Archiv der Kategorie: Allgemeines

Was koche ich heute (gesundes)?

spiessli

Ich koche gerne – speziell, wenn es gerne gegessen wird … dann macht auch das Aufräumen danach nicht mehr so viel. Man findet hier im Blog ein paar Beispiele für Essen, das bei Junior gut angekommen ist: Perfektes Kleine-Jungen Essen

Aber wir haben ja Glück. Unser Junior ist kein sehr komplizierter Esser. Ob das in seiner Natur liegt oder daran, dass er sowohl von uns als auch vom Tagi beigebracht bekommen hat, dass er alles zumindest versuchen muss weiss ich nicht. Nur gelegentlich muss man ihn antreiben doch bitte ein bisschen mehr vom Gemüse oder dem Salat zu essen, da das auch dazu gehört.

Besser geht es heute, wenn er selber dabei helfen durfte … weshalb ich eine neue Reihe erwäge: Kochen mit Junior

Womit wir eigentlich schon beim Thema wären: der Auswahl der Gerichte.

Als gutes Mami (oder: als jemand, die versucht ein gutes Mami zu sein), versuche ich auch gesund zu kochen. Das heisst: nicht zuviel Fleisch, das richtige Fett, es sollte Gemüse und Früchte geben zu jedem Essen, noch besser, wenn sie möglichst bunt und frisch sind und nicht nur in Form von Tomatensauce auf der Pizza.

Das geht am besten, wenn man sich etwas organisiert, zum Beispiel indem man einen Wochenplan erstellt mit Dingen, die man kochen (oder vorkochen (VK)) will. Und wann man das machen will – denn bei uns ist das gezwungenermassen so, dass Kuschelbär und ich arbeiten und Junior dann gelegentlich im Tagi zu Mittag isst. Vor allem, wenn er danach mittags wieder Schule hat … wir haben langsam einen grossen Jungen. Dann schreibe ich Selbstversorgung (SV) … da ich dann meistens nicht da bin, Junior im Tagi am Essen und nur für Kuschelbär koche ich nicht vor.

Das sieht dann vielleicht so aus: Wochenplan der Familie Pharmama

  1. Montag mittag (VK) – Gemüsewähe
  2. Montag abend – Lasagne
  3. Dienstag mittag – (SV)
  4. Dienstag abend – Poulet Süss-sauer mit Jasminreis
  5. Mittwoch mittag – Gefüllte Tomaten
  6. Mittwoch abend – Hackplätzli mit Polenta, Erbsli und Rüebli
  7. Donnerstag mittag – (VK) Teigwarengratin mit Speck
  8. Donnerstag abend – Panierte Plätzli, Mischgemüse
  9. Freitag mittag – (SV)
  10. Freitag abend – Kuschelbär bestellt Pizza*, Salat
  11. Samstag mittag – Sandwiches
  12. Samstag abend – Pouletspiessli, Salat
  13. Sonntag mittag: Brunch
  14. Sonntag abend – Käseschnitten Hawai und Salat
  • Ja, auch das kann’s geben. Vor allem, wenn nach langem Arbeitstag weder Kuschelbär noch ich noch Lust haben zu kochen oder auch nur aufzuwärmen. Da lassen wir uns dann gelegentlich eine Pizza kommen. Pizza passt immer … auch wenn sie nicht selber gemacht ist.

Weil es mir aber auch wichtig ist, dass Abwechslung drin liegt, brauche ich regelmässig Inspiration und Ideen für den Menüplan. Früher konsultierte ich dazu Kochbücher – heutzutage geht das praktischer auch via Internet. Zum Beispiel findet man auf gutekueche.ch  eine Menge Tipps für gesundes Essen und Rezepte.

Geordnet sind sie nach Rezept-Kategorien, Zutaten, Länder und Regionen, (auch nach Schweizer Regionen), Saison und Anlass, Art der Zubereitung, Spezielle Speisen, Backwarenund Süsses und Sonderthemen.

Da wird jeder fündig oder lässt sich inspirieren.

Aber ich muss zugeben, ich halte mich nur beim ersten Mal wirklich an ein Rezept, beim nächsten Mal fange ich an zu improvisieren … sehr un-Apotheker-mässig, aber es entspricht meiner kreativen Seite mehr.

Beispiel? Das Bild oben: das waren gewöhnliche Spiessli mit Huhn und Gemüse … dass Ananas eine gute Kombi wäre und dem eine exotische Note gibt …

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Böses Aluminium in Deos

Aluminium findet sich mal wieder in der Presse – und das wird wieder vermehrt Anfragen geben in der Apotheke. Diesmal titelt die 20 Minuten:

Giftstoff in Deos – Bund prüft Alu-Verbot

Ich will hier nicht behaupten, dass Aluminium unschädlich ist. Aber es ist das dritthäufigst vorkommende Element und das häufigste Metall der Erdkruste (Sauerstoff und Silicium sind übrigens die anderen beiden).  Wir verwenden Aluminium vor allem für Metalllegierungen und Verpackungen – der Vorteil hier ist, dass es gut formbar, ziemlich inert ist und dicht selbst in dünnen Folien.

Wir benötigen kein Aluminium im Körper um zu funktionieren. Aber wir haben trotzdem welches im Körper, da wir es über die Nahrung aufnehmen. Das meiste Aluminium, das wir aufnehmen, wird aber auch wieder unverändert ausgeschieden – problematisch sind hier Chelatbildner wie die Zitronensäure, die die Aufnahme steigern.

Wikipedia schreibt: Nach einer Schätzung nimmt der erwachsene Europäer im Durchschnitt zwischen 1,6 und 13 mg Aluminium pro Tag über die Nahrung auf. Dies entspricht einer wöchentlichen Aufnahme von 0,2 bis 1,5 mg Aluminium pro kg Körpergewicht bei einem 60 kg schweren Erwachsenen.

Bisher hat die Efsa (die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) eine tolerierbare wöchentliche Aufnahme von 1 Milligramm Aluminium pro Kilogramm Körpergewicht festgelegt (für Erwachsene).

Bei zu viel Aufnahme (was man bei Patienten sieht, deren Ausscheidung über die Nieren gestört ist)  führt das Aluminium zu Gedächtnis- und Sprachstörungen, Antriebslosigkeit und Aggressivität durch Untergang von Hirnzellen und zu fortschreitender Demenz, zu Osteoporose, Arthritis und Anämie. Wir reden hier aber von Konzentrationen, die 70 bis 300 Mal höher sind als die bisher festgelegten Grenzwerte.

Aluminium wird in letzter Zeit immer wieder und immer häufiger kontrovers diskutiert. Speziell wegen Verdacht, dass es Alzheimer auslöst oder eine der Ursachen von Brustkrebs ist.  Aber: Obwohl wirklich versucht wurde einen Zusammenhang nachzuweisen, ist hier noch gar nichts bewiesen:

So schreibt zum Beispiel das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit über Aluminium in Deos:

Auch in neuen Publikationen konnte kein Kausalzusammenhang zwischen der Verwendung von aluminiumhaltigen Antiperspirantien und Brustkrebs oder Alzheimer nachgewiesen werden. Die tägliche Aluminiumaufnahme kommt jedoch nicht nur von Kosmetika, sondern auch von anderen möglichen Quellen wie Lebensmittel und sollte deshalb so gering wie möglich sein. … Das in Antiperspirantien, Zahnpasten und in Lippenprodukten eingesetzte Aluminium wurde vom wissenschaftlichen Ausschuss für Verbrauchersicherheit der EU-Kommissionen wieder bewertet und ihre Risikobewertung wurde im April 2014 veröffentlicht. Danach gibt es keine Hinweise, dass die Verwendung von Aluminium enthaltenden Kosmetik-und Hautpflegeprodukten das Risiko von Brustkrebs oder anderen Krankheiten erhöht. Der Ausschuss weist jedoch auch darauf hin, dass aktuell zu wenig Daten vorliegen, um abschliessend sichere Konzentrationsgrenzen festzulegen, und dass weitere Studien notwendig sin

Also: Was die 20 Minuten und manche Leute da machen ist im Moment reine Panikmache !

Ich werde auch weiterhin mein Deo (mit Aluminiumverbindung) verwenden – vor allem auch, weil das wirklich funktioniert. Ich habe schon andere Alternativen versucht und war mit dem Ergebnis nicht wirklich zufrieden. Auf was ich achte ist aber, das Deo nicht direkt nach dem rasieren zu verwenden, da (auch leicht) verletzte Haut mehr Aluminium aufnimmt.  Und natürlich koche ich schon lange nicht mehr mit Alutöpfen und Alufolie verwende ich sowieso so gut wie nie (heute gibt’s Tupperware – die ist vielleicht von den Plastikweichmachern teils auch nicht ideal, aber … irgendwo muss man aufhören).

Und da es sicher jemand gibt, der mit den Aluminiumverbindungen in den Impfstoffen kommt: wir reden auch hier von sehr geringen Mengen. Wie gering und um was es genau geht, kann man hier auf der Seite “Für Impfen” nachlesen. (Schön mit Quellenangaben).

Wen es interessiert, findet hier eine Liste der Deos die keinerlei Aluminiumsalze enthalten. (Achtung!: es gibt auch Listen, wo Deos drauf sind, die kein Aluminiumchlorid oder -chloralhydrat enthalten … aber Alaun, das ist Kalium-Aluminium-Sulfat).

Abstimmungsresultate …

Im Kaufhaus gegenüber haben sie einem Kunden Hausverbot erteilt.

Der Kunde war immer wieder auffallend unhöflich zu einer Mitarbeiterin an der Kasse. Sie ist Ausländerin, spricht aber hervorragend Deutsch und ist wirklich sehr nett – ich kenne sie schon seit Jahren, vor allem, weil ich mein Mittagessen gelegentlich dort hole. Aber – sie passt ihm nicht. Und unhöflich sein reichte ihm nicht. Er beklagte sich dann bei den anderen Mitarbeitern und auch beim Chef über sie – und als das keine Reaktion zeigte nun offenbar auch brieflich.

Ich habe eine Kopie des Briefes gesehen. Kein Meisterwerk der Poesie oder Rechtschreibekunst.

Im Brief schreibt er unter anderem, dass er erwarte, dass die Angestellte entlassen wird – wegen Kundenunfreundlichkeit … und schliesslich haben wir vor noch nicht allzu langer Zeit ja nicht umsonst darüber abgestimmt, dass wir die Ausländer raus bekommen. (sic)

Ummm – wow. Aber jetzt kenne ich endlich mal einen, der bei der Abstimmung “gegen Masseneinwanderungsinitiative” dafür gestimmt hat: in meinem Bekanntenkreis wüsste ich nämlich sonst keinen. Und irgendwie hat auch er anscheinend nicht ganz verstanden, worüber abgestimmt wurde.

Die Reaktion vom Kaufhaus kam dann postwendend: dem Herrn wurde Hausverbot erteilt.

Finde ich gut.

 

Nächsten Sonntag ist …

toweldaypharmacy

… nicht vergessen und Knoten ins (Hand)Tuch machen!

Friede, Freude, Eierkuchen …

… und weil ich heute einfach keine Geduld für einen ganzen Artikel habe, habe ich für Euch ein Bild von ein paar Zuckerpillen – von mir hergestellt.

sugarpills

Und falls ihr seltsame Veränderungen im Blogdesign bemerkt: ich bin mal wieder am Basteln. Vorschläge sind willkommen (auch wenn vielleicht nicht alle umgesetzt werden können).

A-Mor-alisch

Das interessiert mich jetzt. Nach den Diskussionen über Moral im letzten Post will ich es von Euch wissen! Folgende Situation:

Du (männlich) bist Apotheker und bekommst von der Patientin direkt nach der “Pille danach“-Beratung und Abgabe ihre Telefonnummer zugesteckt.

Oder

Du (weiblich) bist Ärztin, oder (um bei den Stereotypen zu bleiben) Praxisassistentin und bekommst vom männlichen Patienten die Telefonnummer zugesteckt, nachdem er dir erzählt, dass er den Termin hatte um sich auf Gonorrhö testen zu lassen, weil „eine Expartnerin mich angerufen hat, dass sie das hat.“

Soweit die Vorgeschichte, hier die (persönliche) Frage:

2 Sachen zum im Kopf behalten: mögliche Probleme wegen Vermischung von Beruf- und Privatleben und: Welchen Einfluss hat die (eventuelle) Vorgeschichte/n auf Dich?

Für eventuelle Erläuterungen der Wahl benutzt die Kommentarfunktion.

Wenn es quakt wie eine Ente … moderne Quacksalberei: Miracle Mineral Supplement MMS

Letztens in meinem Spam Ordner – gleich 3 x Werbung für diesen gefährlichen Schwachsinn – jetzt reichts. Wie ihr wollt, dann schreibe ich halt mal über Euer Wundermittelchen. Immerhin ist das auch DIE Gelegenheit, zu zeigen, an was man heute Quacksalbereien erkennt. (Auszüge aus gute Pillen, schlechte Pillen in blau)

Auszüge aus dem mail in fett, kursiv. Meine Kommentare normal.

Eine neue Dimension für die Gesundheit

Das medizinische Wunder MMS ist wieder lieferbar!!!

suggeriert: das gibt’s schon länger und es war so gefragt, dass es nicht mehr erhältlich war.

„Für AIDS, Hepatitis A, B und C, Malaria, Herpes, Tuberkulose, die meisten Krebsformen und viele weitere ernste Erkrankungen gibt es nun eine Lösung.“ 

Jim Humble

Wer zum Teufel ist dieser Jim Humble?- Und für englisch-sprechende: humble = bescheiden ist das gar nicht. Aber wir sehen hier schon den Punkt

Vielseitig wirksam - Besondere Vorsicht ist ratsam, wenn ein Mittel gegen viele verschiedene Leiden mit völlig unterschiedlichen Ursachen helfen soll, beispielsweise gegen Bluthochdruck, AIDS und Krebs. Eine solche Allround-Pille ist leider ein Wunschtraum.

MMS Miracle Mineral Supplement 

Das Wundermineral

Ein Mineral? Also etwas natürliches? Und Supplement? Etwas, das der Körper zum arbeiten braucht und zuwenig hat? Nööö!– dazu komme ich noch.

Eine seit Jahrzehnten für die Desinfektion von Trinkwasser eingesetzte Chemikalie erweist sich als vielleicht stärkstes Antibiotikum für den Menschen. Was zur Hoffnung Millionen Kranker werden könnte, wird von offizieller Seite jedoch bewusst totgeschwiegen

Hmm, wohl doch kein Mineral? Ach, da sehen wir gleich etwas weiter typisches:

Seit Jahrzehnten bewährt - Statt „seit Jahrzehnten bewährt” müsste es eher heißen „seit Jahrzehnten beworben und verkauft“. Aber nicht alles, was häufig verkauft wird, ist auch wirksam und unbedenklich.

„Für AIDS, Hepatitis A, B und C, Malaria, Herpes, Tuberkulose, die meisten Krebsformen und viele weitere ernste Erkrankungen gibt es nun eine Lösung. Zahlreiche Krankheiten lassen sich jetzt erfolgreich bekämpfen*. In Afrika nahmen mehr als 75.000 Menschen an verschiedenen Praxistests teil, im Rahmen derer Sie  das Mineralienpräparat „MMS“ erhielten.

Das * weist auf eine fast ganzseitige Liste Beschwerden hin, auf die das als “Zaubermineral” betitelte Mittelchen helfen soll.

Besser als die Schulmedizin- Die Anbieter mancher Mittel versprechen Heilung selbst dann, wenn alle Möglichkeiten der Schulmedizin ausgeschöpft sind. Solche Heilversprechen werden in der Regel leider nicht von einer neutralen, verlässlichen Stelle überprüft. Unseriöse Quacksalber geben dennoch solch ein Versprechen, um in ausweglosen Situationen, z.B. bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen, zweifelhafte Produkte zu verkaufen. Für diese als „letzter Strohhalm“ feilgebotenen Präparate muss meist viel Geld bezahlt werden.

Die Regierung von Malawi führte unabhängig davon auch eigene Testreihen mit MMS durch. Die Heilungsquote lag bei 99 Prozent. Über 60 Prozent der in Uganda behandelten AIDS-Kranken waren binnen drei Tagen symptomfrei, 98 Prozent innerhalb von einem Monat. Über 90 Prozent der behandelten Malariapatienten waren innerhalb von vier bis acht Stunden wieder gesund. Auch dutzende weitere Erkrankungen konnten erfolgreich behandelt und können dank dieser neuen Mineralienlösung künftig in Schach gehalten werden. 

Und natürlich keinerlei Angaben, wo sich denn die Studie nachlesen liesse. Ich habe auch nach langem Suchen nichts gefunden im Netz. Keine Studie, nicht mal eine genauere Quellenangabe.

Wirksam – und doch nicht als Arzneimittel zugelassen-  Wenn ein Mittel belegbar gut wirksam und verträglich ist, warum wird dann nicht die Zulassung als Arzneimittel beantragt? Das hätte doch den Vorteil, dass das Produkt von Ärzten verordnet werden könnte und von Krankenkassen bezahlt würde. Aber so mancher Anbieter scheut das Urteil neutraler Fachleute, die durchschauen könnten, dass die Wirksamkeitsbelege mangelhaft sind oder sogar fehlen.

Das Mineralienpräparat hilft auch gegen Erkältungen, Grippe, Lungenentzündung, Halsschmerzen, Warzen, Entzündungen im Mundraum und selbst bei entzündeten Zähnen (MMS ist bislang das einzige Mittel, das Zahnentzündungen bekämpfen und sogar heilen kann).

Noch mehr Anwendungen! Und wieso das alles?

Als Erfinder bin ich der Ansicht, dass diese Informationen zu wichtig sind, als dass eine einzelne Person oder Gruppe die alleinige Kontrolle über das Mittel haben sollte.“

Jim Humble

Und (auf der gute Pillen, schlechte Pillen) Seite nicht erwähnt, aber auch noch beliebt: wir bauen eine Verschwörungstheorie auf, die hilft zu erklären, weshalb das Mittel nicht schon längstens von den Ärzten und der Pharmaindustrie übernommen wurde.

So geht das mail weiter:

Thomas B.

Ich selbst nehme jetzt in regelmäßigen Abständen MMS (seit Januar 2010). Bei Entzündungserscheinungen (Ohren-Nebenhöhlen) brauche ich kein Antibiotika mehr nehmen! Meine Gelenkschmerzen sind weg! Bei meiner Tochter (9 Jahre) waren innerhalb von 5 Tagen (Fußbäder 2x täglich) alle Dornwarzen am Fuß verschwunden.

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Hallo,

ich bin Arzt in einem Deutschen Krankenhaus und habe mit MMS 17 Krebspatienten in diesem geheilt, teilweise Menschen im Endstadium. Wenn das rauskäme, verlöre ich meinen Job und käme vermutlich ins Gefängnis! Bitte veröffentlichen Sie diesen Erfahrungsbericht, vielleicht überzeugt es andere Menschen ja, sich den letzten Ruck zu geben, es wenigstens auszuprobieren!

Vielen Dank!

Doc

Erfahrungsberichte als „Wirksamkeitsbelege” - Gerade wenn nachvollziehbare Daten aus wissenschaftlichen Studien fehlen, verweisen die Hersteller gerne auf umfangreiche Erfahrungen mit den Mitteln. Seien Sie auf der Hut bei Behauptungen, die mit begeisterten Erfolgsberichten angeblicher Patienten begründet werden. Diese sagen ebenso wenig über den tatsächlichen Nutzen und die Risiken eines Arzneimittels oder einer Nahrungsergänzung aus wie Behauptungen, die auf Weltanschauungen basieren.

Soweit so Misstrauen-erregend. Aber, Woraus besteht dieses MMS? 

„MMS“ wird in der Regel in 2 Fläschchen angeboten: In einem ist eine ca. 30 %M Natriumchlorit resp. -hypochloritlösung (NaClO2) enthalten, im 2. Fläschchen entweder eine wässerige Lösung von Wein- oder Zitronensäure oder verdünnte Salzsäure als sogenannter „Aktivator“. Von beiden Lösungen sollen einige Tropfen in etwas Wasser gegeben und so konsumiert werden. Beim Zusammengeben beider „MMS“-Lösungen entsteht Chlordioxid (ClO2), ein bernsteinfarbenes, sehr aggressives und toxisches Gas mit Geruch nach Schwimmbad (Chlor), das z.T. im Wasser gelöst bleibt. Die Angaben auf den verkauften Fläschchen entsprechen weder dem schweizerischen Lebensmittel- noch dem Chemikalienrecht.

Wie erinnern uns: Mineralienlösung? Supplement? Hmmmpf. Was wird denn hier supplementiert? Braucht hier jemand Chlordioxid für irgendeinen Prozess im Körper??

Auf irgendeiner dieser MMS verkaufenden Seiten steht noch das hier:

“Chlordioxid ist der wirksamste Bakterienkiller, den die Menscheit kennt.”
(Amerikanische Gesellschaft für Analytische Chemie, 1999)

- ja, allerdings als Desinfektionsmittel, nicht zum Einnehmen!!

Chlordioxid wird in wässrigen Lösungen eingesetzt als Desinfektionsmittel – von Gebäuden und auch zur Trinkwasserdesinfektion. Es zerfällt mit der Zeit, im Trinkwasser darf es dann nur noch in sehr geringer Menge vorhanden sein: Deutschland 0.2 mg/l, Schweiz: 0.05 mg/kg.

In höheren Konzentrationen wird es als Bleichmittel (zum Beispiel für Stoffe) verwendet,

Dass man (konzentriertes) Desinfektionsmittel nicht trinken sollte dürfte jedem klar sein..

Chlordioxid greift im Magen-Darm-Trakt die Schleimhäute an, was zu Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Durchfällen führt.

Der Erfinder der MMS-Tropfen bezeichnet Übelkeit, Erbrechen und Durchfall nach Einnahme des Präparates übrigens als gutes Zeichen, dass die MMS-Tropfen wirken.

Tatsächlich sind das eher Vergiftungserscheinungen. Die aus der Flüssigkeit austretenden Gase greifen auch die Lunge an und führen zu starker Atemnot. Eine vielzahl solcher Fälle sind in den Giftnotrufzentralen bekannt.

Mehrere Gesundheitsbehörden warnen inzwischen vor MMS und haben teilweise auch konkrete Maßnahmen zum Verbraucherschutz ergriffen: darunter die der Vereinigten Staaten (FDA), Kanada (Health Canada), von Grossbritannien (Food Standards Agency) und Frankreich (L’Agence française de sécurité sanitaire des produits de santé, Afssaps)

Im Oktober 2010 folgten Warnungen der Swissmedic (Schweizerisches Heilmittelinstitut): Warnung vor dem sog. Wundermittel ‚Miracle Mineral Supplements‘ (MMS),[

Im Juli 2012 warnte das deutsche Bundesamt für Risikobewertung (BfR), und rät von der Einnahme und der Verwendung dringend ab.

Also: Finger weg von dem Zeug!

Die Vertreiber bauen auf die Ängste der Nutzer, für die ein solches Mittel leider oft ein letzter Strohhalm ist. Ein teurer – und hier sogar ziemlich giftiger Strohhalm. Man kann ja noch behaupten, dass die Pharmafirmen das nicht auf dem Markt haben wollen – aber wenn die Behörden selber warnen … ich denke, das ist deutlich.

zur Europäischen Impfwoche

… manche von Euch haben vielleicht schon gesehen, dass ich auf auf der Facebook Seite für Impfen präsent bin:

Aber speziell für Schweizer habe ich anlässlich der Europäischen Impfwoche etwas:

Die Seite www.meineimpfungen.ch

Gratis. Für Alle: Mediziner und Laien. Nach der Registrierung kann man am Computer oder Mobiltelefon (App myViavac (in itunes-store oder google play) die eigenen Impfungen nachführen.

Vorteile:

  • Impfausweis muss nicht mehr gesucht werden
  • Daten sind ständig abrufbar auch aus dem Ausland
  • Das Programm hilft unvollständige Impfungen zu identifizieren, einschliesslich auf Grund von Risikofaktoren oder persönlicher Wahl empfohlener oder kontraindizierter Impfungen.
  • eine Ampel zeigt an, ob die Impfungen noch auf dem neusten Stand sind
  • Fakultativ kostenloser Hinweis per SMS wenn Nachimpfung fällig wird – macht das 1 x pro Monat, bis Impfausweis aktualisert wird.

Eingaben sollen dabei von einer Gesundheitsfachperson bestätigt werden. Das können Ärzte oder Apotheker nachdem man ihnen Zugang gewährt hat (und das Impfbüchlein gezeigt hat). Der Benutzer kann einem Arzt oder Apotheker unbeschränkten oder auf 1 Monat beschränkten Zugang gewähren.

Es mag sein, dass die für den Service etwas verlangen, aber: Das Bundesamt für Gesundheit bietet allen interessierten Personen zwischen dem 22. und 27. April die kostenlose Erfassung ihres auf www.meineimpfungen.ch hochgeladenen Impfbüchleins an. Die Impfungen werden durch Medizin-/Pharmakologie-Studenten erfasst, überprüft und validiert.

mehr Magie in der Medizin …

Die Suchanfragen gestern zeigen eine Häufung für die  Aufrufe meines Posts: Berliner Mauer, verdünnt – Wenn ich das richtig sehe, liegt das an der Sendung “Hart aber Fair”, worin sie über die Anwendung der Homöopathie diskutiert haben. Im Hintergrund war da auch mal eine Flasche mit “Murus Berlinensis” zu sehen.

Mitdiskutiert haben Befürworter und Gegner der Methode. Ärzte auf beiden Seiten, dazu eine Heilpraktikerin und ein Medizinjournalist. Mit dabei war auch Dr. Eckart von Hirschhausen, seines Zeichens Arzt und Komiker- mit einer … vermittelnden Meinung dazu:

“Wir brauchen mehr Magie in der Medizin, denn Menschen sehnen sich nach Wundern. Gute Ärzte sollten sich um unseren Anspruch auf perfekte Reparatur genauso kümmern wie um unsere spirituellen Bedürfnisse.”

Das passt übrigens auch zu seinem neuen Programm, das sich “Wunderheiler – wie sich das unerklärliche erklärt” nennt.

der Trailer für seine Show:

… und achtet mal darauf, was er bei der “Operation” (um 1.43) da herausholt! :-)

Ganz wichtig ist der Placeboeffekt in der Homöopathie… und den könnte man tatsächlich als Magie bezeichnen.  Und obwohl ich nicht dafür bin, dass die alternativen Heilmittel ganz aus den Apotheken verschwinden … schon darum nicht, weil eine gute Apotheke eingreifen wird, wenn die Anwendung von Homöopathie eben nicht mehr angebracht ist … ich bin nicht dafür, dass das von den Krankenkassen von der Grundversicherung übernommen wird – dafür ist die Zusatzversicherung da. Für diejenigen, die das unbedingt wollen. Bitte schiebt das wieder dorthin, ja?

Gesundheits-Informations-Quelle Internet

Interessante Frage einer nicht mit medizinischem Hintergrund belasteten Freundin letzthin:

“Ist das Internet eigentlich etwas gutes für Patienten und Ärzte?”

Hintergrund der Frage war, dass sie eine Kollegin hat mit diversen Beschwerden, wo der Arzt nicht herausfinden konnte an was das liegt. Schliesslich hat sie einfach im Internet die ganzen Symptome eingegeben … und landete auf einer Seite für Fructose-Intolerante Leute.

Sie las sich ein, fand das passt unglaublich und ging dann zurück zum Arzt mit der Frage: „Könnte es sein, dass ich Fructose Intolerant bin?“

Der Arzt dazu (nach etwas überlegen): „Das könnte sein. Testen wir das doch.“

Und sie war’s.

Das ist toll. Dass der Arzt da nicht drauf gekommen ist, würde ich ihm nicht mal vorwerfen. Es ist wie überall: was häufig ist ist häufig. Was selten ist, fehlt einem häufig im Erfahrungsschatz … dann wird es schwierig, darauf zu kommen, dass es das sein könnte. Gut fand ich auch, dass sie wieder zum Arzt gegangen ist, um das mit dem neuen Ansatz abklären zu lassen – von einer Fachperson. Da hat nicht nur sie die Sicherheit – auch der Arzt hat etwas gelernt.

Von daher ist es gut. Leider steht im Internet soviel – und nicht alles davon ist korrekt oder fällt unter zuverlässige Info. Tatsächlich ist es sehr schwer, da die Spreu vom Weizen zu trennen. Und gerade bei Gesundheits-Foren sollte man sich bewusst sein, dass da viel nur Meinungen und Einzelerfahrungen sind … man das aber vielleicht nicht unbedingt auf seine eigene Situation beziehen sollte. Oft gibt es da auch Angstmacher und Verschwörungstheoretiker.

 

Was sind Eure Erfahrungen mit Gesundheitsthemen und dem Internet?

Haltet Ihr das für eher nützlich oder eher schädlich?

Sollte man dan Zugang zu Informationen über Gesundheit und Medikamente beschränken – auf Fachleute?

Sollte man medizinischen Laien verbieten, im Internet über Gesundheitsthemen zu schreiben?

Nach was für Kriterien entscheidet ihr, ob die Information auf einer Seite zuverlässig ist?

Apotheken aus aller Welt, Zwischenstand (2)

So sieht’s aus: 72 Länder (32%)

map2Das sind 10 Länder mehr seit 2.Mai 2013 und 6% mehr Fläche!

Kanada haben wir jetzt und Australien und auch Südamerika sieht schon recht gut gefüllt aus.

Portugal fehlt noch. Und Afrika ist noch fast der unentdeckte Kontinent – keiner hier, der auf Tunesien oder Algerien in die Ferien geht? Weiter südlich fehlt noch Botswana, Ghana, Namibia, Madagaskar, Swaziland etc.

In Zentralamerika ist noch viel frei: die ganzen Inselchen, die Dominikanische Republik, Jamaica, Cayman islands, Bermuda etc.

Südamerika fehlt mir noch Paraguay, Uruguay, Surinam, Guyana

Europa sind wir gut, aber von Lichtenstein habe ich noch keine, von Luxemburg, Monaco, Andorra, Bulgarien, Mazedonien, Slowenien, der Ukraine … und der Vatikanstadt (ja, die haben eine Apotheke)

Im Mittleren Osten fehlen noch Zypern, Qatar, Saudi Arabien, UAE, Libanon… dass jemand in den Iran, Irak oder auf Syrien reist, erwarte ich nicht in nächster Zeit :-(

Bei Asien ist noch offen: Bhutan, die –stans (Kazkhstan, Krygyzstan, Pakistan, Tjikstan, Turkmenistan, Uzbekistan), Malediven, Sri Lanka,

im Pazifik sind auch noch viele Inselstaaten offen: die Fijis, French Polynesien, Micronesien, Norfolk Inseln, Papua Neu Guinea, Solomon Islands,…

Uns ob sie in Grönland auch eine Apotheke haben?

Vielleicht lest ihr ja das auch und denkt: „Da war ich doch!“ … dann habt ihr (vielleicht) auch irgendwo eine Apotheke fotografiert. Schaut doch mal in Eure Fotoalben. Wer weiss? Ich nehme sie gerne!

Spa Besuch

In unserem Hotel in Khao Lak hat es einen Spa – und da wir Massagen mögen, haben wir den auch benutzt. Man kann sich auch am Strand massieren lassen, aber nachdem ich das einmal ausprobiert habe und es einfach qualitativ nicht das gleiche war, blieben wir beim Spa – professionell, sauber und immer noch einiges günstiger als wenn man das bei uns zu Hause macht. Und das Ambiente ist nicht zu schlagen.
Hier erlebt man die thailändische Freundlichkeit, Dienstbereitschaft und ihren Stil.
Für Euch hier den Beschrieb eines Spa-Besuchs (falls ihr das mal selber versuchen möchtet).
Man fängt an in der Rezeption mit einem kalten Tuch (es ist heiss draussen) und einem erfrischenden Getränk mit Grüntee.
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Dann geht es in den Spa-Bereich. Ein eigenes Zimmer mit Vorzimmer, wo man sich umziehen kann: Ausziehen bis auf die Unterhosen und anziehen des Bademantels und der Schlappen.
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Vor dem Start der Massage gibt es ein Fussbad und ein Fuss-Peeling:spa4

Danach liegt man auf die Massage-Liege. Erst auf dem Bauch, dann (wenn sie es einem signalisiert) auf den Rücken, zum Schluss kurz sitzend.

Thailändische Massagen sind meist durch Stoff (spezielle Kimonos oder Badetuch) und ohne Öle – es gibt aber natürlich auch Misch-Massagen oder man wählt eine Aromatherapie- oder schwedische Massage. Die nicht massierten Körperteile werden immer abgedeckt, auch damit man nicht kalt bekommt. Die Räume sind klimatisiert.

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Während der Massage hat man meist Blick auf ein hübsches Blumenarrangement auf dem Boden und lauscht sanften Klängen. Mein Mann schafft es regelmässig dabei einzudösen, dafür ist mir die Massage aber meist zu … energ(et)isch.

Nach Abschluss und wieder anziehen, lässt man die Wellness-Stunde mit einem süss-scharfen Ingwer Tee, Ananas und Bananenchips ausklingen.spa5

Das war’s jetzt aber mit meinen Ferien-Berichten. Demnächst: Neues aus der Apotheke … Ich kann’s kaum erwarten.

Das erkläre mir mal einer …

schneckenrepellent

 

Gefunden im Camp: Moskito-Repellent begreife ich ja (auch wenn wir nicht viele hatten) … aber Schnecken Repellent?

Ich habe versucht zu fragen, ob sie hier blutrünstige Schnecken haben, oder ob die so schnell sind, dass man das braucht. Leider habe ich darauf keine befriedigende Antwort bekommen.

Wisst ihr warum es das braucht?

Thailändisch Essen – in Khao Lak

Alles fotographiert in unserem Lieblingsrestaurant in Khao Lak, dem Sky. Dort kocht Jin, die wir vor Jahren entdeckt haben, als sie noch im Phulay Restaurant gearbeitet hat. Damals haben wir die Restaurants von Khao Lak abgegrast … und sind schliesslich bei ihr hängen geblieben. Sie führt eine saubere Küche, kocht ganz ausgezeichnet und passt die Gerichte auch auf die Kundenwünsche an: mein Kuschelbär mag es thailändisch-scharf, ich etwas gedämpfter. Auch für unseren Junior sorgte sie sich immer. Persönlich, samt eigen-kreiertem blauem Mocktail – sollte so aussehen wie echt, aber keinen Alkohol enthalten :-) Sie ist die beste! (Und darum mache ich hier gerne ein bisschen Werbung für sie).

Also: wenn ihr mal in Khao Lak sein solltet: ihr findet sie und das Restaurant Sky am nördlichen Teil von Bang-La On, an  der Hauptstrasse, dort wo es zum La Own Hotel abgeht (Detail-Plan hier  – Gesamtplan Khao Lak hier)

Ein bisschen “Food Porn” … zum vergrössern einfach auf die thumbnails klicken

Die thailändische Küche ist etwas feines und macht nicht dick. Natürlich gibt es viel Reis dazu, aber es sind die Grundlagen, die sie so schmackhaft machen.

Auf den Bildern oben sieht man: Tintenfischsalat (dahinter Tempura: in Teig frittiertes Gemüse und Garnelen) , Papaya Salat (scharf), Crevetten (Garnelen) in Reisnudeln frittiertFischküchlein auf Zitronengras-Spiessen,

Tom Kha Kai – Hühnersuppe mit Kokosmilch, Tom Yam scharf-saure Garnelen-SuppePad Thai – Nudeln mit Gemüse und Fleisch, Tintenfisch mit Pfeffer und Knoblauch-Sauce (daneben fried Rice),

Riesencrevetten mit thailändischem Gemüse, Ente mit 5 Gewürze Sauce, fritierte Krabben-Cakes und Crevetten-Salat

sky-khaolak