Apotheker in South Park

Ok, ok. Dann ist das halt ein kleines outing. Ich habe früher gerne South Park geschaut – und es auch bösartig lustig gefunden. Wenn ich es heute sehe, denke ich es hat noch seine guten Momente, aber man kann nicht immer noch mehr und noch mehr provozieren wollen ohne irgendwann zu weit zu gehen.

Jedenfalls: wenn ich ein Charakter wäre in South Park,sähe ich so aus:

Wer selbst ein bisschen damit rumspielen will, der kann das auf dieser Seite tun.

Medikamentennamen – woher kommen die?

Die Firmen müssen erfinderisch sein bei der Namensnennung von Medikamenten und vorsichtig von wegen Patentverletzungen mit ähnlich klingenden.

Einerseits soll das Medikament einen Namen haben, der gut klingt und den man sich nach Möglichkeit auch als Patient merken kann – und dann soll er noch optimalerweise noch einen Hinweis auf die Wirkung geben.

Trotzdem gibt es je länger je mehr ähnlich klingende Namen und bei den Generika ist man praktisch dazu übergegangen, einfach den Inhaltsstoff zu nehmen und den Firmennamen hintendran zu hängen.

Die vielen ähnlichen Namen machen es weder für die Patienten noch die Apotheker oder Ärzte einfach, Überblick über die Mittel zu behalten.

Hier ein paar Beispiele woher Medikamentennamen kommen:

Schmerzmittel: häufig von dolor = Schmerz abgeleitet: Dolocyl, Dolo Spedifen, Voltaren dolo, Panadol, Dolocitran,

oder griechisch Algesie = Schmerz: Algifor. Alcacyl, AlcaC, Novalgin, Dafalgan, Aleve, Tramal,

Beruhigungsmittel: von sedere = beschwichtigen, stillen: Sedasol, Sedonium, Baldrisedon

Schnupfenmittel: von Rhinitis = Schnupfen: Rhinopront, Rinofluimucil, Rhinomer, Rinosedin

Mittel für die Haut: von derma = Haut: Dermophil, Dermacalm, Dermed, Dermovate, Sanadermil

Pilzmittel: myxa = Pilz: Mycolog, Mycostatin, Myconormin,

Tränenersatz Augentropfen: von lacrima =Träne: Lacrinorm, Lacrycon, Lacryvisc

Asthmamittel: von ventus = Wind/Atem: Ventolin, Serevent, Atrovent, Ecovent

Hustenmittel: von tussis = Husten: Demotussol, Tossamin, Tussanil, Makatussin, Nitux,

Blutdruckmittel mit – pressur von Druck: Blopress, Lopressor, Baypress,

Abführmittel: von laxare = erweitern, öffnen, lösen, lockern: Laxasan, Laxoberon, Dulcolax, Prontolax, Agiolax,

Schleimlösende Mittel: von mucus = Schleim: Solmucol, Solmucalm, Muco-X, Fluimucil, Mucofor,

Oder gegen was es wirkt: Migräne Kranit (gegen Migräne), Dermacalm (Haut +calmare= beruhigen), Traumalix, Traumanase (von Trauma = Verletzung), Aknefug, Aknecolor, (gegen Akne)

Oder vom Wirkstoff abgeleitet: Lopimed (von Loperamid), Minocin (Minocyclin), Meto Zerok (Metoprolol), Pantozol (Pantoprazol), Tramal (Tramadol), Zithromax (Azithromycin),

Anhängsel hinter dem Medikamentennamen wie forte, plus weisen auf eine stärkere Dosierung als des Originals hin,

mite oder submite auf eine geringere

retard, long, depot, CR, ER auf eine verlängerte Wirkung

L, N, rapid meist auf einen schnelleren Wirkungseintritt

Diese Liste ist auf keinen Fall vollständig. Aber mehr sprengt hier wohl den Rahmen.

Und Namen wie Xyzal – keine Ahnung, wie man auf das kommt. Vielleicht indem man sich wirklich bemüht alle unmöglichen Konsonanten in ein Wort zu kriegen?? XYZfertig

Dauerhafte Haarentfernung

Fremdsprachige Kundin vor dem Veet Ständer: Das zum enthaaren?“

Drogistin: „Ja“

Die Drogistin erklärt Ihr die verschiedenen Produkte: Heiss-Wachs, Kaltwachs, Enthaarungscremen, …

Dann fragt die Kundin: „Haare kommen nicht wieder?“

Drogistin: „Doch, die wachsen ja wieder“

Kundin (leicht entrüstet): „Aber da steht drauf Haarentfernung !“

Und in dem Zusammenhang:


Schwangerschaftstests

Schwangerschaftstests heute: einfach, schnell, sicher – dubelisicher?

Nichts ist dubelisicher! Das beweisen auch folgende Fragen:

Kundin: „Kann ich diesen Schwangerschaftstest wieder verwenden?“ – Nein!

andere Kundin: „Funktioniert der Schwangerschaftstest auch, wenn ich die Periode habe?“ -schon, aber meistens braucht man ihn dann nicht, oder?

Aus Amerika: über 80 Jährige schwerhörige Frau legt einen Schwangerschaftstest auf die Theke und fragt: „Ist das ein guter Thermometer?“

– und jetzt versuche so diskret wie möglich zu sein …

Dabei sind wir heute so weit gekommen mit den Schwangerschaftstests! Einfach das Stäbchen ein paar Sekunden in den Urin halten, 1 Minute warten – und schon haben wir Klarheit.

Dagegen musste meine Mama noch mühsam und sehr vorsichtig Urin mit einer anderen Flüssigkeit in ein Röhrchen geben und 1 Stunde warten, bis sich zwischen den Flüssigkeiten eventuell eine feine dunkle Grenze gebildet hat. Wehe, wenn das Röhrchen in der Zeit erschüttert wurde, dann stimmte das Resultat sicher nicht mehr.

Und wenn Grossmama einen Test hätte machen wollen, hätte sie auf den Froschtest zurückgreifen müssen. Dabei wurde dem Frosch etwas Urin der Frau gespritzt und nach nach etwa 3 -6 Stunden ein Resultat, nämlich wenn der Frosch laichte, war die Frau schwanger. Noch früher benutzte man Mäuse, wo nach 14 Tagen per Obduktion (also aufschneiden) geschaut wurde, ob ein Eisprung stattgefunden hat. Sehr genau, aber nicht sehr tierfreundlich …

Übrigens: In der Apotheke kann man immer noch den Schwangerschaftstest für sich machen lassen. Dazu bringt man einfach etwas frischen Urin mit. Wir machen ihn allerdings auch (nur) mit den normalen Teststäbchen.

Preisfragen

Immer wieder sehe ich, dass Leute auf meiner Seite landen weil sie suchen nach: Preis von xy.

Man wird hier in diesem Blog so gut wie nie eine Preisangabe für ein Medikament finden. Das hat verschiedene Gründe. Einerseits will ich nicht Werbung für ein Medikament machen. Andererseits spielt ja auch der Markt und was bei uns soviel kostet, ist vielleicht in einer anderen Apotheke oder Drogerie zu einem anderen Preis zu haben. Und dann ist jede Angabe, die ich machen würde innert kürzester Zeit falsch. Denn es gibt noch so was wie Preisänderungen.

Im Moment ist es so, dass ich etwa 2 x pro Monat Medikamente und Drogerieartikel umschreiben muss. Zum Glück jeweils nur wenig, aber immer wieder.

Anfang Januar war es wieder mal eine ganze Menge. Der Etikettendrucker spuckte Etiketten aus, bis die Papierschlange quer durch den Raum reichte.

Es braucht enorm Zeit, all das umzupreiseln. Einfacher wäre schon die Methode von Coop, dass man das alles nur noch am Regal anschreibt – aber das finde ich eine reichlich kundenunfreundliche Methode.

Ah. Noch was. Für diejenigen die jammern, die Preise gehen immer nur nach oben: das ist nicht ganz korrekt. Einiges ist schon teurer geworden (so zwischen 20 – 80 Rappen pro Stück) aber vor allem bei den rezeptpflichtigen Medikamenten gab es markante Preisabschläge.

Z.B. die Packung Nexium unten ist grad 22 Franken günstiger geworden!

Und sie ist nicht die einzige.

So Preisabschläge sind ja gut für die Patienten und das Gesundheitssystem und dementsprechend zu unterstützen. Für die einzelne Apotheke stellen sie aber je nachdem eine ziemliche Belastung dar. Wir haben die Medikamente, die da auf einmal weniger wert sind ja an Lager. Das ist ein nicht unheblicher Lagerverlust (einmal habe ich nachgerechnet, da waren es für CHF 1600.- Preisabschläge) – da müssten sehr viele andere Sachen um 40 Rappen aufschlagen, dass ich das wieder hereinbekäme…

Ok, es gibt ein paar Möglichkeiten zumindest einen Teil des Geldes wiederzuholen. Manche Firmen bieten die Medis, die abschlagen 1 Monat vorher zum neuen Einkaufspreis an – das Problem ist, dass bei weitem nicht alle Medis innert 1 Monat umschlagen kann, d.h. davon profitiert man oft gar nicht.

Bei anderen Firmen kann man den Lagerverlust angeben und sie geben einem dafür einen Ersatz – meist in Form eines ihrer Medikamente. Das Problem ist, dass sie das erst ab einer gewissen Geldmenge machen (z.B. ab CHF 30.-) und das erreicht man bei einer einzelnen Firma dann nicht.

Ausserdem ist das ein ziemlicher Aufwand, weil man jede Firma einzeln angehen muss und oft kommt gar nichts heraus.

Geld, dass man sich ans Bein streichen kann. A fonds perdu.

Noch ein Beitrag der Apotheken zum Sparen im Gesundheitssystem ….

Stärkungsmittel

Kundin:Ein Stärkungsmittel, bitte“

Drogistin:Was für eines wollen Sie? Haben sie etwas schon gehabt, das sie gut fanden?“

Kundin “Na, das in der Schachtel!“

(ok, das hilft auch nicht weiter).

Schliesslich holt die Kundin einen Zettel heraus auf dem steht:

Remy

das ist ein Stärkepulver um die Wäsche zu stärken….

an was hast Du gedacht?