Apotheken aus aller Welt 367: Oldenburg, Deutschland

Veröffentlicht am von Pharmama

Die letzte Apotheke in Oldenburg fand ich, als ich Abends an einer Bushaltestelle wartete. Diese Apotheke wirbt offensiv mit Homöopathie, Schüßler etc, im Inneren dominieren Aufsteller und Werbung von genau diesen Firmen und von Kosmetika aller Art - ganz ehrlich, keine Apotheke, die mir imponierte...

simop

Auch hier noch einmal ganz vielen Dank an simop, die unglaublich fleissig für mich (uns) Apotheken sammelt!

Nasenspray-Defekt

Veröffentlicht am von Pharmama

Mann in der Apotheke: "Hallo! Ich habe vor einer Weile angerufen wegen dem kaputten Nasenspray, den ich von ihnen bekommen habe und die Frau am Telefon hat gesagt, ich könne ihn umtauschen kommen, weil er wohl defekt ist."

Pharmama: "Ja, gar kein Problem. Darf ich ihn mal sehen? Was funktioniert denn nicht?"

Mann: "Nun, wenn ich spraye, dann drücke ich von oben drauf – so – und es sprüht einfach nicht. Alles was es macht ist, mir auf die Hand zu tropfen – es scheint unten zu lecken."

*zeigt es mir *

Pharmama: "Oh, ich sehe, warum das nicht funktioniert. Zuallererst ... sollten wir den Deckel oben abnehmen und schauen, ob es dann geht ..."

Der hatte übrigens ein Löchlen drin, das sehr selbstgemacht aussah, genau an der Stelle, wo der Deckel auch eine Erhebung hat von der Herstellung.

Nichtfunktionierende Nasensprays gibt es aber sonst noch gelegentlich - vor allem, wenn der Wirkstoff dazu neigt an der Düse auszukristallieren. Falls das passiert: erst mit warmem Wasser versuchen, mit der Nadel macht man die Düse eher mehr kaputt.

Apotheken aus aller Welt 366: Erlangen, Deutschland

Veröffentlicht am von Pharmama

Dann war ich mal wieder in Erlangen. Dort gibt es am Bahnhof eine Apotheke, deren "Zunftzeichen", das rote A hier ein Windspiel enthält. Innen besteht sie aus einer modernen Einrichtung aus dunklem Holz und angenehm wenigen im Weg stehenden Ständern, aber leider habe ich eine starke Reflexion auf dem Bild.

simop

Ja - sieht echt aufgeräumt aus!

Schlechter Rat!

Veröffentlicht am von Pharmama

Schlechter Rat!

Erinnerte mich gerade ganz enorm an diesen Artikel. 2008 passiert hat eine damals 15 jährige Schweizerin am Bahnhof in Zürich eine Frau angesprochen und sie nach Halsschmerztabletten gefragt. Darauf hat ihr die andere Frau freundlicherweise ein paar von ihren eigenen Schmerztabletten überlassen - dummerweise war das ein Mittel auf Morphin-Basis. 2 Kapseln davon genommen führten bei der jungen Frau zu Organversagen und Spitalaufenthalt mit bleibenden körperlichen Behinderungen. Die Frau, die ihr die Tabletten gegeben hat, wurde angeklagt schwere Körperverletzung begangen zu haben.

...

An der Geschichte ist einiges krumm. Die Leute, die ich kenne, die so starke Mittel nehmen, geben die im Normalfall nicht einfach so an andere - vor allem unbekannte Personen ab. Speziell nicht, ohne dafür bezahlen zu lassen ... Gut, beide Frauen sind aus dem Drogenmilieu, Korrektur: die abgebende Frau war aus dem Drogenmillieu, die junge war Punkerin, das erklärt derartiges eher, aber ... trotzdem.

Gefährlich.

gerade gelesen: Snow Crash

Veröffentlicht am von Pharmama

Ich scheine es ein bisschen mit den nicht ganz so einfach zu beschreibenden Büchern/ Filmen etc. zu haben. Snow Crash gehört da definitiv dazu,

Spielend in einer (nicht allzu fernen?) Zukunft in einem Amerika, wo es keine funktionierende Regierung mehr gibt, dafür aber Kapitalismus über alles. Die Leute leben in und arbeiten für Franchises wie die Mafia – die den Pizzalieferdienst unter sich hat ... und das so ernst nimmt, dass eine späte Lieferung die Familienehre beeinträchtigt.

Oder Kleinstaaten-Gebiete wie Mr. Lees greater Hong Kong  mit eigenem Sicherheitssystem wie umgemodelten Bulldoggen. Ursprünglich staatliche Unternehmen wie der CIA wurden privatisiert – sie handeln nach wie vor mit Informationen, nur kann sie jetzt jeder verkaufen und kaufen. Den FBI gibt es noch - die Feds sind bürokratisiert und paranoid wie sonst kaum einer.

In dieser Umwelt lebt der Held Hiro Protagonist – halb Afrikanisch-Amerikaner und halb Koreaner –  bis zu einer vermasselten Lieferung Pizza Kurier und im Metaverse gefeierter Hacker und laut Visitenkarte der Weltbeste Schwertkämpfer. Das Metaverse ist das, was Second Life hätte werden können – halb Internet, halb Zweit-Welt in der man sich trifft, Informationen austauscht und in der auch die grossen Firmen alle vertreten sind.. Zugänglich per Computer, repräsentiert wird man als Avatar ... je nach Verbindung und Informatikkenntnissen besser oder schlechter.

Die zweite Hauptperson ist die 15 jährige Y.T., ihres Zeichens Kurier – was im modernen Amerika heisst: sie ist mit hochtechnischem Rollbrett, Schutzausrüstung und „Poon“ unterwegs, indem sie sich an Fahrzeuge anhängt. Ihre Wege kreuzen sich mehr durch Zufall – sie ist diejenige, die die Pizza dann doch noch rechtzeitig zum Ziel bringt ... und sich den Dank der Mafia sichert.

In der realen Welt und im Metaverse macht sich eine neue Sache breit, die sich Snow Crash nennt – das weisse Flimmern, das man nach einem absoluten Computerabsturz sieht. Es scheint eine Verbindung zu geben  zwischen Sprache, Gehirnbeeinflussung, Religion, Viren und Computer – und ein Informationsmogul: L. Bob Rife will sie einsetzen ... ja, wogegen?

Hiro mit seinen Samurai-Schwertern, Y.T. mit ihrem Board suchen sich ihren Weg – gegen einen starken Widersacher in der Realwelt und dem Metaverse – Raven. Einem Aleuten auf persönlichem Kriegszug gegen das, was von Amerika übriggeblieben ist und der – zum persönlichen Schutz sozusagen – mit einer Atombombe vernetzt ist.

So ganz nebenbei lernt man noch etwas über die Sumerer, Sprache, Religion und Computer.

Alles trifft sich schliesslich auf der Raft – einer Art riesigen schwimmenden Unterkunft, die dem Informationsmogul  neue Leute – Flüchtlinge sozusagen – nach Amerika bringt.

Das Buch fängt eher gemächlich an – bringt aber eine Menge Ideen, auch neue, die über das sonstige „Cyberpunk“ Thema herausgehen und reichlich Gesellschaftskritisch sein können – langweilig wurde es mir nicht. Im zweiten Teil nimmt das Erzähl-Tempo zu, gleichzeitig werden auch die Hintergrund-Informationen dichter. Es endet mit einer (oder zwei?) Verfolgungsjagden ...

Ich fand es lesenswert wegen den teils abstrus scheinenden Ideen, den durchaus „coolen“ Figuren und weil man – da das Buch doch schon älter ist (1992) inzwischen einiges daraus schon wiedererkennen kann: Internet, Avatare, Information als Macht ...

**** 4 Sterne dafür.

Lesenswert für: Science Fiction Fans, Computer Fans, Leute mit Interesse an Sprachentwicklung ...

Hindernislauf

Veröffentlicht am von Pharmama

Mann in der Apotheke: „2 Packungen Bepanthen Nasensalbe.“

Pharmama: „Ich würde sie ihnen gerne geben, aber die sind nicht lieferbar. Ich weiss nicht, wann ich wieder welche bekomme. Kann ich ihnen vielleicht eine andere Nasensalbe anbieten?“
Mann: „Nein, ich brauche die auch nicht für die Nase, sondern für die Augen.“

Kleine Anmerkung: In Deutschland gibt es die Bepanthen – die genau gleiche wie die Nasensalbe hier – auch als Augensalbe und so angeschrieben. Man kann auch die hiesige Nasensalbe für die Augen benutzen – mit dem Cave: sie ist nicht sehr lange haltbar, also keine 30 Tage wie die normalen Augensachen.

Pharmama: „Hmmm – und wie wäre es mit den Bepanthen Augentropfen?“
Mann: „Nein, aber ... (knübelt ein Rezept aus der Tasche) ... ich habe hier noch ein Rezept für Lacrycon Augentropfen. Ich nehme dann 3 Packungen.“

Pharmama: „Okay – (nehme das Rezept) – aber das hier ist abgelaufen. Das war bis Mitte letztes Jahr gültig.“
Mann: „Mist. Ich hoffte, sie würden das nicht merken.“

Pharmama: „Tja. Das gehört zur Kontrolle des Rezeptes dazu. Was ich ihnen anbieten könnte – da es noch nicht ganz ein Jahr ist – sie können eine Packung haben. Eine darf ich auf dem Rezept innerhalb eines Jahres wiederholen.“
Mann: „Ein typisch schweizerischer Kompromiss, oder? Eine Packung? Auch wenn ich sie selber bezahle?“
Pharmama: „Ja, das macht keinen Unterschied. Das sind die Gesetze, an die ich mich halten muss. Und ... sie müssen ja nicht. Sie könnten natürlich auch vorher ein neues Rezept vom Arzt verlangen ...“

Mann: „Schon gut, ich nehme die Packung.“

 

Merke: Egal ob etwas vom Hersteller nicht lieferbar ist oder das Rezept abgelaufen oder etwas vom Gesetz vorgeschrieben .... Du in der Apotheke bist grundsätzlich „Schuld“, wenn etwas nicht geht. Und wenn es geht, ist das natürlich normal und nicht bemerkenswert.

Apotheken aus aller Welt 365: Velbert-Langenberg, Deutschland

Veröffentlicht am von Pharmama

ich habe mal wieder meine Photos der letzten beiden Monate sortiert, und dabei auch wieder Apotheken und ähnliches aus dem Stapel gefischt:
Zunächst einmal eine Apotheke in einem schönen verschieferten Haus in Velbert-Langenberg. Langenberg hat übrigens eine hübsche historische Innenstadt mit vielen Gäßchen und Fachwerk- und Schieferhäuschen. Das für mich augenfälligste ist aber deren Lieferfahrzeug, das "Pillentaxi" :D

simop

Eine Apotheke im Schiefermantel :-) - Das Pillentaxis finde ich auch optisch eine gute Werbeidee.