Apotheken aus aller Welt, 600; Panajachel, Guatemala

Danke vielmals an Dagmar für die Bilder und einen (leicht erschreckenden) Einblick in manche Apotheken dort …

Ich war mal wieder drei Wochen in Guatemala. Das dortige Gesundheitssystem ist natürlich ganz anders als hier bei uns, vor allem unterscheidet es sich dadurch, dass kaum jemand versichert ist. Viele Menschen gehen daher nur zum Arzt, wenn es absolut notwendig ist, dafür aber um so öfter in die Apotheke. Die Apothekendichte ist daher ziemlich hoch – beispielhaft habe ich in Panajachel auf einem 10minütigen Rundgang diese Exemplare für dich abfotografiert.
Medikamente, auch verschreibungspflichtige, bekommt man fast überall relativ problemlos OTC in der Apotheke – teils mit sehr guter Beratung, teils von komplett ahnungslosen Angestellten (“Haben sie etwas gegen stark juckende, leicht entzündete Insektenstiche?” – “Nein.” – “Eine Creme mit Hydrocortison vielleicht?” – “Ich schau mal in den Computer… Hydrocortison… Ich könnte ihnen diesen Inhalator empfehlen!”). Erfahrungsgemäß ist die Beratung sehr kompetent, wenn man in eine unabhängige Apotheke geht. Dort wissen die Mitarbeiter Bescheid und holen bei Bedarf den Apotheker dazu. Mau sieht es aus, wenn man in einer Apotheke, die im Supermarkt integriert ist, sein Glück versucht. Die Angestellten dort sind meist einfach Verkäufer und allein auf weiter Flur.

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(Der Baum im letzten Bild … der ist ja hübsch! Den hätte ich gerne für meinen Garten).

Made in … wo?

Ist schon etwas länger her, aber da wir ja (immer wieder mal) an Preisdiskussionen sind:

Frau kommt in die Apotheke / Drogerie und schaut sich einige Drogerie-Artikel in der Freiwahl an.

Pharmama: „Kann ich Ihnen helfen?“

„Wo wurde das hergestellt? In China? Ich will nichts kaufen, das aus China kommt.“

Obwohl ich sagen muss, dass ich das verstehe … (Umweltprobleme, Transport von dem Ganzen und nicht zu vergessen dass manches mit Kinderarbeit oder in Sweatshops hergestellt wurde) … es ist bei weitem nicht alles angeschrieben, woher es kommt. Und selbst wenn eine Firma drauf steht … das ist häufig nur die Vertriebsfirma hier, nicht zwingend wo das hergestellt wurde.

Ich gestehe also mein Unwissen und versuche, ihr ein Produkt einer hiesigen Firma schmackhaft zu machen.

… Und das lehnt sie dann ab, weil „Zu teuer“.

Tja.

Blutzucker-Messgeräte-Service

Zwei Patienten, Gleiches Problem: das Blutzuckermessgerät spuckt und will nicht so messen, wie es soll. Anscheinend wird es richtig verwendet. Beides sind langjährige und erfahrene Benutzer.

Der einen Patientin besorge ich von der Firma, die die Blutzuckermessgeräte herstellt problemlos ein gratis Ersatzgerät.

Für den anderen Patienten habe ich leider nur die Nachricht von der Firma, dass er selbst mit ihnen Kontakt aufnehmen muss wegen dem Problem und dass sie dann (eventuell) ein Austauschgerät schicken.

Patientin 1 habe ich glücklich gemacht – das hätte ich gerne bei Patient 2 auch … der ist jetzt eher säuerlich auf mich, als ob ich etwas dafür könnte, dass diese Firma halt nicht den gleichen Kundenservice bietet.

Im übrigen (auch wenn das mit dem wenig zu tun hat) hat er das Blutzuckermessgerät vom Arzt direkt bekommen. Woher Patientin 1 es hat, weiss ich nicht mit Sicherheit, aber wir haben diese Geräte auch hier und das bleibt auch so – ich weiss warum.

Im übrigen (Teil 2) … Ratet mal, wer die Firma im Fall 2 war. Dieselbe, die sich im Moment so anstellt und ihren neuen Hightech-Sensor nur im Direktvertrieb auf den Markt bringen will.

Hmpf.

Rezept für … was?

Es dürfen auch die Deutschen und Österreicher Apotheker mitspielen … das Medikament gibt es mit dem selben Namen weltweit.

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Hinweis 1: es ist ein aktuelles Rezept

Hinweis 2: es sind Augentropfen

Nach dem hatte ich eine Vermutung, was es sein könnte – aber ich wollte trotzdem die Bestätigung vom Arzt. Es war dann auch das, nach was es “nicht” aussieht auf dem Rezept. (O-Ton: ich wusste nicht genau, wie man das schreibt).

Gemein, nicht?

Zurück

Zurück vom kleinen Paradies. Fast könnte man sagen, ‘leider’, aber irgendwie komme ich (trotz allem) auch wieder gerne nach Hause. Auch wenn der Weg lange ist. Ich bin jetzt seit bald 24 Stunden auf – naja, auf den Beinen kann ich nicht sagen, da wir die Hauptzeit sitzend im Flugzeug und Auto verbracht haben. Und ich muss noch ein bisschen durchhalten, ansonsten holt mich der Jetlag ein.

Aber schön war’s:
Einsame Strände …
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Exotische Unterkünfte …
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(Ja, da sitzt Max)

Und wie jedes Paradies hat das hier auch seine Schlangen:
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Die Begegnung in einem Nationalpark war ausgesprochen spannend. Es handelt sich (schwer zu erkennen bei dem Knoten) um eine King Cobra (die helle, lange) und eine Python (die hübsch gefleckte, verknotete), die hier wohl um Leben und Tod kämpften. Offensichtlich ist die Kobra, die noch nicht allzu lange her gefressen hat, auf die Python gestossen und hat sich dabei ein bisschen übertan. Die war nämlich, obwohl kleiner und ungiftig, ziemlich wehrhaft.

Apropos Essen … muss ich das jetzt wirklich wieder selber kochen?? Ugh.

Sieht so aus …

Als käme es demnächst zum regnen …image

ah. Eben:

imageUnd jetzt haben wir hier ein hübsches kleines Gewitter. Aber das ist auch schön: es ist so warm, da kann ich das gebrauchen. Und den Tropfen zuschauen hat etwas beruhigendes. Noch beruhigender fände ich es allerdings, wenn die anderen Touristen auch aus dem Pool kommen würden. Hier blitzt es. Wissen die denn nicht, wie gefährlich das ist??

Apotheken aus aller Welt, 600: Saigon, Vietnam

Danke vielmals an Lisa!:
Zu den Fotos: Du hast zwar schon einige Apotheken aus Vietnam, aus Saigon (Ho Chi Minh City) aber erst eine (wenn ich das richtig gesehen habe). Das interessante hier ist, dass man lange nach einer Apotheke suchen kann oder man sucht sich eine in der “Apothekenstrasse” aus. Da hat es wirklich eine Apotheke an der anderen. Das ist typisch Saigon: Es gibt die Schuhstrasse, die Velostrasse, die Waschmaschinenstrasse, etc. Ich habe einige der Apotheken fotografiert, keine Ahnung, wie viele es an der ganzen Strasse hat. Und wie die hier Geld verdienen können bzw. nach welchen Kriterien man die aussucht, weiss ich auch nicht. Vor den Apotheken hat es fast überall Security Personal. Innen arbeiten Frauen, aussen sitzen Männer (ach, die passen natürlich auf).
Prinzipiell sind die Apotheken, wie viele Läden hier allgemein, gegen aussen offen.
Und was rezeptpflichtig heisst, ist in Vietnam auch nicht so klar. Ich glaube, man bekommt fast alles. Frage “Hast du das gegoogelt?” – Antwort “Nein”. “Gut, dann bekommst du es”. Auch hat es eigentlich keine Apothekerinnen in den Apotheken, die leihen ihre Diplome der Apotheke aus und sind da, wenn eine (angekündigte) Kontrolle kommt. Sonst hat es, wenn es gut kommt, so etwas wie Pharma-Assistentinnen und dann auch einfach Verkäuferinnen.
Und: Nha Tuoc bedeutet Apotheke (Nha = Haus, Tuoc = Medizin) und Tay ist Westen. Nha Tuoc Tay also eine Apotheke, die westliche Medizin verkauft. Das sind zwar glaub fast alle Apotheken hier.
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Kiloweise Cannabis

Apotheken sind zwangsweise “beliebte” Anlaufstellen für Drogensüchtige und Abhängige – immerhin lagern wir (oder können bestellen) eine Menge der Stoffe und Mittel die halt nicht nur von wirklich bedürftigen Patienten gebraucht, sondern von Süchtigen missbraucht werden. Benzodiazepine, Z-Stoffe, Amphetamine und Vorläuferstoffe, Codein und allgemein Opiate wie in starken Schmerzmitteln, Cocain, Cannabis etc..  Um da dran zu kommen wird teils ziemlich Aufwand betrieben, Abfall nach weggeworfenen Medikamenten durchwühlt, Verwandte bestohlen, es werden Rezepte gefälscht oder alternativ Ärzte abgeklappert, Apotheken werden überfallen …

Die Suche nach dem nächsten Kick oder Zumindest dem Ausweichen der Entzugserscheinungen bestimmt bei manchen einen grossen Teil des Lebens und Denkens … Es scheint jedoch, als ob das negative Auswirkungen auf die Denkleistung hätte.

Hier eine Geschichte, die Leserin Nachtschattengewächs so passiert ist, und die sie hier mit uns teilt: Danke Dir!

Kurz zur Vorgeschichte. Ich bin ein Mensch mit chronischer Erkrankung und Schwerbehinderung und habe hier in Deutschland einen wunderbaren Arzt, der sehr für die legale medizinische Anwendung von Cannabispräparaten kämpft.
Ich habe bereits Sativex gehabt und Dronabinol. Aufgrund der nicht Finanzierung durch meine Krankenkasse und die schwierige Dosierung habe ich bei der Bundesopiumstelle des BfArM eine Ausnahmegenehmigung für Cannabisblüten beantragt.
Das ist ein sehr schwieriges und kompliziertes Verfahren. In Deutschland haben gerade mal rund 350 Menschen eine solche Genehmigung.
Unter Anderem muss im Antrag direkt eine Apotheke genannt werden, die die Blüten bestellen und verkaufen wird.
Da ich eine Stammapotheke in einer Großstadt habe, die schon immer mühelos andere Betäubungsmittelrezepte eingelöst hat und auch bei ungewöhnlichen Medikamenten zur Stelle ist, habe ich persönlich dort vorgesprochen.

Die Apotheke war an diesem Abend recht leer. Vereinzelt wurden Kunden bedient. Ich schilderte mein Anliegen und gemeinsam besprachen der Apotheker und ich wie die Prozedur läuft.
Der Apotheker sprach mich mehrfach mit meinem Namen an, ich bin dort bekannt und die Apotheker sind sehr freundlich. Ich kaufte noch ein paar Medikamente und ging.
Wenige Tage später hatte ich einen Anruf meiner Apotheke auf dem Anrufbeantworter, dass ich wegen meiner fehlenden Bestellung besagten Apotheker anrufen möge. Zwar hatte ich etwas bestellt, ich wusste aber, dass dies zur Abholung bereit liegt.

Ich wusste nichts von einer neuen Bestellung. Ich rief meinen Apotheker an und sagte ihm, dass ich nichts von einer fehlenden Bestellung wisse.
Er erläuterte mir, die Apothekerin Frau X habe am Morgen einen Anruf von einer Frau meinname bekommen, die gefragt habe, ob die fehlenden 5 Kilo (sic!) Cannabis da wären und wann sie abgeholt werden könnten.

Ich war fassungslos. Die Apothekerin ist neu in der Apotheke, sie kannte meine Stimme nicht. Daher war sie sehr irritiert.

Niemand in meinem Umfeld weiß von der beantragten Ausnahmegenehmigung, ein dummer Scherz aus meinem Umfeld kann es daher nicht sein.
Mein medizinisches Umfeld weiß davon, würde so einen Unfug aber nicht treiben und weiß auch nicht, welche Apotheke mich „betreut“.

Ich kann mir nur vorstellen, dass ein süchtiger Mensch, der gerade harmlose Medikamente gekauft hat, mehrfach meinen Namen gehört und das Gespräch über den Bezug von Cannabisblüten mitbekommen hat.
Anschließend hat sie angerufen und gehofft, man würde ihr die Blüten bestellen und zur Abholung bereit legen.
Ganz offensichtlich hatte diese Person keine Ahnung wie eine solche Prozedur läuft.
Abgesehen davon, dass eine Genehmigung vorliegen muss und man sich sofern nicht lange bekannt stets ausweisen muss, braucht man auch ein BTM Rezept vom betreuenden Arzt und bekommt nur geringe Mengen Cannabis Blüten (abhängig vom durch den Arzt festgelegten Bedarf),
weshalb ich bei 5 kg wirklich schmunzeln musste.

Leider handelt es sich um eine hoch frequentierte Großstadtapotheke mit etlichen Mitarbeitern und hunderten Anrufen am Tag (alleine 4 Telefonisten sind mit den Telefonaten beschäftigt).
Apothekerin X hat sich leider nicht die genaue Uhrzeit gemerkt, so dass anhand des Einzelverbindungsnachweises nicht auf die Anruferin geschlossen werden kann.

Meine Apotheke und ich haben daraus gelernt. Eine Apotheke ist manchmal so (un)persönlich wie eine Bahnhofshalle.
Mein Apotheker und ich werden daher zukünftig bei Gesprächen über dieses heikle Medikament den Besprechungsraum aufsuchen.
Einen unangenehmen Nachgeschmack hinterlässt diese Geschichte dennoch.

Oh. Ja – das auch als Wink mit dem Zaunpfahl an andere Apotheken, bei dem (und auch manch anderem Medikament) spezielle Sorgfalt walten zu lassen. Das hätte anders ausgehen können. Die Geschichte ist ja amüsant … hauptsächlich wegen der dilettantischen Vorgehensweise. Es erinnert mich an diese “Urban legend”, nachzulesen auch auf snopes :

In another memorable case, Duncan said, a doctor received a phone call from a pharmacist trying to confirm a suspicious prescription for morphine.
The doctor said, “Well, I’m a pediatrician. I don’t prescribe morphine. How did you know it was a fake?” Duncan said.
And the pharmacist said, “It’s for M-O-F-E-E-N, and it says: One kilo. Use as needed.”

Apotheken aus aller Welt, 599: Engstingen, Deutschland

hier ein Foto der Alb- Apotheke in Engstingen
(auf der Schwäbischen Alb in Baden-Württemberg)

Danke an den kleinen Muck für diese Apotheke – meine Autokorrektur besteht darauf, den Ort Engstirnigen zu nennen … ich hoffe doch nicht :-/

Alb_Apotheke

Herz – Wichteln mit Pharmama

Versuchen wir doch einmal etwas neues!

pillheart1Du liest gerne bei Pharmama mit und hättest gerne ein kleines persönliches Stück vom Blog für Dich zu Hause? Du möchstest mir gleichzeitig zeigen, dass Du mich magst?

Jetzt kannst Du beides auf einen Schlag haben!

Wie geht das? Praktisch wie Wichteln: Du schenkst mir etwas und ich schenke Dir eines meiner „Einmal täglich“ Bücher – samt persönlicher Widmung nach Deinen Vorgaben!

Was Du mir schenken kannst, findest Du auf meiner Wichtel-Wunschliste auf Amazon *.

Wenn Du etwas ausgesucht hast, schicke die Versand-Bestätigung von Amazon an mein mail: pharmama08(at)gmail.com – Zusammen mit der Info an welche Adresse Du das Buch geschickt haben möchtest und was als Widmung gerne drinstehen darf – oder auch was Du gerne drin gezeichnet haben möchtest.

Ich bemühe mich dann, das Buch Zeitnah zu personalisieren und auf die Post zu bringen. Dauert maximal 2 Wochen.**

*Vorsicht, bei manchem bei Amazon bestelltem kommt noch Porto dazu, allerdings nur für den Versand innerhalb von Deutschland, da das an die Adresse eines Bekannten geht

**Angebot gilt die Schweiz, Deutschland und Österreich und Solange Vorrat (und dieser Post nicht gelöscht).

Ostern mit Pharmama

hier ein paar Tipps und Tricks

Ostereier färben mit Naturfarben (Was braucht man wie?)

Eierfärben mit Pflanzenabdrücken (Ein bisschen Frühling auf dem Ostertisch)

Osterei

Last Minute Eierfärben mit flüssigen Lebensmittelfarben (Wenn’s mal eilt)

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oder mal etwas spezielles, wenn Zeit da ist:

Eier-Geoden Basteln

eggeode

Mama-Tricks

Junge Mutter in der Apotheke: “Wie bekomme ich mein einmonatiges Kind dazu stillzuhalten, damit ich ihm Nasentropfen geben kann?”

Und in dem Alter geht das noch … lustiger wird es mit 3 Jährigen, wenn sie gar nicht wollen.

Aber ich habe einen Tipp: Wenn das die isotonischen Salzlösungen sind (so wie Naaprep, Triomer et.) – und die braucht man noch häufig, nicht nur für die Nase zum eintropfen / ausspülen bei Erkältung, die helfen auch indirekt oft gegen Husten, der bei so kleinen Kindern oft durch Schleim, der aus der Nase hinten in den Rachen läuft verursacht ist, und man kann sie brauchen zum reinigen der Augen bei anfangenden Augenproblemen. Ein wahres Multitalent – wenn man es dann anwenden kann.

Also bei diesen Salzlösungen, die oft in „Ampullenform“ kommen, weil sie nicht konserviert sind: erst ein paar Tropfen dem Kleinkind in den Mund geben. Das schmeckt salzig – und salzig mögen die meisten sehr. Dann sind sie so damit beschäftigt, dass man problemlos den Rest in die Nase etc. träufeln kann.

Hat bei unserem gut funktioniert und auch von anderen gibt es gute Rückmeldungen.

Habt ihr sonst noch einen funktionierenden Trick?

Bäh, Zäpfchen!

Dem Patienten der die Anwendung seiner Zäpfchen erklärt bekommen hat, ist das zu gruusig – darum … hat er sie offenbar doch eingenommen.

Und jetzt beschwert er sich über den Geschmack und die Grösse …

Für was brauche ich das in der Apotheke? – mit Lösung

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Ein kleines, feines schwarzes Tuch, ca. 10 auf 10 Zentimeter.

Weiss jemand von Euch, für was ich das in der Apotheke brauche?

(Die Apotheker unter Euch halten sich jetzt vornehm zurück, die wissen das ziemlich sicher.)

Und hier kommt die Antwort:

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Es ist kein Putztuch … aber irgendwo schon ein Staubfänger …

Ich brauche das bei der Instruktion von den Turbuhalern (sei das jetzt Symbicort, Pulmicort etc.). Die benötigen Asthmatiker zum inhalieren – als Grundbehandlung. Sie enthalten ein sehr feines Pulver, das in der Lunge dann entzündungshemmend wirkt. Die Anwendung ist einfach … trotzdem gibt es immer wieder Leute, die zurückkommen, wie die Frau letzte Woche, die mir “gestand”, dass sie jetzt schon zwei Mal in der anderen Apotheke, wo sie es bekommen hat, eine Einführung in den Gebrauch bekommen hat, sie es aber immer noch nicht “richtig” mache …

Ich habe es ihr noch einmal gezeigt und dabei gesehen, dass sie das schon alles richtig macht. Aber: das Problem das viele Leute (und sie auch) dabei haben ist dieses: Das Pulver das da drin ist, ist so fein … die spüren nichts bei der Inhalation. Der Gedanke ist da: wenn ich nichts spüre, dann mache ich da etwas falsch Oder das Gerät ist leer. Leer kann es aber nicht sein (ich höre noch das Pulver, wenn ich schüttle), Ergo …

Was man hört ist das Trocknungspulver. Wie viel noch drin ist, sieht man bei en Turbuhalern am Zähler, den sie haben.

Um diese Leute also davon zu überzeugen, dass sie es richtig machen und dass auch wirklich etwas kommt, nimmt man dieses feine schwarze Tuch bei der Inhalation zwischen Turbuhaler und Mund. Das weisse Pulver sieht man danach auf dem schwarzen Tuch ganz gut (siehe Bild oben).

Also das ist es: ein Demogerät zur Inhalation :-)

Danke für’s mitmachen und die interessanten Vorschläge (Globuli sortieren? Läuse zählen? Verband für Blutphobiker ;-)  !