus, um zuzunehmen? Ummm – nicht sehr gesund.

 

Ich hab’s ja gesagt?

Wirklich – wenn ich Ihnen sage, dass sich Ihre Symptome sehr nach einem Gürtelrose Ausbruch anhören und Sie besser sofort zum Arzt / ins Spital gehen sollten, dann diskutieren Sie nicht mit mir, dass Sie nicht gehen können wegen Kein Termin / Arzt in den Ferien / Arzt passt mir nicht / es passt nicht in Ihren Terminplan  … ist schon klar, Sie wollen nicht. Das ist Ihre Entscheidung.

Sie „können“ wenn sie wollen: Sie könnten sogar laufen zum nächsten Arzt, wenn Sie kein Auto haben und das Tram nicht benutzen wollen. Sie können im schlimmsten Fall ohne Voranmeldung in den Notfall im Spital, wenn der Arzt Sie nicht gleich sehen kann – bei einem akuten Gürtelrose Ausbruch ist das auch einer.

Ich sage Ihnen nur, dass es besser ist gleich zu gehen, weil man jetzt vielleicht noch etwas machen kann und sie länger Schmerzen riskieren, wenn Sie warten.

(Dazu lese man auch “Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg” – von Psychiatrie to go)

Oh – und wenn Sie dann nach zwei Wochen zurückkommen und Sich bei mir beklagen, weil Sie jetzt immer noch Schmerzen haben, nachdem sie vor einer Woche doch endlich zum Arzt „konnten“ … Und das nach dem Rezept, das man Ihnen ausgestellt hat, tatsächlich Gürtelrose ist, die man jetzt aber nur noch symptomatisch behandeln kann … das kann länger dauern, bis das wieder gut ist. Nein, da habe ich wenig Mitleid. Ein bisschen schon. Aber … Sie wollten ja nicht auf mich hören.

Wegen Augentropfen!

Mann um die 50 in der Apotheke: “Meine Tochter hat eine Augeninfektion und der Arzt im Spital hat gesagt, ich soll Antibiotika Augentropfen verlangen in der Apotheke.”

Das ist … seltsam, denn auch die Ärzte im Spital wissen, dass es für Antibiotika Augentropfen ein Rezept braucht. Wieso sollten sie das Rezept dann nicht gleich mitgeben?

Pharmama: “Okay, idealerweise wäre es das beste, wenn wir einen Blick auf die Patientin selbst werfen können. Könnte Sie herkommen?”

Mann: “Ach, die ist schon zu Hause … sie … fühlt sich nicht so gut.”

Pharmama: “Hmm … was für Symptome hat sie denn?”

Mann: “Ich weiss nicht. Aber sie sagt, sie braucht Antibiotika Augentropfen.”

Man merke auch, dass es inzwischen sie ist, die sagt, sie brauche Antibiotika Augentropfen und nicht der Arzt.

Pharmama: “Hmm, es ist also nicht für Sie selbst, und Sie wissen nicht, was für Beschwerden sie hat … nein, Antibiotische Augentropfen kann ich Ihnen in dem Fall nicht geben ohne Rezept. Wenn Sie wollen habe ich hier aber auch sehr wirksame desinfizierende Augentropfen, die ich ihnen geben kann, bis …”

Mann: “Oh das ist lächerlich! Wegen Augentropfen! Können Sie sie mir nicht einfach geben?”

Pharmama: “Tut mir leid, nein. Nicht ohne Rezept vom Arzt.”

Mann: “Aber sie hat doch schon Kontakt mit dem Arzt gehabt!”

(Sagen Sie …)

Pharmama: “Dann ist es sicher kein Problem, ihm zum Beispiel nochmals rasch anzurufen, damit er das Rezept faxt.”

Mann: “Murmeltirgendetwasunverständlichesaberverärgertes!”

Stapft raus.

Rezeptpflichtig ist rezeptpflichtig. Selbst in der Schweiz brauche ich, wenn ich das abgeben soll ohne Rezept ein paar wirklich gute Gründe.

Apotheken aus aller Welt, 585: Pingyao, China

Danke, Opa!

die Fotos wurden in Pingyao aufgenommen, wo sich das originale Stadtbild der Ming-Zeit erhalten hat, mit intakter Stadtmauer rundherum Marktturm und Tempel.

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Pingyao4
und noch eine, nicht ganz so traditionelle:
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Lieber Tabletten schlucken oder weniger lang leben?

Letzthin eine Umfrage in Amerika, wo die Leute gefragt wurden, ob sie bereit wären anstatt (täglich) Tabletten zu schlucken auf einige Lebenszeit zu verzichten (und wie lange) oder wie viel Geld sie zu zahlen bereit wären, wenn sie das nicht machen müssten: 1000 Leute im Alter von über 50 Jahren wurden befragt, wie viel Lebenszeit sie zu opfern bereit sind oder wieviel Geld sie aufbringen würden, wenn sie damit verhindern könnten täglich Tabletten zu nehmen.

Überlegt Euch das mal selber kurz, bevor ihr das Ergebnis lest.

8% würden dabei auf 2 Jahre verzichten, 21% zwischen 1 Woche und 1 Jahr. Ebenfalls 21% würden durchschnittlich 1445 Dollar zahlen, wenn sie dafür keine Medikamente gegen Herzkreislaufleiden einnehmen müssten.

Ich kann das irgendwo nachvollziehen. Täglich (und oft mehrere) Tabletten nehmen zu müssen ist eine Einschränkung in der Lebensqualität. Nicht mal so sehr von wegen eventueller Nebenwirkungen, mehr weil man immer daran denken muss – sie dann auch noch richtig zu nehmen (vor, nach, zum Essen?) und die Medikamente muss man regelmässig besorgen gehen (Arzt und Apotheke) … ja, einschränkend. Dazu kommt noch ein gewisses Misstrauen – gelegentlich wird die Wirksamkeit angezweifelt. Das vor allem bei Medikamenten, wo man nicht so eine Wirkung spürt, wie zum Beispiel bei Schmerzmitteln. Bei Blutdruckmitteln zum Beispiel. Der hohe Blutdruck selber macht einem kaum Probleme, also wieso soll ich dann Tabletten schlucken dagegen – täglich?

Da hätte ich einen Grund. Erinnert ihr Euch noch an Frau Leery? (Falls nicht, lest es hier nach: der engagierte Arzt)

Frau Leery kam ihre Medikamente nach dem Vorfall nicht lange täglich abholen. Aber immerhin haben wir es geschafft, dass sie das Dosett wieder regelmässig wöchentlich abholt.

Das ging dann etwa ein halbes Jahr gut, dann fängt sie wieder an, ihr Dosett nicht rechtzeitig zu holen, so dass wir ihr wieder hinterher telefonieren mussten.

Das mache ich jeweils 1, 2 mal. Dann kam der Moment, wo sie wieder gar nicht mehr kam.

(Deja vu irgendwer?)

Den Arzt im Spital angerufen … blöderweise hat der inzwischen gewechselt und der neue ist nicht ganz so … engagiert. Und ob es etwas gebracht hätte, bin ich bei ihr auch nicht überzeugt.

Sie kam dann nicht mehr.

Wie gesagt: zwingen kann man niemanden. Man kann nur versuchen, die Folgen von derartigem Handeln zu erklären und zu hoffen, dass die Leute dann die richtigen Entscheidungen treffen.

Einiges später hören wir dann aber doch etwas von ihr .. oder besser: über sie.

Sie ist mit Nierenversagen im Spital gelandet. Mit doppelseitigem schwerem Nierenversagen. Das passiert, wenn man einen enorm hohen Blutdruck lange nicht behandelt. Das macht die feinen Gefässe kaputt. Bei ihr offenbar zuerst mal in den Nieren. Die Nieren brauchen wir (lebenswichtig) als Ausscheidungsorgan. Sie reguliert den Wasser- und Salzgehalt unseres Körpers und scheidet Giftstoffe und andere Stoffwechsel-endprodukte aus.

Wenn sie sich wieder erholt, muss sie von jetzt an regelmässig zur Dialyse.

Das ist auch eine Einschränkung in der Lebensqualität, würde ich meinen. Und mehr als nur dass man täglich Tabletten nehmen muss. Vielleicht hört ihr ein bisschen meinen Frust heraus. Dadurch, dass sie “meine” Patientin war, fühle ich mich tatsächlich ein bisschen Mitschuldig an der Misere, selbst wenn ich alles mögliche getan habe, dass es eigentlich nicht so weit kommt. Das ist ihre Eigenverantwortung. Die hat schlicht versagt.

Auf der positiven Seite: Sie ist wirklich eine Ausnahme. Auch die Studie zeigt: immerhin 70% würden keine Lebenszeit eintauschen nur damit sie keine (eine) Tablette mehr nehmen müssten. Selbst solche zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Problemen.

Quellen:  Studie im Circulation (online). (Volltext rechts abrufbar)

Artikel Viele möchten kürzer leben statt Pillen zu schlucken in der Süddeutschen Zeitung.

Apotheken aus aller Welt, 584: Peking, China

Der Dank geht dieses Mal an meine Eltern, die mir die folgenden Apotheken aus ihren letzten Ferien mitgebracht haben:

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Ist es … oder ist es nicht?

Letzthin ein Kommentar: Noch hast du Glück, dass du … dir noch keine Trolle eingefangen hast und es auch in den Kommentaren erstaunlich gesittet zugeht.

Das ist wahr. Ich habe sehr, sehr nette Kommentatoren, die auch hier die allgemeinen Umgangsformen nicht vergessen, selbst wenn sie nicht einer Meinung sind – mit mir oder anderen. Aber ganz ohne komme auch ich hier nicht davon. Und ja: Ich erlaube mir zu moderieren, wenn es mir wirklich zu weit geht.

Was mir dann nach dem letzten Löschen das eingebracht hat:

Schade, dass du mit konstruktiver Kritik nicht umgehen kannst. Das finde ich wirklich schade!

Ich bezweifle, dass Sie das ‘wirklich schade’ findet. Weshalb? Weil ihre “konstruktive Kritik” etwas seltsam ausfällt.

Wikipedia erklärt:

Unter Kritik versteht man die Beurteilung eines Gegenstandes oder einer Handlung anhand von Maßstäben.

Und der Duden sagt zu konstruktiv:

sachdienlich , zweckdienlich spätlateinisch constructivus, zu lateinisch construere, ↑ konstruieren aufbauend, den sinnvollen Aufbau fördernd, entwickelnd

Demnach ist eine konstruktive Kritik eine höfliche und sachliche Bewertung mit Verbesserungsvorschlägen.

Soweit so gut. Nun zur Erläuterung ein paar der Kommentare, die mir aufgestossen sind (manche noch auf dem Blog, andere entfernt, nicht alle auf mich selber bezogen).

So schlecht kann die Apothekerbezahlung nicht sein, wenn die Gäste schon für fünfzig Euro Geschenke mitkriegen.

Hui. Was das denn hier? Mir ist mal nicht als Einziger ein Beitrag sauer aufgestoßen? Huiuiui

Naja. So sind Blogs halt: umsonst. Das ist ja gerade das Prinzip. Wenn Pharmama Geld für ihre Beiträge will, soll sie ne Paywall einbauen. Dann kann sie das Geraffel selber kaufen

Es freut mich für dich, wenn deine Familie räumlich nicht zerrissen ist, aber das man sich heute nicht vorstellen kann, dass Eltern und Nachkommen zu weit auseinander wohnen für “Post abholen”, halte ich für gestellt.

Wenn du deinen Mann ankackst, weil er dir bei etwas so vorhersehbarem wie PMS nur die falsche Schoki mitbringt, die du problemlos (auch schon Wochen vorher zur Not) selbst besorgen könntest, hoffe ich sehr für ihn, dass du dir am Schniblo-Tag so richtig was einfallen lässt für ihn oder er alternativ irgendwann seine Familienjuwelen zurück kriegt und dich zum Teufel jagt.

“Mimimi, wir werden im Fernsehen einfach nicht realistisch genug dargestellt”. Ja, sorry, geht allen anderen auch so.

Das muss dann bei Pharmama wohl die Azubine übernehmen. Die ist da nach Pharmamas Schilderungen in anderen Posts ja die Einzige, die den Kunden einfach nur als Kunden sieht und nicht als König, dem man nicht die Meinung geigen darf, weil dann könnte der ja vielleicht wegbleiben und anderen erzählen, wie doof die bei Pharmama zu ihm waren blabla.

Ja – alle “aus dem Zusammenhang gerissen”. Aber ich denke, man bekommt den Grundtenor gut mit.

Das geht für mich schon in Richtung Troll. Zur Wiederholung: Definition laut Wikipedia:

Als Troll bezeichnet man im Netzjargon eine Person, welche Kommunikation im Internet fortwährend und auf destruktive Weise dadurch behindert, dass sie Beiträge verfasst, die sich auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken und keinen sachbezogenen und konstruktiven Beitrag zur Diskussion enthalten, mit der Motivation, eine Reaktion der anderen Teilnehmer zu erreichen.

… also: ich habe hier zwar öfter mal sachbezogene Reaktion, oder zumindest bezogen auf Posts oder andere Kommentare … aber kaum konstruktiv. Oder vielleicht sehe ich das falsch? Was meint ihr? Stimmt hier ab:

(Nur eine Antwort möglich.)

Oh – keine Sorge, die kommt zurück. gesperrt oder nicht. Ist sie schon 2x in einer neuen “Inkarnation”. Es scheint einfach zu interessant zu sein.

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Das ist die dritte Portion der bisher im Blog veröffentlichten Comics in und um die Apotheke.

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Diese und noch viel mehr Cartoons gibt’s überarbeitet und in Buchform aufbereitet jetzt auch zu kaufen!

für alle und jeden:  Einmal täglich:
 auf Amazon und Createspace

und für diejenigen, die alle (oder zumindest die meisten der Cartoons) ohne Erklärungen verstanden haben gibt es: Einmal täglich – Essentials


“Essentials” ist auch für den Kindle und für alle E-Book Reader erhältlich, zum Beispiel bei Apples iBook-StoreThaliaCiando, Weltbild …

 

 

 

*Ja, die sind von mir. Urheberrecht vorbehalten. Wer eines davon brauchen will (on- oder offline): braucht meine Einwilligung.  (Und bringt eine Quellenangabe – online ein Link.)

Wieso So! ?

Zahnarztrezept für ein Schmerzmittel und ein Antibiotikum. Netterweise Computergeneriert (gut lesbar) – und hinter dem Medikamentennamen ein sic! Ebenfalls maschinengeschrieben.

Das bedeutet, der Arzt will, dass man das abgibt und nichts anderes.

Jetzt … ist es so, dass dieses Antibiotikum erst mal immer noch teurer ist (etwas) als das Generikum und ich das Generikum an Lager habe, das Original aber bestellen muss. Hier sind die beiden auch Problemlos austauschbar. Von daher verstehe ich das sic! nicht.

Beim Patienten abgeklärt, ob er irgendwann einmal Probleme hatte mit dem Generikum oder weshalb das da so steht.

Hat er nicht. Weiss er auch nicht, wieso.

Zahnarztrezepte müssen gleich in der Apotheke bezahlt werden, die Krankenkasse in der Schweiz übernimmt das in der Regel nicht – ausser vielleicht man hat eine spezielle Zahn-Zusatzversicherung und schickt die Rechnung selber ein.

Der Patient hat nicht sehr viel Geld. Ich biete ihm an, dem Arzt anzurufen und zu fragen, ob ich es nicht doch ersetzen kann.

Mache das.

Antwort des Arztes: „Natürlich können Sie das ersetzen. Können Sie das nicht selber bestimmen?“

„Nicht, wenn da ein Sic! auf dem Rezept steht. Haben Sie das nicht gesetzt?“

„Nein – das ist ein automatischer Textbaustein bei uns im Computersystem.“

Ummm – Was?!

Meine Vermutung: Computerprogramm der Praxis gesponsert von Pharmafirma. Und dann ist halt das sic! mit drin. Dem (Zahn-)Arzt war nicht bewusst, was das dann nach sich zieht – es war auch eine Gemeinschaftspraxis, also ist er wohl selber nicht für die Einführung des Rezeptierprogrammes verantwortlich.

Und ich frage mich: Wie oft wurde das schon nicht angezweifelt / nachgefragt und man hat (zum finanziellen Nachteil des Patienten und Vorteil der Pharmafirma) dann das Original genommen oder gar bestellt?

Impfunwillige Halter

Ich habe nicht so viel mit Tiermedizin zu tun (unsere Apotheke ist nicht darauf spezialisiert), aber manches bekomme ich trotzdem mit, wenn die Patienten über ihre kleinen Lieblinge erzählen. Manches Mal muss ich mir auch an den Kopf fassen, was da an Miss-Information herum ist.

Erst Mal: Ja, Tiere können genauso krank werden wie Menschen auch. Sie bekommen Diabetes und müssen dann Insulin-Spritzen bekommen, manche bekommen auch Krebs, sie können sich den Magen verderben und es gibt eine Menge Krankheiten, die sie haben, die wir im Gegenzug nicht bekommen. Gegen manche dieser Krankheiten gibt es Impfungen. Ich persönlich würde ja daruf hören, wenn mir der Tierarzt eine Impfung für die Katze oder den Hund empfiehlt, aber auch da gibt es Impfverweigerer. Natürlich nicht die Tiere selber, sondern die Halter.

Manchmal hören sich die Gründe noch halbwegs vernünftig an – wie bei der Katzenhalterin, die ihre Katzen (3 Stück) nicht geimpft hat, weil das ja reine Hauskatzen sind und nicht in Kontakt mit anderen Katzen kommen.

Das stimmte – bis zu dem Zeitpunkt, als die Frau ins Spital musste und -mangels Nachbarn, willigen Verwandten oder Freunden, die die 3 aufnehmen konnten- einen Platz für sie suchte. Stellt sich heraus, dass Tierheime und andere Tierhorte keine ungeimpften Tiere aufnehmen.

Und dann war da noch die Tierhalterin, die nicht impfen wollte, weil sie nicht wollte, dass ihr Hund autistisch wird.

Mal abgesehen davon dass ich nicht weiss, ob Hunde überhaupt autistisch sein können, der Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus wurde inzwischen mehrfach widerlegt und der ehemalige Arzt (inzwischen mit entzogener Probation), der den Zusammenhang erst überhaupt hergestellt hat (lies: Studien manipuliert dafür) wurde extern dafür finanziert (lies: geschmiert für seine Falschaussagen.)

Die Tierhalterin hatte keine eigenen Kinder, also übte sie ihre Impfunwilligkeit einfach per Hund aus.

Katzenseuche und Hundeseuche sind reale Krankheiten mit oft üblem Ausgang (die Tiere erbrechen und haben blutigen Durchfall, oft bis zum qualvollen Tod) … aber davon könnte ein Tierarzt hier sicher mehr erzählen – und auch von den unwilligen Haltern.