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Pharmama auf Goodreads

Ich bin jetzt auch auf Goodreads zu finden!

goodreadslogo

hier mein Autoren-Profil: https://www.goodreads.com/Pharmama

für Anfragen (als Freund oder Fan) etc. bin ich auch dort offen :-)

Meine Bücherliste ist allerdings noch lange nicht komplett – da muss ich noch etwas dran arbeiten …

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Wie man … einem Blog folgt

Leichte technische Samstagslektüre, für die meisten reine Repetition, aber da es immer wieder Neulinge auf dem Netz gibt, man ja wirklich nicht alles wissen kann (und auch ich täglich neues lerne): hier also die verschiedenen Möglichkeiten einem (meinem?) Blog zu folgen. – Heh! Es lohnt sich! Es kommen spannende Zeiten.

WordPress

Wer auf WordPress selber ein Konto / einen Blog hat, kann Blogs mit WordPress folgen. Dazu klickt man oben in der schwarzen Leiste das + an:

wpfollow

Den Reader dafür – also wo man die Blogposts dann (gesammelt) lesen kann, wenn man nicht auf die Seite selber geht, ist bei WordPress beim W ganz links zu finden. Der Reader sammelt also die Blogposts von verschiedenen Quellen / Blogs und bringt sie – hier nach Erscheinungsdatum gesammelt. Nachteil: geht nur für WordPress-Blogs.

Reader und RSS – Feeds

Wenn die Blogs auf verschiedenen Blog-Plattformen sind, ist ein Reader, der sie alle sammelt vielleicht geeigneter.  Davon gibt es verschiedene. rein Onlinebasierte, oder Desktopbasierte. Die Onlinebasierten haben den Vorteil, dass man dafür kein Gerät mitnehmen muss und von jedem beliebigen Ort der Welt mit jedem Gerät das aufrufen und lesen kann. Die Desktopbasierten sind nur auf dem Nutzergerät verfügbar – dafür kann man die Artikel (einmal heruntergeladen) auch ohne Internetverbindung noch lesen.

Eine Übersicht über verwendete Reader gibt es zum Beispiel hier. Ich verwende für mich den Old Reader – der sieht dem (nicht mehr vorhandenen Google Reader sehr ähnlich) und ich finde ihn einfach und übersichtlich. Es ist ein Online-basierter Reader. Er ist gratis und hier herunter zu laden: The Old Reader

Um Blogs mit einem allgemeinen Reader zu abonnieren, braucht man einen Feed. Den RSS-Feed findet man auf vielen Blogs unter diesem allgemeinen Zeichen:

128px-Feed-icon

bei mir auf dem Blog habe ich das optisch angepasst:

 

Darauf klicken führt entweder zu einem Textfenster mit der Feed-Adresse oder (wie in meinem Fall) zu einer Seite, wo man den gewünschte Reader eigentlich nur anklicken müsste um den Feed hinzuzufügen. Leider ist feedburner (der Service, den ich für die Verteilung des feeds verwende) inzwischen etwas lange nicht überarbeitet worden – die neuen und oft gebrauchten Reader sind nicht angegeben. Was tun? Einfach den Inhalt in der “Adresszeile” des Browsers mit Copy/Paste (markieren, ausschneiden und am gewünschten Ort wieder einfügen) in den gewünschten Reader einfügen. Es sollte etwas mit feeds.irgendetwas oder irgendetwas/feed sein.

Mein Feed ist zum Beispiel: http://feeds.feedburner.com/PharmamasBlog

Folgen per Mail

Dann gibt es noch die Möglichkeit, updates vom Blog (also neue Blogposts) per email zu erhalten.

mailfollow

 

 

 

 

das findet man bei mir in der rechten Seitenleiste. Auf Folgen klicken (oder das Bild hier oben) und schon geht’s los.

Die angezeigten “Follower” sind übrigens nicht nur mail-Empfänger, sondern auch WordPress Abonnenten, Twitter- und Facebook- Folger.

Folgen mit Facebook / Twitter

So kann man (nach Wunsch) auch einem Blog folgen – speziell, wenn der Blog seine Posts auf Twitter oder auf Facebook ankündet (man kann sie verknüpfen).

Facebook und Twitter sind sogenannte soziale Netzwerke. Um dort jemandem zu folgen, muss man einen Account dort haben. Klick auf die Zeichen: meistens das (dunkle)blaue f für Facebook oder das (hell)blaue t für Twitter – bringt Dich zu meiner Seite dort.

    

 

Direkt auf dem Blog lesen

Am einfachsten :-) Einfach die Seite Pharmama.ch unter den eigenen Lesezeichen im Computer, Smartphone, Tablet speichern und regelmässig aufrufen.

Wer häufig bestimmte Seiten aufruft via iPhone, der kann sie natürlich als Lesezeichen in Safari ablegen. Aber es geht noch schneller. Zum Beispiel via icon auf dem iPhone Bildschirm als Direktlink zur Seite.

Und das geht super-einfach.

1. Seite aufrufen oder von Hand: Pharmama.ch

  1. auf der Leiste unten das Viereck-mit-Pfeil-Symbol drücken 

3. “Zum Home-Bildschirm” wählen

  1. Eventuell Name anpassen – das Bild kommt bei meiner Seite grad richtig mit Entchen  :-)
  2. Oben rechts “Hinzufügen” drücken

  3. Sich freuen, dass es geklappt hat.

Für Android findet sich hier eine Anleitung.

Also: Wer sich das süsse Entchen auf den Bildschirm laden will – so geht’s. Und natürlich analog mit anderen Seiten.

Abgelenkt …

Wie ihr vielleicht gemerkt habt, bin ich in letzter Zeit vermehrt beschäftigt und poste nicht mehr ganz so häufig. Das liegt nicht nur an der Ferienzeit … deinen Hinweis auf den Grund dafür könnt ihr (wenn ihr Euch etwas auf der Seite umseht) vielleicht entdecken :-)

Ansonsten entschuldige ich mich für die mails, die ich nicht beantwortet habe (sie sind angekommen) und bedanke mich hier kollektiv für die eingeschickten Apothekenbilder – ihr seid toll!

Was koche ich heute (gesundes)?

spiessli

Ich koche gerne – speziell, wenn es gerne gegessen wird … dann macht auch das Aufräumen danach nicht mehr so viel. Man findet hier im Blog ein paar Beispiele für Essen, das bei Junior gut angekommen ist: Perfektes Kleine-Jungen Essen

Aber wir haben ja Glück. Unser Junior ist kein sehr komplizierter Esser. Ob das in seiner Natur liegt oder daran, dass er sowohl von uns als auch vom Tagi beigebracht bekommen hat, dass er alles zumindest versuchen muss weiss ich nicht. Nur gelegentlich muss man ihn antreiben doch bitte ein bisschen mehr vom Gemüse oder dem Salat zu essen, da das auch dazu gehört.

Besser geht es heute, wenn er selber dabei helfen durfte … weshalb ich eine neue Reihe erwäge: Kochen mit Junior

Womit wir eigentlich schon beim Thema wären: der Auswahl der Gerichte.

Als gutes Mami (oder: als jemand, die versucht ein gutes Mami zu sein), versuche ich auch gesund zu kochen. Das heisst: nicht zuviel Fleisch, das richtige Fett, es sollte Gemüse und Früchte geben zu jedem Essen, noch besser, wenn sie möglichst bunt und frisch sind und nicht nur in Form von Tomatensauce auf der Pizza.

Das geht am besten, wenn man sich etwas organisiert, zum Beispiel indem man einen Wochenplan erstellt mit Dingen, die man kochen (oder vorkochen (VK)) will. Und wann man das machen will – denn bei uns ist das gezwungenermassen so, dass Kuschelbär und ich arbeiten und Junior dann gelegentlich im Tagi zu Mittag isst. Vor allem, wenn er danach mittags wieder Schule hat … wir haben langsam einen grossen Jungen. Dann schreibe ich Selbstversorgung (SV) … da ich dann meistens nicht da bin, Junior im Tagi am Essen und nur für Kuschelbär koche ich nicht vor.

Das sieht dann vielleicht so aus: Wochenplan der Familie Pharmama

  1. Montag mittag (VK) – Gemüsewähe
  2. Montag abend – Lasagne
  3. Dienstag mittag – (SV)
  4. Dienstag abend – Poulet Süss-sauer mit Jasminreis
  5. Mittwoch mittag – Gefüllte Tomaten
  6. Mittwoch abend – Hackplätzli mit Polenta, Erbsli und Rüebli
  7. Donnerstag mittag – (VK) Teigwarengratin mit Speck
  8. Donnerstag abend – Panierte Plätzli, Mischgemüse
  9. Freitag mittag – (SV)
  10. Freitag abend – Kuschelbär bestellt Pizza*, Salat
  11. Samstag mittag – Sandwiches
  12. Samstag abend – Pouletspiessli, Salat
  13. Sonntag mittag: Brunch
  14. Sonntag abend – Käseschnitten Hawai und Salat
  • Ja, auch das kann’s geben. Vor allem, wenn nach langem Arbeitstag weder Kuschelbär noch ich noch Lust haben zu kochen oder auch nur aufzuwärmen. Da lassen wir uns dann gelegentlich eine Pizza kommen. Pizza passt immer … auch wenn sie nicht selber gemacht ist.

Weil es mir aber auch wichtig ist, dass Abwechslung drin liegt, brauche ich regelmässig Inspiration und Ideen für den Menüplan. Früher konsultierte ich dazu Kochbücher – heutzutage geht das praktischer auch via Internet. Zum Beispiel findet man auf gutekueche.ch  eine Menge Tipps für gesundes Essen und Rezepte.

Geordnet sind sie nach Rezept-Kategorien, Zutaten, Länder und Regionen, (auch nach Schweizer Regionen), Saison und Anlass, Art der Zubereitung, Spezielle Speisen, Backwarenund Süsses und Sonderthemen.

Da wird jeder fündig oder lässt sich inspirieren.

Aber ich muss zugeben, ich halte mich nur beim ersten Mal wirklich an ein Rezept, beim nächsten Mal fange ich an zu improvisieren … sehr un-Apotheker-mässig, aber es entspricht meiner kreativen Seite mehr.

Beispiel? Das Bild oben: das waren gewöhnliche Spiessli mit Huhn und Gemüse … dass Ananas eine gute Kombi wäre und dem eine exotische Note gibt …

Selektive Suche / Wahrnehmung

So läuft’s.

googlevaccine

Frau: “Impfungen machen Autistisch.”

Mann: “Nun, ich habe hier eine Million Resultate, die sagen, sie machen es nicht …

.. und eine, die sagt, sie machen.”

Frau: “Ich wusste es!”

Das gif ist ein Ausschnitt aus Teil 3 der Serie: If google was a guy

 

Ausgelassen noch sein Nachtrag: “Nur weil ich HABE heisst das NICHT, dass das STIMMT!”

(der Typ würde ich auch nicht sein wollen).

Hier Teil 1 auf youtube

Neue Blogs und Lesetipps

ich bin grad dran die Blogroll (siehe Patientenliste) mal wieder zu überarbeiten (viel zu lange habe ich das nicht mehr gemacht) und habe dabei ein paar Neuzugänge, die ich kurz vorstellen möchte.

Gaypharmascience – von gps, seit neustem frischgebackener offizieller Pharmazeut (gratuliere!), homosexuell und  bloggt über dies und das. Letztens interessant: Test von Dr. Ed und Viagra-Bestellung.

die Menschenhandwerkerin ist schon eine Zeitlang in meiner Bloglist, aber hier will ich nochmal auf sie verweisen: toller Blog einer frischen Ärztin.

Unterwegs auf Rädern – Eindrücke und Erlebnisse eines Chauffeurs. Ein Busfahrer über seine Erlebnisse auf Linienfahrten und International.

Reiseleidenschaft – damit Reisen kein Leiden schafft. Mix aus Reisetipps und Tipps zur richtigen Reisevorbereitung und tolle Fotos (da will man grad wieder in die Ferien).

ApoCoach – noch ein Blog von einer engagierten Apothekerin. Ute gibt gute Tipps und Hinweise zum Umgang mit schwierigen Situationen in der Apotheke. Kann man wirklich brauchen!

Still und leise …

…hat Pharmama.ch vor ein paar Tagen die 5 Millionen Marke Besuche überschritten.

 

image

 

Yay! Danke, dass auch Du hier warst!

Wassertricks, die ich mal mit Junior probieren muss:

Internetso (statt Intermezzo)

Man kann ja wohl noch träumen …

Teilnehmer für Befragung gesucht

per mail erreicht  mich dieser Aufruf:

als Kommunikationsdienstleister im Health-Care-Bereich sind wir auf der Suche nach Apotheker/innen und PTAs, die anonym an unserer Befragung teilnehmen möchten.
Es geht um Internutzung, Suche nach Fachinformationen und soziale Vernetzung. 

Unter dem Link http://synexus.4imedia.com/apotheker/ kann an der Befragung teilgenommen werden. Es dauert höchstens zehn Minuten. Es gibt auch kein Richtig oder Falsch. Wir sind auf der Suche nach authentischen Erfahrungen, Interessen und Anregungen.

Es können auch Apotheker / Pharmaassistentinnen aus der Schweiz oder Österreich teilnehmen.

Was ein Wannen Beileger ist, weiss ich allerdings auch nicht :-)

Tipp für Teilnehmende: Felder nicht leerlassen, sondern ein “-” reinsetzen, ansonsten motzt das System beim Abschicken.

WordPress-glitch

Danke an den einen (!?) Besucher, der heute fast 2000 Seitenaufrufe gemacht hat:

wpgltch

 

Das ist aus meiner Statistik .

(Nein, ich glaube auch, dass da mehr als nur einer heute hier war. Hallo?)

Friede, Freude, Eierkuchen …

… und weil ich heute einfach keine Geduld für einen ganzen Artikel habe, habe ich für Euch ein Bild von ein paar Zuckerpillen – von mir hergestellt.

sugarpills

Und falls ihr seltsame Veränderungen im Blogdesign bemerkt: ich bin mal wieder am Basteln. Vorschläge sind willkommen (auch wenn vielleicht nicht alle umgesetzt werden können).

Seite für Apotheken: Pharmapro.ch

Manchen vielleicht schon aufgefallen: das kleine Bildchen mit Link unten rechts in der Seitenleiste:

pharmapro

Es führt auf die Seite von Pharmapro, einer Seite für Apotheken und Apotheken-Angestellte. Dort findet man den wahrscheinlich übersichtlichsten Stellenmarkt (Stellenangebote und Stellengesuche) für Apotheker, Pharma-Assistentinnen und Drogistinnen in der Schweiz (Schaut mal vorbei: Momentan ist wieder viel offen!)

Ausserdem brauchbare News aus Pharmaindustrie, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik rund um die Apotheke.

Und weil die Schweiz mehrsprachig ist, gibt es die in deutsch und in französisch und in italienisch (mit unterschiedlichen Stellenanzeigen).

News und Stellenangebote lassen sich per Newsletter abonnieren.

Xavier Gruffat von der französischen Seite hat mich wegen einer Zusammenarbeit angefragt. So hat er auch ein paar meiner Blogposts auf französisch übersetzt:

Zum Beispiel den hier: longue attente à la Pharmazie  / Original hier: vom Patientengeheimnis und ungeduldigen Kunden

Und da ich ihre Seite wirklich gut finde, habe ich da zugesagt – also: schaut mal dort vorbei!

Änderungen in Sichtweite? Das neue Heilmittelgesetz

Es tut sich was in der Schweiz – ein neues Heilmittelgesetz ist im Tun. Vorstösse sind im Gang, die die Selbstdispenation der Ärzte einschränken könnte … zumindest in dem Sinne, dass den Patienten etwas deutlicher die Wahl gelassen wird, wo sie ihre Medikamente beziehen möchten.

Bisher ist es so gewesen, dass ein Arzt in einem Kanton, der die Selbstdispensation erlaubt, dem Patienten beim Besuch gleich die Medikamente in die Hand gedrückt hat. – Eigentlich müsste ich hier richtigerweise “Medikamente verkauft” schreiben, denn das ist das was der Arzt da tut. Was dabei auch unter den Tisch fällt: es fehlt dadurch die Kontrolle der Medikamente durch eine zweite (dafür ausgebildete) Medizinalperson: die Apotheker. Und der Patient selber kann sich so nicht noch einmal überlegen, ob er die Medikamente wirklich nehmen will – *das* sehe ich in der Apotheke dann an den ganzen kaum angebrochenen Packungen Medikamente, die ich zum entsorgen bekomme.

Kaum ein Patient wagt es in so einem Fall, den Arzt um ein Rezept für die Medikamente zu bitten. Das sollte jetzt geändert werden, indem man den SD Ärzten vorschreiben wollte, für alle Medikamente erst mal ein Rezept auszustellen. Der Patient kann dann – mit dem Rezept in der Hand- entscheiden, wann und wo er die Medikamente beziehen will. Das war den Ärzten zuviel – der jetzige Entwurf ist schon so weit verwässert, dass der Patient entscheiden “darf”, ob er wirklich ein Rezept in Papierform will. :-(

Damit sind wir eigentlich immer noch bei der jetzigen Situation. Wie gesagt: die wenigsten getrauen sich ihrem Arzt gegenüber etwas zu sagen.

Dabei geht es (natürlich) um viel Geld. Gemäss IMS Health fallen 24.3 Prozent der Medikamentenkosten auf die SD-Ärzte. Das sind mehr als 1,23 Milliarden Franken pro Jahr. Wenn wir das jetzt noch in Verbindung setzen mit der neuen Studie der Uni Bern, nach der Ärzte, die in der Arztpraxis Medikamente verkaufen, rund 30 Prozent mehr Arzneimittelkosten pro Patient verursachen als Ärzte, die verschreiben … dann können wir uns ausrechnen, dass wir glatt 370 Millionen Franken pro Jahr einsparen könnten, wenn die Leute die Medikamente wieder in der Apotheke holen gingen. Und es wäre sicherer.

Auf der anderen Seite gibt es weiter Bestrebungen, den Apothekern mehr Kompetenzen im Bereich der Abgabe von rezeptpflichtigen Medikamenten zu geben. Auch dagegen wehren sich (begreiflich) die Ärzte.

Dazu möchte ich sagen, dass wir hier in der Schweiz schon mehr Kompetenzen in die Richtung haben als die Apotheker in Deutschland. Nicht nur dürfen wir Vorbezüge machen oder ausnahmsweise Wiederholungen auf Rezepten, wir dürfen schon “in begründeten Ausnahmefällen” auch rezeptpflichtige Medikamente ohne Rezept abgeben … und machen das auch. Wichtig hier ist, dass der Apotheker das nur macht, wenn er sich sicher ist, damit keinen Schaden anzurichten – immerhin übernimmt der Apotheker in dem Fall die Verantwortung. Das heisst: der Apotheker muss vorher diverses abklären. Dafür braucht er das richtige Wissen – das wir aber in Weiterbildungen (auch von Ärzten) regelmässig erwerben. Die Grundlagen dafür gibt es hier schon lange. Im Zweifel wird der Patient auch immer an den Arzt weiter verwiesen.

Werden hier die Kompetenzen (vor allem im Sinne der möglicher Gesundheitsprobleme) erweitert, müssen natürlich auch die Apotheker vermehrt weitergebildet werden. Ich behaupte hier aber, dass kein Apotheker “einfach so” rezeptpflichtige Medikamente abgibt, nur weil er das dann vermehrt darf. Immerhin kommt die Nachfrage dafür direkt vom Patienten. Der hat nun einfach mehr Auswahl, wo er seine Medikamente – ob rezeptpflichtig oder nicht – beziehen kann.

Wer mitreden will kann das hier: bei der Umfrage abstimmen (linke Seite – am liebsten natürlich “Ja” – für die Apotheker :-) )

Auch die Kompetenz von Drogerien soll ausgeweitet werden. Schon jetzt hat der Nationalrat dem Vorschlag des Bundesrats zugestimmt, dass Drogerien künftig alle nicht verschreibungspflichtigen Medikamente abgeben dürfen. Darunter fallen die Liste C – die apothekenpflichtigen Medikamente. Ich bin vor allem gespannt, was sie am Schluss soweit freigeben, dass das dann sogar im Detailhandel erhältlich sein wird. (Bitte nicht Aspirin und Co.!)

Im Versandhandel von Medikamenten (ein ewiger Streitpunkt in der CH da eigentlich verboten) soll es in Zukunft nicht mehr möglich sein, dass das Rezept vom Versandhandel “danach” besorgt wird: es muss bei der Bestellung vorliegen. Ob da auch die Ausstellung eines Rezeptes während dem Bestellprozess verboten wird? (nötig hierzulande auch für freiverkäufliche Arzneimittel etc.) 

Und dann haben wir noch die Sache mit der Übernahme der Komplementärmedizin durch die Krankenkasse. Die finde ich allerdings sehr enttäuschend. 2012 wurde nach einer Volksabstimmung 5 alternative Heilmethoden in den Katalog der Grundversicherungen aufgenommen und von den Krankenkassen übernommen. (Nachzulesen auch bei mir) … Vorgabe war allerdings, dass das bis 2017 beschränkt ist und dass die verschiedenen Sparten bis Ende 2015 nachweisen, dass sie “wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich” sind. Das können sie offenbar nicht (keine grosse Überraschung). Die Neuraltherapie ist inzwischen auch freiwillig von der Regelung zurückgetreten. Der Rest allerdings … soll jetzt nach Vorschlag des Gesundheitsministers Alain Berset den anderen vergüteten medizinischen Fachrichtungen gleichgestellt werden. Damit würden die Leistungen wie in den letzten Jahren grundsätzlich von der Krankenkasse vergütet.

Da bekommen also die anthroposophische Medizin, die Homöopathiedie Phytotherapie
und die traditionelle chinesische Medizin ohne Nachweis die Übernahme durch die Krankenkassen geschenkt. Hmmmmpf!

Wie bei anderen medizinischen Fachrichtungen sollen lediglich einzelne, umstrittene Leistungen überprüft werden. Wie dabei die Kriterien der Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit angewendet würden, muss laut dem EDI noch präzisiert werden. Die betroffenen Kreise werden eingeladen, dabei mitzuwirken.

Quelle

Die Kosten für die Komplementärmedizin werden übrigens auf 50 Millionen Franken im Jahr geschätzt, weniger als ein Promille der gesamten Gesundheitskosten. Gut – für mich macht es das relativ einfach in der Apotheke – kann ich das auch via die Krankenkassen abrechnen. Aber der Wissenschaftler in mir findet das sehr (sehr!) unbefriedigend.