Apotheken aus aller Welt, 502: Hamburg, Deutschland

Und nochmals (Danke!) an Maggy :

Die letzte Apotheke in Hamburg befindet sich am Bahnhof Altona. (Der ja sogar unseren alten Westbahnhof an Hässlichkeit überbietet.)

hamburg30

hamburg31

About these ads

Böses Aluminium in Deos

Aluminium findet sich mal wieder in der Presse – und das wird wieder vermehrt Anfragen geben in der Apotheke. Diesmal titelt die 20 Minuten:

Giftstoff in Deos – Bund prüft Alu-Verbot

Ich will hier nicht behaupten, dass Aluminium unschädlich ist. Aber es ist das dritthäufigst vorkommende Element und das häufigste Metall der Erdkruste (Sauerstoff und Silicium sind übrigens die anderen beiden).  Wir verwenden Aluminium vor allem für Metalllegierungen und Verpackungen – der Vorteil hier ist, dass es gut formbar, ziemlich inert ist und dicht selbst in dünnen Folien.

Wir benötigen kein Aluminium im Körper um zu funktionieren. Aber wir haben trotzdem welches im Körper, da wir es über die Nahrung aufnehmen. Das meiste Aluminium, das wir aufnehmen, wird aber auch wieder unverändert ausgeschieden – problematisch sind hier Chelatbildner wie die Zitronensäure, die die Aufnahme steigern.

Wikipedia schreibt: Nach einer Schätzung nimmt der erwachsene Europäer im Durchschnitt zwischen 1,6 und 13 mg Aluminium pro Tag über die Nahrung auf. Dies entspricht einer wöchentlichen Aufnahme von 0,2 bis 1,5 mg Aluminium pro kg Körpergewicht bei einem 60 kg schweren Erwachsenen.

Bisher hat die Efsa (die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) eine tolerierbare wöchentliche Aufnahme von 1 Milligramm Aluminium pro Kilogramm Körpergewicht festgelegt (für Erwachsene).

Bei zu viel Aufnahme (was man bei Patienten sieht, deren Ausscheidung über die Nieren gestört ist)  führt das Aluminium zu Gedächtnis- und Sprachstörungen, Antriebslosigkeit und Aggressivität durch Untergang von Hirnzellen und zu fortschreitender Demenz, zu Osteoporose, Arthritis und Anämie. Wir reden hier aber von Konzentrationen, die 70 bis 300 Mal höher sind als die bisher festgelegten Grenzwerte.

Aluminium wird in letzter Zeit immer wieder und immer häufiger kontrovers diskutiert. Speziell wegen Verdacht, dass es Alzheimer auslöst oder eine der Ursachen von Brustkrebs ist.  Aber: Obwohl wirklich versucht wurde einen Zusammenhang nachzuweisen, ist hier noch gar nichts bewiesen:

So schreibt zum Beispiel das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit über Aluminium in Deos:

Auch in neuen Publikationen konnte kein Kausalzusammenhang zwischen der Verwendung von aluminiumhaltigen Antiperspirantien und Brustkrebs oder Alzheimer nachgewiesen werden. Die tägliche Aluminiumaufnahme kommt jedoch nicht nur von Kosmetika, sondern auch von anderen möglichen Quellen wie Lebensmittel und sollte deshalb so gering wie möglich sein. … Das in Antiperspirantien, Zahnpasten und in Lippenprodukten eingesetzte Aluminium wurde vom wissenschaftlichen Ausschuss für Verbrauchersicherheit der EU-Kommissionen wieder bewertet und ihre Risikobewertung wurde im April 2014 veröffentlicht. Danach gibt es keine Hinweise, dass die Verwendung von Aluminium enthaltenden Kosmetik-und Hautpflegeprodukten das Risiko von Brustkrebs oder anderen Krankheiten erhöht. Der Ausschuss weist jedoch auch darauf hin, dass aktuell zu wenig Daten vorliegen, um abschliessend sichere Konzentrationsgrenzen festzulegen, und dass weitere Studien notwendig sin

Also: Was die 20 Minuten und manche Leute da machen ist im Moment reine Panikmache !

Ich werde auch weiterhin mein Deo (mit Aluminiumverbindung) verwenden – vor allem auch, weil das wirklich funktioniert. Ich habe schon andere Alternativen versucht und war mit dem Ergebnis nicht wirklich zufrieden. Auf was ich achte ist aber, das Deo nicht direkt nach dem rasieren zu verwenden, da (auch leicht) verletzte Haut mehr Aluminium aufnimmt.  Und natürlich koche ich schon lange nicht mehr mit Alutöpfen und Alufolie verwende ich sowieso so gut wie nie (heute gibt’s Tupperware – die ist vielleicht von den Plastikweichmachern teils auch nicht ideal, aber … irgendwo muss man aufhören).

Und da es sicher jemand gibt, der mit den Aluminiumverbindungen in den Impfstoffen kommt: wir reden auch hier von sehr geringen Mengen. Wie gering und um was es genau geht, kann man hier auf der Seite “Für Impfen” nachlesen. (Schön mit Quellenangaben).

Wen es interessiert, findet hier eine Liste der Deos die keinerlei Aluminiumsalze enthalten. (Achtung!: es gibt auch Listen, wo Deos drauf sind, die kein Aluminiumchlorid oder -chloralhydrat enthalten … aber Alaun, das ist Kalium-Aluminium-Sulfat).

Apotheken aus aller Welt, 501: Hamburg, Deutschland

Noch eine aus Hamburg , mit Danke an Maggy :

Meine Sightseeingtour führte mich auch auf die Reeperbahn. Auch dort konnte ich Apotheken ausfindig machen.

hamburg32

hamburg33

Hah!

Dass in der Schweiz auch vernünftige Urteile gefällt werden, zeigt heute das Bundesgericht.  Es geht um die Umgehung des Selbstdispensations-Verbotes einiger Ärzte, die den Patienten die Medikamente via die Versandapotheke “Zur Rose” gleich nach Hause liefern lassen und für die “Vermittlung” der Patienten Geld kassieren - ich habe darüber berichtet im Post Diese Rose stinkt!

Das Bundesgericht bestätigt, dass es sich dabei um illegale Praktiken handelt. In Zukunft darf ein Arzt nur noch dann dem Patienten die Medikamente verkaufen (direkt via Selbstdispensation oder indirekt via Versand zur Rose), wenn er auch eine kantonale Bewilligung zur Selbstdispensation hat. Das ist also vor allem für die Kantone wichtig, wo die Selbstdispensation nicht oder nur teilweise erlaubt ist.

Die pharmasuisse (der Dachverband der Schweizer Apotheker) schreibt dazu:

Die Wahlfreiheit der Patienten muss gewährleistet sein. Deshalb hat auch der Nationalrat anlässlich der Heilmittelgesetzrevision grossmehrheitlich entschieden, dass der Patient Anspruch auf die Ausstellung eines Rezepts hat, dies auch dann, wenn der Arzt selber Medikamente abgeben darf. Es geht nicht an, dass Ärzte den Patienten gegen Entgelt die eigene Versandapotheke empfehlen und ihre Vorteile und Interessen gegenüber dem Patienten nicht offenlegen.

Trotz der Monopolstellung des Arztes bei der Verschreibung von Arzneimitteln wird dieser nicht vom Korruptionsstrafrecht erfasst. Sein Verhalten fällt bisher nicht unter den Tatbestand der Privatbestechung.

Dass das mit der Wahlfreiheit ein echtes Problem ist, zeigt zum Beispiel der facebook-Beitrag der Apotheke Schaffhauserplatz (in Zürich):

Nicht einmal unserer Lehrtochter, die sich klar als angehende Pharma-Assistentin zu erkennen gibt, händigt ihr Arzt ein Rezept aus. Sie müsse die Medikamente in der Praxis kaufen, es sei schon alles parat. Das sind die üblen Auswüchse der Selbstdispensation.

Dagegen hilft das Urteil oben nicht – aber es zeigt, auf welcher Seite das Problem liegt, wenn die Zusammenarbeit zwischen Apothekern und selbstdispensierenden Ärzten so … schwierig wird. Und darum hoffe ich darauf, dass im neuen Heilmittelgesetz dann festgehalten wird, dass jeder Patient ein Recht auf ein (in die Hand gedrücktes) Rezept hat – dann kann er nämlich wirklich selber entscheiden, wo und wie er das einlösen will !

Sound alike und Verwechslungsgefahr

Jüngere Frau in der Apotheke: „Haben Sie mir Elloane? … ich bin nicht ganz sicher, ob ich das richtig ausspreche.“

Ich: „Ella One?“ (ich sprech das englisch aus)

Die Ella One ist die hier neu zugelassene Pille danach– die dürfen wir aber nur auf Rezept abgeben. Die Pille danach Norlevo nach einer Beratung mit Patientin und Apothekerin auch ohne. Aber … von vorne:

Pharmama: „Haben Sie ein Rezept, oder sind sie Ärztin?“ frage ich sie.

„Ich bin Ärztin.“ Sie zeigt mir ihren Arztausweis.

Pharmama: „Die Ella One habe ich noch nicht hier, aber die Norlevo. Anderer Wirkstoff, gleiche Wirkung.“

Ärztin: „Norlevo? Meine Frauenärztin hat mir einen anderen Namen gesagt als Generikum. Haben sie das Yaz hier?“

Jetzt bin ich etwas verwirrt. Yaz ist eine der normalen Verhütungspillen.

„Ja, die habe ich hier …“

Aber zuerst gehe ich mal an den Computer.

Ich schaue die Generika von Yaz nach. Eines davon nennt sich Eloine. Aha!

Pharmama: „Oh, meinten Sie Eloine?“

Sie hat das französisch ausgesprochen, also mache ich das auch.

Ärztin: „Ich bin nicht sicher. Das ist ein Generikum vom Yaz.“

Pharmama: „Ja, das ist so. Ich dachte, sie fragten nach der Ella One – der Pille danach.“

Ärztin: „Nein, die Eloine. Aber wenn Sie mir eine Yaz haben, ist das auch gut.“

Hoppla! Die hören sich viel zu ähnlich an für meinen Geschmack. Da sind wir knapp um eine Verwechslung herumgekommen. Gut – sie hätte das spätestens gemerkt, wenn da nur 1 Pille in der Packung ist …

… und was ist mit Dir?

Haben Sie diese Pille auch in grün? Jetzt lesen!

Apotheken aus aller Welt, 500: Lissabon, Portugal

Besten Dank an Martin:

Wenn ich mich erinnere, fehlt Dir noch Portugal in der Liste Deiner Apotheken; ich hab zwar in Lissabon keine leider keine mit schönen Blauen Fliesen (sog. Azulejos) vor die Linse bekommen, aber immerhin zwei der zahlreichen “Standard-Apotheken”;

lissabon1 lissabon2

Wenn das “Standard-Apotheken” sind, haben sie dort hübsche Apotheken. Und tolles Kopfsteinpflaster.

Apotheken aus aller Welt, 499: Berlin, Deutschland

Hier noch eine Apotheke aus Berlin von Maggy:

berlin40 berlin41

Intimwaschmittel für Kinder?

Die Frau kommt forschen Schrittes in die Apotheke und fragt nach : “Intimwaschmitttel?“

Ich bringe sie zum passenden Regal und zeige Ihr unsere Auswahl: „Hier.“

Frau (beäugt die Auslage suchend): „Haben sie spezielle für Kinder? 2 Jährig.“

Pharmama: „Nein. Kinder brauchen auch noch kein Intimwaschmittel.“

Frau:Na, haben Sie eine Ahnung! Haben Sie also nicht?“

Pharmama: „Nein, keine speziellen. Wenn Sie unbedingt etwas wollen, können Sie von denen hier (zeige auf unsere Auswahl an Intimwaschmitteln, pH neutral, teils ohne Parfüms, teils in Tüchleinform etc.) nehmen – aber für Kinder ist eigentlich hauptsächlich nur Wasser empfohlen zum waschen … und nur in Ausnahmefällen wenig Waschmittel. Ich habe spezielle Waschmittel für Kinder. Spezielle Intimwaschmittel habe ich nicht.“

Die Frau sieht mich an, als habe ich ihr gerade erklärt, dass wir in der Apotheke keine Medikamente haben und geht.

Wohl um das woanders zu suchen.

Aber ehrlich: Intimwaschmittel für ein 2-jähriges?

Wiiieesoo?

Blutzucker-Verschwörung

“Könnten Sie mir den Blutzucker messen?” fragt mich die etwas müde aussehende Frau um die 40. Es ist Nachmittag ca. 4 Uhr … natürlich in der Apotheke.

Pharmama: “Ich kann – allerdings wäre es besser, wenn Sie das entweder am Morgen früh messen kämen – bevor sie noch etwas gegessen oder getrunken haben oder 2 Stunden nach einem Essen, ansonsten kann ich da nicht wirklich eine Aussage machen.”

Frau: “Das ist kein Problem. Ich habe seit heute morgen nichts gegessen.”

Pharmama: “Es kostet … Franken.”

Frau: “Das ist okay. Beim Arzt zahle ich ja auch. Ich möchte das lieber von ihnen machen lassen, beim Arzt hatte ich so hohe Werte – dem traue ich einfach nicht, dass das stimmt.”

Ich setze sie in den Beratungsraum und bereite meine Instrumente vor: Blutzuckermessgerät, Blutzuckerteststreifen, Stechhilfe, neue Nadel. Mit dem Alkoholtupfer reinige ich den Finger und während der Alkohol verdunstet nehme ich noch einen Tupfer und ein kleines Pflaster raus. Dann schiebe ich die Nadel auf die Stechhilfe, den Teststreifen ins Messgerät …

Währendem plappert die Frau munter weiter. „Wissen Sie, ich schaue sehr, was ich esse …“

Ich nicke nur ein bisschen und mache ein unbestimmtes “Hmhmm.” Sie ist nicht gerade dünn, eher ein bisschen mollig, aber nicht gesund aussehend mollig, eher aufgetrieben – aber das muss nichts heissen.

Frau; „…und mein Arzt, das ist so ein neuer Arzt, der alte, mit dem bin ich immer gut ausgekommen, wurde pensioniert und der neue … der will immer etwas ändern.“

Pharmama: „Nehmen Sie denn Medikamente? Speziell gegen hohen Blutzucker?“

Frau. „Ja, ich bekomme Metformin, das nehme ich auch regelmässig, darum glaube ich auch nicht, dass der Blutzucker wirklich hoch war…“

Metformin ist so die Standard-Anfangs-Therapie bei erhöhtem Blutzucker vom Typ II Diabetes. Nichts ungewöhnliches hier.

Pharmama: „Nun, dann wollen wir doch mal sehen und messen.“ sage ich und piekse sie in den Finger, halte den Streifen an den kleinen Tropfen Blut und tupfe das ab, klebe ein Pflaster drauf, während die Maschine misst.

Biep macht sie und zeigt … 20.7 mmol/l

„Holla“ sage ich „– das ist wirklich hoch.“

Zur Info: Obwohl man besser erst mal nüchtern und 2 Stunden nach dem Essen misst – laut Diabetes Weiterbildung letztes gilt alles ab 11.7 mmol/l im Plasma gemessen als Diabetes. Egal wann man misst …. und sie sagt sie habe seit über 8 Stunden nichts gegessen. Zum Vergleich: Normale Werte liegen nüchtern unter 5.

Interessant ist, dass die Frau meine Messwerte zwar nicht anzweifelt … aber sofort anfängt nach Ursachen zu suchen. Das fände ich noch verständlich, nur … die Richtung, wo sie sucht …

Frau: „Heute kann man einfach gar nichst mehr essen! Das ist doch alles vergiftet und verstrahlt. Nicht nur oben im Norden, auch bei uns. Das liegt alles an der schlechten Qualität vom Essen! Ansonsten gäbe es sowas wie Diabetes gar nicht …“

„Naja“ sage ich. „Es gibt ja zwei Arten von Diabetes und die eine kommt ganz sicher nicht vom Essen…“

Frau: „Ja, aber wie kommt das dann, das die Medikamente, die ich bekomme nicht wirken? Das ist doch alles nutzloses Zeug. Da ist wahrscheinlich gar nichts drin an Wirkstoff, das hört man doch immer in der Presse!“

Pharmama: „Das kommt vielleicht bei Arzneimittelfälschungen vor, aber bei uns hier eigentlich nicht. Ich versichere Ihnen, dass die Medikamente hier getestet und zugelassen wurde und auch das enthalten, was draufsteht.“

Frau: „Aber wie kommt es dann, dass sie nicht mehr wirken? Häh?“

Pharmama: „Das wird daran liegen, dass Diabetes eine fortschreitende Erkrankung ist. Ihr Blutzuckerspiegel wird ja kontrolliert durch Insulin. Und das wird in ihrer Bauchspeicheldrüse produziert. Beim Diabetes Typ II produziert sie einfach nicht mehr genug Insulin. Das nimmt dann über die Zeit weiter ab. Da kann es schon sein, dass die Medikamente, die man am Anfang hatte dann irgendwann nicht mehr genug sind. Von daher hat ihr Arzt Recht, wenn er das anpassen möchte. Das würde ich bei Ihnen und den Werten auch dringend empfehlen.“

Frau (abwehrend): „Ich will aber nicht Insulin spritzen müssen.“

Pharmama: „Nun ja, vielleicht geht es ja noch mit etwas anderem, das muss der Arzt anschauen. Das kommt darauf an, wie der Diabetes ist …“

Frau: „Ich glaube langsam, dass dieses Diabetes eine Erfindung der Ärzte ist und eine neuzeitliche Erscheinung. Früher gab’s das nicht …“

Autsch. Jetzt muss ich vielleicht deutlicher werden.

Pharmama: „Natürlich gab es das früher auch schon! Nur wurde es weniger häufig so früh gefunden. Und dann konnte man auch kaum etwas machen. Bei meiner Urgrossmama zum Beispiel – die hatte Diabetes … und der mussten sie beide Beine abnehmen wegen den Folgeerscheinungen. Sagen Sie mir nicht, das gab’s früher nicht.“

Ich kannte tatsächlich noch meine Urgrossmama, die lebte eine Zeitlang bei uns … da habe ich das als Kind noch (gut) mitbekommen.

Frau: „Aber das hat trotzdem mit dem Essen heutzutage zu tun, dass es das mehr gibt.“

Jaaa … vor allem gelegentlich mit dem mehr oder zuviel Essen … das mit dem ungenügenden Insulin kommt auch, wenn die Körpermasse ansteigt.

Pharmama: „Wer weiss. Jedenfalls reicht es bei ihnen nicht mehr, darauf zu achten, was sie essen um den Blutzucker in den Griff zu bekommen. Bitte machen Sie mit dem Arzt einen Termin.“

Frau: „Aber ich fühle mich gut!“

Pharmama: „Ja, das glaube ich gerne, einen hohen Blutzucker merkt man auch nicht so. Aber das macht ihnen trotzdem die Gefässe zu. Das kann überall sein und dann teils recht plötzlich. Das ist gefährlich. Gehen Sie zum Arzt. Bald!“

Frau: „Ja, ja, okay, mache ich.“

Sie zahlt, erhält ihre Werte und eine Broschüre mit und geht.

Ich hoffe sie geht zum Arzt, aber ich habe da echte Bedenken. In der kurzen Zeit, die ich sie im Beratungsraum hatte, hat sie mir diverse umm … Theorien präsentiert. Angefangen von: ‘Unser Essen ist alles nicht gut / verstrahlt / die Ursache für alle Krankheiten’, über: ‘Medikamente enthalten teils keine Wirkstoffe’ über ‘der Arzt will ihr nur neues verschreiben, weil er daran verdient’, bis zu ‘Diabetes ist eine Erfindung der Ärzte’.

Echt schwierig.

Kurz habe ich mir überlegt, ihr zu zeigen, dass mein Blutzucker (mit demselben Gerät gemessen) normal ist. Aber … ob das reichte, sie zu überzeugen? Dass ihre Werte sehr hoch sind, wusste sie ja eigentlich schon.  Dass das etwas sehr schlechtes ist wohl auch … nur verdrängt sie das lieber.

Apotheken aus aller Welt, 498: Luxemburg, Luxemburg

Und noch einmal scrooge vom Blog grenzwanderer.wordpress.com :

Die zweite, modernere Apotheke befindet sich in der Stadt Luxemburg (luxemburgisch Stad Lëtzebuerg, französisch Ville de Luxembourg). Hier steht die Geschäftsbezeichnung nur auf luxemburgisch und frazösisch, aber man sieht auch so, um was es sich handelt. ;)

apotheke-luxemburg

Ja – die benutzen sogar “unser” grünes Kreuz :-)

Still und leise …

…hat Pharmama.ch vor ein paar Tagen die 5 Millionen Marke Besuche überschritten.

 

image

 

Yay! Danke, dass auch Du hier warst!

Apotheken aus aller Welt, 497: Echternach, Luxemburg

Es wird Zeit mal wieder ein paar Apotheken zu bringen (das habe ich in den letzten Wochen vernachlässigt: sorry). Besten Dank an scrooge vom Blog grenzwanderer.wordpress.com  für diese:
hier sind zwei Apotheken aus Luxemburg. Vor knapp 3 Jahren haben uns unsere Grenzwanderungen dorthin geführt, und ich hatte diese Apotheken tatsächlich eigens für Dich fotografiert. Doch dann kam irgendwie der Alltag dazwischen und sie gerieten in Vergessenheit. Aber jetzt – bitteschön. :) Wegen seiner Lage und Mehrsprachigkeit ist Luxemburg ein ideales Grenzwanderer-Reiseziel.
Diese altehrwürdige Apotheke liegt in der beschaulichen Ortschaft Echterach (luxemburgisch Iechternach, Eechternoach) am Fluss Sauer, der die Grenze zu Deutschland bildet. Die Straßen- und Geschäftsamen sind hier meist in drei Sprachen: Luxemburgisch (Lëtzebuergesch), Französisch und Deutsch.
apotheke echternach

Abstimmungsresultate …

Im Kaufhaus gegenüber haben sie einem Kunden Hausverbot erteilt.

Der Kunde war immer wieder auffallend unhöflich zu einer Mitarbeiterin an der Kasse. Sie ist Ausländerin, spricht aber hervorragend Deutsch und ist wirklich sehr nett – ich kenne sie schon seit Jahren, vor allem, weil ich mein Mittagessen gelegentlich dort hole. Aber – sie passt ihm nicht. Und unhöflich sein reichte ihm nicht. Er beklagte sich dann bei den anderen Mitarbeitern und auch beim Chef über sie – und als das keine Reaktion zeigte nun offenbar auch brieflich.

Ich habe eine Kopie des Briefes gesehen. Kein Meisterwerk der Poesie oder Rechtschreibekunst.

Im Brief schreibt er unter anderem, dass er erwarte, dass die Angestellte entlassen wird – wegen Kundenunfreundlichkeit … und schliesslich haben wir vor noch nicht allzu langer Zeit ja nicht umsonst darüber abgestimmt, dass wir die Ausländer raus bekommen. (sic)

Ummm – wow. Aber jetzt kenne ich endlich mal einen, der bei der Abstimmung “gegen Masseneinwanderungsinitiative” dafür gestimmt hat: in meinem Bekanntenkreis wüsste ich nämlich sonst keinen. Und irgendwie hat auch er anscheinend nicht ganz verstanden, worüber abgestimmt wurde.

Die Reaktion vom Kaufhaus kam dann postwendend: dem Herrn wurde Hausverbot erteilt.

Finde ich gut.