Suchergebnisse für Die falsche Anwendung (

die falsche Anwendung (20)

Kundin: “Ein Vi-De 3, bitte.”

Ich hole es und frage:

Pharmama: “Wie nehmen Sie ihr Vitamin D?”

Kundin: “Nun, da steht drauf Vitamin D 3, also nehme ich mein Vitamin D drei Mal pro Tag!”

:-)

(Das nimmt man einmal täglich, da das ein fettlösliches Vitamin und gut speicherbar ist … es gibt inzwischen auch Anwendungsarten, die einmal pro Monat vorgeben.)

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Die falsche Anwendung (19)

Nicht von uns, aber … bemerkenswert:

Als die Scopolamin Pflaster vor ein paar Jahren ausser Handel gingen war da ein Patient, der fragte, was er sonst benutzen kann auf seiner Kreuzfahrt. Die Apothekerin empfahl ihm Kapseln mit Doxylamin. Als sie den Patienten nach den Ferien wieder sieht und ihn fragt, wie es gegangen ist, sagt der: “Schrecklich. Die Kapseln haben nicht gewirkt.”

Stellt sich heraus, dass er sie hinter das Ohr geklebt hat – wie vorher die Pflaster.

Mehr nicht wirklich korrekte Anwendungen?  (die meisten kürzer …)

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Die falsche Anwendung (18)

"Ich bräuchte eine neue Packung von diesen, ich weiss nicht, ob die noch gut sind."

So spricht der Mann um die 50 in der Apotheke und hält mir eine Packung hin.

Terbinafin Tabletten. … Aber bevor ich anfange, erst mal sein brennendstes Problem: das Verfalldatum. Das "Exp" ist nächsten Monat.

Pharmama: "Die können sie noch problemlos nehmen. Die sind noch mindestens bis Ende nächsten Monat gut. Es macht auch nichts, wenn sie die ein paar Tage darüber hinaus noch nehmen, die zerfallen nicht magisch am 31."

"Aber …" ich schaue mir die Packung an und ziehe rasch den Blister raus. Nur 3 Tabletten fehlen. Seltsam.

"Wie nehmen sie die denn?"

Mann: "Ach wissen Sie. Ein paar Mal im Jahr fängt da das Problem am Bein an. Dann nehme ich eine Tablette und dann ist meist wieder gut. Aber die laufen bald ab – da hätte ich doch gerne neue."

Pharmama: "Sie nehmen nur eine Tablette und fertig? Wer hat Ihnen das denn so gesagt?"

Mann: "Ich denke der Arzt, wieso?"

Pharmama: "Nun – soweit ich weiss, muss man die Tabletten eine gewisse Zeit lang nehmen, damit Sie richtig wirken können. Lassen sie mich mal nachschauen …"

Ich zeige ihm im Computer die normale Dosierungsanweisung. Es gibt verschiedene Varianten – je nach Problem. Das Mittel ist gegen verschiedene Pilze (Fusspilz, Hautpilz, Nagelpilz) … im Normalfall wenn Salben nicht genügend Wirkung bringen. Es ist wegen der Neben- und Wechselwirkungen und Vorsichtsmassnahmen rezeptpflichtig (mein dringendstes Problem, sobald ich hörte, dass er noch eine Packung will). Und die Mindesteinnahmedauer (bei unkompliziertem Hautpilz) beträgt 2 Wochen.

"Oh." Sagt er. "Dann habe ich das nie richtig genommen."

Ich kläre mit ihm ab, für was er es nimmt. Es ist wirklich gegen einen Hautpilz, am Bein.

Pharmama: "Sie haben das Problem jetzt gerade?"

Mann: "Ja. Es fängt wieder an."

Pharmama: "Vielleicht wäre es dann keine schlechte Idee, das Medikament einmal richtig anzuwenden – vielleicht geht es dann auch so weg, dass es nicht mehr wieder kommt."

"Und wenn es nicht weggeht – dann ist das ein guter Zeitpunkt zum Arzt zu gehen. Der kann schauen, ob Sie etwas anderes brauchen oder gegebenenfalls eine neue Packung aufschreiben."

Aber so wie er es bisher genommen hat: Dosierung = Placebo mit der Wahrscheinlichkeit der Nebenwirkungen des richtigen Mittels. Ungut. Erstaunlich ist es überhaupt besser geworden. 

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die falsche Anwendung (17)

Eine Geschichte aus Amerika:

Da war eine Frau, die das Trocknungspäckchen das mit dem Symbicort Inhaler kommt aufschnitt und es ins Mundstück des Inhalators gab – für ihren Mann zum inhalieren. Sie kam dann in die Apotheke um dem Apotheker zu zeigen, was sie getan hat und wunderte sich, dass das nur eines in der Packung hatte.

Sie konnte nicht lesen, was auf dem kleinen Päckchen stand, also sagte der Apotheker es ihr: „Nicht einnehmen!“

Sie sagt: „Aber das weiss ich doch, man inhaliert es!“

320px-Silica_gel_bag_open_with_beads SYMBICORT-inhaler-2

Brrr.

Hier geht’s zu den falschen Anwendungen 1-16

 

die falsche Anwendung (16)

Eine Frau telefoniert und fragt ob das normal sei: “Jedesmal wenn ich ein Oestro Gynaedoron Zäpfchen einführe, muss ich nachher auf die Toilette und habe Stuhlgang!”


Nun, ich nehme an, dass das eine normale Reaktion ist … wenn man das Vaginalzäpfchen in den Darm statt die Scheide einführt.

Oy.

noch mehr Beispiele für die falsche Anwendung von Medikamenten hier.

Die falsche Anwendung (15)

Es ist schon ein paar Jahre her, da kam eine Kundin, die Bactrim forte gegen ihre Blasenentzündung verschrieben bekommen hat zurück und fragte:

„Ich begreife das nicht, jedes Mal, wenn ich Pipi machen muss, verliere ich meine Tablette!“

Da fragt sich die  Apothekerin natürlich, wo sie die Tablette denn hingemacht hat.

Man stellt die Frage mal vorsichtig.

Kundin: „Na unten rein … in meine Vagina – dorthin, wo es  auch weh tut!“

Umm….key, sie hat sich was dabei gedacht. Leider sind das Tabletten zum Einnehmen und nicht Vaginaltabletten.

 

Mehr falsche Anwendungen hier.

Die falsche Anwendung (14)

Ein Gastbeitrag! Eine Geschichte aus der Apo von Leserin Ramona, die ihrer Lehrtochter passiert ist:

Kundin: “Ich hätte gerne Vicks Medinait.”
Azubi: “Ja, gerne. Kennen Sie die Anwendung schon?”
Kundin: “Ja, sicher. Ich gebe jeden Abend einen Becher ins Wasser.”
Azubi: “In welches Wasser?”
Kundin: “Wenn es mir nicht gut geht, nehme ich abends ein Bad und gebe einen Becher voll hinein. Danach schlafe ich so gut und fühle mich viel besser!”
Azubi: “Wie bitte???”

Naja, der Kundin ist die Anwendung nach einer ausführlichen Erklärung nun klar….

Pharmamas P.S.: Also das Packungsdesign erinnert schon ein bisschen an einen Badezusatz – dazu die grellgrüne Farbe des Inhalts …

Noch mehr falsche Anwendungen hier.

Die falsche Anwendung (13)

Aus Amerika:

Mann am Telefon: “Ich brauche eine Empfehlung, was ich tun soll. Meine 10 jährige Tochter hat Läuse.”
Apothekerin: “Und was haben sie schon probiert?”
Mann: “Loxazol, aber jetzt hat sie die ganze Flasche gehabt und hat immer noch Läuse.”
Apothekerin: “Wie ‘gehabt’?”
Mann: “Ja, sie hat die ganze Flasche getrunken, aber die Läuse sind immer noch da.”
Apothekerin: “Loxazol ist ein Shampoo, nicht zum einnehmen! Sie rufen besser gleich das Tox Zentrum an. Die Nummer ist … “

… Offensichtlich kann weder er noch die 10 jährige Tochter lesen ….

Noch mehr Beispiele für falsche Anwendungen.

Die falsche Anwendung (12)

Aus Amerika (Achtung: NSFSP):
Eine Frau kommt mit einer noch versiegelten Tube Vaginalcreme in die Apotheke und beklagt sich:
„Ich habe dieses Ding jetzt in den vergangenen 5 Nächten jede Nacht angewendet und es hat einen Scheissdreck genützt!!!“

… und jetzt ratet mal, wo sie die (verschlossene) Tube jede Nacht eingeführt und dringelassen hat …

noch mehr falsche Anwendungen.

die falsche Anwendung (10)

Sagt der Kunde (den ich noch nie vorher gesehen habe) nach dem Kauf einer Packung Detensor* zu mir:

“Weisst Du, wofür Detensor auch gut ist? Wenn Du auf Drogen bist und davon loskommen willst, hilft es beim kalten Entzug. Ich werfe einfach abends ein paar ein und verschlafe dann die Entzugserscheinungen …”

Uh, ähh … dafür sind sie aber nicht wirklich gedacht. Sie so überzudosieren kann gefährlich sein.

Und ausserdem: diese Schneewittchen-Methode ist neben der Gefahr der Überdosierung und Nebenwirkungen nicht dauerhaft, immerhin hat er es angeblich schon ein paarmal gemacht … und ist danach wieder rückfällig geworden.

*ein Schlafmittel auf Antihistamin-Basis, freiverkäuflich.

Die falsche Anwendung (9)

Mann in der Apotheke:

„Benützt meine Frau die richtig?“

zeigt eine Packung Zäpfchen gegen den Husten … und imitiert das einreiben auf der Brust …

Die falsche Anwendung (8)

Da gibt es diese Kundin die fast jeden zweiten Tag kommt und Similasan „nervöse Herzbeschwerden“ Globuli kauft.

Und sie will, dass man beim Fläschen oben den Dosierer wegnimmt. Sie schluckt die Kügelchen gleich halb-glas-weise.

–Irgendwie hat sie das Prinzip der Homöopathie nicht verstanden.

Klassischerweise ist es in der Homöopathie so, dass je potenzierter, desto wirksamer. Potenzieren ist aber verdünnen … man könnte hier auch sagen: „Weniger ist mehr.“

Das oben ist eine klassische Verdünnungsreihe. Dabei wird der Originalstoff (in dem Fall Birkenkohle) mit Mannitol verrieben. D bedeutet es wird in 10er Schritten gearbeitet, d.h. von einem Schritt zum nächsten wird 1 Teil Stoff mit 10 Teilen Mannitol verrieben. Ein D6 bedeutet also z.B. dass es nur noch 0.0001% des Ausgangsstoffes enthält. Aber man arbeitet oft mit noch höheren Verdünnungen, wie z.B. D15 oder D30 – oder man geht in 100er Verdünnungsschritten vor, das sind dann die C-Potenzierungen.

Die normale Dosierung bei den Similasan Globuli (die im Normalfall D12, D15 und D30 Potenzierungen enthalten) ist übrigens 3 x täglich je 5-7 Globuli bei chronischen Beschwerden oder bei akuten Beschwerden kann alle 15 Minuten 5-7 Globuli genommen werden. (Viel mehr Info hier)

Gleich das halbe Glas zu schlucken ist irgendwie nicht der Sinn der Sache … wobei sie sagt, ihr hilft’s.

Die falsche Anwendung (7)

Für einmal eine blatante Kopie – aber ich finde es einfach zu gut.

Gefunden auf dem Blog eines amerikanischen Arztes: Grumpy Doc

Hier die Übersetzung:

Die Geschichte von einem Rezept für Nuva Ring (ein Gummiring mit Hormonen zur Verhütung, den man einmal monatlich in die Vagina einbringt).

Das Rezept war ausgestellt für Nuva Ring, 1 po qD, das bedeutet in der amerikanischen Rezeptsprache: 1 Ring EINZUNEHMEN 1 x täglich.

Was noch erschreckender ist, als der Apotheker in die Praxis des Frauenarztes telefonierte um das abzuklären, seine Arztgehilfin (oder Sekretärin oder was auch immer) mit ihm angefangen hat darüber zu streiten, wie man den Nuva Ring denn korrekt anzuwenden hat.

Ich kann es mir vorstellen:

Jenny: „Hey, Suzy? Was kaust du da?“

Suzy: „Das ist mein neuer Verhütungs-Kau-Gummi!“

Jenny: „Wow! Ich wusste gar nicht, dass es sowas gibt.“

Suzy: „Jaaa. Es ist irgendwie gummig und du würdest nicht glauben was der Idiot in der Apotheke mir erzählt hat, was ich damit tun soll! Schon noch gut habe ich beim Arzt angerufen und gefragt, wie man ihn richtig benutzt!“

Die falsche Anwendung (6)

Samstagmittag und eine Mutter kommt mit ihrem Kleinkind in die Apotheke – zu uns, weil ihre Apotheke schon geschlossen ist. Sie erzählt der Apothekerin von der Mittelohren-entzündung ihres Sohnes, für das sie vom Arzt Antibiotikasirup verschrieben bekommen hat:

Mutter: „Ich verstehe einfach nicht, warum es meinem Sohn nicht besser geht“.

Apothekerin:Haben sie ihm das Antibiotikum regelmässig und die ganzen 5 Tage gegeben?“

Mutter: „Ja, aber nach dem 2. Tag sah es so aus, als ob es keinen Platz mehr hätte.“

Apothekerin: „Keinen Platz? Wie meinen sie das?“

Mutter: „Ich habe wie verschrieben einen Löffel 2 x täglich in sein Ohr gegeben …“

Merke:  auch Antibiotika für Ohrenentzündungen sind zum einnehmen!